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Sebastian Garthoff

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Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Sebastian Garthoff
Instagram: sebastiangarthoff
Interview: Leserkanonen-Interview mit Sebastian Garthoff vom 15.11.2022
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 15.11.2022
Mit dem Roman »Tote wird man nicht los« hat Sebastian Garthoff den Schritt in die schreibende Zunft gewagt. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über Untote in der deutschen Einöde und über das Autorenleben.

– Herr Garthoff, in diesem Jahr erschien Ihr Debütroman »Tote wird man nicht los«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

In »Tote wird man nicht los« kommt eine Frau in einem Waldstück zu sich. Stutzig macht sie vor allem eines: Sie ist tot. Fortan versucht sie herauszufinden, was es mit ihrem Ableben auf sich hat – und stürzt dadurch eine Kleinstadt ins Chaos.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich denke, die Kollegin Zoey Aldrich ist in der gleichen Richtung unterwegs, wenngleich ihre Zombieromane um einiges umfangreicher sind als mein »Tote wird man nicht los«. Aber wer Gefallen an Zoeys Geschichten gefunden hat, wird auch womöglich bei mir auf seine Kosten kommen. Ich selbst bevorzuge die knappe Form, lese auch privat am liebsten Bücher unter 200 Seiten, etwa Novellen. Mehr als bestimmte Autoren inspirieren mich einzelne Werke. In diesem Jahr waren das vor allem »Bär« von Marian Engel sowie »Angsttier« von Lola Randl.

– Täglich erscheinen viele neue Romane, in denen Untote umherziehen, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

In meinem Buch geht es nur vordergründig um Zombies. Es geht vielmehr um die Frage, wohin und wem wir uns zugehörig fühlen. Und nicht zuletzt geht es auch um Wut: Wut auf ein Leben, das vielleicht nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, wenngleich auf eine schräge, ziemlich schwarze Weise.

– Was macht Bürgermeistergattin Annabell Ballas - abgesehen davon, dass sie tot ist - zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr persönlich?

Ich mag starke Frauenfiguren. Und eine solche ist Annabell auf jeden Fall. Dabei ist sie nicht unbedingt sympathisch. Schon als Lebende hatte sie ihre Ecken und Kanten, dennoch kann man mit ihr mitfühlen und Sympathie für sie empfinden.

– Die deutsche Einöde wurde bislang eher selten von Untoten bevölkert. Was macht die deutsche Provinz Ihrer Meinung nach zum ultimativen Schauplatz für einen Zombieroman?

In der Provinz besteht meiner Meinung noch viel mehr als in Städten die Gefahr, im Alltagstrott gefangen zu sein und im tristen Alltag nach und nach selbst zum Zombie zu werden, ein Etwas, das nur noch seine elementarsten Bedürfnisse befriedigt. Und wie spannend eine Zombie-Apokalypse im ländlichen Raum sein kann, hat ja auch schon Olivia Vieweg in »Endzeit« bewiesen.

– »Tote wird man nicht los« ist Ihr Erstlingswerk. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Tatsächlich findet das »Autorenleben« gar nicht statt, wenn man nicht selbst die Initiative ergreift. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass niemand einen kennt und niemand auf einen wartet. Also muss man sich um Sichtbarkeit bemühen, online, aber auch vor Ort, in Buchhandlungen vorstellig werden, Lesungen organisieren. Natürlich muss man dafür auch seine eigene Hemmschwelle erst einmal überwinden, aber meine bisherigen Erfahrungen waren ausnahmslos positiv. Bei der Buchhandlung Wayne&Isley in Berlin beispielsweise darf ich mich für zwei Monate auf der Galerie präsentieren, d.h. drei Regale direkt am Eingang nur für mich. Gerade solche Buchhandlungen zeigen, was der deutsche Buchmarkt außerhalb des Mainstreams noch zu bieten hat. Davon bräuchte es mehr.

– Was können wir von dem Autor Sebastian Garthoff in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Wer einen Eindruck von »Tote wird man nicht los« erhalten möchte, kann jederzeit einmal auf dem Podcast meinelesung.de vorbeischauen. In der Halloween-Folge vom 31.10.2022 lese ich aus meinem Buch vor und erzähle ein wenig über die Hintergründe. Eine weitere Online-Lesung plane ich für Ende November auf Instagram. Darüber informiere ich zeitnah auf meinem Account sebastiangarthoff. An fertigen Manuskripten existiert derzeit ein Budapest-Thriller, eine dystopische Berlin-Novelle sowie ein humorvolles Buch unter dem Titel »Die Kita-Protokolle«. Derzeit arbeite ich daran, eines dieser Buchprojekte für 2023 bei einem Verlag zu platzieren. Aktuelle Infos gibt es sowohl auf meinem Instagram-Kanal als auch auf meiner Seite www.sebastiangarthoff.de.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sebastian Garthoff für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sebastian Garthoff
Sebastian Garthoff bei Instagram
»Tote wird man nicht los« bei Leserkanone.de
»Tote wird man nicht los« bei Amazon
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