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Johanna Benden 183 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Johanna Benden
Facebook: nebelsphaere
Instagram: johanna.benden
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Johanna Benden vom 24.05.2019
  Leserkanone.de-Interview mit Johanna Benden vom 20.12.2019
  Leserkanone.de-Interview mit Johanna Benden vom 13.08.2020
  Leserkanone.de-Interview mit Johanna Benden vom 06.02.2021
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 13.08.2020
Mit ihrem neuen Roman »Die Seherin der Drachen« hat Johanna Benden den Startschuss in die »Hamburg-Reihe« ihres »Nebelsphäre«-Buchuniversums abgegeben. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Corona-Krise und über das Fantasygenre.

– Frau Benden, wieder ist ein Dreivierteljahr vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Johanna Benden getan?

Moin moin! Im September letzten Jahres habe ich meinen »Brotjob« aufgegeben und genieße es seitdem als Vollzeitautorin tätig zu sein. »Die Seherin der Drachen« ist mein erstes Buch, das ich quasi am Stück geschrieben habe. Es ist klasse, jeden Tag an meinen Geschichten und dem Drumherum arbeiten zu können. Ich hatte zwar einen sehr netten Chef (Moin moin, lieber Peter!) und auch die Arbeit hat mir Spaß gemacht, aber irgendwie haben die Unterbrechungen durch den Job meinen Schreibfluss gestört. Das ist jetzt vorbei – nun kann ich ganz abtauchen. Herrlich!

– Hat sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar gemacht?

Ja, in der Tat hat die Pandemie einiges bei mir durcheinandergewirbelt. Normalerweise schreibe ich, wenn ich ganz allein bin. Nun waren mein Mann und unsere beiden Kinder plötzlich durchgehend im Haus. Hinzu kam, dass ich wie viele andere Eltern auch das Homeschooling (Klasse 3 und 6) begleitet habe. Meine Familie ist sehr diszipliniert und positiv mit der Situation umgegangen, aber dennoch hat Corona eine große Umstellung für den Alltag bedeutet und meine Arbeitszeit stark reduziert. Ohne Pandemie hätte ich »Die Seherin der Drachen« vermutlich vier Wochen früher rausbringen können, aber es war mir wichtiger, für meine Kinder da zu sein und mich gemeinsam mit ihnen mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Verstehen hat meinen Kindern die Unsicherheit genommen. Wir haben viel miteinander gesprochen und uns zusammen Reportagen angehört und Dokumentationen angeschaut. Und gekocht haben wir! Das war das Beste an Corona: Wir haben viel öfter gemeinsam gekocht. Ach, ich liebe das – und gutes Essen erst recht!
Weil diese Situation so außergewöhnlich war, habe ich in den ersten Tagen ein kleines Videotagebuch aufgenommen. Fall ihr mal reinschauen möchtet, klickt gern hier: https://www.johanna-benden.de/carpecorona/



– Inzwischen ist mit »Nebelsphäre - Die Seherin der Drachen« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Humor und Magie! Die Nebelsphäre spielt in unserer Welt und unserer Zeit. Es geht um Drachen, die eine menschliche Gestalt annehmen können und so unerkannt unter uns leben. Zum Beispiel steckt Drachenkrieger Thorxarr seine Energie lieber in seine Freizeit als in die Dienste bei der Armee der roten Himmelsechsen. Er liebt Krawall und lässt keine Gelegenheit aus, sich zu prügeln.
Und dann ist da noch die menschliche Studentin Hiltja. Seit sie denken kann, hat sie Weltuntergangsvisionen. Außerdem ist die junge Frau in die Fänge eines kriminellen Poker-Managers geraten, der sie partout nicht aussteigen lassen will.
Als Hiltja während eines Fußballspiels zufällig mit Thorxarr zusammenstößt, prallen zwei Welten aufeinander!
Am Ende steht nichts Geringeres als das Überleben der Erde auf dem Spiel, doch davon ahnt weder Hiltja noch Thorxarr etwas.



– In unseren vorausgegangenen Gesprächen hatten wir Sie zu zwei Büchern befragt, die ohne einen Fantasypart auskamen. Wie kam es dazu, dass Sie nun wieder in den Fantasybereich zurückgekehrt sind? Und ist die Herangehensweise ans Schreiben nun wieder eine ganz andere als bei »Annas Geschichte«?

