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Eva Maria Hux 0 Fans
Herkunft: Schweiz
Webseite: Offizielle Homepage von Eva Maria Hux
Facebook: Eva-Maria-Hux
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Eva Maria Hux vom 09.07.2015
  Leserkanone.de-Interview mit Eva Maria Hux vom 15.12.2018
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 15.12.2018
In ihrem neuen Roman erzählt Eva Maria Hux von der »Hand der Mirjam« und hat damit kürzlich die erste Bestbewertung bei Amazon eingefahren. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Recherchearbeit beim Schreiben und über die Schweiz als Romanschauplatz.

– Frau Hux, tatsächlich sind schon mehr als drei Jahre vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Eva Maria Hux getan?

Da ich hauptberuflich als Musikerin arbeite, muss das Schreiben immer mal wieder warten. Und doch ist in den vergangenen Monaten dieser neue Roman herangewachsen. Ich habe mir die Zeit gegeben, an meinem Stil und an der erzählerischen Form weiterzuarbeiten. Zudem trat ich mit meinem Programm Lesung & Musik IM LABYRINTH DES POETEN in Schweden und der Schweiz auf und durfte einige meiner Leser persönlich kennenlernen. Das positive Feedback zu meinem Debütroman hat mich zum Weiterschreiben motiviert.

– Nun ist mit »Die Hand der Mirjam« ein neues Buch aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Roman?

Ich habe dieses Mal keinen Kriminalroman geschrieben, sondern mich in das »anspruchsvollere« Gefilde der Belletristik gewagt, da ich vor allem auch an der Sprache, am Ausdruck und an den Metaphern arbeiten wollte. Man könnte es auch eine Familiensaga nennen. Doch weiterhin steht das Rätsel, ein Geheimnis im Fokus. Meine Leser erwartet viel Spannung, mit Bedacht ausgestreute und miteinander verknüpfte Hinweise, die Jagd nach der Auflösung eines Geheimnisses, die eine und andere neue Information zu Kunstwerken und vor allem zwei sehr unterschiedliche Schwestern, die jede auf ihre Art schlussendlich die Sympathie des Lesers gewinnt und ihn wohl auch einige Male überrascht.

– Für uns hört es sich so an, als ließe sich Ihr Buch kaum in eine einzelne konkrete Genre-Schublade schieben lassen. Wie würden Sie Ihren Roman selbst einordnen? An welche Zielgruppe richtet sich das Buch?

DIE HAND DER MIRJAM bewegt sich zwischen Spannungsroman und psychologischem Drama. Mich interessierte die Psyche der Protagonisten, ihre Interaktion, ihre Gedanken und ihre Entwicklung. Gleichzeitig finden sich aber auch in diesem Buch typische Spannungselemente und Cliffhangers. Der Leser wird zusammen mit Lara und Désirée auf die Suche nach der Wahrheit geschickt: Was geschah damals? Sind die Personen in ihrer Umgebung – sind sie selbst – wirklich, was sie zu sein vorgeben? Meine Testleser waren ausschließlich Männer – und sie haben den Roman mit offensichtlicher Spannung und Begeisterung gelesen, obwohl man meinen könnte, dass das Buch vom Inhalt her vor allem Frauen interessieren würde.

– Ihr Buch greift eine ganze Vielzahl von Themen auf, angefangen von Gegebenheiten mit breitem Öffentlichkeitsinteresse wie Auswanderung, Herkunft und Identität, seltener in den Medien auftauchende Probleme wie das Schicksal von Kuckuckskindern, aber auch ganz spezifische Sachthemen, etwa Elemente der weiter zurückliegenden Schweizer Geschichte, von denen man sonst wenig bis gar nichts mitbekommt. Wie entscheiden Sie, welche Themen Sie in einem Roman wie dem Ihren innerhalb der eigentlichen Story ansprechen möchten? Waren viele Recherchen notwendig, um das Ganze sachlich zu unterfüttern? Welcher Aufwand steckt generell in einem Roman wie »Die Hand der Mirjam«?

