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Ulrike Parthen 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Ulrike Parthen
Facebook: ulrike.parthen.geschichten
Instagram: ulrikeparthen.autorin
Interview: Leserkanonen-Interview mit Ulrike Parthen vom 27.10.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 27.10.2021
Gemeinsam mit Hubert Krane veröffentlichte Ulrike Parthen ihr neues Buch »Angenehm verwirrt«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über das Schreiben als Gemeinschaftsprojekt und über ihre zukünftigen Projekte.

Frau Parthen, vor Kurzem erschien Ihr Kurzroman »Angenehm verwirrt«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Rosi kämpft mit sich, ihrer Angst und dem Leben allgemein. Eines Morgens sitzt unterwartet ein fremder Mann auf ihrem Sofa, der sie behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen in einen wichtigen Erkenntnisprozess leitet. Das Buch ist durchweg sehr heiter geschrieben und hat durch die mysteriöse Erscheinung des Fremden Fantasie-Anteile.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Heinz Körners Erzählung »Johannes« hat mich zum Schreiben dieses Kurzromans inspiriert. Es geht um Erkenntnisse im Leben, die ich mit Augenzwinkern und Humor wiedergebe. Das Buch ist daher für alle LeserInnen geeignet, die heiteren Lesestoff mit Tiefgang mögen - oder wie es eine Leserstimme formulierte: »Eine fantastische Erinnerung an das Leben. An das Glück, das wir selber schmieden. Und an die Stolpersteine, die wir finden oder uns sogar gerne selbst in den Weg legen.«

Was macht Ihre Protagonistin Rosi zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an John-Oliver persönlich?

Ich schätze an Rosi die Bereitschaft zur Reflektion und dass sie sich auf das »Abenteuer« mit John-Oliver einlässt - obwohl sie sonst vor fast allem im Leben Angst hat. Sie wird dabei deutlich von ihrer Intuition geleitet.

Wie kamen Sie auf die Idee, der Angst Ihrer Protagonistin eine Art eigener Persönlichkeit zu geben? Welche Möglichkeiten bietet einem ein solcher Kniff aus Autorensicht?

Das Buch enthält teilbiografische Elemente. Ich selbst kenne Ängste seit langer Zeit. Ich gehe inzwischen dergestalt damit um, dass ich mein hauseigenes Satireprogramm inszeniere. Teils spreche ich laut mit »Hilde«, verspotte sie oder schreie sie an. Dabei muss ich meist dermaßen lachen, dass sie allein dadurch verschwindet.

Als Autorin finde ich es außerdem sehr spannend, den inneren, oft diffusen Stimmen bzw. Gedanken oder Emotionen nahbare Züge zu verleihen. So wird es für die Leser greifbarer. Auch ist es ein gutes Stilmittel, mit Dialogen zu arbeiten, wenn wenig andere Romanfiguren vorhanden sind. Das macht die Inhalte sehr viel lebendiger.

Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk, das Sie zusammen mit Hubert Krane verfasst haben. Wie kam es dazu? Wie funktioniert es, zu zweit an einem Roman zu schreiben? Haben Sie vorher festgelegt, wer die einzelnen Segmente schreibt, oder wurde es während der Arbeit an »Angenehm verwirrt« kurzfristig entschieden? Oder schreibt nur einer von Ihnen, während der andere Input liefert? Wie haben Sie es geschafft, dass am Ende alles »wie aus einem Guss« wirkt und stilistisch zusammenpasst?

Hubert und ich haben uns netzwerkend kennen gelernt und sofort eine Verbindung gespürt. Seine Gabe ist für Außenstehende oft »spooky« und damit komplett unerklärlich. Mich interessieren solche Dinge brennend. Daher war es mir ein Bedürfnis, alles genauer zu ergründen. Wir verabredeten uns danach regelmäßig wöchentlich per Zoom. Dabei konnte ich hautnah in Huberts Welt eintauchen. Wir wussten zwar von Anfang an, dass wir ein gemeinsames Buchprojekt angehen wollen, waren uns jedoch lange Zeit nicht über das konkrete Konzept klar. Wir ließen den Dingen einfach ihren Lauf - die konkrete Idee dazu hatte ich dann nach einigen Wochen sehr spontan.

Bei diesem Buchprojekt habe nur ich geschrieben und Huberts Botschaften dabei subtil in die Handlungsstränge eingeflochten. Das handhabe ich auch grundsätzlich so, wenn ich als Ghostwriterin für andere UnternehmerInnen schreibe. Es funktioniert jedoch auch im Ping-Pong zu zweit oder sogar mit mehreren Autoren/Autorinnen. Voraussetzung dafür ist, dass eine gewisse Grundbegabung im romanhaften Schreiben der Mitautoren vorhanden ist, und das bringt nicht jede/r mit. Durch diverse kreative Techniken sowie intuitiv flexibles Agieren meinerseits lassen sich die unterschiedlichen Schreibstile am Ende sehr gut logisch zusammenfügen.

Sie haben Ihr Buch ohne einen Verlag via »Books on Demand« in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit klassische Verlage überhaupt noch für nötig?

Im Bereich Belletristik ist es schier unmöglich, ohne direkte Kontakte an einen Verlag zu kommen. So bleibt mir aktuell nur die Möglichkeit des Selfpublishing. Ich komme ursprünglich aus dem Marketing und habe ein gutes Netzwerk. So ist es für mich kein Problem, den Prozess der Buchgestaltung von Anfang bis Ende in Eigenregie zu lenken. Wobei das in meinem Fall stets »nebenbei« passieren muss. Mein Hauptbusiness ist die Tätigkeit als Ghostwriterin.

Ich veröffentliche zudem gern eigenwillige Konzepte. Das ist mit einem Verlag oft schwierig, da die Abläufe dort eher geradlinig ablaufen. Meine aktuell hohe Schlagzahl an Veröffentlichungen wären mit einem Verlag ebenso kaum umzusetzen. In den letzten acht Wochen sind vier eigene Romane bzw. Kurzromane an den Start gegangen.

Was können wir von der Autorin Ulrike Parthen in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Aktuell starte ich mit acht Laien-Romanautoren in ein spannendes Buchprojekt. Wir schreiben und veröffentlichen gemeinsam einen Roman in »Staffellauf«-Manier. Das heißt, eine/r beginnt, spinnt Handlungsstränge, fängt an die Charaktere der Romanfiguren zu formen usw. Der/die nächste übernimmt und schreibt intuitiv weiter, baut Wendungen ein usw. Ich leite dazu an, gebe Hilfestellung, Tipps und sorge dafür, dass die sehr unterschiedlichen Schreibstile am Ende logisch wie flüssig ineinander übergehen. Die Fertigstellung und Veröffentlichung sind für Frühjahr 2022 geplant.

Außerdem laufen derzeit für den Roman »Szenenwechsel - Das erste Frauenbuch (auch) für Männer« Gespräche für eine Verfilmung. Das Projekt startete gemeinsam mit der von mir sehr geschätzten Dr. Stephanie Robben-Beyer vor knapp einem Jahr als digitales Experiment. Wir veröffentlichen die Geschichte seit Februar 2021 kapitelweise als eine Art Digital-Soap über LinkedIn sowie einer dazu korrespondierenden Website.

Das Team von Leserkanone.de dankt Ulrike Parthen für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Ulrike Parthen
Ulrike Parthen bei Facebook
»Angenehm verwirrt« bei Leserkanone.de
»Angenehm verwirrt« bei Amazon
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