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Andrea Klier 84 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Anna Rea Norten, Charline Jansen, Xena Andreja und Rosalie Thaler
Webseite: Offizielle Homepage von Andrea Klier
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Andrea Klier vom 20.11.2015
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 20.11.2015
Seit beinahe zwei Jahrzehnten ist Andrea Klier als freie Autorin aktiv und begeisterte unter mehreren Pseudonymen Leser unterschiedlichster Genres. Seit dem vergangenen Jahr veröffentlicht sie beim Klarant Verlag Ostfrieslandkrimis, in denen ein Kommissar namens Hauke Holjansen im Mittelpunkt steht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren vierten Holjansen-Roman »Friesische Zerstörung«, die Qualitäten des Kommissars und ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Klier, vermutlich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem neuesten Roman genommen. Könnten Sie unseren Lesern »Friesische Zerstörung« kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Im 4. Fall von Hauke Holjansen geht es um den brutalen Mord an der Künstlerin Mona Mo Riga.
Bedeutsam dabei: Eines ihrer Gemälde wurde bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Noch verworrener wird das Ganze dadurch, dass Mona Mo Rigas Tochter seit dem Mord spurlos verschwunden ist. Für die Ermittler Hauke Holjansen und seinen Freund und Kollegen Sven Ohlbeck stellt sich die Frage, ob sie die Täterin ist, und wenn ja, welches Motiv sie gehabt haben könnte? Bei den Ermittlungen in Bedekaspel gibt es immer mehr Verdächtige, denn die Ermordete hatte sich durch ihre Art viele Feinde gemacht. Es geht um Erpressung, Abhängigkeiten und Schuldgefühle und nicht zuletzt um tief sitzenden Hass. Mona Mo Riga hat durch ihr Tun viele Existenzen zerstört. Nun traf es sie selbst. Hauke und Sven stehen vor einem Netz aus Verstrickungen und Intrigen und müssen all ihr ermittlerisches Können aufbieten, um den - oder die - Täter zu entlarven.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder, oder haben Sie Ihren eigenen Stil auf andere Weise gefunden? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Die erste Frage ist nicht einfach zu beantworten, da jeder Leser und jede Leserin individuell ist. Generell denke ich aber, dass die Liebhaber von Ostfriesland und den etwas kühlen »Ostfriesen«, und auch Fans von Krimis, bei denen Brutalität nicht im Zentrum steht, meine Romane mögen könnten. Es passt bestimmt auch für diejenigen Leser und Leserinnen, die gerne selbst mitdenken und ermitteln wollen.

Meinen eigenen Stil habe ich sicher im Laufe der Zeit selbst gefunden, und was meine Vorbilder betrifft, so gibt es eine ganze Menge.
Von den Ideen und dem Überraschungseffekt steht Agatha Christie ganz oben auf der Liste. Bei ihr gefallen mir vor allem die Poirot Verfilmungen mit David Suchet und die Miss Marple Filme mit Geraldine McEwan.
Ansonsten mag ich die Romane von Georgette Heyer, lese aber immer quer Beet und schätze raffinierte und spannende Krimis, flotte Liebesromane und auch Fantasie- und Jugendbücher.

– »Friesische Zerstörung« markiert den bereits vierten Auftritt Ihres Hauptkommissars Hauke Holjansen. War von Anfang an geplant, ihn zum Helden einer ganzen Reihe an Büchern zu machen? Was schätzen Sie selbst an Holjansen, was unterscheidet ihn von den Kommissaren, die von anderen Autoren auf Verbrecherjagd geschickt werden?

Der erste Roman »Lazarusmorde« erschien im Klarant Verlag und war zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Reihe geplant. Ich kann aber jetzt schon verraten, dass ich für mich bereits eine Reihe im Kopf hatte. Mit dem Erscheinen der Folge 2 »Die schwarze Perle«, die sehr gut bei den Lesern und Leserinnen ankam, war dann der Status als Reihe sicher.

Zum zweiten Teil der Frage: Am meisten schätze ich an Hauke Holjansen seine Integrität. Er ist ein Fels in der Brandung, ruhig, besonnen und in sich gefestigt. Für mich die Idealfigur eines Mannes. Er ist ehrlich, klar und hat eine gesunde Neugier, auch besitzt er trotz seiner Nüchternheit ein ungestörtes Verhältnis zum Okkulten, was bei seiner Tante Lina kein Wunder ist. Auch mit seiner Familie hat er keine Problem. Bis auf Ausnahmen, wie mit seiner Cousine Maxi in »Friesische Zerstörung«. Aber auch das nimmt er locker-ironisch. Sein menschlicher Umgang mit Kollegen ist so, wie man es sich als Kollege wünschen würde. Aber bei aller friesischen »Kühle« hat er dennoch starke Gefühle, wenn es um seine Freunde und seine Familie geht.
Der Unterschied zu anderen Kommissaren ist vielleicht die Art, wie Hauke einen Fall angeht. Dabei wird nicht nur das Schlechte im Menschen, sondern auch das Gute gezeigt. Er ist, trotz aller menschlichen Abgründe, auf die er bei seinen Mordfällen zwangsläufig trifft, immer wieder bereit, offen auf Menschen zuzugehen.

– In Ihrem Buch kommt es zum grausamen Mord an einer Künstlerin, die mit einer Plastiktüte erstickt wird. In Ihren vergangenen Büchern mussten die Opfer vor ihrem Tod geheimnisvolle schwarze Perlen schlucken, Kinder wurden entführt, psychisch kranke Serienmörder spielten Rätselspiele mit der Polizei. Kurzum: Sie haben in der letzten Zeit eine Menge menschlicher Abgründe aufklaffen lassen. Wie erschafft man solche literarische Verbrechen, woher nehmen Sie die Inspirationen für die Taten, die Sie Ihre Figuren vollführen lassen?

