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Melisa Schwermer 524 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Melisa Schwermer
Twitter: @melisaschwermer
Facebook: melisa.schwermer
Instagram: melisaschwermer
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Melisa Schwermer vom 21.08.2016
  Leserkanonen-Interview mit Melisa Schwermer vom 26.04.2022
Tags: Sechs Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 26.04.2022
Heute ist mit »Düsterhof« ein neuer Thriller aus der Feder von Melisa Schwermer erschienen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ihre Ermittlerfiguren und über das Schreiben für einen Verlag.

Frau Schwermer, wie die Zeit vergeht: Ganze sechs Jahre sind vergangen, seitdem Ihre Kollegin Kathrin Lichters Sie zu einem Interview für unsere Webseite begrüßte. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Melisa Schwermer getan?

Das Interview haben wir im Rahmen der Veröffentlichung von »So bitter die Schuld« geführt und seitdem hat sich viel getan. Der Titel wurde im selben Jahr als eines von fünf Büchern für den Kindle-Storyteller-Award nominiert und hielt sich mehrere Wochen auf Platz 1 der Kindle-Charts. Daraufhin entschied ich mich, dass Fabian Prior und Thomas Wendtner mehr verdient hatten als lediglich ein Buch. Ich traute mich, was ich mir vorher nicht hätte vorstellen können, und machte die eine Reihe daraus, deren neunter Band dieses Jahr im Juni erscheinen wird. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass die Leser*innen meine Ermittler so gut annehmen und freue mich, wenn ich die Charaktere weiterentwickeln kann. Seit dem fünften Band ist auch Helga Kannengießer mit an Bord, die man in »Der Tod uns scheidet« (erschienen beim Verlag Edition M) kennenlernen durfte. Seit 2021 habe ich außerdem den Schritt gewagt, vom Schreiben zu leben und meine Teilzeitstelle an den Nagel gehängt. Ein spannender Schritt, der zuerst gruselig war und sich jetzt unheimlich gut anfühlt.

Inzwischen ist mit »Düsterhof« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Zuerst mal natürlich ein komplett neues Ermittlerteam mit interessanten Nebenfiguren. Keinesfalls wollte ich dieselbe Konstellation an Kommissaren einfach in einer anderen Stadt ermitteln lassen (ich habe meine Heimat Frankfurt und Umgebung verlassen). Das wäre vermutlich sowohl für die Leser*innen als auch für mich beim Schreiben langweilig geworden. Dennoch ist der Fall nicht minder spannend, im Gegenteil. Ein Serienkiller treibt in der Umgebung von München sein Unwesen und mordet in immer kürzeren Abständen. Der Thriller dürfte einige unerwartete Wendungen haben und gipfelt in einem atemlosen Finale.

Was macht Annabelle Hart und Felix Hertzlich zu solch »besonderen« Spürnasen, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Annabelle Hart (genannt Anna) ist eine Anwältin mit Herz aber knallhart bei Verhandlungen. Privat wirkt sie zunächst kühl und zurückhaltend, aber mit der Zeit lernt man ihre liebenswerten Eigenheiten kennen, denn sie ist ein guter Mensch, der sich für die Gerechtigkeit einsetzt. Sie hält sich gern an Regeln und bricht zumindest im beruflichen Leben nicht gern aus. Felix Hertzlich, früher Polizist und heute Privatdetektiv, reagiert hingegen eher impulsiv, sein Leben wirkt etwas chaotisch und nicht so durchstrukturiert wie Annabelles. Durch ihn lernt Anna andere Sichtweisen kennen und das ein oder andere Mal müssen die beiden sich für das gemeinsame Ziel zusammenraufen. Außerdem hat Felix noch eine Helferin, über die ich allerdings noch nicht zu viel verraten möchte. Anna und er ergeben jedenfalls gemeinsam ein unschlagbares Team, das man schnell ins Herz schließen wird.

Was ist aus Autorinnensicht der Reiz daran, dem Verbrechen gleich zwei Ermittler in den Weg zu stellen?

Zunächst einmal sind die beiden ja nicht die klassischen Ermittler und sie haben jeweils ihre eigene Sicht auf den Fall und wie man damit umzugehen hat. Felix ist eher unkonventionell, dehnt die Regeln gern mal in seinem Sinn aus, wohingegen Anna eher streng ist und sich im gesetzlichen Rahmen bewegen will. Das führt natürlich auch hin und wieder zu kleineren Konflikten, die zum Spannungsbogen der Geschichte beitragen. Auch bekommen die Leser*innen mehr Identifikationsfiguren, denn haben wir nicht alle mindestens zwei Seiten in uns, die manchmal in Streit miteinander geraten, weil unser Herz das eine will und unser Kopf das andere bevorzugt? Auf diese Weise kann ich mich beim Schreiben wunderbar ausleben. 😉

Wie kam es generell dazu, dass Sie im Thrillergenre gelandet sind? Was bedeutet Ihnen das Genre persönlich? Warum beschäftigt man sich mit (geschriebenen) Verbrechen und den damit verbundenen menschlichen Abgründen?

Zunächst ist es das Genre, das ich selbst gern lese. Eigentlich ausschließlich, muss ich zugeben, wenn man vom Studium mal absieht (und Kafka liebe ich privat auch). Früher hat mich ein Buch kaum gefesselt, wenn es nicht bis zur zwanzigsten Seite mindestens eine Leiche gab. Mittlerweile bin ich da nicht mehr so hardcore, aber Tote sollte es schon geben. Auf der sicheren Couch (und seit einigen Jahren auch am sicheren Schreibtisch) setze ich mich der Angst aus, begebe mich in gefährliche Situationen, von denen ich weiß, dass ich sie bewältigen kann. Am Ende hat man das gute Gefühl, in Sicherheit zu sein, auch wenn man beim Lesen oder Schreiben nie einer reellen Gefahr ausgesetzt war. Besonders reizt mich persönlich auch immer die Täterperspektive und die Frage, wie kommt es dazu, dass ein Mensch zum Mörder wird? Welche Umstände machen jemanden zum Täter? Was sind die dunklen Seiten des Menschen? Deshalb beschäftige ich mich auch immer wieder mit True-Crime.

Nachdem Sie in den vergangenen Jahren zahlreiche Bücher in Eigenregie veröffentlicht haben, ist »Düsterhof« Ihr erstes Buch für den FeuerWerke Verlag. Wie kam es dazu? Was sind aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede des Schreibens eines Verlagsromans im Vergleich zum Self-Publishing?

«Düsterhof« ist nicht generell mein erster Verlagstitel, aber der erste, bei dem eine sehr intensive Zusammenarbeit mit dem Verlag und dessen Lektorin bestand. Genau zum richtigen Zeitpunkt im vergangenen Jahr kam diese nämlich auf mich zu. Ich hatte mich gerade dazu durchgerungen, meine Anstellung zu kündigen und stürzte mich in das Abenteuer, vom Schreiben zu leben. Wir haben eine Weile miteinander gesprochen und entschieden, ein neues Ermittlerteam ins Leben zu rufen. Es war sehr angenehm, immer wieder Anregungen von der Verlagsseite zu bekommen, die mich motiviert und mir eine neue Perspektive auf meine Geschichte gegeben haben. Außerdem ist es sehr angenehm, sich einmal nicht um das Marketing, Cover, Buchsatz, Lektorat etc. zu kümmern, sondern sich nur auf das Schreiben konzentrieren zu können. Das nimmt alles doch sehr viel Zeit in Anspruch und die Arbeit mit dem Verlag macht deshalb so viel Spaß, weil man gemeinsam über die Aktionen spricht. Natürlich hoffe ich auch, dass ich so noch mal eine neue Leserschaft für meine Bücher begeistern kann und eine ebenso beliebte Reihe etabliere, wie es mir mit Fabian Prior gelungen ist.

