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Daniel Dersch 298 Fans
Herkunft: Deutschland
Geboren: 1986
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 21.03.2015
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 28.01.2016
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 18.02.2017
  Leserkanone.de-Interview mit Daniel Dersch vom 03.10.2017
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.10.2017
Der erfolgreiche Thrillerautor Daniel Dersch wurde kürzlich von einer seiner Kolleginnen zum Erscheinen seines aktuellen Romans »Overkill« befragt. Uns wurde das Interview freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

– Herr Dersch, unlängst ist Ihr neuester Thriller »OVERKILL – So gut wie tot« erschienen. Was können Ihre Leser von diesem Buch erwarten?

Die Leser erwartet atemlose Spannung bis zur letzten Seite. Ich habe die Hauptfigur Joanna »Joe« Clarke geradewegs in eine maßgeschneiderte Hölle geschickt. Die Leser können sich daher auf eine packende Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele einstellen. Dabei sollten sie jedoch stets im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte nicht frei erfunden ist! Fast alle im Buch beschriebenen Ereignisse haben sich wirklich zugetragen. Der Horror ist diesmal echt, das Monster in Menschengestalt ebenfalls.

– Zu Beginn von »OVERKILL« erwähnen Sie, dass die Handlung von realen Ereignissen inspiriert wurde. Wie viel Realität steckt wirklich in Ihrem Roman?

Die Prämisse des Buches ist real: Die Morde, die Folter und den Horror habe ich aus einem echten Kriminalfall übernommen, der sich in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts in der Wildnis Kanadas zugetragen hat. Natürlich war ich nicht darum verlegen, die Geschichte ein wenig auszuschmücken. Dabei habe ich aber großen Wert darauf gelegt, die wichtigen Details unangetastet zu lassen. So gesehen handelt es sich bei »OVERKILL« in gewisser Weise um eine Nacherzählung, die in der Tradition des New Journalism steht, und wahre Begebenheiten und Fiktion miteinander verwebt.

– »OVERKILL« wird auf Amazon.de als zweiter Teil Ihres Thrillers »Freier Fall« angepriesen. Inwiefern sind die Handlungen beider Bücher miteinander verknüpft? Handelt es sich bei der Geschichte um eine klassische Fortsetzung von »Freier Fall«?

»OVERKILL« ist keine klassische Fortsetzung von »Freier Fall«. Vielmehr spielen die Geschichten lediglich im selben Universum. Es existieren vereinzelt Querbezüge zwischen den Büchern, die jedoch für das Verständnis der Handlungen überhaupt nicht relevant sind. Die Leser beider Romane werden hie und da auf ein paar geschichtsübergreifende Verknüpfungen stoßen. Das ist alles. Ansonsten haben die Bücher kaum etwas gemein - außer natürlich, dass sie beide von starken Frauen handeln, die mit aller Kraft ums Überleben kämpfen. Von dieser Warte aus betrachtet, kann man »OVERKILL« durchaus als eine Art indirekte Fortsetzung von »Freier Fall« bezeichnen; als eine Story, die sich ähnlicher Motive bedient.

– Die erste Ankündigung von »OVERKILL« erfolgte bereits 2014. Nun hat es über drei Jahre gedauert, bis der Roman tatsächlich das Licht der Welt erblickt hat. In einer Zeit, in der viele Ihrer Selfpublisher-Kollegen durchschnittlich mehrere Werke pro Jahr veröffentlichen, mutet es recht ungewöhnlich an, dass sich ein Autor derart viel Zeit beim Schreiben lässt. Können Sie unseren Lesern verraten, warum es so lange gedauert hat, bis die Geschichte fertig war?

Die wirkliche Herausforderung bei »OVERKILL« lag in der Recherche. Um ein möglichst authentisches Werk abliefern zu können, war ich auf belastbare Fakten angewiesen. Diese zu beschaffen, erwies sich jedoch als weitaus schwieriger als gedacht. Da ich einen echten Kriminalfall künstlerisch aufarbeiten wollte, lag mein Hauptaugenmerk darauf, so viele Details wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen. Da seit der Tatbegehung aber mehr als dreißig Jahre vergangen sind, war es leider nicht mehr so einfach, an die erforderlichen Informationsschnipsel zu gelangen. Ganz im Gegenteil: Es war eine zeitraubende Sisyphusarbeit, die nicht selten in Sackgassen endete. Nichtsdestoweniger ist es mir im Laufe der Jahre gelungen, genügend Material über den besagten Kriminalfall zusammenzutragen, um daraus eine möglichst glaubhafte Geschichte konstruieren zu können. Eine Geschichte, die sich – bis auf ein paar erzählerische Ausschmückungen – weitestgehend an wahren Begebenheiten orientiert. Dass ein solches Vorgehen Zeit erfordert, liegt natürlich auf der Hand.

