Diese Website nutzt Cookies. Sie kφnnen entweder alle   oder individuelle Eistellungen treffen. Nähere Infos finden Sie hier
50.274 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »LUNDR701«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Stella Jante 31 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Stella Jante
Facebook: info.stellajante
Interview: Leserkanonen-Interview mit Stella Jante vom 04.01.2017

Exklusivinterview mit Stella Jante vom 04.01.2017


von Daniela Peine
 
Über Jahre hinweg begeisterte Stella Jante ihre Leser mit ihrer Reihe über »Die Geschichtenerzählerin«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über die Trilogie, über alpine Sagen und irische Mythen sowie über das Geheimnis der Stella Jante.

– Frau Jante, verteilt über die vergangenen drei Jahre veröffentlichten Sie eine Romantrilogie namens »Die Geschichtenerzählerin«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite davon Kenntnis genommen, könnten Sie die Reihe unseren Lesern deshalb kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. Bei der Geschichtenerzählerin geht es um die die junge Südtirolerin Mena, die plötzlich aus ihrem Alltag gerissen wird und in einer Welt landet, in der die Sagengestalten ihrer Kindheit wahr werden. Bei den Abenteuern, in die sie hineingerät, erscheint auch immer wieder ein außergewöhnlich faszinierender Mann, der ihr zur Seite steht. Das ist der Beginn einer Liebesgeschichte, die sehr schnell ernster wird, als es Mena lieb ist, und die Suche nach der Lösung des Rätsels, wieso gerade sie beide in diese Anderswelt gerufen werden.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre Trilogie ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer Romane wie Alice im Wunderland liebt und sich gerne in den Welten mit Drachen, Elfen und Kobolden verliert, wird meine Trilogie lieben. Literarische Vorbilder im engeren Sinne habe ich keine, aber ich genieße Lesereihen wie die von Diana Gabaldon. Letzthin habe ich immer mehr Indie-Bücher gelesen, englische wie deutsche. Empfehlenswert empfinde ich die Drachen-Zwillingssaga von Salome Joell, die vampirische Kruento-Reihe von Melissa David und die Mysterie-Serie von fernen Sternen von Mona Silver.

– Im Bereich der romantischen Fantasyliteratur erscheinen täglich zahlreiche neue Bücher. Was halten Sie für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Reihe, wegen denen man sich dennoch unbedingt die immerhin 1400 Seiten vornehmen sollte, die Ihre Reihe umfasst, und nicht einen der zahlreichen anderen Romane?

Ich habe diese Welt nicht erfunden, sondern nur wieder auferstehen lassen. Die mächtigen Mythen der Alpen und der keltischen Welt sprechen für sich und ziehen wahrscheinlich deswegen auch so in den Bann, scheinbar nicht nur mich. Laut meinen Leser_innen ist es meine Liebe zu den Charakteren, mit der ich sie wahrhaftig zum Leben erwecken kann, die Folgerichtigkeit meines roten Fadens und der sorgfältigen sowie spannenden Lösung aller Knoten.

– War von Anfang an geplant, gleich eine ganze Trilogie zu schreiben, oder ist dies Folge der Resonanz auf den ersten Teil gewesen?

Überhaupt nicht. Das erste Buch war eigentlich »nur« als Hochzeitsgeschenk meines Mann geplant gewesen. Er und einige Freunde haben mich dazu überredet, es auch zu veröffentlichen. Und sie wollten wissen, wie es weitergeht. Ernsthaft die Trilogie zu beenden habe ich aber erst begonnen, als erste Leser_innen begannen, mich auf verschiedenen Kanälen zu fragen, wann sie denn den nächsten Band lesen dürften.

– Wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet alpine Sagen und die irische Mythologie miteinander zu verknüpfen? Wie passt beides überhaupt zusammen? Haben Sie einen persönlichen Bezug zu den Alpen und zu Irland?

Ich bin Südtirolerin und habe darum natürlich einen sehr persönlichen Bezug zu den Alpen. Die meisten Schauplätze, die ich beschreibe, kenne ich persönlich. Irland bin ich bislang nur zweimal gewesen, aber ist eine Insel, die mich sehr fasziniert. Mit den Südtiroler Sagen bin ich aufgewachsen und später habe ich dann auch andere, unter anderem die keltischen, kennengelernt.

