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Sabine Schulter 334 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Sabine Schulter
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Instagram: sabs.schulter
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sabine Schulter vom 09.09.2016
Tags: Neun Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 09.09.2016
Am heutigen Tag hat Sabine Schulter mit der Veröffentlichung ihres Romans »Aufziehende Dunkelheit« den Startschuss für ihre Buchreihe »Mederia« abgefeuert. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch und die Reihe, über die langjährige Vorlaufzeit und das Erschaffen von Fantasy-Völkern.

– Frau Schulter, heute ist mit »Aufziehende Dunkelheit« der erste Roman Ihrer »Mederia«-Reihe erschienen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige Reihe unseren Lesern deshalb kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Natürlich, meine Mederia-Trilogie ist im Genre High Fantasy angesiedelt und spielt – wie der Name schon sagt – im Land Mederia. Der Leser begleitet ganz zu Anfang den jungen Dämonenprinzen Gray durch ein Ritual, das ihm die Person aufzeigt, die sein Leben auf immer verändern wird. Diese Person wird unter diesem Volk auch das Schicksal genannt. Grays Schicksal ist jedoch unverhältnismäßig stark und das Ritual kostet den gerade einmal fünfjährigen Dämonen beinahe das Leben.

Zweiundzwanzig Jahre später bricht der gärende Hass zwischen dem Norden und dem Süden Mederias in einem alles verzehrenden Krieg aus und in all dem Chaos und Tod trifft Gray auf die junge Bardin Lana, in der er vom ersten Moment an sein Schicksal erkennt. Doch sie scheint nichts von ihren Fähigkeiten zu wissen, die Mederia retten sollen. Allerdings lockt ihr kraftvolles, magisches Potential die Feinde hinter den beiden her, was Gray und Lana dazu zwingt, quer durch Mederia zu hetzen.

Zusammen durchleben sie ein Abenteuer, das nicht nur das Schicksal des Landes entscheidet, sondern auch das Leben von Lana, Gray und ihren Freunden grundlegend verändert.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich glaube, dass man meine Art des Schreibens nicht direkt einem anderen Autoren zuordnen kann. Das sagen zumindest immer meine Leser :)
Aber ich kann jedem meine Bücher empfehlen, der Fantasy liebt, gut durchdachte Geschichte wertschätzt und dem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten zueinander wichtig sind.
Vorbilder habe ich nicht direkt, aber ich lese selbst unvorstellbar gern reinen Fantasy, genauso wie all seine Untergenres.

– Welchen Umfang wird ihre geplante Buchreihe haben? Und ist es nicht gewagt, gleich mehrere Bücher zu planen, wenn man noch gar nicht weiß, welchen Anklang der erste Band bei der Leserschaft haben wird? Was halten Sie selbst für die größten Stärken Ihrer geplanten Buchreihe, dass Sie von einer solchen Zuversicht getragen werden?

Die Reihe wird mit drei Bänden abgeschlossen sein und ich persönlich habe noch nie darüber nachgedacht, eine Reihe nicht als Reihe zu veröffentlichen, nur weil ich Angst habe, dass sie nicht ankommt. Wir Autoren haben es oftmals nicht selbst in der Hand, in welchem Umfang unsere Bücher erscheinen – das entscheidet die Geschichte selbst.

Meine Azur-Reihe ist dazu ein sehr gutes Beispiel. Eigentlich sollte es nur einen Einzelband zu meinen Traumdieben geben, doch die Geschichte ergab so viel, dass ein zweiter Band unumgänglich wurde. Und nun haben mich meine Leser dazu gebracht, noch einen dritten Teil zu schreiben ;)

Die größten Stärken meiner Mederia-Reihe liegen wohl in dem Potential der Geschichte, der Einzigartigkeit der Welt und meiner Liebe zu den Protagonisten. Aber ich habe durchaus Angst, dass die Geschichte nicht angenommen wird – das ist bei jedem neuen Buch von mir so. Aber das darf mich nicht abhalten, eine Geschichte in die Welt zu geben, die es wert ist, gelesen zu werden :)

– Stimmt es, dass die ersten Ideen zu Ihrer Trilogie bereits während Ihrer Schulzeit entstanden sind? Wie kam es dann dazu, dass Jahre verstrichen, ehe es zur Umsetzung kam? Und warum war ausgerechnet jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?

Ja, es stimmt, dass ich bereits mit 16 an Mederia schrieb. Aber damals war es nur ein Zeitvertreib und ich viel zu sehr mit meinem Leben beschäftigt, um mir auch nur vorzustellen, dass es irgendwann veröffentlicht werden könnte. Damals waren weder Mederia noch ich bereit dafür.

Jetzt stehe ich kurz vor meiner ersten Verlagsveröffentlichung bei Carlsen und hatte daher Zeit, meinem Herzensprojekt nachzugehen. Deswegen habe ich mich entschieden, Mederia jetzt herauszubringen.

– Mit dem titelgebenden »Mederia« haben Sie für Ihre Reihe eine ganz eigene Welt erschaffen. Wie entsteht während Ihres Schreibprozesses eine solche Welt und ihr Inventar, die darauf geführten Kriege & Co.? Mussten Sie womöglich sogar ein Stück »Historie von Merida« ausarbeiten, die der eigentlichen Story der Bücher vorausgeht? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie »Aufziehende Dunkelheit«?

High Fantasy ist wohl mit eines der schönsten und doch aufwendigsten Genre, in denen man schreiben kann, denn es stimmt: Ich musste neben einer komplett neuen Welt auch eine Geschichte, eine Götterwelt und vollkommen neue Völker entwickeln. Mederia ist auch die Reihe, zu der ich die meisten Notizen machen musste und mich viele Stunden hinsetzte, damit sowohl die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Landes zueinander passt.

Den Aufwand, den so ein Buch mit sich bringt, darf man nicht unterschätzen. Da ich großteils selbst veröffentliche – also ohne einen Verlag arbeite – heißt das, dass meine Arbeit nicht nach dem Schreiben vorbei ist. Allein die Ausarbeitung des ersten Bandes hat insgesamt 3 Monate gedauert, aber danach kam die Covergestaltung mit meiner Grafikerin, die Landkartenzeichnung, die Textüberarbeitung, das Lektorat, das Layout, das Marketing, die Zusammenarbeit mit Bloggern und und und. Das kostet sehr viel Zeit und nebenbei arbeite ich zusätzlich immer noch an einem zweiten Projekt.

– Sie haben für Ihr Buch auf angestammte Fantasy-Rassen zurückgegriffen, jedoch auch eigens neue Völker erschaffen. Wie kam es dazu, und was unterscheidet Ihre neuen Völker von den einst durch Tolkien definierten Fantasyvölkern?

Dass ich bekannte Fantasyvölker für Mederia genutzt habe, liegt vor allem daran, dass die Leser Bekanntes in Büchern brauchen, um sich in einer komplett neuen Welt zurecht zu finden. Man darf als Autor machen was man will, aber man darf nicht alles aushebeln, was in unserer Welt existiert, denn sonst würde schnell Abneigung und Überforderung auftreten. Außerdem liebe ich persönlich die altbekannten Völker ;)

Meine Elben mögen relativ gesehen, dem bekannten Bild entsprechen, aber meine anderen Völker sind tatsächlich großteils neu erfunden. Die Ignis zeichnen sich beispielsweise darin aus, dass sie sich mit Irrlichtern verbinden können, die sie als Gefährten begleiten. Meine Drachen besitzen nicht nur eine gigantische Gestalt, sondern können sich in Menschen mit schuppenbesetzter Haut verwandeln. Die Faeles sehen aus wie menschliche Katzen und die Fabi können den Wind beherrschen. Ich hoffe also, dass für jeden etwas dabei ist ;)

– All Ihre bisherigen Bücher waren im Bereich der Fantasy-Literatur angesiedelt. Woher kommt Ihre Verbundenheit zu dem Genre, was bedeuten Fantasyromane für Sie persönlich? Und können Sie sich vorstellen, jemals ein Buch zu schreiben, das ohne fantastische Elemente auskommt?

Ich lese selbst am allerliebsten im Fantasy-Genre und weiß es sehr zu schätzen, dass meiner Fantasie dort freien Lauf gelassen werden kann. In diesem Genre kann man sich von der eigenen Welt trennen, Dinge tun, die man selbst gern ausprobieren würde, Wesen erfinden und Naturgesetze aushebeln. Das zu können, ist traumhaft schön!

Ich schreibe derzeit tatsächlich bereits an einem reinen Liebesroman und auch das Thriller-Genre reizt mich immer mehr, aber ich werde immer vorwiegend im Fantasybereich schreiben. Es gehört einfach zu mir :)

– Was können wir von der Autorin Sabine Schulter in der nächsten Zukunft erwarten? Wann wird es mit der Mederia-Reihe weitergehen? Und sind darüber hinaus bereits andere neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Um ehrlich zu sein, geht meine Veröffentlichungsplanung inzwischen schon bis Mitte 2018. Also ja, es wird definitiv noch einiges von mir erscheinen. Im November erscheint der erste Band einer Vampir-Trilogie bei Carlsen, die im Januar und April fortgesetzt wird. Der zweite Band von Mederia wird wahrscheinlich im März folgen und der dritte dann im Sommer oder Herbst. Die anderen Projekte sind noch geheim und werden zu gegebener Zeit auf meiner Homepage bekannt gegeben ;)

Für Lesungen habe ich derzeit leider keine Luft, werde aber wohl im Winter welche in Angriff nehmen. Mich kann man als nächstes auf der Frankfurter Buchmesse treffen, wo ich am Freitag ab 11:30 beim Carlsenstand sein werde. Und im November bin ich auf der BuchBerlin als Ausstellerin vor Ort.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sabine Schulter für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sabine Schulter
Sabine Schulter bei Twitter
Sabine Schulter bei Facebook
»Mederia - Aufziehende Dunkelheit« bei Leserkanone.de
»Mederia - Aufziehende Dunkelheit« bei Amazon
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