– Wie dürfen sich Ihre Leser den Schreibprozess bei einem Buch vorstellen, in dem Fiktion und Realität in einem solchen Umfang miteinander verzahnt sind? Gab es beim Schreiben von »OVERKILL« Unterschiede zu Ihren früheren Werken?

Der Schreibprozess ging mir sehr gut von der Hand. Wirklichkeit und Fiktion waren zu Beginn meiner Arbeit bereits derart miteinander vermengt, dass sie eine plausible und in sich schlüssige Handlung ergaben. Nach Beendigung meiner Recherche, konnte ich es daher kaum erwarten, die Geschichte niederzuschreiben und alle Ideen umzusetzen, mit denen ich fast drei Jahre schwanger gegangen war. Das Schreiben selbst unterschied sich jedoch nicht von meinen früheren Arbeiten: Es war ein Heidenspaß, den ich vom ersten bis zum letzten Tastenanschlag genossen habe.

– Die Protagonistin des Buches ist eine junge Frau namens Joanna Clarke, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte bestreitet. Im Gegensatz zu ihrem Widersacher erfährt der Leser praktisch nichts über ihre Vergangenheit. Hat sich dieser Umstand aus der Geschichte selbst ergeben oder wollten Sie bewusst nicht näher auf Joannas Vorgeschichte eingehen?

Ich wollte Joanna bewusst keine Vorgeschichte aufbürden. Die Leser sollten sich selbst ein Urteil über sie bilden. Joanna musste sich ihre Sympathien sozusagen selbst verdienen.
Bei ihrem Widersacher hingegen bin ich genau umgekehrt vorgegangen: Da er zweifelsohne ein Monster ist, blieb mir schlichtweg nichts anderes übrig, als ihn den Lesern auch als solches zu präsentieren. Dennoch war es mir ein großes Anliegen, seine Beweggründe glaubhaft zu skizzieren und auch all jene Vorkommnisse zu erzählen, durch die er letzten Endes seine Unschuld verloren hat. Das erste Drittel des Buches liest sich daher ein bisschen wie ein Entwicklungsroman über einen Serienmörder.

– Wer Ihre bisherigen Werke kennt, weiß, dass Sie Hauptrollen gerne mit Frauen besetzen. Welche Rolle spielt für sie das Geschlecht Ihrer Protagonisten? Wäre es für Sie vorstellbar, einen Roman wie »OVERKILL« mit vertauschten Geschlechterrollen zu verfassen?

Das Geschlecht meiner Charaktere spielt für mich nur eine untergeordnete Rolle. Bei »OVERKILL« beispielsweise war die Geschlechterkonstellation bereits von der Wirklichkeit vorgegeben. Es hätte nur wenig Sinn ergeben, an dieser Rollenverteilung zu rütteln. Bei meinen anderen Büchern (z.B. »Fleisch und Blut 1&2«, »Freier Fall«) erschien es mir von Anfang an als glaubwürdiger, die Geschichten aus einer weiblichen Perspektive zu erzählen. Einen konkreten Grund für diese Überzeugung vermag ich selbst nicht zu benennen. Ich denke, dass es vermutlich reine Geschmackssache ist, welche Geschlechter ich letzten Endes für meine Protagonisten wähle.

– Was können wir von Daniel Dersch in Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Wie Sie aus den früheren Interviews bereits wissen, habe ich immer ein paar Eisen im Feuer. Derzeit widme ich mich vornehmlich der Überarbeitung eines Fantasy-Romans, den ich vor etwa zwei Jahren zu schreiben begonnen habe. Der Arbeitstitel des Buches lautet »Die Hüter der Zeit«, und mit ein bisschen Glück wird es mir gelingen, es bis zum Frühling kommenden Jahres komplett zu beenden. Dieses Werk wird das erste seit »Imperium der Angst« sein, das ich wieder in Zusammenarbeit mit einem Verlag veröffentlichen werde. Ansonsten arbeite ich derzeit auch noch an einem Thriller, in dem es um die Gefahren einer rundum digitalisierten und vernetzten Welt gehen wird. Es bleibt also spannend.

Das Team von Leserkanone.de dankt für die Bereitstellung des Interviews!

Weiterführende Links:
»Overkill - So gut wie tot« bei Leserkanone.de
»Overkill - So gut wie tot« bei Amazon
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