Jahrelang habe ich kulturgeschichtliche Ausstellungen kuratiert, in denen für mich das Einbeziehen der Sagen zur Normalität wurde. Schon damals habe ich festgestellt, dass die alpinen und keltischen Mythen viel gemeinsam haben. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Kelten selbst ihre Spuren in den Alpen hinterlassen haben, zum anderen aber auch damit, dass die vorchristlichen Weltbilder sich allgemein sehr ähneln. Da ich keine Expertin bin, habe ich das nicht in einer wissenschaftlichen Abhandlung darstellen, sondern meine Liebe zu diesen »Fenstern vergangener Weltanschauungen« spielerisch und zeitgemäß ausleben wollen. So bin ich zur Fantasy-Autorin geworden.

– Seit dem Erscheinen des Auftaktbandes sind inzwischen mehr als zweieinhalb Jahre vergangen, die Arbeiten daran begannen vermutlich schon viele Monate vorher. Eine lange Zeit also, in der Sie das (fiktive) Leben Ihrer Charaktere begleitet haben. Haben Sie als Autorin in einem solch langen Zeitraum ein besonderes Verhältnis zu Mena, den übrigen Figuren und dem ganzen selbst geschaffenen »Buch-Universum« aufgebaut? Und welches Gefühl hat man, unter die Geschichte nach so vielen Seiten und so vielen Abenteuern einen Schlusspunkt zu setzen und Abschied zu nehmen?

Insgesamt haben mich Kinnon und Mena fünf Jahre lang begleitet. Nicht nur sie, ihre Familie und Freunde, aber auch die Wesen der Anderswelt wie der Kobold »Nörggele« und die Herrscherin der Elfen, die Dienerin Danus, sind mir ans Herz gewachsen. Und wie das so ist, wenn man Freunden Abschied sagt, einen richtigen Schlusspunkt kann man nicht machen. So werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft wieder in dieses Buch-Universum eintauchen, mit Kurzgeschichten und weiteren Büchern als Fortsetzung.

– In der Zwischenzeit gab es mit dem »Geheimnis der Stella Jante« eine weitere Veröffentlichung aus Ihrer Feder, und es handelt sich um eine besonders ungewöhnliche. Was erwartet Ihre Leser in dieser Geschichte?

Mit diesem kleinen Mail-Roman habe ich den Fantasy-Bereich verlassen und zusammen mit meinem Leser Roger Burke die letzten Monate unserer Korrespondenz veröffentlicht. Dabei wird auf leichte, unterhaltsame Weise erzählt, wie ich mein Pseudonym verraten habe, aber auch, wie aus einem simplen Mail eines Lesers und seiner Anfrage, wann denn Band 3 der Geschichtenerzählerin erscheint, eine Freundschaft entstehen kann.

– Auf den ersten Blick mutet es ein wenig seltsam an, die gesamte Korrespondenz einer Autorin und eines Lesers zu verfolgen. Warum sind Ihre E-Mails auch für Dritte lesenswert?

Es geht um einen Blick hinter die Kulissen - die einer Autorin, aber auch eines Lesers, bei der viele sich selbst wiedererkennen können, und um die Beziehung zwischen diesen beiden, die ohne einander ja nicht sein können. Da Roger aber selbst ein Schreibvirtuose ist und wir beide recht schrullige Persönlichkeiten, geht es aber auch um den Spaß, den wir dabei hatten - und an dem wir teilhaben lassen wollten.

– Was können wir von der Autorin Stella Jante in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Wenn alles gut geht, warte ich zum Frühlingsanfang mit einer Kurzgeschichte von Mena und Kinnon auf. Weitere werden folgen. Außerdem ist die »Geschichtenerzählerin 1.5: Das Nörggele« in Arbeit. Das nächste Buchprojekt über sardische Mythen steht in den Startlöchern, aber da ich beruflich in diesem Jahr auch anderweitig stark eingespannt bin, wird es noch ein wenig warten müssen.

Lesungen stehen in diesem Jahr ein paar in Südtiroler Bibliotheken und Schulen an. Ob es sich ausgeht, bei der Leipziger Messe dabei zu sein, kann ich noch nicht sagen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Stella Jante für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Stella Jante
Stella Jante bei Facebook
»Die Geschichtenerzählerin« bei Leserkanone.de
»Die Geschichtenerzählerin« bei Amazon
»Die Geschichtenerzählerin 2 - Die Schatten« bei Leserkanone.de
»Die Geschichtenerzählerin 2 - Die Schatten« bei Amazon
»Die Geschichtenerzählerin 3 - Das Erwachen« bei Leserkanone.de
»Die Geschichtenerzählerin 3 - Das Erwachen« bei Amazon
»Das Geheimnis der Stella Jante oder Roger und die Geschichtenerzählerin« bei Leserkanone.de
»Das Geheimnis der Stella Jante oder Roger und die Geschichtenerzählerin« bei Amazon
Interview aus- und Bücherliste einblenden
 
Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies