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Lena Dietrich 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Twitter: @lenadbooks
Facebook: LenaDietrichBooks
Interview: Leserkanonen-Interview mit Lena Dietrich vom 27.10.2016
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 27.10.2016
In ihren Romanen »Die Nacht der Werwölfe« und »Im Schatten der Dunkelheit« begeistert Lena Dietrich die Freunde von Werwolf-Romanen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihre Buchreihe, über die Schwemme an Gestaltwandler-Romanen und über ihren besonders frühen Start ins Autorinnenleben.

Frau Dietrich, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrer aktuellen Romanreihe »Night of Wolves« genommen. Könnten Sie Ihre Bücher unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Night of Wolves ist eine Buchreihe, die sich mit dem Thema Werwölfen beschäftigt, sie aber nicht als die Monster darstellt, für die sie des öfteren gehalten werden. Der Protagonist Alex Evans hat einen geregelten Alltag in Los Angeles, der jedoch auf den Kopf gestellt wird, als er Sarah kennenlernt und mit ihr einige Werwolfjäger auf sich lenkt. Er unterschätzt die Gefahren für jemanden seinesgleichen und muss lernen, dass das Schicksal sich auch gegen einen stellen kann. Alles in allem ist es eine kleine Liebesgeschichte, die schnell an Fahrt zunimmt und auf die allerlei Gefahren lauern.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich würde meine Bücher vorallem Werwolf- und Fantasyfans ans Herz legen, natürlich aber auch jedem, der schon immer einmal eine eigenartige Liebesgeschichte lesen wollte, die mit Seelenverwandschaft zu tun hat.
Meine Literarischen Vorbilder sind vorallem Fantasyautoren, wie zum Beispiel G.R.R.Martin, Silvana de Marie und Cassandra Clare.
Meine Lieblingsromane sind die »Das Lied von Eis und Feuer (G.R.R. Martin)« Reihe, die »Falling Kingdoms« (Morgan Rhodes) Reihe und Libellenprinzessin (Julia Golding).

Haben Sie »Night of Wolves« von Beginn an als Buchreihe angelegt, oder war das Schreiben der Fortsetzung die Reaktion auf die Resonanz Ihrer Leser auf den ersten Teil? Lassen sich die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen, oder sollte man die Reihenfolge einhalten?

Night of Wolves sollte von Anfang an eine Buchreihe werden. Anfangs liebäugelte ich mit einer Trilogie, allerdings musste ich feststellen, dass ich die Story auf vier Bücher ausweiten werden müsste, um alles was in meinem Kopf vorgeht unterzubekommen.
Man sollte schon die Reihenfolge einhalten, denn ohne den ersten Teil gelesen zu haben, weiß man in zweiten Band nicht worum es geht, versteht einige Insider nicht und wäre sicher verwirrt, was die ein oder andere Storyline angeht.

In den vergangenen Jahren gab es eine Schwemme an Werwolf- und Gestaltwandler-Romanen. Umso schwerer dürfte es fallen, herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Reihe, wegen denen man bei Ihnen zugreifen sollte und nicht bei einer der vielen anderen Autorinnen?

Ja das stimmt leider, allerdings ist für mich jedes Buch einzigartig. Meine Reihe hat mich erst zur Autorin gemacht und mich persönlich sehr bewegt. Was die anderen Bücher von meinen unterscheidet ist nicht leicht zu erklären. Ich könnte sagen, meine Bücher haben nicht immer ein Happy-end, doch das differenziert sie auch nicht von anderen Büchern. Der große Unterschied ist wahrscheinlich vorrangig für mich sichtbar, die Geschichte stammt von mir und da steht mein Name drauf, das war mir immer am wichtigsten. Nicht wieviel Geld man mit einem Werk verdient oder wie gut es bei den Menschen ankommt. Für mich ist das Besondere daran, dass ich eine Welt erschaffen habe, in der ich mich wohlfühlen würde, in der ich manchmal selbst gern ein Charakter wäre. Ich denke so gut wie alle Autoren sagen dies über ihre Bücher, aber das ist nunmal das, was ich persönlich an meiner Reihe besonders finde.

Was macht Ihren Protagonisten Alex zu einer »besonderen« Romanfigur? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Alex ist von seiner Vergangenheit stark geprägt, genau wie es bei mir der Fall ist. Er versucht immer alles in seiner Macht stehende zu tun, um sich für sein Rudel, was für ihn wie eine Familie ist, einzusetzen. Außerdem ist er sehr eigenwillig und stark, er hat sich ein gänzlich neues Leben aufgebaut und versucht bestimmte Ereignisse hinter sich zu lassen und nach vorn zu blicken. Für mich ist er besonders, da er mir auf bestimmte Weise sehr ähnlich ist, er spiegelt sozusagen die Dinge wieder, die mir wichtig sind, aber auch einige meiner Fehler hat er »geerbt«. Zum Beispiel nimmt er sich immer sehr viel vor, arbeitet an Dingen bis zum umfallen und sieht nicht ein, dass er die anderen dabei etwas wegstößt. Trotzdem ist er irgendwie auch sehr einfühlsam und verständnisvoll, was für die anderen Alphas im Buch ja nicht unbedingt zutrifft.
Was ich an ihm schätze ist, dass er mir persönlich die Augen öffnet, was manche Dinge angeht. Er macht Fehler und lernt aus ihnen und genau das tue ich auch. Außerdem liebt er die Menschen um ihn herum genauso, wie sie sind, ob sie nun manchmal etwas schwierig oder nervig sind, er akzeptiert sie und zählt sie zu seiner Familie.

