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H.D. Grochowski

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Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von H.D. Grochowski
Twitter: @GrochowskiHd
Facebook: profile.php?id=100021584058216
Instagram: h.d.grochowski
Interview: Leserkanonen-Interview mit H.D. Grochowski vom 14.10.2022
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln

Nachdem er schon fast drei Jahre die Fans von Fantasywerken mit seinen Büchern zu begeistern wusste, stellte sich H.D. Grochowski am 18. Oktober 2022 unseren Fragen zu seinem Autorenleben:

– Herr Grochowski, wie lange sind Sie inzwischen Teil der schreibenden Zunft? Wie kamen Sie zu jener Zeit zum Schreiben?

Eigentlich wollte ich schon immer Geschichten erzählen, als Kind und Jugendlicher bin ich jedoch nie auf die Idee gekommen das offensichtliche Medium, die Literatur dafür zu wählen. Meine Generation ist mit digitalen Medien groß geworden, deshalb wollte ich früher immer Videos drehen und schneiden, um meine Geschichten zu erzählen. Zum ersten Mal kreativ geschrieben habe ich im zarten Alter von siebzehn, damals noch als Ablenkung vom Stress in der Schule. Die Texte waren plump, meinen Stil hatte ich noch lange nicht gefunden und ich hatte weder Ambitionen noch ein klares Ziel vor Augen. Ich hörte schnell wieder auf und arbeitete ab und zu mal wieder kurz daran, bis ich es vier Jahre später aus genau demselben Grund wieder heraus kramte. Ich las die vierzig Seiten, die ich damals mit Mühe und Not geschrieben hatte und dachte mir, dass es zwar an vielen Stellen aufgebessert werden musste aber die Grundidee gefiel mir so gut, dass ich es fertigstellen wollte. Aus diesem Grundstein entstand 2019 dann Primas Pestis - Der Name des Jägers. Seitdem sind erst drei Jahre vergangenen und ich arbeite derzeit an meinem fünften vollständigen Manuskript. Das Schreiben lässt mich nicht mehr los. Mir fallen andauernd neue Geschichten ein, die ich in den nächsten Jahren - vielleicht sogar Jahrzehnten - ausformen und den Lesern nahebringen will und es macht mir einfach unheimlichen Spaß all diese Ideen und Einfälle endlich festzuhalten und in Romanen zu verewigen.

– In welchem Genre oder welchen Genres sind Sie unterwegs und warum? Den Fans welcher Autoren würden Sie empfehlen, schnellstmöglich einen Blick in Ihre Geschichten werfen?

Derzeit bewege ich mich hauptsächlich im Bereich Fantasy aber ich möchte in Zukunft auch andere Genre erkunden. Mein zweiter Roman war ein historisches Kriminaldrama und ich habe einen unveröffentlichten Thriller, allerdings wird mein Hauptaugenmerk immer bei Fantasy bleiben, denn gerade in diesem Metier lässt sich grenzenlose Kreativität erkunden und Regeln werden gebrochen, wie es einem gefällt. Im Moment arbeite ich an einer Contemporary Fantasy Geschichte und auch da ist es mir wieder ein Vergnügen alle Gesetze der echten Welt einfach über Bord zu werfen, so oft es die Geschichte verbessert. Fantasy bringt einen gewissen Zauber in unsere Welt, den wir uns leider nur vorstellen können anstatt ihn zu erleben und ich denke, deshalb gefällt mir dieses Genre auch so sehr. Was den zweiten Teil Ihrer Frage angeht, muss ich gestehen, dass ich selbst nur schreibe und so wenig lese, dass ich keinen guten Vergleich zu meiner Arbeit auf Lager habe, vor allem aber, da sich ja schon die Romane, die bisher von mir veröffentlicht wurden untereinander stark unterscheiden. Wer auf exzentrische Figuren und einen altertümlichen Jargon wie aus dem 18. Jahrhundert steht, der wird mit meiner bisherigen Arbeit aber definitiv seinen Spaß haben.

– Wie wird ein Buch Ihrer Ansicht nach zu einem guten Buch, was macht Figuren zu gelungenen Figuren?

Ein Buch muss erinnerungswürdig sein, etwas an der Geschichte muss den Leser langfristig begleiten und faszinieren. Eine fesselnde Handlung, plastische Charaktere oder ein einzigartiges Worldbuilding können ein Buch ungemein aufwerten. Ein gutes Buch erfüllt all diese Punkte solide, ein Meisterwerk sticht zusätzlich in einem dieser Faktoren so sehr aus der Masse hervor, dass es sich in Windeseile verbreitet. Eine Figur ist genau dann gelungen, wenn der Leser sie für gelungen hält und das kann vieles bedeuten. Eine plastische Beschreibung kann interessant sein, eine kurze Beschreibung kann mysteriös wirken. Manche Leser müssen sich selbst mit der Figur identifizieren können, andere wertschätzen eine vollkommen fremde Figur zu beobachten und das Geschehene aus deren Blickwinkel zu erleben. Ich habe sogar schon in Kritiken bemerkt, dass manche Leser Sympathie für eine Figur benötigen um sie gut zu finden, andere wiederum stört es nicht, wenn selbst die Hauptfigur unsympathisch ist. Figuren können also auf völlig verschiedene Arten und Weisen Charisma gegenüber dem Leser beweisen und eine Figur die dem einen Leser missfällt, kann für einen anderen perfekt sein (was uns Autoren die Arbeit nicht gerade erleichtert).

– Wie können sich Ihre Leser einen Tag in Ihrem Autorenleben vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie dabei spezielle Rituale?

Da ich nur nebenberuflich schreibe und hauptberuflich acht Stunden am Tag als Buchhalter arbeite, beginnt mein Autorendasein jeden Tag erst gegen sieben Uhr abends. Ich habe mir in meinem Wohnzimmer eine Art Büroecke errichtet, wo ich zwischen sieben und zwölf Uhr abends schreibe oder eben an literaturbezogenen Dingen arbeite. Zum Beispiel erledige ich hier die Vorbereitungen für ein neues Buch im Selfpublishing, betreibe Marketing oder sende Manuskripte an Verlage. Am Tag schaffe ich im besten Fall zwölf Normseiten, wenn es richtig gut läuft. An miesen Tagen kommen mindestens zwei Normseiten dabei raus. Am Wochenende habe ich natürlich viel mehr Zeit, allerdings möchte ich da auch mal gerne ein wenig entspannen und natürlich gibt es noch ganz andere Dinge zu tun, also kommt es an den beiden Tagen unterm Strich auf dasselbe raus. Auf diesem Weg benötige ich im Schnitt knapp unter einem halben Jahr, um ein Rohmanuskript zu schreiben. Rituale habe ich keine, aber ich habe mir angewöhnt sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben andauernd Lo-Fi oder Soundtracks aus Videospielen zu hören. Manchmal thematisch zum Thema der Geschichte passend, manchmal aber auch einfach Querbeet. Mit instrumentaler Musik kann ich fokussierter arbeiten.

– Woher stammen die Ideen für Ihre Geschichten? Wer oder was sind Ihre Inspirationen?

Meine Inspiration stammt wohl aus den vielen Jahren des intensiven Medienkonsums als Kind. Ich habe unzählige Filme und Serien gesehen, Videospiele gespielt und Comics oder Bücher gelesen. Das alles hat sich in meinem Unterbewusstsein festgesetzt und es mir ermöglicht sehr schnell aus neuen Ideen Strukturen und Konzepte für Geschichten zu entwickeln. Durch den Konsum habe ich also gelernt, wie ich Geschichten aufbauen will. Die Ideen kommen mir oftmals sehr spontan. Manchmal sieht man eine alltägliche Situation und fragt sich "was wäre, wenn...?". Aus so einem Gedanken entsteht im besten Fall ein ganzes Buch. Manchmal träume ich auch Dinge, die mich auf Ideen für Szenen bringen. Mein zweiter Roman zum Beispiel kam mir in den Sinn nach einem Traum, der zwar absolut nichts mit der Geschichte oder dem Setting zu tun hatte, aber als ich wach wurde hatte ich urplötzlich die Idee von Monsieur Mavaillier und dem, was er in dem Roman tut. Manchmal entsteht eine Geschichte aber auch nur aus einer Laune heraus. Ich sage dann zu mir selbst "ich will etwas über XYZ erzählen" und dann denke ich einfach eine Weile darüber nach, was dazu passen könnte und, was ich in einer solchen Geschichte haben möchte und schon geht es los.

– Planen Sie Ihre Geschichten im Voraus »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie den Worten ihren Lauf? Warum halten Sie Ihre Vorgehensweise für die Richtige?

Ich habe einen kleinen Notizblock und eine Memo Datei auf meinem Handy, in denen ich alle möglichen Ideen notiere. Sobald ich genügend Szenarien, Charaktere und eine grobe Handlung habe, fange ich an drauflos zu schreiben. Ich arbeite mich immer gerne von Kapitel zu Kapitel, ohne eine Szene vor- oder nachzuschreiben, damit ich inhaltlich nicht durcheinanderkomme. Bei großen und wichtigen Dialogen, spreche ich sie mir im Vorhinein selbst gerne vor, um herauszufinden, ob sie sich gut anhören und ob sie die Wirkung so rüberbringen, wie ich es möchte. Diese Vorgehensweise ist für mich persönlich ideal, allerdings denke ich, dass es bei so etwas kein "richtig" gibt.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vor Ihrer ersten Veröffentlichung vorgestellt haben?

Ich habe anfangs damit gerechnet, dass es eine große Menge Arbeit sein wird. Letzten Endes habe ich es aber dennoch unterschätzt. Außerdem dachte ich das ganze Prozedere würde schneller gehen, aber ich habe schnell gelernt, dass es sich bei Literatur eindeutig um einen Marathon statt eines Rennens handelt. Ausdauer und Hingabe sind dabei essenziell. Mein übergeordnetes Ziel für die Zukunft ist es, dauerhaft mit Verlagen zusammenzuarbeiten und hauptberuflich zu schreiben. Wenn mir das Ganze auch dann noch so gut gefällt, wie bisher und es so gut voran geht, dann ist das Autorenleben genau das, was ich mir wünsche, aber das wird wohl die Zeit zeigen.

Das Team von Leserkanone.de dankt H.D. Grochowski für die Zeit, die er sich genommen hat!
 
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Blognote der Bücher des Autors: Schulnote 2,00 / 80% (1 Rez.)
Hinweis: Was hat es mit den unterschiedlichen Bewertungssystemen auf sich?
Bücher nach Bewertung Bücher chronologisch Bücher alphabetisch
Das Geständnis des Monsieur Mavaillier
Genre: Historischer Roman und Kriminalroman (epubli und Neopubli, 4. Januar 2021)
80/100
[1 Blogger]
In verfluchter Gesellschaft
Genre: Fantasy (Eigenverlag und epubli, 7. Oktober 2022)
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies