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Karola Löwenstein 525 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Karola Löwenstein
Facebook: KarolaLoewenstein
Instagram: karola_loewenstein
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Karola Löwenstein vom 15.04.2017
  Leserkanonen-Mini-Interview mit Karola Löwenstein vom 24.07.2021
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 15.04.2017
Mit dem »Stern von Komo« hat Karola Löwenstein vor einigen Wochen ihre fünfteilige »Königsblut-Saga« vollendet. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihre Reihe, über den Abschied von liebgewonnenen Romanhelden und über ihre zukünftigen Projekte.

Frau Löwenstein, vor Kurzem haben Sie mit der Veröffentlichung des »Stern von Komo« den Schlusspunkt unter Ihre »Königsblut-Saga« gesetzt. Womöglich hat nach der langen Zeit immer noch nicht jeder unserer Besucher Notiz von der Reihe genommen, könnten Sie Ihre Bücher daher unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Die Königsblut-Saga ist eine Mischung aus romantischer Liebesgeschichte und spannendem Fantasy-Abenteuer.
Im Mittelpunkt steht die junge Magierin Selma, die die Liebe ihres Lebens findet, aber nicht mit ihr zusammensein darf, da das die altmodischen Regeln der Vereinten Magischen Union verbieten. Zu allem Übel wird die magische Gemeinschaft von den Morlems bedroht, seelenlosen Wesen, die junge Mädchen rauben und besonders Selma im Visier haben, die gerade ihr Studium an der magischen Universität Tennenbode beginnen möchte.
Warum es die Morlems auf sie abgesehen haben, will Selma gemeinsam mit ihren Freunden herausfinden. Dabei stellt sie nach und nach fest, dass sie Geheimnissen auf der Spur ist, die ihre ganze Familiengeschichte betreffen und auch, dass es nicht ganz ungefährlich ist, in solchen Dingen herumzuschnüffeln.
Ob Selma es schafft, mit Adam glücklich zu werden, erfährt man in der Königsblut-Saga.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer die Verwandte-Seelen-Trilogie von Nica Stevens gelesen hat, der findet bestimmt Gefallen an der Königsblut-Saga.
Meine Liebe zu Fantasy-Romanen hat Marion Zimmer Bradley geweckt und zwar mit ihrem Buch »Die Nebel von Avalon«
Danach habe ich alle Bücher von ihr verschlungen und bin seitdem dem Genre verfallen.
Ein Vorbild habe ich nicht im eigentlichen Sinne. Ich möchte meinen eigenen Stil weiterentwickeln und mit jedem Buch verbessern. Aber es gab und gibt natürlich eine Menge Autoren, deren Werke mich beeindruckt haben und von denen ich mir gerne ein paar Tricks und Kniffe abschaue.
Besonders muss ich da Stephen King erwähnen. Er hat nicht nur meine diffuse Angst vor Clowns geprägt, sondern auch meinen Ehrgeiz geweckt, spannende Geschichten zu schreiben. Ich bewundere ihn dafür, wie er Romane so beginnt, dass sie einen von der ersten Seite an packen und nicht mehr loslassen. Das ist beeindruckend.
Aber auch die Werke von Walter Moers, Tolkien, J.K. Rowling und vielen anderen habe ich mit Begeisterung verschlungen.

Mehr als fünfhundert Bewertungen bei Amazon, fast vierhundert von unseren Besuchern, sehr gute Platzierungen in den Kindle-Charts - die »Königsblut-Saga« war ein voller Erfolg. Was glauben Sie selbst, was Ihre Saga so deutlich aus dem breiten Angebot der Fantasyromane und -reihen herausstechen ließ? Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale der fünf Bücher?

Ich denke, dass der Erfolg der Königsblut-Saga vor allem darin liegt, dass ich diese Geschichte mit Herzblut geschrieben habe und viel Arbeit in die Entwicklung der Charaktere und der Hintergrundgeschichte gesteckt habe. Dadurch hat diese Welt eine Lebendigkeit und Tiefe erlangt, die sie von anderen abhebt.
Viele Leser haben mir geschrieben, dass ihnen die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind und sie bei jedem Band das Gefühl hatten, alte Freunde wieder zu treffen.
Es macht mich sehr glücklich, wenn ich es schaffe, meine Leser eine Weile aus dem Alltag zu entführen und sie ein paar Stunden mit in eine andere Welt zu nehmen. Das ist der Zauber, der das Lesen und die Liebe zu den Büchern ausmacht. Ich habe die Königsblut-Sage mit viel Liebe zum Detail geschrieben und das spürt man vermutlich auch durch die Zeilen hindurch.

War von Anfang an geplant, eine fünfteilige Buchreihe zu verfassen, oder waren die Fortsetzungen dem Erfolg des ersten Teils geschuldet? Und wie konnte es schlussendlich gelingen, der Universität Tennenbode und der Vereinten Magischen Union so viel Leben einzuhauchen, dass auch nach über 2.500 Seiten immer noch so viel Abwechslung und Spannung geboten war? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie denen ihrer »Königsblut-Saga«?

Der Aufwand war wirklich groß, denn es war von Beginn an klar, dass es fünf Teile geben wird. Die Zahl 5 zieht sich auch durch die ganze Geschichte. Es gibt fünf Elemente, die die Magier beherrschen können und in jedem Band steht zum Beispiel ein anderer der fünf Kontinente im Mittelpunkt. Wenn man beim Lesen genau darauf achtet, findet man noch mehr dieser Verbindungen.
Am ersten Band habe ich zwei Jahre gearbeitet und gleichzeitig den Plot für die folgenden vier Bände geschrieben. Dadurch zieht sich ein konsequentes Konzept durch die ganze Reihe, was immer wieder für Spannung und neue Enthüllungen sorgt, die in die Geschichte passen und logisch sind.
Das Schreiben der Folgebände ging dann schneller vonstatten, weil die Handlungsstränge schon entwickelt waren. Viele kleine Nebengeschichten haben sich aber auch erst beim Schreiben ergeben. Ich habe auch Leserunden veranstaltet und einige Wünsche meiner Leser in die Folgebände einfließen lassen. Das war eine tolle Erfahrung.
Alles in allem war es ein großer Kraftakt, diese komplexe Geschichte mit den vielen Personen zu einem logischen und schönen Ende zu führen, allerdings war es ein Kraftakt, der mir viel Freude bereitet hat

Seit dem Erscheinen des Auftaktbandes sind inzwischen mehr als dreieinhalb Jahre vergangen, die Arbeiten daran begannen vermutlich schon viele Monate vorher. Gute vier Jahre also, in denen Sie das (fiktive) Leben Ihrer Charaktere begleitet haben. Haben Sie als Autorin in einem solch langen Zeitraum ein besonderes Verhältnis zu Selma und ihren Wegbegleitern aufgebaut? Und welches Gefühl hat man, unter ihre Geschichte nach so vielen Seiten und so vielen Abenteuern einen Schlusspunkt zu setzen?

Ich befürchte, es sind sogar mehr als 4 Jahre Die Idee für die Saga entstand 2010. Mit der Arbeit an dem ersten Roman habe ich 2011 begonnen. Selma und Adam haben mich sogar sechs Jahre lang begleitet. Eine unglaublich lange Zeit.
Ja, natürlich habe ich ein ganz besonderes Verhältnis zu diesen Figuren und besonders zu der Welt, in der sie leben. Hinzu kommt, dass die Königsblut-Saga mein erstes großes Buch-Projekt war und wenn man rückblickend sieht, was für ein Epos aus einer kleinen Idee entstanden ist, dann bin ich sehr dankbar und froh, dass es so viele Leser gibt, die Gefallen an der Geschichte gefunden haben.
Für mich war immer klar, dass die Geschichte nach dem fünften Teil endet und dennoch waren es sehr gemischte Gefühle, die mich da begleitet haben. Einerseits war ich froh und stolz, dass das Mammut-Projekt geschafft war, aber andererseits war es auch wirklich schwer, sich von Selma und Adam zu verabschieden. Nach den vielen Jahren hatte ich wirklich das Gefühl, ein paar Freunde zu verlieren.

Trotz der umfangreichen Arbeiten an Ihrer Fantasy-Reihe sind Sie nicht nur auf das Genre beschränkt, sondern haben parallel dazu auch noch diverse sinnliche und romantische Liebesromane veröffentlicht. Ist Ihre Herangehensweise an die Genres unterschiedlich, müssen Sie sich etwa in dem angeschlagenen Ton umstellen, oder steckt ein anderer Planungs- und Rechercheaufwand dahinter? Und warum sollte man selbst als Fantasy-Nerd unbedingt mit »Dark Revenge« oder einem anderen Ihrer Bücher weitermachen, sobald man die »Königsblut-Saga« ausgelesen hat?

Da ich selbst nicht nur Fantasy-Romane lese, sondern auch reine Liebesromane mag, lag es nahe, sich auch in diesem Genre auszuprobieren.
Nach dem Abschluss jedes Teils der Königsblut-Saga habe ich mir selbst eine kleine Pause verordnet, um Abstand zu gewinnen und mich später wieder besser auf die Geschichte und die Charaktere fokussieren zu können. In diesen Auszeiten sind die Liebesromane entstanden.
Ja, die Herangehensweise ist eine ganz andere. Während meine Fantasy-Romane sehr handlungsbetont sind, geht es in den Liebesromanen mehr um die Gefühlsebene und die zwischenmenschlichen Feinheiten. Für einen Fantasy-Roman kann ich viel im Voraus planen und recherchieren. Für einen Liebesroman muss ich mich ganz auf die Personen und ihre Stimmungen einlassen. Das lässt sich nur grob planen. Dort entsteht viel im Schreibprozess. Daher dauert er auch länger. Die Arbeit ist ganz anderes, aber ich mag es genauso gern, wie ich komplexe Welten erschaffe. Alles hat seinen Reiz.
Das verbindende Element beider Genre ist natürlich, dass im Kern jeder Geschichte, die ich schreibe, eine Liebesbeziehung steckt und dass es ein Happy End geben wird. Vielleicht nicht immer so wie man es erwartet, aber ich möchte, dass meine Leser meine Bücher mit einem zufriedenen Gefühl zuschlagen können.
Wer also die Liebesgeschichte von Selma und Adam mag, der findet bestimmt auch Gefallen an meinen anderen Liebesromanen.

Sie haben in der Vergangenheit schon mit Verlagen zusammengearbeitet, die »Königsblut-Saga« jedoch in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es bei Ihrer Reihe auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Am Anfang meines literarischen Schaffens bin ich noch ganz klassisch an die Angelegenheit herangegangen. Bei meinen ersten Verlagsveröffentlichungen (Kurzgeschichten) habe ich aber schon registriert, wie schwer es ist, im Literaturbetrieb überhaupt bemerkt zu werde. Als der erste Teil meiner Fantasy-Saga fertig war, habe ich ihn einigen Agenten angeboten, aber jeder hat mir versichert, dass Fantasy gerade nicht läuft. Da habe ich mich umgeschaut, was es sonst für Möglichkeiten gibt, außer jahrelang Verlage anzuschreiben und darauf zu hoffen, durch Zufall entdeckt zu werden.
Ende 2012 habe einen kindle geschenkt bekommen und da bin ich das erste Mal mit dem Selfpublishing in Kontakt gekommen.
Ich habe mich darüber belesen und die Entscheidung war schnell getroffen, dass ich es einfach auf eigene Faust probiere. Das war ganz spontan, aber die Entscheidung hat sich richtig angefühlt und ich habe nie bereut, das ich diesen Schritt gewagt habe.
2016 wurden dann bei Droemer/Knaur zwei meiner Romane veröffentlicht.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass man im eBook-Bereich getrost selbst veröffentlichen kann. Die Freiheiten, die man bei seiner Arbeit hat, die Flexibilität und die Geschwindigkeit, in der man publizieren kann, sind von keinem Verlag zu schaffen.
Aber beim klassischen Druckbuch geht es nicht ohne Verlag, zumindest, wenn man den Traum hat, sein Buch in der Buchhandlung liegen zu sehen. Und da nehme ich mich nicht aus. Die großen Publikumsverlage haben einfach eine bessere Infrastruktur, um den Leser zu erreichen. Deswegen bin ich selbst offen für alles und würde mich nach wie vor freuen, wenn ein Verlag sich dafür interessiert, die Königsblut-Saga in einer schönen Druckversion in die Buchhandlungen zu bringen.

Was können wir von der Autorin Karola Löwenstein in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Schreiben ist meine Passion, daher stecke ich schon längst in den nächsten Projekten
Im April erscheint ein weiterer Liebesroman aus meiner New-York-Passion-Reihe und natürlich geht es danach mit dem nächsten Fantasy-Projekt weiter. Die Planung dazu ist schon abgeschlossen und auch die ersten Kapitel das ersten Teils sind schon geschrieben. Es wird eine Trilogie und meine neue Heldin ist mir schon nach wenigen Seiten sehr ans Herz gewachsen. Ende 2017 soll der erste Teil erscheinen und ich hoffe, dass er wieder genauso viele Leser findet wie die Königsblut-Saga.
Mich kann man auf den Buchmessen treffen. Im Oktober werde ich das erste Mal in Frankfurt dabei sein und nach Leipzig komme ich schon seit Jahren. Auf meiner Facebook-Seite veröffentliche ich rechtzeitig die Termine. Ich freue mich immer riesig darauf. Gerade in Leipzig ist die Stimmung einmalig und es ist toll, viele Leser, Blogger und Kollegen mal persönlich zu treffen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Karola Löwenstein für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Karola Löwenstein bei Facebook
»Königsblut 1 - Die Akasha-Chronik« bei Leserkanone.de
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»Königsblut 2 - Land aus Eis« bei Leserkanone.de
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»Königsblut 3 - Lied der Wüste« bei Leserkanone.de
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»Königsblut 4 - Siegel des Thor« bei Leserkanone.de
»Königsblut 4 - Siegel des Thor« bei Amazon
»Königsblut 5 - Stern von Komo« bei Leserkanone.de
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