Bei der Veröffentlichung Ihres ersten Buchs waren Sie bemerkenswerte vierzehn Jahre alt - und dabei haben Sie zuvor schon jahrelang Geschichten verfasst. Wie kam es dazu, dass Sie schon so früh angefangen haben, ganze Bücher zu schreiben? Und müsste man sich zu dem Zeitpunkt nicht eigentlich in einer Phase befinden, in der einem die Lust auf das geschriebene Wort durch die oftmals unzeitgemäße Bücherauswahl im Literaturunterricht ruiniert wurde?

Ja das stimmt. Ich habe schon immer gern geschrieben, das ist vorrangig meiner Tante wie auch meiner Oma zu verdanken, die sich in den Ferien stundenlang, Tag ein Tag aus mit mir beschäftigt haben und mich in die Welt der Bücher eingeführt haben. Das fing schon im Kindergartenalter an, ich war kurz davor in die Schule zu kommen und konnte dank den beiden schon relativ gut lesen. In der dritten und vierten Klasse war ich dann Lesekönig, das hat mich damals sehr glücklich gemacht. Zur Übung habe ich von meiner Tante ein 300 Seiten Buch zum Geburtstag bekommen und versucht es zu lesen. Irgendwann war ich auf der letzten Seite angekommen und ärgerte mich, warum es denn schon vorbei sei. Da es keine Fortsetzung gab, habe ich mich hingesetzt und im Kopf einfach weitergesponnen, so wie ich es gern hätte, dann habe ich Bilder dazu gemalt. Irgendwann verebbte dies aber auch wieder. Zwischendurch habe ich immer mal kleine Kurzgeschichten oder Reime geschrieben, bis zu dem einen Tag an dem mir die Rohfassung von Night of Wolves einfiel. Ich hatte etwas total kitschiges mit einem übernatürlichem Wesen geträumt, mir alles anschließend aufgeschrieben und angefangen zu schreiben. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte diesesmal nicht aufgehört. Sieben Monate später habe ich es dann veröffentlicht und sofort weitergeschrieben.
Mit dieser Phase ist es ja immer so eine Sache, theoretisch ist es häufig in meinem Alter zusehen,dass die Leute sich nicht für Bücher oder Literatur im allgemeinen interessieren. Das ist traurig, aber Gott sei Dank nicht bei jedem so. Was mich erneut auf diese Schiene gedrängt hat, waren ein paar familiäre Veränderungen in den letzten Jahren, ich habe mich praktisch mit dem Schreiben davon abgelenkt und versucht, die Realität ein wenig zu vergessen. Infolge dessen habe ich angefangen, mich nicht unbedingt meinem Alter entsprechend zu verhalten, mir wird immer wieder gesagt, dass ich die Pubertätsphase geistig total übersprungen habe und manchmal wie eine dreißigjährige rede. Natürlich wird dann immer gelächelt, weil viele Menschen so etwas nicht glauben können und denken, man wäre eingebildet oder so.
Zum Literaturunterricht muss ich sagen, dass wir früher viel zeitgenössisches gelesen haben, mittlerweile aber wirklich mehr zurückgegangen sind, Kabale und Liebe zum Beispiel. Jedoch hat diese Auswahl an Büchern nichts verändert, ich lese sie für den Unterricht, beschäftige mich damit, aber sobald das Thema vorbei ist, widme ich mich wieder meinen Werken. Natürlich lernt man durchs lesen viel, es kann aber auch negative Auswirkungen haben. Ich bin froh, dies etwas trennen zu können und nicht irgendwann Romane in Reimform und mit unzeitgenössischen Formulierungen zu schreiben.

Es gibt noch mindestens eine weitere Lena Dietrich, die - nicht unerfolgreich - Bücher verfasst. Wäre es aufgrund der Verwechslungsgefahr zu der gleichnamigen Liebesroman-Autorin nicht ratsam gewesen, auf ein Pseudonym zurückzugreifen? Haben Sie schon mal mitbekommen, dass einer Ihrer Leser ein Lena-Dietrich-Buch gekauft hat und hinterher festgestellt hat, dass er gar nicht »die« Lena Dietrich bekommen hat, die er lesen wollte?

Dies ist mir leider erst zu spät aufgefallen, trotzdem hätte ich wahrscheinlich kein Pseudonym verwendet, denn mein Ziel war es, meinen Namen auf meinen Büchern zu sehen und der ist nunmal Lena Dietrich. Gut finde ich es, dass meine Namensvetterin und ich in unterschiedlichen Genren vertreten sind, verwechselt wurden wir allerdings schon einmal auf einer Internetseite, was ich nicht so toll fand, da es nicht schwer ist festzustellen, wer wer ist. Sie schreibt Liebesromane, ich schreibe Fantasy- und auch Kriminalromane.
Von den Büchern her hat sich meines Wissens aber noch keiner vertan.

Was können wir von der Autorin Lena Dietrich in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Noch so einiges hoffe ich doch!
Also momentan schreibe ich am dritten Teil von Night of Wolves und an einem Fantasyroman, über den ich aber noch nicht soviel verraten möchte. Geplant sind noch weitere Bücher, unteranderem ein Krimi und ein weiteres Werk im Fantasygenre. Es klingt viel, ist es vielleicht auch, aber dies sind Ideen die mir im Kopf herumschwirren und die ich gern zu Papier bringen möchte. Vor 2017 kommt aber erstmal nichts.
Was Lesungen und Messen angeht bin ich mir noch relativ unschlüssig, wahrscheinlich werde ich aber auf der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr vertreten sein.

Das Team von Leserkanone.de dankt Lena Dietrich für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Lena Dietrich
Lena Dietrich bei Facebook
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»Night of Wolves 2 - Im Schatten der Dunkelheit« bei Leserkanone.de
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