Generell wähle ich Themen, die mich selbst faszinieren, über die ich mehr wissen möchte, mit denen ich mich gerne während der drei-vier Jahre umgebe, an denen ich an einem Roman schreibe. Natürlich haben die Themen oftmals auch mit meiner eigenen Geschichte oder Situation zu tun, damit ich mich einfacher in die Köpfe der Protagonisten hineindenken kann. Im Verlaufe der Recherchen stößt man oftmals auf interessante Nebengeschichten, Details, welche den Roman glaubhafter und lebendiger machen, verrückte Schicksale, welche niemand glauben würde, hätte sie ein Schriftsteller erfunden. Für DIE HAND DER MIRJAM konnte ich auf die Erinnerungen der Generation meiner Eltern, auf gute Fachliteratur und auf Bildzeugnisse aufbauen. Vieles aber entspringt meiner Fantasie. Die Konstruktion der Geschichte war sehr aufwendig, da ich mehrere Erzählebenen und diverse Themenparallelen miteinander verwebe und die Kontrolle über die Chronologie meiner fiktiven und historischen Schlüsselereignisse nicht verlieren durfte. Und bis ich mit dem Tempo der Geschichte zufrieden war, verwarf ich zwei vollständige Manuskriptentwürfe und strich mehrere Tausend Wörter.

– Was macht Ihre Protagonistin Désirée zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Désirée wird wohl vor allem durch ihre Verletzlichkeit und Brüchigkeit sympathisch. Sie handelt unvorhersehbar. Sie ist zerrissen und macht eine recht drastische Änderung durch. Aber ihr Charakter lebt auch vom Zusammenspiel mit der gegensätzlichen Lara, ihrer fünf Jahre älteren Schwester. Die Musik ist aus meinen Geschichten nicht wegzudenken, weshalb ich Désirée die Rolle der skandalösen Saxophonistin zuteilte. Doch die Fassade kann nicht über eine feinfühlige Seele hinwegtäuschen, und Désirées Einsichten sind oftmals unerwartet und tiefgründig. Sie wuchs mir im Verlaufe des Romans ans Herz, obwohl ich sie am Anfang unsympathisch zu gestalten versuchte.

– Leser aus Deutschland oder Österreich könnten womöglich eine gewisse Skepsis gegenüber einem vor allem auf die Schweiz konzentrierten Roman hegen, da ihnen die Sprache suspekt ist und sie sich mit der Schweizer Geschichte und Gegenwart nur in Bruchstücken auskennen. Warum ist »Die Hand der Mirjam« dennoch - oder vielleicht sogar ganz besonders - auch ein Buch für LesSr, die nicht selbst in der Schweiz wohnen?

Die Skepsis ist in diesem Fall unnötig. Meine Lektorin hat alle so genannte Helvetismen (Ausdrücke, die gemäß Duden ausschließlich im schweizerischen Sprachraum verwendet werden) ausgetilgt, da der Roman von einem deutschen Verlag verlegt wird (Latos). Obwohl die Schauplätze im Roman vor allem auf der Schweizer Seite des Bodenseeraums angesiedelt sind, gelten die Themen über die Ländergrenze hinaus, der Konflikt zwischen den Schwestern hat nichts mit Nationalität zu tun. In gewisser Weise dürften die Personen, ihr Schicksal, ihre Gedankenwelt und die historische Vergangenheit näherliegen als die Figuren und Themen in Übersetzungen aus z.B. englischsprachigen Ländern, die ja ohne Berührungsängste verschlungen werden.

– Was können wir von der Autorin Eva Maria Hux in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich werde erneut Lesungen in Schweden und in der Schweiz abhalten, die ich als Konzertcellistin jeweils auch musikalisch umrahme. Am 20. Dezember steht zudem eine Signierstunde im Bücherladen Marianne Sax in meiner Heimatstadt Frauenfeld an. An probe- und konzertfreien Tagen erlaube ich mir, den nächsten Roman zu skizzieren. So stecke ich mitten in neuen Recherchen. So viel kann ich verraten: der nächste Roman wird u.a. in Schweden spielen und brachte mich auf die Spur vergessener historischer Ereignisse und mir bislang völlig unbekannter Kunstwerke. Hinweise zu kommenden Lesungen findet man auf meiner Webseite www.evamariahux.com.

Das Team von Leserkanone.de dankt Eva Maria Hux für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Eva Maria Hux
Eva Maria Hux bei Facebook
»Die Hand der Mirjam« bei Leserkanone.de
»Die Hand der Mirjam« bei Amazon
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