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Katrin Rodeit

298 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Sharon Taylor, Julia K. Rodeit und Sally Rose
Webseite: Offizielle Homepage von Katrin Rodeit
Twitter: @JuliaRodeit
Facebook: Katrin-Rodeit-Autorin
Instagram: juliak.rodeit
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Katrin Rodeit vom 28.10.2015
  Leserkanonen-Interview mit Sharon Taylor vom 06.12.2016
  Leserkanonen-Interview mit Katrin Rodeit vom 19.05.2018
  Leserkanonen-Mini-Interview mit Julia K. Rodeit vom 22.07.2021
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 19.05.2018
In Katrin Rodeits neuestem Roman »Tödliches Serum« kehrt Kommissarin Jessica Wolf zurück. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Ermittlerin und über das Veröffentlichen ohne Verlag.

Frau Rodeit, mehr als zwei Jahre sind vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Katrin Rodeit getan?

Oh je, wo fange ich da bloß an ...? Am besten der Reihe nach.
Im Oktober 2016 hat der bislang letzte Jule-Flemming-Roman das Licht der Welt erblickt. »Alles schläft, einer wacht!« heißt er und er spielt im vorweihnachtlichen Ulm. Jule Flemming ist auf der Suche nach einer Frau, die im Bodensee ertrunken ist. Dann hat ihr Mann sie aber auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt gesehen. Meint er zumindest ...
Ob es mit Jule weitergeht und wie, steht im Moment in den Sternen. Wenn ich allerdings tief in mich hineinhöre, ist ihre Geschichte noch nicht ganz zu Ende. Mal sehen, was die Zukunft mit sich bringt ;)
Dann kam »Lauernde Schatten« auf den Markt, der erste Band um die Kriminalhauptkommissarin Jessica Wolf. Er handelt von einem dramatischen Entführungsfall, wie er in der deutschen Kriminalgeschichte mit Sicherheit einmalig ist. Für mich stand da aber schon fest, dass das nicht die einzige Geschichte für Jessica Wolf bleiben sollte.

Nun ist mit »Tödliches Serum« ein neues Buch aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Roman?

»Tödliches Serum« ist nun der zweite Band für meine Kriminalhauptkommissarin Jessica Wolf. Die Bücher können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden. Die Handlungen sind in sich abgeschlossen, so dass man nicht zwingend Vorkenntnisse benötigt.
Jessica und ihr neues Team sehen sich mit einem Gift-Mord in Ulm konfrontiert. Dann wird eine Kindergärtnerin erschossen. Und während sie versuchen, Licht in das Dunkel der beiden Fälle zu bringen, geht ein Erpresserschreiben ein und versetzt ganz Ulm in Angst und Schrecken. Denn plötzlich muss jeder damit rechnen, zu den Opfern zu gehören.

Nach »Lauernde Schatten« steht Kriminalhauptkommissarin Jessica Wolf nun schon zum zweiten Mal im Mittelpunkt eines Ihrer Bücher. Was macht Frau Wolf zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass sie gleich mehrere Auftritte verdient hat? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Jessica Wolf ist ein ganz anderer Charakter als Jule Flemming. Das liegt natürlich daran, dass auch ich älter werde und sich meine Protagonisten mit entwickeln. Während Jule jung, dynamisch und unangepasst war, ist Jessica eine Frau Mitte vierzig, die in ihrem Leben schon einiges mitmachen musste und viele Erfahrungen gesammelt hat. Sie ist seit kurzem verwitwet, und weil auch ihr Sohn Finn mit seiner Trauer nicht fertig wird, droht er ihr zu entgleiten und in die linksradikale Szene abzurutschen. Darüber hinaus muss sie in ihrem Beruf ihre Frau stehen und selbst mit der neuen Situation fertig werden.
Ich finde es interessant zu sehen, wie sie mit all diesen Nackenschlägen umgeht. Und wie sie nach und nach wieder Zugang zu ihrem Sohn findet. Und vielleicht gibt es für Jessica ja auch ein Happyend in Sachen Liebe. Ich halte sie für eine sehr starke Frau, die ich gern noch ein bisschen begleiten möchte. Vielleicht lerne ja auch ich das eine oder andere von ihr.

Heutzutage gehen viele Autoren und Verlage großzügig mit dem Begriff des »Thrillers« um und bezeichnen auch einfachste Krimis bereits als Thriller, da die Schublade vermutlich mehr Zugkraft beim Leser hat. Was macht Ihren Thriller zu einem »richtigen« Thriller?

Das ist ja nun schon der zweite. Und während sich die meisten Autoren von Krimis auf die klassische Ermittlungsarbeit stürzen, ist es mir immer ein Anliegen, auch die Opfer (im Fall von »Lauernde Schatten«) und die Täter (bei »Tödliches Serum«) zu Wort kommen zu lassen. Man leidet und fiebert mit ihnen. Selbst mit den Mördern. Das macht für mich unter anderem die Spannung aus, die den Krimi vom Thriller unterscheidet. Wir erleben die Gefühle von Opfer und Täter hautnah mit und sehen, dass es auch hier nicht immer nur schwarz oder weiß gibt, sondern alle Schattierungen dazwischen. Oft spricht man auch von der tickenden Uhr. Wenn sie abgelaufen ist, geschieht etwas Schreckliches. Bei »Lauernde Schatten« fiebert man bis zuletzt mit, ob das entführte Mädchen Hannah überhaupt noch lebt und gefunden wird. Denn auch hier ist klar, dass das Mädchen am Ende keine Chance mehr hat. Auch »Tödliches Serum« hat diesen Thrill, denn hier steht weit mehr auf dem Spiel, als man anfangs dachte. Denn die Ermittler kommen einem unglaublichen Skandal auf die Spur.

Sollte man in Ulm oder um Ulm herum wohnen oder einen persönlichen Bezug zur Region haben, um größtmögliche Lesefreude an Ihrem Roman zu empfinden, oder ist Ihr Buch auch Lesern aus ganz anderen Gegenden zu empfehlen?

Jeder Roman spielt in einer Stadt. Und ich wette, niemand käme auf den Gedanken, einen Fitzek-Thriller, der in Berlin spielt, als »Regio« zu bezeichnen. Deswegen finde ich die Formulierung auch ein bisschen unglücklich, denn damit schließe ich ja den Rest der Leserinnen und Leser, die nicht aus dieser Stadt kommen, von vorne herein aus. Doch wo sollte ein Roman sonst spielen als in einer Stadt, in der man sich auskennt? Sonst müsste ich mir etwas aus den Fingern saugen und damit würde ich ja die Leserinnen und Leser verprellen, die dort ortskundig sind.
Also, um es ganz deutlich zu sagen: Meine Bücher spielen zwar in Ulm, aber sie können natürlich von allen Spannungssüchtigen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gelesen werden. Die Ulmer kennen vielleicht die eine oder andere Straße persönlich, sonst aber auch nichts.

Während Ihre Jule-Flemming-Reihe im Gmeiner Verlag erschien, haben Sie das neue Buch ohne einen Verlag veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es nun auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Puh, das ist eine weitere schwierige Frage. Ich habe mich ja nicht nur vom Verlag getrennt, sondern auch von meiner Agentur. Die Gründe dafür sind vielfältig und zum Teil schon abenteuerlich und würden sicher Gesprächsstoff für nicht nur einen Abend bei einem guten Glas Wein an der Bar bieten. Hier auszuholen wäre vermutlich nicht zielführend. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit für den einen oder anderen interessierten Leser ja irgendwann. Dann dürft ihr mich gern ansprechen ;)
Ob Verlage noch nötig sind? Mit Sicherheit! Das Selfpublishing ist ein seeeehr breiter Markt. Und nicht alle, die dort veröffentlichen, nehmen ihren Job ernst. Um ein gutes Buch zu schreiben, benötigt man nicht nur Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse, sondern weit mehr. Und selbst bei diesen rudimentären Kenntnissen hapert es bei manchem Selfpublisher, dass mir oft die Haare zu Berge stehen.
Aber es gibt auch für Verlage Gründe, Bücher abzulehnen, obwohl sie ihre Leserschaft hätten. Das ist für den Autor und die Leser bedauerlich, aber für genau jene ist das Selfpublishing eine wunderbare Möglichkeit, beide zusammenzubringen. Das setzt allerdings voraus, dass der Autor sehr diszipliniert und hochprofessionell arbeitet, so dass Leserinnen und Leser im Idealfall keinen Unterschied merken, ob das Buch aus dem Verlag ist oder eben nicht.
Ich habe unter Pseudonym erste Erfahrungen im Selfpublishing gesammelt, die mir jetzt zugutekommen. Denn ein Buch zu veröffentlichen ist, rein von der technischen Seite her gesehen, kein Hexenwerk.
Wünschenswert wäre, dass sich der Markt auf Dauer selbst bereinigt, so dass die »Autoren«, die dem Selfpublishing wegen Unprofessionalität das Schmuddelimage verpasst haben, vom Markt verschwinden. Dann bekämen die professionellen Autoren auch wieder die Aufmerksamkeit, die ihnen aufgrund ihrer guten Bücher zustünde. Da ich aber ein unerschütterlicher Optimist bin, glaube ich fest daran, dass sich Qualität am Ende durchsetzen wird und die Leserinnen und Leser ihre Lieblingsautorinnen und -autoren finden werden.

Was können wir von der Autorin Katrin Rodeit in der nächsten Zukunft erwarten? Wird Jessica Wolf abermals zurückkehren, und sind davon abgesehen bereits andere neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Was die Zukunft mit sich bringt, und ob es eine weitere Fortsetzung von Jessica Wolf oder Jule Flemming gibt, entscheiden schlussendlich die Leserinnen und Leser. Wenn ihnen die Bücher gefallen, dann gibt es sicher Nachschub.
Das nächste Projekt, das ich jetzt aber angehen möchte, ist ein Liebesroman, der in der Toskana spielt. Er wird im Herbst 2018 auf den Markt kommen und unter dem offenen Pseudonym Julia K. Rodeit erscheinen. Einfach, um die Spannungsromane von den Liebesromanen abzugrenzen.
Termine für Lesungen mache ich gerade aus. Da lohnt es sich, ab und zu einen Blick auf meine Homepage zu werfen, da stelle ich sie aktuell ein. Und auf Messen findet man mich natürlich auch. Im Zweifel in der Nähe des Kaffeeautomaten. Sprecht mich einfach schon im Vorfeld an, dann lässt sich ein Gespräch sicher einrichten. Ich freue mich darauf!

Das Team von Leserkanone.de dankt Katrin Rodeit für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Katrin Rodeit
Katrin Rodeit bei Facebook
»Tödliches Serum« bei Leserkanone.de
»Tödliches Serum« bei Amazon
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