Ich schreibe seit zehn Jahren. Nachdem ich Ende 2018 meinen siebten Fantasy-Roman veröffentlicht hatte, brauchte ich dringend einen Tapetenwechsel. Es ist wie mit meiner Lieblingseissorte: Wenn ich die täglich esse, schmeckt sie mir irgendwann nicht mehr.
Da ich meine Heimatstadt liebe und immer schon einen Roman in Glückstadt spielen lassen wollte, schrieb ich Annas Geschichte. Es war befreiend, etwas ganz anderes machen zu können. (Zu 100% fantasyfrei sind die Glückstadt-Romane übrigens nicht, denn eingefleischte Benden-Fans treffen am Rande alte Bekannte aus der Nebelsphäre.)
Trotzdem war für mich klar, dass es mit der Nebelsphäre weitergehen muss. Es gibt einfach noch so viel zu erzählen!
Die Herangehensweise an einen neuen Roman ist ähnlich – unabhängig, ob ich mit oder ohne Fantasy schreibe. Da jede meiner Geschichten in unserer Welt angesiedelt ist, lege ich großen Wert darauf, dass alles Hand und Fuß hat. Entsprechend recherchiere ich gründlich im Vorfeld und suche mir Experten, mit denen ich Detailfragen klären kann. Nach Möglichkeit besuche ich sogar die Spielorte, doch das fiel für Hamburg wegen Corona leider aus.
Wenn ich es recht überlege, ist die Recherche bei den Fantasy-Romanen fast noch wichtiger, denn oft berichten mir begeisterte Fans, dass alles so real wirkt und sie sich gut vorstellen können, dass es die Nebelsphäre-Drachen und die Magie tatsächlich gibt.
Das ist für mich ein wundervolles Kompliment. Es bedeutet, dass sich meine Leser ganz und gar in die Geschichte fallen lassen können. Besser geht es nicht, oder?
Zukünftig werde ich die Nebelsphäre-Fantasy und die Glückstad-Romane abwechselnd schreiben, denn die Abwechslung »schmeckt« mir richtig gut!

– Das neue Buch markiert den Auftakt zur »Hamburg-Reihe« Ihres »Nebelsphäre«-Buchuniversums. Warum ist dies genau der richtige Zeitpunkt für diejenigen Leser, die Ihre »Kiel-Reihe« und die »Lübeck-Reihe« verpasst haben, neu einzusteigen?

Mit der Hamburg-Reihe startet die Nebelsphäre neu! Das bedeutet: neue Figuren, eine neue Handlung und ein ganz frischer Blick auf die Rahmengeschichte. Lediglich der äußere Kosmos der Nebelsphäre ist geblieben.
Um sicherzustellen, dass das auch wirklich für Neulinge funktioniert, habe ich mir einige Testleser gesucht, die vorher noch keinen Nebelsphäre-Roman gelesen haben. Zu meiner großen Freude waren die so begeistert vom Auftakt der Hamburg-Reihe, dass sie in der Wartezeit für Teil 2 auch die anderen Reihen lesen wollen. Es haut also hin! :)
Ich liebe die Welt der Nebelsphäre, aber möchte mich beim Schreiben weder wiederholen noch selbst langweilen. Deswegen brauche ich immer etwas Neues. Aus diesem Grund hat jede Reihe einen eigenen Schwerpunkt und … wie soll ich sagen … einen eigenen »Drive«.
Während die Helden in den vorhergehenden Reihen meist strahlend, mächtig und kompetent waren, habe ich diesmal auf das andere Ende der Drachengesellschaft geschaut. Thorxarr und seine Freunde gehören eher zu den Verlierern und haben ein unterdurchschnittliches magisches Potenzial. Dass man damit trotzdem einiges bewegen kann, erfahren sie in »Die Seherin der Drachen« am eigenen geschuppten Leib.
Kurz vor der Veröffentlichung beschlichen mich Bedenken, ob meine »Loser-Truppe« bei den Fans gut ankommen würde. Meine Herren, war ich nervös, als das Buch draußen war! Zu meinem großen Glück haben meine Fans und auch die Neu-Leser die Drachen gleich ins Herz geschlossen. Ich erhielt einige Zuschriften, dass die neuen Figuren besonders deswegen gut ankamen, weil sie eben nicht perfekt sind.

