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Susanne Ziegert

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Herkunft: Deutschland
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Instagram: suzannepapillon
Interview: Leserkanonen-Interview mit Susanne Ziegert vom 17.03.2023

Zum Frühlingsanfang 2023 stellte sich Susanne Ziegert unseren Fragen zu ihrem Autorenleben:

– Frau Ziegert, wie lange sind Sie bereits Teil der schreibenden Zunft? Was führte dazu, dass Sie mit dem Schreiben angefangen haben?

Ich habe schon als Schulkind, sobald ich die Buchstaben konnte, in kleine Hefte gekrakelt. Anfangs waren es Gedichte, Briefe aus der DDR an die Verwandten und Bekannten in aller Welt und Tagebuch. Mit 13 schrieb ich mit Füller den ersten Roman ‚Abenteuer in Paris‘, der streng unter Verschluss gehalten wird. Ich habe mehrere Anläufe genommen, um endlich aus einer der vielen Ideen einen Roman werden zu lassen. Der Weg zur Veröffentlichung war hart und steinig, obwohl ich ganz viele Ideen hatte und Anfänge gemacht habe. Umso größer war die Freude, als 2018 mein erster Kriminalroman ‚Störtebekers Erben‘ im Gmeiner Verlag erschien.

– Welches Genre oder welche Genres würden Sie als Ihre literarische Heimat bezeichnen? Fans welcher Autoren könnte es gefallen, in Ihre Werke hineinzuschnuppern?

Bisher habe ich Kriminalromane und Kriminalkurzgeschichten veröffentlicht. Ich denke, die Fans von Klaus-Peter Wolf, Henning Mankell oder Camilla Läckberg werden meine Kriminalromane mögen. Ich schreibe auch in anderen Genres, im kommenden Jahr erscheint ein Roman über eine junge Frau, die einen Pferdehof an der Nordsee erbt, in meinem Verlag. Mein Traum ist es, eine Kinderbuchreihe für zu schreiben, in der meine Pferde und Esel mitspielen.

– Wodurch wird ein Buch in Ihren Augen zu einem guten Buch, was zeichnet gute Protagonisten aus?

Wie im wahren Leben, finde ich die Grautöne wichtig. Kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel, das rein Böse existiert ebenso wenig. Ich mag vielschichtige Charaktere, gerne dürfen sie geheimnisvoll oder kauzig sein. Ich möchte nicht unbedingt einen weiteren alkoholabhängigen depressiven Ermittler lesend kennen lernen, diesen Charakter hat Henning Mankell überzeugend und erschöpfend besetzt. Die Story sollte originell sein und die Spannung bis zum Ende halten, ich mag Überraschungen ganz am Ende. Bei Kriminalromanen ist Recherche wichtig und dass alle losen Fäden der Handlung am Ende verknotet wurden.

– Wie können wir uns einen Tag im Autorenleben der Susanne Ziegert vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie dabei spezielle Rituale?

Morgens vor dem ersten Hahn schreit Kater Grisgris. Unser Tag beginnt mit der ‚Raubtierfütterung‘ der Pferde und Esel, danach ruft der Schreibtisch. Neben meinen Büchern schreibe ich nach wie vor auch journalistische Texte. Da wir seit drei Jahren auf einem Resthof leben, verbringe ich meine kreativen Pausen beim Spaziergang mit den Eseln und Pferden oder auf dem Sattel, gerne gehen wir dann an die Nordsee und schauen auf das Meer. Ich schwimme auch leidenschaftlich gerne. Eine Art Schreibritual ist für mich die Teilnahme an National Novel Writing Month im November. Amerikanische Schreibenthusiasten versammeln virtuell Autoren weltweit zu einem Tastaturmarathon. Wir liefern uns ‚Wordbattles‘, das setzt den kreativen Fluss in Gang. Das Ziel ist es, in 30 Tagen 50 000 Wörter zu schreiben. Damit steht der erste Entwurf für einen Roman. Ich liebe den Nano und nehme fast immer teil. Der Tag endet wieder mit der Raubtierfütterung – und dem schnurrenden Kater.

– Woher stammen die Ideen für Ihre Geschichten? Was inspiriert Sie, wer inspiriert Sie?

Ein aufgeschnapptes Gespräch in der Berliner U-Bahn oder im Café, eine Notiz in der Zeitung oder Geschichten aus meiner Nachbarschaft. Besonders oft überfallen mich Ideen im Schwimmbad, wenn ich meine Bahnen ziehe. Manche schreibe ich noch fix in der Umkleidekabine in die Liste auf dem Handy. Aus manchen wird später ein Buch, andere enden vielleicht als Randnotiz in einem Roman.

– Entstehen Ihre Geschichten vorab »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum ist Ihr Weg in Ihren Augen der Richtige?

Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Jede Autorin, jeder Autor muss seinen Weg finden. Mein erstes Buch habe ich wild drauflos geschrieben, bis zum Ende. Das zweite war mithilfe von Schreibratgebern durchkonstruiert. Diese Disziplin fällt mir aber schwer, ich brauche die Freiheit. Seit meinem dritten Kriminalroman ‚Tod vor Helgoland‘ entwickle ich einen groben roten Faden, an den ich mich weitgehend halte. Er lässt Raum für wilde Wendungen und lässt die Figuren mal ausbüxen, bis sie am Ende wieder eingefangen werden. Ich überarbeite die Entwürfe mehrere Male, bis ich das Manuskript abgebe.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie es vor Ihrer ersten Veröffentlichung vermutet haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt im Allgemeinen und von Ihren Lesern im Speziellen?

Es ist ein unvergleichlich schöner Moment, zum ersten Mal das neue Buchbaby in den Händen zu halten. Das ist genauso schön, wie ich es immer erwartet habe. Der Weg bis dahin ist hart, Bücherschreiben ist nichts für Feiglinge. Es ist einfach unglaublich viel Arbeit. Auch das Bekanntmachen der eigenen Publikation über Soziale Medien verlangt uns Schreibern einiges ab, es gibt einfach so viele Neuerscheinungen! Sehr schön am Autorenleben finde ich das Miteinander mit Kolleginnen und Kollegen. Der Austausch ist mir wichtig und das Lernen von erfahrenen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Den Lesern bin ich sehr dankbar für meinen Erfolg. Ich freue mich über Rezensionen auf allen Kanälen. Das ist sehr hilfreich, um in der Fülle sichtbar zu bleiben.

Das Team von Leserkanone.de dankt Susanne Ziegert für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
Bücher nach Bewertung Bücher chronologisch Bücher alphabetisch
Friederike von Menkendorf 3 - Tod vor Helgoland
Genre: Kriminalroman (Gmeiner, 9. März 2022)
Friederike von Menkendorf 4 - Küstendorf
Genre: Kriminalroman (Gmeiner, 8. März 2023)
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies