Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.408 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Rudi Sieber«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
NEUESTES BUCH
 
Inca Vogt 133 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Inca Vogt
Twitter: @incavogt
Facebook: Incas.Thrillerwerkstatt
Instagram: incasworld
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln

Mit ihrem Thriller »Todestrigger« hat Inca Vogt im Frühjahr 2022 bereits das sechzehnte Buch in Eigenregie veröffentlicht. Am 31. Mai 2022 stellte sie sich unseren Fragen zu ihrem Autorenleben:

Frau Vogt, seit wann sind Sie als Autorin tätig? Was führte zu jener Zeit dazu, dass Sie mit dem Schreiben begonnen haben?

Als Indie-Autorin bin ich seit 2014 tätig, davor habe ich allerdings schon etliche Auftragsbücher geschrieben; Teils unterhaltsame Ratgeber, teils Fachbücher für meine Kunden, für die ich auch als Werbetexterin oder Pressesprecherin tätig war.
Ich war Grafikerin, bevor ich jahrelang als Werbetexterin in großen Agenturen und später für diverse Kunden frei gearbeitet habe. Schon damals schrieb ich unter anderem Hörspiele für Kinder. Geschrieben habe ich eigentlich schon immer. Statt artig Gedichte nachzuplappern, habe ich schon im Kindergarten daraus meine eigenen Geschichten zusammenfantasiert. Es gab also nie den Punkt »jetzt werde ich Autorin«.

Welches Genre oder welche Genres würden Sie als Ihre literarische Heimat bezeichnen? Fans welcher Autoren könnte es gefallen, in Ihre Geschichten hineinzuschauen?

Ganz klar: Psychothriller.
Da ich mich ungern mit fremden Federn schmücke, möchte ich diese auch nicht benennen, um mich zu vergleichen. Ich versuch meinen eigenen Weg zu gehen, schreibe Bücher, die oft von Schlagzeilen und von der Gesellschaft vertuschten Themen inspiriert sind. Das begann schon mit meinem ersten selbst veröffentlichten Buch: »Gebrannte Kinder«. Damals traute sich kaum ein Autor über das auch von Verlagen geächtete Thema Kindesmissbrauch im großen Stil zu schreiben.
Meines Erachtens ein Thema, das man auch nur anrühren sollte, wenn man die Grenze zwischen Anprangern, Dramatisieren und Zurschaustellen sensibel auslotet.

Was macht ein Buch Ihrer Meinung nach zu einem guten Buch, was zeichnet gute Protagonisten aus?

Ein Buch muss berühren, muss mitreißen, egal welches Genre.
Gute Protagonisten lassen mitfühlen. Überhaupt geht es immer um Gefühle. Sie sind der Motor, der auch Spannungslektüre antreibt. Natürlich müssen die Helden ihrer Rolle gemäß agieren, authentisch sein und differenziert dargestellt werden. Ausgehend von Konflikten, Verletzungen, Sehnsüchten, Zielen ..., die sich im Verlauf der Geschichte ändern können, wenn die Figur sich weiterentwickelt. Im Guten, wie im Bösen.

Wie sieht ein Tag im Autorenleben der Inca Vogt aus? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie sich dazu spezielle Rituale angewöhnt?

Sowie die Kater von ihren Exkursionen zurück sind, hoffentlich ohne allzu viel Wildfang, ziehe ich mich zurück, sprich: Telefon und andere Störungen werden möglichst abgestellt.
Ich versuche täglich ein bestimmtes Quantum zu schreiben. Mal sind es nur drei Seiten, mal 0, wenn ich lösche und überarbeite, mal zehn bis zwanzig, wenn es auf das Ende zugeht.

Wodurch entwickeln sich die Ideen für Ihre Geschichten? Wer oder was sind Ihre Inspirationen?

Es gibt einen Riesenpott voller Ideen und Plots, die sich meist während der Schreibzeiten ansammeln. Ich notiere die Ideenblitze, packe sie in den Sammelordner und vergesse sie. Daraus bediene ich mich, gleich nachdem das nächste Buch draußen ist.
Hinsetzen und Plotten aus dem Nichts funktioniert bei mir nicht. Die Ideen kommen, die Geschichten, die sich daraus ergeben, sind oft andere als geplant.

Entstehen Ihre Geschichten im Voraus »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum halten Sie Ihre Vorgehensweise für die Richtige?

Ich bin kein guter Planer, sondern habe am Anfang oft nur eine Prämisse, einen Konflikt, eine grobe Grundidee und Thematik. Mögliche Auflösungen notiere ich. Meist mehrere, die sich im Lauf der Schreibreise ändern können.
Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur unterschiedliche Menschentypen. Die einen planen, andere folgen ihrer Intuition. Dazwischen gibt es ganz viele Mischtypen, zu denen ich mich auch zähle, mit einer Tendenz zum Bauchmenschen, der seinen Figuren viel Freilauf lässt. Das ergibt sich. Und ja, es überrascht mich manchmal selbst.

Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie es vor Ihrer ersten Veröffentlichung vermutet haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt im Allgemeinen und von Ihren Lesern im Speziellen?

Klares Nein! Ich hatte die falsche Vorstellung, dass sich das Bücherschreiben lockerer und lässiger gestalten würde als meine Auftragsschreiberei. Exakt das Gegenteil ist der Fall. Ich arbeite intensiver, weit mehr, für weit weniger Lohn.
Kaum ein Leser ahnt, wie viel Arbeit und auch Disziplin es braucht, um ein Buch fertigzustellen. Kein Vergleich zu fest umrissenen Text-Auftragsarbeiten, die mit der Rechnungstellung abgeschlossen und auch vergessen waren. Die eigenen Bücher brauchen auch nach dem Loslassen noch Hege und Pflege ...

Meine Leser sind natürlich die besten der Welt 😊 Was ich von ihnen erwarte?
Dass sie auch mein nächstes Buch begeistert? Nein, falsch, das hoffe ich mit Bangen im Herzen, bei jeder neuen Veröffentlichung.
Der deutsche Buchmarkt ist mir sogar als studierte Marketingfrau noch immer ein Rätsel. Leider zählt nur der stärkste Werbe- und Vertriebsdruck, für immer weniger Autoren in der Verlagswelt. Dass gilt längst auch für uns unabhängige Autoren.
Viel zu viele gute Bücher, die diesen Schub nicht bekommen, gelangen kaum in die Sichtbarkeit. Als ich anfing war es noch möglich mit kleinem Budget auch so viel zu verdienen, dass man einigermaßen sorglos ans nächste Buch gehen konnte.
Inzwischen braucht es mindestens drei bis vier, noch besser sechs Bücher pro Jahr, um nicht vergessen zu werden. Das ist mörderisch! Nicht nur, wenn man Thriller schreibt. Aber in dem Genre besonders.

Das Team von Leserkanone.de dankt Inca Vogt für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
Blognoten:
1
11 (85%)
2
2 (15%)
3
0 (0%)
4
0 (0%)
5
0 (0%)
6
0 (0%)
Blognote der Bücher der Autorin: Schulnote 1,12 / 97,69% (13 Rez.)
Usernoten:
1
88 (51%)
2
37 (22%)
3
36 (21%)
4
4 (2%)
5
4 (2%)
6
3 (2%)
Usernote der Bücher der Autorin: Schulnote 1,88 / 82,33% (172 Noten)
Hinweis: Was hat es mit den unterschiedlichen Bewertungssystemen auf sich?
Bücher nach Bewertung Bücher chronologisch Bücher alphabetisch
Amato 3 - Verlorene Kinder
Genre: Thriller (Eigenverlag, 14. Dezember 2016)
100/100
[3 Blogger]
Sargnagel 1 - Mordserbe
Genre: Thriller und Kriminalroman (Eigenverlag, 15. Juni 2018)
100/100
[2 Blogger]
Amato Spin-off 1 - Todes-Ouvertüre
Genre: Thriller (Eigenverlag, 8. Oktober 2020)
100/100
[1 Blogger]
Amato Spin-off 2 - Böse Unschuld
Genre: Thriller (Eigenverlag, 18. Februar 2021)
100/100
[1 Blogger]
Todestrigger
Genre: Thriller (Eigenverlag, 4. Mai 2022)
100/100
[1 Blogger]
Victor Travis 1 - Nachruf auf meine Leiche
Genre: Thriller (Eigenverlag, 17. Juli 2021)
100/100
[1 Blogger]
Victor Travis 2 - Mit meinem Blut gemalt
Genre: Thriller (Eigenverlag, 5. Dezember 2021)
100/100
[1 Blogger]
Amato 2 - Götzenkinder
Genre: Thriller (Eigenverlag, 29. Februar 2016)
95/100
[2 Blogger]
Amato 1 - Gebrannte Kinder
Genre: Thriller (Eigenverlag, 18. Dezember 2014)
80/100
[1 Blogger]
Amato 4 - Nymphenjäger
Genre: Thriller (Eigenverlag, 19. November 2017)
Amato 5 - Killerstoff
Genre: Thriller (Eigenverlag, 13. Februar 2019)
Amato 6 - Cronens Brut
Genre: Thriller (Eigenverlag, 6. Juni 2019)
Die Treuetesterin - Tot bist du
Genre: Kriminalroman (Eigenverlag, 6. September 2019)
Ladylike - iPhone 4S
Genre: Ratgeber (Data Becker, Januar 2012)
Sargnagel 2 - Pleitegeier
Genre: Satire (Eigenverlag, 14. Oktober 2018)
Switch - So gut wie böse
Genre: Thriller (Eigenverlag und Books on Demand, 23. Juni 2020)
Todeszirkel
Genre: Thriller (Eigenverlag, 5. Februar 2020)
Falls ein Buch der Autorin in der hier aufgeführten Liste fehlen sollte, dann könnt ihr uns dies nach einem Klick hier mitteilen.
 
Ein Interview von: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz