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Fanny Bechert 48 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 1986
Webseite: Offizielle Homepage von Fanny Bechert
Facebook: elesztrah
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Fanny Bechert vom 16.03.2017
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 16.03.2017
Pünktlich zur Leipziger Buchmesse erscheint der zweite Band der »Elesztrah«-Serie aus der Feder von Fanny Bechert. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihre Buchreihe, über zwei besondere Elfen und über das Erschaffen von ganzen Kontinenten.

– Frau Bechert, in Kürze wird der zweite Band Ihrer Buchreihe »Elesztrah« erscheinen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite davon Notiz genommen, könnten Sie Ihre Reihe unseren Lesern deshalb kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Bei »Elesztrah« handelt es sich um eine klassische Fantasyreihe der gefühlvollen Art. Der Leser erlebt Abenteuer in einer Welt voller Orks, Elfen, Trolle, Zwerge, Menschen und Seelenlose. Hauptprotagonisten bilden gerade in den ersten Bänden zwei Elfen, die Jägerin Lysanna und der Krieger Aerthas. Gemeinsam stellen sie sich dem Kampf gegen den ›Flammenden Lord‹, einen üblen Gestaltwandler. Dabei erkennen sie, dass ihnen gewisse Kräfte gegeben sind, die sie miteinander verbinden. Um siegreich zu sein, müssen sie lernen, ihre Gaben zu kontrollieren, was die aufkeimenden Gefühle nicht unbedingt einfacher machen.

Während es im ersten Band eher um den Kampf 'Gut gegen Böse' geht, wird im zweiten Band die Unumstößlichkeit des Schicksals in Frage gestellt. Lysanna weigert sich, zu akzeptieren, was für sie vorbestimmt zu sein scheint und will ihre Geschichte selbst in die Hand nehmen. Auch wenn sie sich dabei gegen den Hüter der Zeit persönlich stellen muss.
Mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, ohne den ersten Band zu spoilern.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder?

Ich glaube, das Fans von C.M. Spoerri auch meine Bücher gefallen dürften, was wohl nicht zuletzt der Grund ist, dass ich beim Sternensand Verlag unterkommen durfte. Vor allem in ihrer Reihe »Alia« erkenne ich oft, wie ähnlich unsere Fantasie ist.
Eine Leserin hat mich einmal mit Christopher Paolini verglichen, was wahnsinnig schmeichelhaft war! Ich würde es nicht wagen, mich an ihm zu messen, ganz abgesehen davon, dass ich seine Werke (noch) nicht gelesen habe.

Zum Vorbild nehme ich mir im Moment besonders Nicole Böhm, die Autorin der »Chroniken der Seelenwächter«. Sie ist so kreativ und gleichzeitig so diszipliniert, was das Schreiben betrifft, dass sie seit diesem Jahr sogar ihrem alten Beruf den Rücken kehren konnte und sich jetzt ganz ihrer Leidenschaft - dem Schreiben - hingibt. Das ist zum Teil auch mein Ziel, weswegen ich wahrscheinlich noch viel von ihr lernen kann!

– Wird der zweite Band bereits den Abschluss Ihrer Reihe bilden, oder sind danach noch weitere Teile geplant? Handelt es sich um jeweils abgeschlossene Romane, oder ist es notwendig, die Bücher chronologisch zu lesen?

In »Elesztrah« wird eine fortlaufende Geschichte erzählt. Personen und Orte tauchen immer wieder auf, Fragen werden aufgeworfen und (vielleicht) irgendwann beantwortet, alte Handlungsstränge werden aufgegriffen. Es ist daher unbedingt nötig, die Bände in chronologischer Abfolge zu lesen. Gerade der erste und zweite Band gehören zusammen wie ein rechter und ein linker Schuh des gleichen Paares.

Danach soll aber noch lange nicht Schluss sein. Ich arbeite bereits am dritten Teil, indem sich die Sichtweise auf das Geschehen ein wenig ändert und damit ein neues Kapitel in der Gesamtgeschichte beginnt. Geplant sind momentan etwa fünf Bände. Ob es dabei bleiben wird, kann ich noch nicht sagen. Ideen habe ich noch viele...

– Wie kam es damals zu dem Entschluss, sich auf den Weg in die Welt der Literatur zu begeben und ein Buch zu schreiben? Und was führte dazu, dass Sie ausgerechnet im Fantasygenre gelandet sind? Was bedeutet Ihnen dieser Bereich persönlich?