Das ist manchmal gar nicht so einfach. Einige Themen oder Figuren ergeben sich aus eigener Erfahrung, wie im Fall von »Ostfriesische Rache« die Figur des Onnos, und das Verhalten von Knippkook durch meine eigene Hündin. Und da wäre noch mein Mann, eine unerschöpfliche Quelle an Bösartigkeit und Schlechtheit. Der letzte Satz wurde von ihm gelesen und mit »Jo« und einem Grinsen akzeptiert. Es scheint wohl, als würde es mich zum Bösen hinziehen.
Alles in allem ist es eine recht zeitaufwändige Recherchearbeit, die jedem Roman vorangeht. Es gibt nicht wirklich ein Rezept, wie ich auf die Ideen komme. Zum Nachdenken helfen oft Spaziergänge in der freien Natur, hauptsächlich in der Nähe von Bäumen fällt mir immer viel ein.

– Was hat dazu geführt, dass Sie im Krimigenre eine Heimat gefunden haben? Was bedeutet das Genre persönlich für Sie?

Krimis wollte ich schon immer schreiben, aber ich bekam nur Aufträge für Arzt- oder Liebesromane. Erst als meine Verlegerin vom Klarant Verlag mir die Chance dazu gab, konnte ich diesen lang gehegten Wunsch endlich in die Tat umsetzen.
Die Faszination beim Schreiben eines Krimis liegt für mich in dem anderen Aufbau des Romans, denn hier geht es um Verbrechen, um die Hintergründe und die Lösung, die nicht zu schnell ersichtlich sein darf. Dabei gibt es immer vieles zu beachten, und auch zu recherchieren. Das Legen von falschen Spuren ist jedes Mal eine Herausforderung.

– Als Autorin sind Sie eine Frau mit vielen Gesichtern, denn Sie verfügen über mehrere Pseudonyme. Weshalb haben Sie sich dazu entschlossen, unter mehreren Namen aufzutreten? Und was sind die größten Unterschiede zwischen der Arbeit an einem Buch wie »Friesische Zerstörung« und beispielsweise den turbulenten Frauenromanen, die Sie als Anna Rea Norten verfasst haben?

Die Wahl von Pseudonymen wird in den meisten Fällen vom Verlag vorgegeben. Die Gründe dafür sind in den Marketing Strategien zu suchen.

Der größte Unterschied zwischen einem Krimi und einem Liebesroman liegt natürlich in der immensen Vorarbeit, die bei einem Krimi notwendig ist. Spuren legen, offene Fäden am Ende wieder zusammenführen, kleine Hinweise, die am Ende zum Täter führen und die Faszination der Ermittlungsarbeit. Der Fall wird von allen Seiten beleuchtet und die einzelnen Teile wie bei einem Puzzle zusammengefügt. Das finde ich persönlich sehr aufregend. Dem gegenüber steht im Frauen- oder den Liebesromanen die Beziehung zwischen zwei oder drei Menschen im Mittelpunkt. Die zwischenmenschliche Probleme, die Ausprägung der Persönlichkeiten und menschliche Stärken und Schwächen. Es lässt sich nicht als besser oder schlechter einordnen. Es ist einfach etwas anderes. Beides hat seine Faszination.

– Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit dem Erscheinen Ihrer ersten Geschichten Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Mein größter Wunsch ist natürlich, dass den Lesern meine Romane gefallen und sie froh sind, sie gelesen zu haben.
Jedes Buch ist natürlich anders, manche sind ruhiger, andere besitzen wieder mehr Tempo. Es ist schön, wenn die Leser sich immer wieder neu auf einen weiteren Roman einlassen und ihn offen lesen und auf sich einwirken lassen.

Ansonsten lese ich, wenn ich Zeit finde, auch Rezensionen, um Rückmeldungen zu bekommen. Ich bin natürlich sehr glücklich, wenn eine 5 Sterne Rezi erscheint. Aber auch nützliche Hinweise kommen bei mir an, und auch konstruktive Kritik. Als positives Beispiel fand ich den Kommentar in einer Rezension wichtig, bei der es die Leserin gut fand, mehr über das Privatleben von Hauke Holjansen im Buch gelesen zu haben. Das beeinflusst dann auch die nächsten Geschichten.

– Was können wir von der Autorin Andrea Klier und ihren Alter Egos in der nächsten Zukunft erwarten? Wie geht es mit Hauke Holjansen weiter, und sind auch außerhalb dieser Reihe bereits neue Buchprojekte in Planung?

Bereits Ende November erscheint ein neuer Fall von Hauke Holjansen, nur der genaue Titel steht noch nicht fest. Neue Projekte sind auch schon in Planung, unter anderem ein weiterer Krimi mit neuen Protagonisten, die Frage wird nur sein, ob ich die Zeit dazu finde, das umzusetzen.
Sicher ist auf jeden Fall, dass es mit den Ostfrieslandkrimis und der Hauke Holjansen Reihe weitergeht.

Herzlichen Dank für dieses Interview und Ihr Interesse, ich wünsche Ihnen und den Besuchern Ihrer Seiten spannende Lesestunden.

Das Team von Leserkanone.de dankt Andrea Klier für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Andrea Klier
»Hauke Holjansen 4 - Friesische Zerstörung« bei Leserkanone.de
»Hauke Holjansen 4 - Friesische Zerstörung« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz