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Karin Neff 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Karin Neff
Instagram: kajaneff
Interview: Leserkanonen-Interview mit Karin Neff vom 26.07.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 26.07.2021
In »Der Junge im Wald«, dem aktuellen Thriller von Karin Neff, wird ein früherer Staatsanwalt vor große Probleme gestellt. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über das Thrillergenre, über das Publizieren in Eigenregie und über ihre zukünftigen Projekte.

Frau Neff, vor einiger Zeit erschien Ihr Thriller »Der Junge im Wald«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Der Ex-Staatsanwalt Leon Sebastiani plant einen friedvollen Neustart und wird stattdessen mit einer rätselhaften Mordserie konfrontiert, bei der nichts so ist, wie es scheint. Denn in dem Dorf, in dem er landet, gibt ein paar verstörende Geheimnisse, die lange niemanden interessiert haben. Aber dann flieht ein merkwürdiger Junge durch den nächtlichen Wald und löst etwas aus, das alles verändert. Böse Wahrheiten drängen als Licht und reißen Leon in einen gefährlichen Strudel aus alten Lügen und neuen Verbrechen. Er wird nicht nur als Anwalt und »Hobbydetektiv« gefordert, er muss auch herausfinden, was er vom Leben wirklich will.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wen ich mich mit anderen Autoren vergleichen müsste, dann bin ich eine Mischung aus Ruth Ware (spannend, aber nicht bluttriefend) und Charlotte Link (Länge und Figuren), mit einer Prise Sherlock Holmes (rätselhafte Vorgänge).

Heutzutage gehen viele Autoren und Verlage großzügig mit dem Begriff des »Thrillers« um und bezeichnen auch einfachste Krimis bereits als Thriller, da die Schublade vermutlich mehr Zugkraft beim Leser hat. Was macht Ihren Thriller zu einem »richtigen« Thriller?

Ich hätte auch sagen können, es ist ein Spannungsroman. Es wird emotional, manchmal sogar witzig und romantisch, aber das vorherrschende Element meiner Erzählung ist die unausgesetzte Bedrohung, die meine Figuren umgibt. Bis zum Schluss sind Leon, und die Menschen, die ihm wichtig werden, in Gefahr. Manchmal habe ich die romantischen Momente nur geschrieben, um die Stimmung blitzschnell zu kippen. Das ist für mich Thriller.

Was macht Leon Sebastiani zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Leon ist aufgeschlossen und gradlinig. Aber er hat Fehler und Schwächen, die man ihm nicht sofort anmerkt. Zum Beispiel verlangt er gerne mal zu viel von sich und anderen. Und es fällt ihm schwer, seine Mitmenschen richtig einzuschätzen, wenn er sie noch nicht lange kennt. Trotzdem ist er eine coole Socke, denn er arbeitet an seinen Baustellen und nimmt sich Fehler zu Herzen. Außerdem gibt er jedem eine Chance und kann über sich selbst lachen. Und sexy ist er sowieso.

Eine der Aufgaben einer Thrillerautorin ist es, ihre Protagonisten zu quälen. Was macht den besonderen Reiz daran aus, Figuren literarisch leiden zu lassen, die man als ihre Erschafferin eigentlich gerne haben müsste?

Ganz ehrlich, wer will schon »Happy goes lucky« lesen? Wir alle leiden, und Figuren machen uns vor, wie man einen Gewinn daraus ziehen kann. Oder heldenhaft untergeht. Wie komme ich aus einer Situation heraus, die aussichtslos erscheint? Wie behalte ich die Nerven in einer lebensbedrohlichen Lage? Ich kriege selbst manchmal Angst, wenn ich so etwas anlege. Erstrecht, wenn mir die Lösung noch nicht eingefallen ist. Mein Held wird in einen Sarg gesperrt, und als ich die Szene schrieb, wusste ich noch nicht, wie ich ihn befreien werde. Da dachte ich kurz, muss es wirklich ein Sarg sein, der noch beerdigt wird? Aber egal, da ich solche Sachen gerne lese, muss ich sie auch schreiben.

Wie sind Sie generell im Thrillergenre gelandet? Was bedeutet Ihnen das Genre persönlich?

Ich mag es, weil ich spannende Geschichten liebe. Als Kind habe ich mich ins Wohnzimmer geschlichen, um mir Filme anzusehen, die man mir ausdrücklich verboten hatte. Wer ist der Mörder wie hält man ihn auf? Ich kann mich an keine Zeit meines Lebens erinnern, in der mich diese Fragen und die Storys von Gut und Böse nicht angezogen haben.

Sie haben »Der Junge im Wald« ohne einen Verlag in Eigenregie via »Books on Demand« veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit traditionelle Verlage überhaupt noch für nötig?

Bei mir war es so, dass mir ehrliche Leute in traditionellen Häusern ganz klar gesagt haben, hier haben Unbekannte so gut wie keine Chance. Aber ich bin schon begeistert von den neuen Möglichkeiten und freue mich über so großartige und hilfreiche Portale wie Leserkanone, die »Spler« unterstützen. Selfpublishing stellt die Leser*innen in den Vordergrund. Sie wählen, ganz ohne Vor-Bestimmer wie Agenten, Herausgeber, Buchhändler usw., was sie lesen wollen. Das ist absolut demokratisch. Aber gute Verlage und Agenturen können Autoren natürlich eine Menge Arbeit abnehmen. Und noch sind die klassischen Verlagsautor*innen sichtbarer als die »Spler«.

Was können wir von der Autorin Karin Neff in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Ich werde, vermutlich im nächsten Frühjahr, meinen zweiten Thriller veröffentlichen. Er heißt »Rotkäppchen ist der Wolf«. Meine Heldin fragt sich, ob der Brand, den sie als Kind knapp überlebt hat, wirklich ein Unfall war. Um ihrer Vergangenheit nachzuspüren, betreut sie vorübergehend das unheimliche, vollautomatisierte Smart House eines Mannes, der seine Frau umgebracht haben soll. Und das Haus hat ihm dabei vielleicht geholfen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Karin Neff für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Karin Neff
Karin Neff bei Instagram
»Der Junge im Wald« bei Leserkanone.de
»Der Junge im Wald« bei Amazon
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