Schon als Kind hatte ich eine blühende Fantasie. Ich habe beim Spielen die verrücktesten Abenteuer erlebt, in eine Theatergruppe mitgewirkt und auch viel Fantastisches gelesen. Später habe ich den Hang zur Fantasy dann eher beim Spielen von Videospielen ausgelebt. Eines davon hat mich schlussendlich zu »Elesztrah« inspiriert und ein Mitspieler mich animiert, meine Gedanken doch einfach mal aufzuschreiben.
Nur um ihm den Gefallen zu tun habe ich damit begonnen - und konnte bis heute nicht mehr aufhören. Ich bin sozusagen ›ganz aus Versehen‹ zum Schreiben gekommen und habe damit ein Hobby für mich entdeckt, dem ich mit wahnsinniger Begeisterung nachgehe. Das dabei wirklich mal ein oder sogar mehrere Bücher entstehen, war niemals geplant.
Momentan kann ich mir auch nicht vorstellen, mal ein ›realistisches‹ Buch zu schreiben. Dafür genieße ich es viel zu sehr, rumspinnen zu dürfen.

– Inmitten des Fantasygenres haben Sie sich dafür entschieden, es nicht mit den in den letzten Jahren überstrapazierten Vampiren oder Gestaltwandlern zu versuchen, sondern in Person der Elfe Lysanna und des Elfenkriegers Aerthas auf eine der »klassischen« Fantasyrassen nach Tolkien'schem Vorbild zurückzugreifen. Wie kam es dazu? Und was schätzen Sie an »Ihren« beiden Elfen ganz besonders, warum sollte man Lysanna und Aerthas unbedingt kennenlernen? Was macht die beiden zu ganz »besonderen« Elfen?

Auch wenn ich »Herr der Ringe« kenne und liebe, entstammt die Inspiration zu meinen Wesen eher einer anderen Welt, der »World of Warcraft«. Leute, die dieses Spiel kennen, werden sich in »Elesztrah« wahrscheinlich gleich wie Zuhause fühlen.
Natürlich hätte ich meine Welt auch reineweg mit Menschen besiedeln können, aber es hat mir gefallen, meinen Charakteren durch die unterschiedlichen Völker noch ein paar besondere Eigenschaften mitzugeben.
Dass die Hauptprotagonisten nun gerade Elfen sind, liegt wohl daran, dass sich meine Helden aufgrund der natürlichen Magiebegabung dieses Volkes besser mit den ihn gegebenen Fähigkeiten arrangieren konnten, als es Menschen getan hätten.
Trotzdem darf man nicht die typischen Klischees erwarten. Lysanna ist keine auserwählte Weltverbesserin und Aerthas nicht der schillernde Lebensretter, der sie an die Hand nimmt. Beide haben ihre Ecken und Kanten, sind alles andere als perfekt (wie Elfen oft dargestellt werden) und überraschen den Leser immer wieder mit ihrem eigensinnigen Verhalten.

– Sie haben nicht nur das Elfenland, sondern mit Al’Arizon einen ganzen Kontinent erschaffen. Ist das Konstruieren einer solchen Fantasywelt bei Ihnen ein Prozess, der nach und nach während des Schreibens von statten geht, oder ging dem Verfassen zunächst erst umfangreiche Reißbrettarbeit voraus? Welcher Aufwand steckt generell in Büchern wie denen der »Elesztrah«-Reihe? Und nach welchen Maßstäben und mit Hilfe welcher Inspirationen haben Sie Ihre Welt gestaltet?

Recherche, Charakterblätter und Vorab-Plotten sind Fremdwörter für mich. Meine Geschichten entstehen in meinem Kopf mit all ihren Ländern, Wesen und Geschehnissen. Nur selten mache ich mir irgendwelche Notizen. Falls doch, dann maximal eine grobe Landkarte oder der rote Faden von dem, was ich bereits geschrieben habe, um im Ernstfall nicht lange nach etwas suchen zu müssen, wenn ich eine frühere Begebenheit nochmal aufgreifen will.
Das ist übrigens auch eine hervorragende Ausrede für meine Tolpatschigkeit und Vergesslichkeit: Wie soll man sich all die kleinen Dinge des Alltags merken und gut darauf reagieren, wenn man ganze Welten in seinem Kopf behalten muss?!?
Da meine Geschichten und Welten beim Schreiben entstehen, kann es aber schon mal länger dauern, bis ein Projekt seinen Abschluss findet. Wenn eine Szene nicht vorangeht, kann ich nicht einfach mit der nächsten weitermachen und später an die schwierige Stelle zurückkehren. Dann kann es schon mal zu einer längeren Pause kommen, bis ich wieder die nötige Inspiration finde. Gerade am Anfang fiel mir das oft schwer, weswegen die Fertigstellung des ersten Bandes auch gute zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Beim Zweiten war ich schon besser, an ihm habe ich nur etwa ein Jahr gearbeitet.

Die Ideen für meine Bücher kommen übrigens meist ganz unerwartet. Musik hat dabei einen entscheidenden Einfluss und zaubert häufig Bilder in meinen Kopf, die ich später in mein Manuskript fließen lassen kann. Tagträumen, das ist es, woher ich meine Inspiration bekomme. Und es ist eine weitere Erklärung für alltägliche Ungeschicklichkeiten.