Was können wir von der Autorin Melisa Schwermer in der nächsten Zukunft erwarten? Wird man Annabelle Hart und Felix Hertzlich noch ein weiteres Mal in Aktion erleben können? Und sind unabhängig davon bereits weitere neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Nach »Düsterhof« geht es im Juni erst mal weiter mit dem neunten Teil der Prior-Reihe, der für mich ein ganz besonderer sein wird. Anstatt die zehn zu feiern, nehme ich lieber die neun, denn das ist meine Lieblingszahl und das bedeutet für Fabian leider, dass er es in dem Buch nicht leicht haben wird. Danach werde ich direkt mit dem zweiten Fall für Hart und Hertzlich starten, denn dieser ist bereits in groben Zügen ausgearbeitet und ich freue mich schon sehr darauf, mit der Arbeit daran loszulegen. Ein fieser Killer wartet darauf, zum Leben erweckt zu werden, und ich bin nur allzu bereit dafür.
Dank Corona habe ich Planungen bezüglich Messen aufs Eis gelegt. Wenn Frankfurt stattfindet, bin ich dort auf jeden Fall anzutreffen (mit Goodie-Tüten im Gepäck), denn das ist ja quasi Heimspiel. Termine für Lesungen gibt es momentan keine.

Das Team von Leserkanone.de dankt Melisa Schwermer für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Melisa Schwermer
Melisa Schwermer bei Twitter
Melisa Schwermer bei Facebook
Melisa Schwermer bei Instagram
»Düsterhof« bei Amazon

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Titel: »Düsterhof«
Autorin: Melisa Schwermer
Genre: Thriller
Verlag: FeuerWerke Verlag
Datum: 26.04.2022
ISBN eBook: 978-3-949221-21-7
ISBN Taschenbuch: 978-3-949221-22-4
Preis eBook: 3,49 (VÖ-Aktionspreis 0,99 )
Preis Taschenbuch: 11,90

Slogan:
Er will Macht über dich und entscheidet sich für deinen Tod.

Klappentext:
Eine junge Frau wird in ihrer Wohnung überfallen und bestialisch ermordet. In scheinbar blinder Wut hat der Täter unzählige Male auf sie eingestochen. Schnell fällt der Verdacht auf ihren Ex-Freund, der die Trennung offenbar nicht überwunden hat. Doch seine Anwältin Annabelle Hart glaubt nicht, dass er der Täter ist, auch wenn alles auf ihn hindeutet. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Felix Hertzlich macht Annabelle sich daran, die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen und stößt dabei auf einen kranken Killer, der eine Frau nach der anderen hinrichtet.

Als Annabell und Felix das düstere Geheimnis hinter den Morden aufdecken, kommen sie dem Täter näher, als sie es jemals hätten tun sollen

Über die Autorin:
Melisa Schwermer, geb. 1983 in Offenbach, hat Germanistik und Philosophie in Darmstadt studiert und sich nach ihrem Abschluss als Thrillerautorin einen Namen in der Buchbranche gemacht. Ihr »So bitter die Schuld« stürmte die Amazon-Charts und hielt sich wochenlang an der Spitze. Der Titel wurde außerdem für Kindle Storyteller Award 2016 nominiert. Seitdem hat die Reihe um den Ermittler Fabian Prior etliche Leserinnen und Leser begeistert. Melisa hat bisher über 250.000 Bücher verkauft.

Als Tochter eines Lehrers und einer Heilpädagogin entscheid sich Melisa Schwermer für die Rebellion gegen die Ansichten und Forderungen ihrer Eltern und somit gegen das Abitur. Nach einer Lehre als Industriekauffrau und dem Abitur am Abendgymnasium studierte sie Germanistik und Philosophie. Nach einer Zwischenstation als Berufsschullehrerin und Universitätsdozentin arbeitet sie nun neben dem Schreiben und ihrer Tätigkeit als freie Lektorin als Pädagogin und hilft benachteiligten Jugendlichen.
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