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Martin Meyer

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Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Martin Meyer
Facebook: MeyerAutorMartin
Instagram: martin_autor_meyer

Nachdem er seit zwei Jahren die Fans unterschiedlicher Genres mit seinen Büchern zu begeistern wusste, stellte sich Martin Meyer am 3. November 2022 unseren Fragen zu seinem Autorenleben:

– Herr Meyer, wie lange sind Sie inzwischen Teil der schreibenden Zunft? Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich hatte schon immer Freude an der Sprache, zähle aber nicht zu den Autoren, die schon in der Schulzeit Kladden mit ersten Geschichten, Gedichten oder gar ganzen Romanen füllen. Zum literarischen Schreiben kam ich erst nach meinem gesundheitsbedingten Ausscheiden aus dem Justizdienst (ich war früher Staatsanwalt bzw. Strafrichter in Bamberg). Vorher schrieb ich im Dienst sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Lehrstuhls nur juristische Fachtexte. Das Schreiben ist heute mehr als Zeitvertreib, es ist mein Beruf, zugleich meine eigentliche Berufung.

– Welches Genre oder welche Genres würden Sie als Ihre literarische Heimat bezeichnen? Den Fans welcher Autoren würden Sie empfehlen, schnellstmöglich einen Blick auf Ihre Werke werfen?

Meine Interessen sind zu vielseitig, um nur ein Genre zu pflegen. Mein Romandebüt war ein Psychogramm von Karl Valentin, dem Münchner Komiker und Sprachakrobaten. Dann folgte ein Krimi, der in der Gegenwart spielt. Sehr am Herzen liegt mir die jüngere deutsche Geschichte seit 1871, die Kunst- und Kulturgeschichte inbegriffen. Ich spüre in meinen Texten den Brüchen und Wunden im Menschen nach, bin jedoch der Ansicht, dass der Humor nicht zu kurz kommen sollte. Humor lockert den Blick und schärft die Sinne. Autorenvorbilder dafür gibt es, doch liegt es mir fern, mich mit einzelnen von ihnen zu vergleichen. Wer sich also auf beides einlassen kann, auf den nötigen Ernst, doch mehr als nur eine Prise Humor, der greife zu meinen Büchern.

– Was macht ein Buch Ihrer Ansicht nach zu einem guten Buch, was macht Figuren zu gelungenen Figuren?

Ich bin nicht der Leser, der »einfach bloß« (ist schon schwer genug, eine zu schreiben) eine spannende Geschichte lesen und so im Lesesessel den Alltag eine Weile hinter sich lassen will. Bücher, die nur die Frage »Wie geht die Geschichte aus?« aufwerfen, befriedigen mich nicht. Mir sind die Subtexte wichtiger, auch die Themen, letztlich die Geschichte hinter der Geschichte. Figuren sollten derart vielschichtig sein, dass sich jeder Leser in zumindest einem Punkt in ihnen wiedererkennt. Dann fesselt mich ein Buch.

– Wie sieht ein Tag im Autorenleben des Martin Meyer aus? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie dabei spezielle Rituale?

Es gibt nicht den typischen Schreibtag. Wegen einer schweren Erkrankung meiner Frau muss ich neben der Arbeit am Schreibtisch noch einiges schultern. Meistens schreibe ich am Nachmittag, zuweilen auch am Vormittag, aber kaum den ganzen Tag und auch nicht nachts. Ich schreibe auch nicht so besonders schnell, weil Schreiben und Überarbeiten für mich nicht zu trennen sind. Vier bis sechs Seiten am Tag sind schon viel. Schreibrituale pflege ich gar nicht, allenfalls zu gegebener Zeit eine Tasse Kaffee.

– Woraus entwickeln sich die Ideen für Ihre Geschichten? Wer oder was sind Ihre Inspirationen?

Entweder steht mir zunächst das Thema des neuen Projekts vor Augen oder der Schauplatz. Von Figuren weiß ich sehr oft als erstes die Namen. Inspiration zu neuen Projekten finde ich eher in Büchern und auf Reisen, weniger bei langen Spaziergängen. Nicht zuletzt schreibt ein Autor auch über sich selbst.

– Entstehen Ihre Geschichten im Voraus »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie den Worten ihren Lauf? Warum halten Sie Ihre Vorgehensweise für die Richtige?

Ich bin der strukturierte Typ. Zu Beginn eines neuen Romanprojekts schreibe ich ein Exposé, um mir Thema, Stoff, Figuren und Konflikte zu erschließen. Dieses Arbeits-Exposé wird stetig entwickelt und aktualisiert. Ist das Ganze tragfähig, beginne ich mit der Niederschrift. Natürlich kann es dennoch passieren, dass ich vom Kompass abweichen muss, etwa bei Figuren, die bockig sind und woanders hinwollen. Meist sind aber diese Volten nicht so dramatisch, dass ich nochmals von vorne plotten müsste. Oft war es in meinen Vorüberlegungen schon angelegt.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie es vor Ihrer ersten Veröffentlichung vermutet haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Lesern im Speziellen?

Schwierige Frage. Schreiben und Veröffentlichen ist harte Arbeit, erfordert einen langen Atem und viel Geduld; das war mir von Anfang an klar. Es ist sehr schwierig, sich Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Vom »Betrieb« (und den Lesern) wünsche ich mir deshalb die Bereitschaft, auch den Introvertierten und Stillen eine Chance zu geben, statt sich lediglich von Größen, Quoten und Rampensäuen bestimmen zu lassen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Martin Meyer für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
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Genre: Kriminalroman (Gmeiner, 13. April 2022)
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies