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Subina Giuletti 192 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Subina Giuletti
Twitter: @subinagiuletti
Facebook: Subina-Giuletti
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Subina Giuletti vom 27.09.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 27.09.2017
In ihrem aktuellen Roman »Weil du meine Seele streichelst ...« lässt Subina Giuletti eine Frau in eine Beziehungskrise gleiten. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch, über Spiritualität in Buchform und über ihre Protagonistin Lena.

– Frau Giuletti, vor einigen Wochen erschien Ihr neuer Roman »Weil du meine Seele streichelst«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Der Klappentext gibt an sich ganz gut wieder, um was es geht: Lena, eine fünfzigjährige Frau steckt in der Beziehungskrise. Man möchte meinen: das ist nichts Besonderes - viele stecken - egal welchen Alters - in Beziehungskrisen. Aber Lena geht das Thema auf besondere Weise an und macht ihrem Mann einen unkonventionellen Vorschlag, der sie beide in eine Situation bringt, die sie vorher nie erahnt hätten.
Obwohl sich das Thema vordergründig banal anhört, wird es in diesem Buch auf sehr emotionale und spezielle Weise dargestellt - und - da das nun mal mein Markenzeichen ist - von psychologischer und spiritueller Sicht aus beleuchtet. Ich glaube, neben dem Eintauchen und Mitfühlen der intensiven Momente kann jeder auch etwas für sich rausziehen - so empfinden es zumindest meine Leser.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich fange mal von hinten an: Unter anderem sind meine Lieblingsromane »Siddharta« von Hesse, »Homo faber« von Max Frisch, »Fegefeuer der Eitelkeiten« von Tom Wolf und noch einige mehr. Ich liebe auch Mystisches und dicke Schinken wie »Die Nebel von Avalon« ... die Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen.
Literarisches Vorbild sind dabei auch jene Autoren, vor allem Hesse und Frisch.
Und was die letzte Frage angeht: Ich bin tatsächlich in der Autorenwelt nicht so bewandert, dass ich immer genau weiß, was welcher Autor gerade schreibt. Grundsätzlich wende ich mich an Leser und Leserinnen, die Unterhaltung mit Spannung und Tiefgang suchen und nicht nur leichte Urlaubslektüre mit absehbarem Ende.

– Sie beschreiben Ihre Bücher als ein ganz eigenes Genre, nämlich eines, das Spiritualität und Belletristik zu einer Symbiose vereint. Was können wir uns darunter vorstellen? Welche Rolle spielt Spiritualität in Ihren Geschichten allgemein und in »Weil du meine Seele streichelst« im Speziellen?

Der Mix aus Belletristik und Spiritualität kam dadurch zustande, dass ich selbst gerne Tieferes lese. Aber Philosophien sind meist in Ratgeber-Form verpackt und ganz ehrlich: Das ödet mich an. Diese Regeln von Eins bis Zehn, die man befolgen soll, um ein glückliches Leben zu führen, ich weiß nicht, das war nie mein Ding. Daneben möchte ich ein wenig mit dem Klischee aufräumen, dass Spiritualität die Abkehr vom Materiellen und nur etwas für in Kutten gewandete Leute mit ungewaschenen Füßen ist. Ich habe so viele dieser in Kaftane gehüllten Menschen kennengelernt, die vor Ego nur so strotzten. Da ist mir jemand, der anderen Menschen mit Liebe und Respekt begegnet bedeutend lieber, ob er nun einen Kaftan oder High Heels trägt. Spiritualität habe ich ganz anders kennengelernt, nämlich als natürliche Integration ins tägliche Leben. Diese jahrtausendalten Philosophien sind hochaktuell und anwendbar. Und warum sollte man deswegen in einem Buch und im Leben auf Unterhaltung, Erotik, Witz und Spannung verzichten? Genau diesen Spagat betreibe ich mit meinen Romanen. Ich erschaffe Protagonisten, die sich mit Problemen herumschlagen, die so ziemlich alle haben. Oder eben Menschen, die in einer Krise stecken, einen Schicksalsschlag erleiden und gebe Impulse, wie man sich selbst überwinden, Hilfe erfahren und Lösungen entdecken kann.
In »Weil du meine Seele streichelst...« geht es explizit um Beziehungen. Das Verhältnis von Mann und Frau im Allgemeinen - was Emanzipation anbelangt ... was Sex anbelangt und das sich ändernde Rollenverhältnis ... aber auch die Geldfrage in Beziehungen. Stimmt es, dass Männer mehr Sex wollen als Frauen? Ich habe zur Beantwortung dieser Fragen einen anonymen Chat ins Leben gerufen - es war für mich erstaunlich und erschreckend, was da alles hochkam.

– Was macht Ihre Protagonistin Lena zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an Ihrem Mann Max persönlich?

Zu Beginn des Buches stellt Lena klar: »Meine Geschichte ist keine besondere Geschichte. Und ich stecke in keiner besonderen Situation. Vielleicht ist das einzig Ungewöhnliche daran, wie ich sie lösen will.«
Lena ist jemand, der sich auf die Suche nach sich selbst macht - und das macht die Tiefe ihres Weges aus.
Ja, und Max ... Max unterliegt in diesem Buch einer ganz eigenen Entwicklung. Mehr will ich darüber nicht sagen, sonst würde ich spoilern.
Was ich an beiden schätze: Sie wachsen immens an der Situation. Sie machen etwas draus.

– Abseits ihrer Charaktereigenschaften unterscheidet sich Lena vor allem in einer Sache von vielen anderen Romanheldinnen: Sie ist schon ein halbes Jahrhundert alt. Damit ist ihre Lebenssituation eine ganz andere als die, in der junge Leserinnen stecken, welche die Mehrzahl unserer Besucher ausmachen. Warum sollten jüngere Leserinnen trotzdem ebenfalls einen Blick auf Ihr Buch werfen?

Eine super Frage! Erstens: Wir werden alle älter. Zweitens: Beziehungen sind Beziehungen und die Situation, in der Lena und Max sich befinden, betrifft - in Abwandlungen - auch jüngere Semester. Gerade für die fände ich das Buch sehr aufschlussreich und anregend, denn je eher man sich mit diesen Themen beschäftigt (auch, wenn die Beziehung nicht kriselt), umso ertragreicher ist das für jeden. Ein dritter Aspekt: Ich denke, dass im Buch klar rüberkommt, dass man, hat man die dreißig überschritten, nicht zwangsläufig gefühlsamputiert ist und in Küchenschürzen herumläuft. Insofern liest sich die Story wenig anders als die einer dreißigjährigen Protagonistin. Die heutigen 50-jährigen sind eine neue Spezies: Sie kennen ihren Körper, sie wissen (meist), was sie wollen, sie haben Erfahrung - und sind oft noch super-attraktiv.
Und der vierte Grund: Gerade in der jetzigen Zeit sind viele nicht in der Lage, mit Beziehungskrisen umzugehen. Trennungen sind an der Tagesordnung und der erste Schritt, an den man denkt, wenn es nicht mehr klappt. Welch tiefe Bedeutung eine solche Krise haben und wie man sie lösen kann, wird in der »Seele« behandelt und ist für jede Altersgruppe interessant. Meine Leserschaft ist ohnehin sehr breit gefächert und unisex - von sechzehn bis über achtzig!

– Ihre Bücher sind im dast-verlag erschienen, der - soweit wir das verstanden haben - Ihr eigener ist. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit große alteingesessene Publikumsverlage überhaupt noch für nötig?

Der dast-verlag ist ein Relikt aus den Zeiten, in denen es noch kein Create Space gab und E-Books noch der Sciencefiction-Szene angehörten. Damals musste man noch einen Verlag anmelden, um ein Buch veröffentlichen zu können, aber im Grunde ist er heute nicht mehr nötig.
Und natürlich sind große Publikumsverlage nach wie vor interessant. Ich finde es gut, dass es beide Schienen gibt. Große Verlage haben Vorteile, die ein Selfpublisher nicht hat - und umgekehrt. Wenn man den Markt beobachtet, merkt man, dass beide Schienen voneinander profitieren können. Für uns Selfpublisher ist es ein Segen, die eigenen Bücher veröffentlichen zu können. Und die großen Verlage beobachten die Szene sehr genau - und holen sich ihre künftigen Verkaufsschlager aus dem Selfpublisher-Feld.

– Was können wir von der Autorin Subina Giuletti in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Von September 2015 bis Juni 2017 habe ich nun acht Bücher geschrieben. Das letzte, »Herzgoldstaub«, kommt im Spätherbst und ist eine Zusammenfassung aller Weisheiten, Zitate und Geschichten aus meinen bisherigen Büchern. Was heißt: Ich gönne mir vorerst eine Pause. Aber Ideen habe ich etliche! Mir schwirrt schon seit Jahren ein Epos im Kopf herum, aber das ist ein kompliziertes Gebilde und braucht Zeit. Ich weiß nicht, ob das Genre wechseln möchte. Daneben habe ich noch einige andere, spannende, aber noch vage Ideen. Welche davon letztlich verwirklicht wird und ob, entscheidet oft ein plötzlicher Impuls.

Das Team von Leserkanone.de dankt Subina Giuletti für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Subina Giuletti
Subina Giuletti bei Twitter
Subina Giuletti bei Facebook
»Weil du meine Seele streichelst ...« bei Leserkanone.de
»Weil du meine Seele streichelst ...« bei Amazon
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