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Daniel Dersch 298 Fans
Herkunft: Deutschland
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 21.03.2015
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 28.01.2016
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 18.02.2017
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 03.10.2017
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 28.01.2021
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 28.01.2021
Mit seinem Roman »Der fünfte Kreis der Hölle« hat sich Daniel Dersch dieser Tage zurückgemeldet. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über das Quälen von Protagonisten und über seine zukünftigen Projekte.

– Herr Dersch, dieses Mal sind mehr als drei Jahre vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorenleben des Daniel Dersch getan?

Die vergangenen drei Jahre habe ich in erster Linie genutzt, um das Schreiben von Drehbüchern von der Pike auf zu lernen. Nebenbei bin ich natürlich dem Schreiben von Romanen treu geblieben und habe insgesamt drei Bücher verfasst, die in unterschiedlichen Genres (Horror, Thriller und Science Fiction) angesiedelt sind und mit denen ich versucht habe, klassischen Motiven einen neuen Anstrich zu verpassen.

– Dieser Tage ist mit »Der fünfte Kreis der Hölle« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Die Leser erwartet eine wilde Achterbahnfahrt der Ereignisse, in der das Übernatürliche von Kapitel zu Kapitel mehr Platz in der Handlung einnimmt. Die Protagonisten, allen voran Richard Gilespie, müssen im Laufe der Geschichte gleich mehrmals über sich hinauswachsen, um die Schrecken durchzustehen, in denen sie sich unerwartet wiedergefunden haben. Das Buch ist eine nervenaufreibende Reise geradewegs in das Herz der Finsternis. Kurzum: eine spannende Mischung aus klassischem Kleinstadt-Horror und halsbrecherischer Thriller-Action; ein Genre-Mix in dem Tote nicht in Gräbern verrotten, sondern auf Erden wandeln und die Lebenden heimsuchen.

– Was macht Richard Gilespie zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Richard Gilespie ist ein Mann, den vermutlich jeder von uns gerne kennen würde. Er ist ein durch und durch guter Mensch, ein unerschütterlicher Optimist, ein loyaler Freund, ein liebender Vater und Ehemann, und ein tüchtiger und sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Natürlich stellt Richard in vielerlei Hinsicht ein Ideal dar, ohne dabei jedoch klischeehaft zu wirken. Denn trotz all seiner Vorzüge weist sein Charakter Ecken und Kanten auf, was ihn für die Leser richtig greifbar macht. Richard ist kein harmoniebedürftiger Waschlappen, sondern ein gestandener Mann, auf den jederzeit Verlass ist. Ein Mann, der sich auch zu schwierigen Entscheidungen durchringen kann und sich nicht scheut, seinen Kopf durchzusetzen, wenn es ihm geboten erscheint – auch auf die Gefahr hin sich unbeliebt zu machen . Diese Charaktereigenschaften schätze ich an ihm und ich kann mir vorstellen, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn mehr Männer von Richards Format sie bevölkern würden.

– Eine der Aufgaben eines Horror- und Thrillerautors ist es, seine Protagonisten zu quälen. Was macht den speziellen Reiz daran aus, Figuren literarisch leiden zu lassen, die man als ihr Erschaffer eigentlich gerne haben müsste?

Ich schreibe weder Splatter- noch Folter-Geschichten. In meinen Romanen erfüllt das Leid der Protagonisten nie einen Selbstzweck. Ich schöpfe beim Schreiben keinerlei Lustgewinn daraus, meine Figuren über 500 Seiten hinweg zu malträtieren. Vielmehr sehe ich es als meine Aufgabe als Autor an, die Überwindung ihres persönlichen Leides glaubwürdig darzustellen. Dadurch eröffne ich ihnen die Möglichkeit, im Laufe der Handlung zu Helden zu werden. Doch um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie erst über sich hinauswachsen. Sie müssen ihre Ängste überwinden, ihre eigenen Schwächen erkennen, ihren Ekel zurückdrängen, ihre Feinde austricksen und selbstlos diejenigen beschützen, die sie über alles lieben.
Das Leid, das ich meinen Figuren aufbürde, dient dabei als Katalysator für ihre persönliche Entwicklung. Und da es von Anfang an ungewiss ist, ob es ihnen gelingen wird, ihre Widersacher zu überlisten, werden meine Geschichten ungeheuer spannend für die Leser. Sie sind keine blutigen Folter-Arien, in denen die Protagonisten ziellos durch die Hölle tapsen. Vielmehr kreiere ich möglichst komplexe Handlungen, die sich streng an klassischen Motiven orientieren, welche bekanntlich schon seit der Antike in der Literatur Bestand haben und sich seitdem wie ein roter Faden durch alle großen Geschichten ziehen. Schließlich wurde noch nie ein Held geboren – weder in der Literatur noch im echten Leben. Die echten Helden mussten sich dieses Attribut erst verdienen. Achilles, Odysseus, Herkules, Siegfried, Winnetou, Luke Skywalker, Harry Potter und Frodo Beutlin (und wie sie alle heißen) – sie alle mussten erst große Taten vollbringen, um als Helden zu gelten. Nicht anders verhält es sich bei meinen Charakteren. Ihr Leid dient dabei nur ein Mittel zum Zweck.

– Wie die meisten Ihrer Bücher, so haben Sie auch »Der fünfte Kreis der Hölle« ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es einmal mehr auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

In erster Linie habe ich das Self Publishing gewählt, weil ich meine treuen Stammleser mit einer Geschichte erreichen wollte, von der ich weiß, dass sie ihnen mit Sicherheit gefallen wird. Und der einfachste Weg, dies zu bewerkstelligen, war es, das Buch in Eigenregie zu publizieren. Ich veröffentliche nun schon seit 2011 Bücher über das Kindle Direct Publishing von Amazon. In diesen zehn Jahren habe ich die Vorzüge dieses Konzepts sehr zu schätzen gelernt, weswegen ich regelmäßig darauf zurückgreife.
Nichtsdestoweniger halte ich Verlage in der heutigen Zeit keineswegs für obsolet, sondern sehe sie als Bewahrer vieler Tugenden der Literatur bzw. des Literaturbetriebs an. Auch in Zukunft werden es Verlage sein, die große Literatur veröffentlichen und/oder vermarkten werden. Wirklich wichtige Bücher werden auch weiterhin vornehmlich auf dem Verlagsweg das Licht der Welt erblicken, da die geballte Fachkompetenz der großen und renommierten Häuser wesentlich dazu beitragen wird, sie der Leserschaft zugänglich zu machen und sie im allerbesten Licht erstrahlen zu lassen. Die Autoren werden daher künftig die Wahl haben, sich für einen Veröffentlichungsweg zu entscheiden. Diese Möglichkeit wird ihnen dabei helfen, das Optimum für ihre Werke herauszuholen.

– Was können wir von dem Autor Daniel Dersch in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Wie eingangs bereits erwähnt, habe ich zwei fertige Manuskripte in der Schublade. Wann und auf welche Art diese das Licht der Welt erblicken werden, steht allerdings noch in den Sternen, da ich derzeit zusammen mit zwei Co-Autoren mit der Überarbeitung eines Drehbuchsbeschäftigt bin, das dieses Jahr bei einem Streaming-Anbieter in Produktion gehen soll. Es bleibt also spannend!
Am Ende dieses Interviews möchte ich mich noch recht herzlich für die treue Unterstützung durch Leserkanone.de bedanken. Schon seit Jahren bietet das Team von Leserkanone meinen Autorenkollegen und mir eine fantastische Plattform, auf der wir unsere Werke in vielfältigster Form bewerben und interessierten Lesern vorstellen können.

Das Team von Leserkanone.de dankt Daniel Dersch für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Der fünfte Kreis der Hölle« bei Leserkanone.de
»Der fünfte Kreis der Hölle« bei Amazon
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