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Dima Lubimov

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Herkunft: Kasachstan
Interview: Leserkanonen-Interview mit Dima Lubimov vom 23.05.2022

Anfang 2022 feierte Dima Lubimov mit »Liebe mit gesenktem Blick« sein Autorendebüt. Wir sprachen mit ihm am 23. Mai 2022 über sein Autorenleben:

Herr Lubimov, wie lange sind Sie bereits in der Buchwelt aktiv? Wie kam es dazu, dass Sie mit dem Schreiben angefangen haben?

Mein erster Roman wurde im März 2022 veröffentlicht. Geschrieben habe ich aber schon als Jugendlicher. Damals in meiner Muttersprache Russisch, seit 2008 ausschließlich in Deutsch. Von meinen ersten Schreibversuchen ist nichts erhalten geblieben, außer zwei Kurzgeschichten, die seit 2007 im Internet hängen. Wie ich zum Schreiben kam? Als Jugendlicher war ich sehr introvertiert. Für mich gab es nur einen Weg, wie ich all meine Gedanken und Gefühle loswerden konnte. Ich brachte sie aufs Papier. Das tue ich auch heute noch, allerdings viel intensiver, tiefer und offener.

In welchem Genre oder welchen Genres haben Sie Ihr schriftstellerisches Zuhause gefunden? Wie kam es dazu?

Eigentlich möchte ich mich nicht an ein bestimmtes Genre binden. In den letzten Jahren habe ich mehrere Sachen ausprobiert, unter anderem habe ich versucht, einen historischen Roman zu schreiben, der allerdings bis heute unvollendet auf seine Zeit wartet. Was ich im Moment am liebsten schreibe, sind Liebesromane. Meine erste Veröffentlichung bei einem Verlag ist ein Roman mit einem queeren Protagonisten, wobei viel wichtiger für mich persönlich ist, was meine Figuren fühlen und wie ihre Gefühle zum Ausdruck kommen und nicht das, in welche Schublade sie geschoben werden können. Das bereitet mir gerade am meisten Spaß. Als Leser möchte ich berührt werden und das gleiche versuche ich als Autor.

Wodurch wird ein Buch Ihrer Meinung nach zu einem guten Buch, was zeichnet gute Protagonisten aus?

Sobald ich das Gefühl bekomme, in den Kopf des Protagonisten reinschauen zu können, sobald ich seine Gedankenwelt erleben kann und seine Emotionen spüre - in diesem Moment entsteht für mich die Magie, die mich für ein Buch begeistert. Es muss auf der Handlungsebene nicht unbedingt viel passieren, umso mehr aber auf der Gefühlsebene. Geschichten, bei denen ich Luft anhalten, zittern oder vor Aufregung schwitzen muss, schätze ich am meisten und sie bleiben für immer bei mir zu Hause.

Wie können sich Ihre Leser einen Tag im Autorenleben des Dima Lubimov vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Nutzen Sie dabei spezielle Rituale?

Sich mein Autorenleben vorstellen? Das sollte man lieber nicht versuchen, es ist ziemlich langweilig! Ich schreibe neben meinem Hauptjob, der mir sehr viel Energie abverlangt. Ich kann leider keine Schreibroutine entwickeln und arbeite sporadisch an meinen Texten. Das ist keine gute Voraussetzung für die Produktivität. Meistens schreibe ich im Zug auf dem Weg zur Arbeit, kurz nach 6 Uhr frühs, wenn ich um diese Zeit überhaupt irgendwelche Ideen habe. Nach der Arbeit komme ich selten dazu. Dafür nutze ich meinen Urlaub, wenn ich endlich für längere Zeit in meine Geschichten abtauchen kann. Ich schreibe also recht langsam. Für meine Leser ist das natürlich nicht so schön, aber meine Geschichten haben dann etwas mehr Zeit zum Reifen. Als hauptberuflicher Autor könnte ich mir diesen Luxus sicherlich nicht leisten.

Wo nehmen Sie die Ideen für Ihre Geschichten her? Wer oder was inspiriert Sie?

Im Moment schöpfe ich die meisten Ideen aus meinem eigenen Leben oder aus meinem nächsten Umfeld. Ich komme ursprünglich aus Kasachstan. Für die meisten Deutschen ist das eine fremde Welt, über die ich etwas erzählen kann. Ich glaube, am besten kann ich das schreiben, was ich selbst gesehen, erlebt und gefühlt habe. Zu meinem historischen Roman, der im Mittelalter spielt, hat mich die Lebensgeschichte einer Gräfin aus meinem Wohnort bewegt. Man weiß nämlich kaum etwas über sie. Ich habe lange nachgedacht, wie ihr Leben gewesen sein könnte, hier, an diesem Ort. Irgendwann wollte ich ihr ein zweites Leben geben und so ist die Hauptfigur meines Romans geboren. Ansonsten finde ich viele Inspirationen auf meinen Wanderungen. Während man durch die Wälder streicht, hat man genug Zeit und Ruhe für Fantasie, die im Berufsalltag leider etwas zu kurz kommt.

Planen Sie Ihre Geschichten im Voraus »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie den Worten ihren Lauf? Warum halten Sie Ihren Weg für den Richtigen?

Meine früheren Geschichten habe ich tatsächlich immer spontan geschrieben, einfach los, sobald die erste Idee kam. Doch nach ein paar Dutzend Seiten wusste ich meistens nicht, wie es weitergehen soll. So habe ich einige im Ansatz interessante Geschichten gegen die Wand gefahren. Irgendwann werde ich sie vielleicht wieder aufgreifen. Heute plane ich bis in die einzelnen Szenen. Doch einerseits gibt das mehr Sicherheit und Klarheit, in welche Richtung es gehen soll, andererseits hat diese Vorgehensweise auch einen komischen Nebeneffekt. Wenn ich eine Geschichte komplett durchgeplant habe, wenn die Szenen grob skizziert sind, verliere ich das Interesse an der Geschichte. Ich weiß ja nun, wie sie ausgeht und brenne nicht mehr so für diese Idee. Den richtigen Weg suche ich also noch.

Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vor Ihrer ersten Veröffentlichung vorgestellt haben?

Ich überlege mir gerade, ob ich mir früher das Autorenleben überhaupt vorgestellt habe. In der Tat habe ich nicht erwartet, dass es so emotional wird. Während ich nur für mich selbst schrieb, war es sehr entspannt. Heute ist es anders. Ich denke an die Erwartungen der Leser, erinnere mich an die Rezensionen zu meinem Buch oder zu den Büchern anderer Autoren, die ich gelesen habe. Das macht einen unheimlichen Druck. Ich möchte meine Leser nicht enttäuschen und setze mir selbst immer höhere Ziele, verlange selbst von meinen Texten immer mehr. Auch das ist der Grund, warum ich so langsam schreibe. Doch es gibt natürlich auch viele schöne Momente, die ebenfalls mit den Lesern verbunden sind. Ihre Worte können vernichtend klingen, aber auch sehr motivierend. Zum Glück hatte ich bis jetzt deutlich mehr von den letzten. Hoffentlich bleibt es auch dabei!

Das Team von Leserkanone.de dankt Dima Lubimov für die Zeit, die er sich genommen hat!
 
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Hinweis: Was hat es mit den unterschiedlichen Bewertungssystemen auf sich?
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Liebe mit gesenktem Blick
Genre: Romantische Literatur und Jugendliteratur (MAIN, 4. März 2022)
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Ein Interview von: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz