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Nathan Jaeger 48 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Nathan Jaeger
Twitter: @nathanjaeger
Facebook: Autor.NathanJaeger
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Nathan Jaeger vom 09.03.2018
  Leserkanone.de-Interview mit Gerry Stratmann und Nathan Jaeger vom 14.03.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 09.03.2018
In seinem Roman »Eiszeit« erzählt Nathan Jaeger von einer besonderen Liebesgeschichte. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über dessen Protagonisten und über das Buchthema Transsexualität.

– Herr Jaeger, vor Kurzem erschien Ihr Roman »Eiszeit«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Bei »Eiszeit« handelt es sich um einen relativ klassischen Liebesroman, der die Geschichte von Steven Waldberg aus dessen Sicht erzählt. Erst das teilweise nicht nachvollziehbare Verhalten der neuen Männer in seinem Leben gibt dem Roman eine andere Dimension, die über die eines reinen Liebesromans hinausgeht.

Da ich den ‚Aha-Moment‘ nicht vorweg nehmen möchte, gehe ich nicht weiter ins Detail.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer Chris P. Rolls oder Adora Belle mag, wird auch meine Geschichten mögen, würde ich vermuten. Es gibt jedoch viele weitere AutorInnen, die ich nennen müsste, deshalb sollte ich vielleicht sagen, dass die meisten meiner LeserInnen sich grundsätzlich quer durch das gesamte ‚schwule‘ Leseangebot lesen.

Ich persönlich lese lieber Fantasy und habe tatsächlich keine echten Lieblingsromane aus dem Genre, in dem ich schreibe. Dazu lese ich auch zu wenig davon.

Mein Augenmerk liegt eher bei älteren Werken des Ehepaars Hohlbein, speziell bei den ‚Fantastischen Geschichten‘. Als Vorbild für meine eigenen Arbeiten sehe ich sie jedoch nicht.

– »Eiszeit« ist als erster Band eines Zweiteilers angelegt. Ist es nicht riskant, gleich zwei Bücher einzuplanen, wenn man zu Beginn noch nicht abschätzen kann, wie der erste Teil bei den Lesern ankommt? Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buches, dank denen Sie sich Ihrer Sache von Anfang an sicher waren?

Ursprünglich, das muss ich bekennen, war »Eiszeit« nicht als Zweiteiler gedacht. Jedoch ergab sich während des Schreibens für mich die Weggabelung, an der ich darüber nachdenken musste, Pierre eine eigene Stimme zu geben. Sein Thema und seine Gedankenwelt sind zu wichtig, als dass sie nur in der durch Stevens Beobachtung gefilterten Art beschrieben werden sollten.

Zudem habe ich eher befürchtet, dass »Eiszeit« selbst bei meinen Stammlesern nicht so gut ankommen würde, was sich glücklicherweise als Trugschluss erwiesen hat.

Das größte Alleinstellungsmerkmal ist mit Sicherheit das Thema Transsexualität in Verbindung mit Homosexualität, das im Genre bislang kaum verarbeitet wurde.

Sicher war ich mir also keineswegs, aber ich neige dazu, die Geschichten, die aus meiner Sicht erzählt werden müssen, einfach ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen und Resonanz zu schreiben und veröffentlichen.

– Was macht Steven und Pierre zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Gute Frage, ich hoffe, dass sie beide einfach sehr ‚echt‘ und damit sowohl sympathisch als auch identifizierbar herüberkommen.

Steven ist ein hartnäckiger, strebsamer junger Mann mit festen Zielen im Leben, die noch vor ihm liegen.

Pierre dagegen hat das, was für ihn im Leben wirklich essentiell war, bereits erreicht, und lebt nun seinen ganz privaten Traum. Trotzdem liegt gerade bei ihm noch eine Menge Entwicklungspotential, das sich aus seiner teilweise wirklich verqueren Gedankenwelt ergibt.

– Wie schafft man es, einerseits ein sensibles Thema wie Transsexualität und die damit verbundenen psychologischen Aspekte, andererseits die Frische und Lockerheit, die sich die meisten Leserinnen und Leser von Liebesromanen erhoffen, unter einen Hut zu bekommen?

Meine Charaktere leben, jeder für sich, gemeinsam, in meiner Tastatur und meinen Gedanken. Was sie an Lockerheit oder Ernst vermitteln, liegt in ihrer Natur, die nicht vorab durch Charakterfragebögen oder eine Biografie eingeschränkt werden.

Bisher hat deshalb die Gratwanderung zwischen den ernsten, psychologischen Themen und der Liebesgeschichte ganz gut funktioniert.

Es ist oft so, dass man auch im wahren Leben Lachen und Weinen nah beieinander antrifft. Ich hoffe, das auch weiterhin instinktiv in den Geschichten umsetzen zu können.

– Sie haben »Eiszeit« und die meisten aktuellen Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit »klassische« Verlage überhaupt noch für nötig?

Diese Frage lässt mich lachen, aber nicht, weil ich sie für unsinnig halte, sondern weil es eine ganz klare Antwort darauf gibt, die den meisten Verlagen nicht gefallen dürfte.

Durch den Selbstverlag kann ich vom Schreiben leben, was für mich in meinem doch recht eingeschränkten Genre bei einem Verlag nicht möglich wäre.

Allein der finanzielle Aspekt steht also schon gegen eine Verlagsveröffentlichung. Zudem habe ich durch den Selbstverlag alle Freiheiten, was Cover und Gestaltung angeht.

– Was können wir von dem Autor Nathan Jaeger in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Momentan sind einige Werke in der Warteschleife. Zu den nächsten, die erscheinen werden, zählen ein BDSM-Roman und der zweite Teil von »Eiszeit«, der »Eisbrecher« heißen wird, und aus Sicht von Pierre geschrieben ist.

Das Team von Leserkanone.de dankt Nathan Jaeger für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Nathan Jaeger
Nathan Jaeger bei Twitter
Nathan Jaeger bei Facebook
»Eiszeit« bei Leserkanone.de
»Eiszeit« bei Amazon
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