– Wie passen die kühle Hansestadt und Fantasy-Komponenten zusammen?

Ach, Fantasy passt überall hin! Ich liebe es, meine Romane an realen Orten spielen zu lassen. Gerade eine Weltstadt wie Hamburg bietet vielfältige Möglichkeiten für interessante Szenen. Ich sehe die Bilder in meinem Kopf, wenn ich mit dem Schreiben beginne.
Drachen im Millerntor-Station auf St. Pauli, zwischen den malerischen Elb-Kanälen der Speicherstadt oder bei Planten un Blomen (das ist ein Park im Herzen von Hamburg) – das hat doch was, oder nicht?
Wenn ich mir so etwas konkret vorstelle, entstehen die Handlungsstränge und Dialoge fast von allein. Und falls es doch mal hakt, fahre ich persönlich in die Stadt und gucke mir die Orte genau an. Ich höre, rieche und schaue und spätestens dann läuft bei mir das Kopfkino.
Die Skyline auf dem Cover ist also Programm. :)



– Was macht Ihre Protagonistin Hiltja zu einer solch außergewöhnlichen Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an Drachenkrieger Thorxarr persönlich?

Hiltja hat mit ihren Weltuntergangs-Visionen ein hartes Los gezogen. Wieder und wieder von Dämonen verfolgt zu werden, stelle ich mir nicht leicht vor – auch wenn sie weiß, dass diese nicht real sind. Hiltja erträgt das alles klaglos und versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie gibt einfach nicht auf! Das bewundere ich sehr an ihr.
Thorxarr ist ein Hallodri. Er nimmt nichts ernst, bis er auf Hiltja trifft. Sie verändert seine Einstellung und damit sein Leben. Plötzlich hat er einen Grund sich anzustrengen und etwas zu bewegen. Und das tut er auch.
Es macht mir großen Spaß, die Entwicklung der beiden zu begleiten und zu sehen, wie sie miteinander wachsen, füreinander da sind und nach Rückschlägen gemeinsam neuen Anlauf nehmen, um Probleme zu lösen. Vertrauen in sich selbst und auch in andere, Liebe und Freundschaft – das sind Themen, die mir selbst guttun. Umso schöner, dass diese Mischung auch meinen Lesern eine tolle Zeit beschert.

– Was können wir von der Autorin Johanna Benden in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit den »Nebelsphäre«-Geschichten weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Aktuell schreibe ich am zweiten Teil der Hamburg-Reihe, der die Geschichte von Hiltja und Thorxarr vorerst abschließt. Ich hoffe, der Roman wird im Winter erscheinen – ob ich die Veröffentlichung noch VOR Weihnachten schaffe, kann ich allerdings nicht sagen. (Falls Corona wieder zu reduzierten Arbeitszeiten führt, wird es erst Ostern 2021 etwas ;) ).
Danach wird es einen neuen Glückstadt-Roman mit einer neuen Hauptfigur geben. Die Geschichte wird von einer jungen Apothekerin handeln. Hierfür steige ich gerade in die Recherche ein, plane den Plot und hole mir Anregungen, in dem ich durch meine Heimatstadt streife. Das Kopfkino läuft bei mir schon wieder…
Öffentliche Veranstaltungen sind derzeit Corona bedingt ausgesetzt, aber wenn die Pandemie uns aus ihren Fängen entlässt, wird es wieder Lesungen geben und in Leipzig auf der Buchmesse könnt ihr mich dann ebenfalls treffen. Darauf freue ich mich heute schon!

Das Team von Leserkanone.de dankt Johanna Benden für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Johanna Benden
Johanna Benden bei Facebook
Johanna Benden bei Instagram
»Nebelsphäre 3: Hamburg-Reihe 1 - Die Seherin der Drachen« bei Leserkanone.de
»Nebelsphäre 3: Hamburg-Reihe 1 - Die Seherin der Drachen« bei Amazon
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