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Hannah Siebern 396 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Jade McQueen und C.J. Crown
Webseite: Offizielle Homepage von Hannah Siebern
Twitter: @hannahsiebern
Facebook: hannahsiebern
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Hannah Siebern vom 03.12.2015
Tags: Vier Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.12.2015
In den vergangenen Jahren hat sich Autorin Hannah Siebern sowohl im Fantasysektor als auch im Bereich der Liebesromane einen Namen gemacht. In ihrem aktuellen Buch, das den Titel »Barfuß durch Scherben« trägt, bewältigt sie gemeinsam mit ihrer Protagonistin Luisa die Gratwanderung zwischen Liebe und Trauer. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman, über den schriftstellerischen Wandel zwischen Fantasywelten und der Realität, über den deutschen Buchmarkt und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Siebern, vermutlich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman genommen. Könnten Sie unseren Lesern »Barfuß durch Scherben« kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Sehr gerne. »Barfuß durch Scherben« handelt von Luisa, einer Jugendlichen, die unbedingt auf eigenen Beinen stehen will. Ihr Plan ist es, zu ihrem Freund nach China zu gehen und dort ein Austauschjahr zu verbringen. Doch dann wird ihre Mutter schwer krank und das wirft all ihre Pläne durcheinander.
Als sie auf einer Party dann auch noch mit dem gutaussehenden Kurt im Bett landet, der sie im Internet als seine neueste Eroberung darstellt, ist das Chaos perfekt.
Ein Jahr später trifft Luisa Kurt dann auf Rock am Ring wieder, wo der Großteil des Romans spielt und Kurt bemüht sich eifrig um ihre Zuneigung.

»Barfuß im Regen« ist insofern ein Liebesroman, aber es geht auch um Freundschaft, um Familie, um das Erwachsenwerden und um Verlust. Ein paar Taschentücher haben bisher die meisten Leser gebraucht. Aber keine Sorge. Die Hauptcharaktere sterben nicht.
Ich denke, das Buch ist für jeden geeignet, der gerne Jugendbücher liest.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich denke, das Buch ist sehr gut geeigent für Leser von »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« von John Green oder »Ein Teil von uns« von Kira Gembri. Kira Gembri gehört zufällig auch zu meinen Lieblingsautorinnen und zu meinen Vorbildern. Ihre Charaktere und Geschichten finde ich einfach toll. Genauso wie bei Kerstin Gier, Stephenie Meyer oder Josephine Angelini.
Meine Lieblingsromane sind die Göttlich-Trilogie, die Selection-Reihe und »Wenn du dich traust« (Kira Gembri).

– Ihr Buch vereint mit Liebe und Tod die zwei größtmöglichen Extreme der menschlichen Emotion. Was hat Sie zu dieser Gratwanderung inspiriert? Wie sind Sie die Arbeit an der Geschichte angegangen, um den richtigen Mittelweg aus Momenten der Trauer und Schwermut und einem dennoch unterhaltsamen und herzerwärmenden Buch zu treffen?

Meiner Ansicht nach liegen Schmerz und Liebe sehr nah beieinander. Und handelt nicht jede Liebesgeschichte auch von Trauer? Eine Geschichte bei der alles glattgeht wäre doch langweilig. Sie sehen sich, sie verlieben sich, sie bleiben zusammen bis ans Ende ihrer Tage. So etwas möchte ja keiner lesen. Im Gegenteil. Der Leser will die Figuren leiden sehen und selbst mitfiebern. So ist es zumindest bei mir. Denn je tiefer das Leid, desto mehr freut man sich, wenn die Hauptfigur am Ende doch etwas Glück erfährt.
Natürlich ist das eine Gratwanderung, aber das ist auch die Herausforderung bei der Sache. Mir haben so viele Leute gesagt, dass sie bei »Barfuß durch Scherben« weinen mussten, aber alle waren sich einig, dass das dem Roman keinen Abbruch tut. Im Gegenteil. Das Leben ist leider nicht immer einfach und bei den reinen Liebesroman gibt es im Gegensatz zum Fantasyroman auch keine spontane Wunderheilung.
Ich kann nicht behaupten, dass mich eine bestimmte Sache dazu inspiriert hat, den Roman so zu schreiben, wie er ist. Die Idee kam spontan und hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Das Drama am Ende war dann nur folgerichtig.
Ich habe versucht, dem Roman trotzdem viel Humor und Optimismus hinzuzufügen, weil ich der Meinung bin, dass man jedem Schicksalsschlag etwas gutes abgewinnen kann. Der Tod gehört einfach zum Leben dazu und wo sich eine Tür schließ, öffnet sich eine andere. So ist das nunmal im Leben.

– Als Autorin leidet man vermutlich mit seinen Charakteren, und man erlebt mit ihnen gemeinsam emotionale Höhepunkte. Wie schaffen Sie es, sich für die jeweiligen Szenen in die richtige Stimmung zu bringen? Haben Sie sich dafür spezielle Arbeitsweisen angeeignet? Oder ist die ganze Sache viel stärker voneinander isoliert, als man sich das als Außenstehende vorstellt? Kann man eine Szene voller Trauer auch dann schreiben, wenn man selbst eigentlich gerade guter Dinge ist?

Um mich auf eine Situation einzuschießen, lese ich erstmal wieder das zuvor geschriebene. Sobald ich dann in der Geschichte drin bin, fällt es mir gar nicht mehr so schwer, mich in die Stimmung hineinzuversetzen. Das kommt dann von ganz alleine.

– In der Vergangenheit haben Sie einige reine Liebesromane geschrieben, Sie waren jedoch auch im Bereich der Fantasy recht aktiv. Gibt es große Unterschiede bei der Herangehensweise an das Schreiben eines Fantasy- und eines Liebesromans? Legen Sie andere Schwerpunkte, etwa in der Ausarbeitung der Charaktere, verändern Sie Ihren Stil, und bedarf ein Roman in der »realen Welt« weniger Fantasie, dafür jedoch mehr Recherche? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie »Barfuß durch Scherben«?

Das Schreiben von Fantasyromanen hat für mich eine ganz eigene Faszination. Ich finde es toll, komplett neue Welten zu erschaffen und die Macht, die man dadurch bekommt. Wenn ich bestimme, dass es in meiner Welt zwei Monde gibt, dann ist das eben so und niemand kann dagegen etwas sagen. Es muss nur in sich schlüssig sein.
Ich finde schon, dass das ein großer Unterschied zu normalen Liebesromanen ist. Bei meinen Fantasyromanen bin ich in der Gestaltung völlig frei. Bei den reinen Liebesromanen habe ich mich hingegen sehr stark an meinem eigenen Leben und an realen Personen orientiert. Das macht sicher nicht jeder Autor so, aber mir kam es nur logisch vor. Wer mich kennt, wird also in den Liebesromanen sicher die eine oder andere Sache aus meinem Leben wiedererkennen.

– Für eine Autorin, die vornehmlich in Eigenregie veröffentlicht, sind Sie schon recht lange dabei. Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit ihrer ersten Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Ich würde mir wünschen, dass Verlage offener werden und sich mehr dazu bereiterklären neue Wege zu gehen. Sie sollten häufiger bereit sein, auf Ebookrechte zu verzichten und die Autoren mehr in Covergestaltung und Klappentexte mit einbeziehen. Da ich schon so lange Selfpublishing mache, würde es mir inzwischen schwerfallen, die Kontrolle über ein Buch abzugeben.
Ich wünsche mir von meinen Lesern, dass sie auch weiterhin mutig sind und Bücher von Selfpublisher lesen, denn auf diesem Wege landet wirklich das meiste Geld bei den Autoren. Es gibt so viele Schätze in der Branche und das zu einem günstigen Preis. Ich selber lese inzwischen nur noch selten Verlagsbücher.

– Was können wir von der Autorin Hannah Siebern in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Nach dem Buch ist vor dem Buch. :) Noch im Dezember erscheint wieder ein Diamond Guys Roman von mir unter dem Pseudonym Jade McQueen. Danach mache ich eine Weihnachtspause. Im Januar möchte ich dann am nächsten Barfuß-Band weiterschreiben.
Ich werde auch immer wieder gefragt, ob es mit meiner Fantasyreihe Nubila noch weitergehen wird, aber da möchte ich zur Zeit nichts versprechen. Die Reihe ist in sich abgeschlossen und manchmal ist es besser, wenn man den Rest einfach der Fantasie der Leser überlässt. :)

Das Team von Leserkanone.de dankt Hannah Siebern für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Hannah Siebern
Hannah Siebern bei Facebook
»Barfuß durch Scherben« bei Leserkanone.de
»Barfuß durch Scherben« bei Amazon
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