– Heutzutage hat fast jeder Fantasyroman eine romantische Komponente, die Leserschaft des Genres hat sich in den vergangenen Jahren drastisch zu einem jüngeren und weiblichen Publikum gewandelt, unter den Rezensenten von Büchern wie dem Ihren findet man nur sehr sporadisch männliche Nicknames. Die männlichen Fantasyfans ziehen sich schnell auf das hundertste Gemetzel zwischen Zwergen und Orks zurück und wähnen sich dort in einem sicheren Hafen. Was würden Sie einem von ihnen sagen, um ihn trotzdem dazu zu bringen, den literarischen Horizont zu erweitern und Ihrem Buch eine Chance zu geben?

Ich bin kein epischer Schlachtszenenschreiber, in der jeder Schwertangriff detailliert beschrieben ist - das ist wohl wahr. Trotzdem ist Elesztrah kein schnulziger Frauenroman.
Die Beziehungen der Charaktere untereinander stehen im Vordergrund und gehen dabei über rein romantische Gefühle hinaus. Natürlich geht es um Liebe, aber auch um Familie, Freundschaft, Intrigen und Verrat, was am Ende zu dem einen oder anderen Kampf führt.

Elesztrah bietet für jeden Leser etwas: Es ist ein fantastisches Abenteuer, mit jeder Menge Gefühl, starker Magie und einer Prise Humor.
Ja, die Hauptzielgruppe sind weibliche Leser, aber ich habe auch schon den einen oder anderen Mann begeistert, was mich wahnsinnig freut!

– Seit der Erstveröffentlichung von »Feuer und Eis« sind inzwischen mehr als anderthalb Jahre vergangen. Fühlt sich das Autorinnenleben so an, wie Sie sich das zuvor vorgestellt hatten? Haben Sie in der Zeit seit Ihrer Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Ich bin in die Welt der Literatur gestolpert, ohne es zu wollen und ohne mich darauf vorzubereiten. Deswegen hatte ich auch keine Erwartungen. Als ich den ersten Band von »Elesztrah« im Selfpublishing veröffentlicht habe, wollte ich lediglich wissen, was Leser über mein Werk denken. In meinem Bekanntenkreis gibt es leider keine Fantasy-Begeisterten, die mir da eine objektive Meinung hätten geben können ...
Dass sich das Ganze so entwickeln würde - dass ich tatsächlich einen Verlag für mein Werk und seine Fortsetzung finde, dass sich so viele Menschen für mein Buch interessieren und ich das Schreiben mittlerweile richtig intensiv betreibe, hätte ich nie gedacht!
Gerade im letzten Jahr ist unheimlich viel passiert, was mich immer nur antreibt, weiterzumachen und mir neue Ziele zu setzen.
Eines davon ist, im lokalen Buchhandel zu landen. Für einen Kleinverlag ist das schwer, aber nicht unmöglich, wenn die Leser ein bisschen mithelfen. Das ist es auch, was ich mir wünsche: Aktive Leser, die in Kontakt mit mir treten und meine Bücher weiterempfehlen, sollte es ihnen gefallen, damit sie ihren Weg in die weite Welt finden.

– Was können wir von der Autorin Fanny Bechert in der nächsten Zukunft erwarten? Sind schon über das Erscheinen des zweiten Elesztrah-Teils hinaus neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Jetzt, wo ich Blut geleckt habe, wird mich die Literaturwelt nicht so schnell wieder los!
Ich arbeite bereits an der Fortsetzung von »Elesztrah« und habe vom Sternensand Verlag auch so eine Art ›Auftrag‹ für ein weiteres feuriges Fantasybuch.
Außerdem liege ich mit einem anderen Projekt, einer Dystopie, in den letzten Zügen, die hoffentlich noch in diesem Jahr erscheint.
Von den ganzen anderen, verrückten Ideen in meinem Kopf fange ich lieber erst gar nicht an!

Jetzt steht allerdings erst einmal die Veröffentlichung von »Elesztrah - Asche und Schnee« an, auf die ich mich riesig freue! Wir werden sie ausgiebig auf der Leipziger Buchmesse feiern, wo der exklusive Vorverkauf stattfindet. Dort werde ich die Reihe auch auf der Fantasy-Leseinsel präsentieren (Do., 16 Uhr) und bei einer Abendlesung (Sa., 19:30 Uhr, Studio 3) aus dem ersten Band vorlesen.
Auch andere Buchmessen werde ich heimsuchen, wie die Frankfurter Buchmesse oder die Buch Berlin.

Abseits des Messetrubels plane ich noch mindestens zwei Lesungen in diesem Jahr: in meiner alten Heimatstadt Delitzsch/Sachsen und in Zeulenroda/Thüringen. Letztere wird am 28.4. in der Stadtbibliothek Zeulenroda stattfinden, 19.30 Uhr. Vielleicht werden es ja auch noch ein paar mehr - ich bin für alles offen!

Das Team von Leserkanone.de dankt Fanny Bechert für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Fanny Bechert bei Facebook
»Elesztrah - Feuer und Eis« bei Leserkanone.de
»Elesztrah - Feuer und Eis« bei Amazon
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