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Ute Bareiss 26 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Helen Paris
Webseite: Offizielle Homepage von Ute Bareiss
Twitter: @ute_bareiss
Facebook: ute.bareiss.helen.paris.autorin
Instagram: ute.bareiss_helen.paris
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Ute Bareiss vom 30.09.2015
  Leserkanonen-Interview mit Ute Bareiss vom 09.12.2016
  Leserkanonen-Interview mit Ute Bareiss vom 10.06.2018
  Leserkanonen-Mini-Interview mit Helen Paris vom 06.10.2021
Tags: Drei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 09.12.2016
Vor wenigen Wochen veröffentlichte die weltumsegelnde Autorin Ute Bareiss mit »Weißes Gold« ihren neuesten Thriller. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über den Schmuggel von Elfenbein als Romanstoff und über neue Segelabenteuer.

Frau Bareiss, gut ein Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Ute Bareiss getan?

Für meine Alex-Martin-Thriller-Reihe hat sich ein neuer Verlag - der Kieselsteiner Verlag - gefunden, bei dem auch Teil 1 nochmals neu aufgelegt wurde, der ursprünglich vom Sieben Verlag veröffentlicht wurde.
Er läuft nun unter seinem Ursprungstitel »Roter Ozean« und hat »Im Fahrwasser der Macht« als Untertitel erhalten.

Band 2 »Weisses Gold - Im Sog der Gier« ist gerade neu erschienen und der 3. Band »Blauer Tod - Im Netz des Terrors« wird im nächsten Sommer herauskommen.

Auch bei der Jugendkrimi-Reihe der Greenlight Press »Ein MORDs-Team«, bei der Band 3 »Eine verhängnisvolle Erfindung« aus meiner Feder stammt, gibt es Neuigkeiten:
Der erste Zyklus (Band 1 - 12) ist vollendet, der Fall um »Marietta King« gelöst.
Neben den monatlichen E-Books und Taschenbüchern für alle 2 Bände sind nun auch jeweils 3 Teile in einem wunderschön gestalteten Hardcover-Band erhältlich.

Inzwischen ist mit »Weisses Gold - Im Sog der Gier« das zweite Buch über Ihren Meeresbiologen Alex Martin erschienen. Was erwartet die Leser in Ihrem neuen Roman?

Der Meeresbiologe Alex Martin ist dieses Mal in Thailand stationiert und richtet Naturschutzgebiete in der Andamanensee ein. Dort stößt er auf Elfenbeinschmuggler, die das Weiße Gold von Afrika über den Indischen Ozean zum Hauptumschlagsplatz Asien transportieren. Zusammen mit seinem Freund, dem thailändischen Detective Jaidee, macht er sich auf die Suche nach den Drahtziehern. Dabei stoßen sie auf eine mächtige Organisation, die tief in kriminellen Machenschaften steckt. Sie machen eine grausame Entdeckung und geraten selbst in tödliche Gefahr.
Umgeben von Korruption sind sie gezwungen, im Geheimen weiter zu forschen, bis nur ein Ausweg bleibt: Alex muss sich direkt in die Höhle des Löwen begeben.

Hatten Sie von Anfang an geplant, Alex Martin zum Helden einer ganzen Reihe an Büchern werden zu lassen, oder ist dies der Resonanz auf Ihren Roman »Roter Ozean - Im Fahrwasser der Macht« geschuldet? Was schätzen Sie persönlich an der Figur, was macht Alex Martin zu einem ganz besonderen Protagonisten?

Die Alex-Martin-Thriller hatte ich von Beginn an als Serie angelegt und auch schon weitere Teile in Planung, als ich ihn damals meiner Literaturagentur vorgestellt hatte. Auch die Buchtitel waren von Anfang an so ausgelegt, dass man die Serie gut erkennt (Roter Ozean, Weisses Gold, Blauer Tod ... usw.). Deshalb freut es mich natürlich, dass der erste Band so gut ankam, dass auch der Kieselsteiner-Verlag hinter mir steht und gern die Reihe fortführen möchte. Bislang war die Resonanz sehr gut und ich hoffe natürlich, dass noch viele weitere Bände folgen (dürfen).
Es soll aber nach wie vor so bleiben, dass jeder Band unanbhängig voneinander lesbar ist.

An Alex Martin »als Mensch gesehen« mag ich seine positive Lebenseinstellung, seine Hilfsbereitschaft (die ihm nur leider manchmal zum Verhängnis wird) und seine Loyalität. Als Protagonist ist er ein ganz normaler Mensch und für mich damit jemand, mit dem man sich auch identifizieren kann, der mit den »normalen« Menschen/Lesern auf einer Stufe steht.
An der Figur Alex Martin schätze ich besonders, dass er kein Standard-Ermittler ist, sondern ein Leben führt, das an sich schon spannend ist. Durch seine weltweiten Einsätze spielt jeder Teil in einem anderen Land, sodass schon das Setting für Abwechslung sorgt und auch komplett unterschiedliche Fälle bieten kann. die auf die jeweiligen Länder zugeschnitten sind.
Er sollte in seiner Rolle ein Individuum sein, von dem man nicht schon mehrfach gelesen hat (wie der kaputte, missgelaunte Kommissar, der hauptsächlich auf seine persönlichen Probleme fixiert ist). Natürlich hat auch Alex »sein Päckchen zu tragen«, aber er lässt sich sein Leben nicht vorrangig davon dominieren. Schön finde ich auch die Entwicklung, die er durchläuft.
Geriet er im ersten Teil noch mehr oder weniger zufällig in eine Ermittlung hinein, so wird er schon im zweiten Teil aktiv und auch hier wird es in den nächsten Teilen natürlich Weiterentwicklungen geben, auf die ich mich selbst schon freue. :)

Nun ist der Schmuggel von Elfenbein nicht gerade das erstbeste Thema, an das man denken würde, wenn man sich einen Roman vorstellt, in dem ein Meeresbiologe die Hauptrolle spielt. Wie entwickeln Sie die Ideen für Ihre Bücher?

«Erwarte das Unerwartete«. Das mag ich generell ganz gern :)
Beim Weltenbummeln stößt man in den verschiedenen Ländern oft auf Themen, die einen berühren und nicht mehr loslassen.
Da mich umweltpolitische Aspekte interessieren, war der »Elfenbeinschmuggel« und die »Elefantenwilderei«, die in den letzten Jahren rapide zugenommen hatten, schon länger in meinem Kopf präsent (die Elefantenpopulation zum Beispiel in Tansania hat sich in den letzten Jahren um 60% dezimiert).
Die Idee zu diesem Plot entstand durch Berichte zur Cites-Konferenz 2013 (die Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen), bei der das Thema »Elfenbein« ein wichtiger Punkt war (wie übrigens auch in der diesjährigen Konferenz). Die Konferenz 2013 fand in Thailand statt und es gab deswegen viele Kontroversen, da dies einer der Hauptumschlagsplätze von Elfenbein ist. Es war damals strittig, ob man überhaupt in einem Land konferieren kann, das den Elfenbeinhandel in solchem Umfang zulässt.
Nachdem in meinen Gedanken schon feststand, dass Alex für den Band 2 nach Thailand gehen wird und das Elfenbein über die Seewege hineingeschmuggelt wird, hat sich auch diese Idee bei mir festgesetzt. Die weiteren Verbrechen, die sich in der Handlung nach und nach ergeben, sind dann den aktuellen Geschehnissen vor Ort geschuldet, auf die man zwangsläüfig stoßt, wenn man längere Zeit in einem Land verbringt.

Wie schafft man es als Autorin, den für eine Geschichte wie die Ihre notwendigen Einblick in die Welt von Schwarzmärkten und organisiertem Verbrechen zu erhalten, insbesondere auch noch vor dem Hintergrund, dass die Ereignisse des Buchs auch noch um den halben Globus verteilt wurden? Stecken viele Recherchearbeiten in Ihrem Buch? Welcher Aufwand ist generell für einen Roman wie »Weisses Gold« notwendig?

Eine gute Recherche ist für mich existentiell für ein Buch, das ein bestimmtes Thema fundiert behandeln soll.
Alles in allem recherchiere ich immer einige Monate pro Band - auch noch während des Schreibprozesses.
Ich habe unzählige Berichte gewälzt, mit einer Biologin der Zoologischen Gesellschaft gesprochen, die mich ständig mit aktuellem Material zum Thema Elefanten/Elfenbein versorgt hatte.
Dazu habe ich Kampfsport-Experten, Thailand-Experten, Afrika-Experten, China-Experten, selbst Mediziner, Polizisten und Kunstexperten etc.pp. zu Rate gezogen.
Vor Ort habe ich viel mit Menschen gesprochen, um mir selbst ein Bild zu machen, und mich informiert. .
Mir persönlich ist es wichtig, zumindest die Hauptschauplätze selbst erkundet zu haben, um das lokale Flair einzufangen.

Was können wir von der Autorin Ute Bareiss in der nächsten Zukunft erwarten? Wie geht es mit Alex Martin weiter, und sind losgelöst von der Serie bereits neue Buchprojekte in Planung?

Es wird auch in den nächsten Jahren weitere Thriller mit Alex Martin geben. Geplant ist im Schnitt ein Titel pro Jahr. Der nächste Band (Blauer Tod - Im Netz des Terrors) wird voraussichtlich nächsten Spätsommer erscheinen.
Da viele Rückfragen von Lesern zum Schickal von Nebendarstellern kamen, sind auch Spin-Offs zur Alex-Martin-Reihe angedacht, die aber eher in Richtung Romantic Thrill gehen.

Unabhängig davon habe ich einen in Borneo spielenden Ökothriller in Fertigstellung - mit eigenen Protagonisten.

Auch einige kleinere maritime Projekte sind in Planung, doch vorrangig sind auf jeden Fall die Alex-Martin-Thriller. :)

Eine Frage darf nicht fehlen, denn neben der Autorin Ute Bareiss gibt es schließlich auch die Weltumseglerin Ute Bareiss. Nach über vierzehn Jahren und mehr als 100.000 Seemeilen haben Sie im Mai dieses Jahres Ihre Weltumseglung vollendet. Gibt es neben neuen Buch- auch neue Segelprojekte? Oder hat man genug vom Segeln, wenn man schon die ganze Welt umrundet und unzählige Länder besucht hat?

Noch haben wir das Gefühl, dass die Welt uns viel Neues zu bieten hat (und freuen uns auch darauf, liebgewonnene Plätze nochmals zu besuchen). Unser Segelkatamaran »Taimada« ist unser zweites Zuhause geworden. Ein Ende des Weltenbummler-Lebens ist vorerst nicht in Sicht, solange wir es gesundheitlich fortführen können (und das wird hoffentlich noch lang so bleiben :)
Das heißt, wir haben gerade unsere zweite Weltumsegelung gestartet und sind brandaktuell über den Atlantik in die Karibik gesegelt, wo wir wieder einige Zeit/einige Winter verbringen wollen, bevor es dann wieder weiter um die Welt geht. Die Karibik bietet Erforschungsmöglichkeiten für einige Jahre. Da wir noch Familie und Freunde in Deutschland haben, und sich auch beruflich (in Punkto Schreiben) viel in Deutschland abspielt, werden wir dann die Sommermonate in der Zeit zu Hause verbringen - das ist eine schöne Kombination.

Das Team von Leserkanone.de dankt Ute Bareiss für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Ute Bareiss
Ute Bareiss bei Twitter
Ute Bareiss bei Facebook
»Weißes Gold - Im Sog der Gier« bei Leserkanone.de
»Weißes Gold - Im Sog der Gier« bei Amazon
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