Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.613 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Alwine Seibert«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
NEUESTES BUCH
 

Peter Biro

1 Fan
Herkunft: Schweiz
Interview: Leserkanonen-Interview mit Peter Biro vom 10.06.2022

Seit einigen Jahren führt der zwischen den Kulturen taumelnde Autor Peter Biro regelmäßige Angriffe auf das Zwerchfell seiner Leser. Am 13. Juni 2022 stellte er sich unseren Fragen zu seinem Autorenleben:

Herr Biro, seit wann sind Sie inzwischen in der Buchwelt unterwegs?

Seit letzten Dienstag. Nein, halt! Seit zirka vier Jahren, als meine Pensionierung zu Lebzeiten in den Bereich des Wahrscheinlichen rückte.

Was führte dazu, dass Sie mit dem Schreiben begonnen haben?

Es war die plötzliche Erkenntnis über die Endlichkeit des Lebens. Ich wollte damit eine Spur hinterlassen, die von vielen kommenden Generationen geflissentlich ignoriert werden kann.

In welchem Genre oder welchen Genres sind Sie aktiv? Wie kam es dazu? Fans welcher Autoren könnte es gefallen, in Ihre Werke hineinzuschauen?

Als bevorzugte Ausdrucksform haben sich am ehesten phantastische Geschichten der absurden, skurrilen Art mit einem satirisch-parodistischen Unterton herauskristallisiert. Ich baue auf Leser von vorzüglicher, unterhaltender Literatur, die viel kostet und dem Autor viel einbringt.

Wie wird ein Buch Ihrer Ansicht nach zu einem guten Buch?

In steigender Reihenfolge: Ein gutes Buch braucht 1) einen attraktiven Buchumschlag (z.B. einen Flöte spielenden, nackten Hermaphroditen in einer venezianischen Gondel), 2) einen packenden Inhalt mit viel verschütteten Körperflüssigkeiten, 3) eine tadellose, bildhafte und nuancenreiche Sprache, und am wichtigsten 4) eine zündende Grundidee. Bis auf den Cover hapert es bei mir noch mit allen Eigenschaften von 2 bis 4.

Wie können sich Ihre Leser einen Tag in Ihrem Autorenleben vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Halten Sie sich dabei an spezielle Rituale?

Am liebsten und produktivsten schreibe ich in aller Hergottsfrühe, wenn totale Stille ist und mir niemand dazwischenfunkt. Die literarische Kreativität erlöscht dann brüsk mit dem Einsetzen der Gier nach dem Frühstück.

Wo holen Sie sich Ihre Ideen her? Wer oder was sind Ihre Inspirationen?

Ich zehre fast nur von Eingebungen. Sie kommen meist unerwartet und zu unpassenden Zeiten, z.B. unter der Dusche, unter dem Tisch, hinter dem Vorhang und insbesondere dann, wenn ich nichts zum Notieren bei mir habe, um sie festzuhalten. Dann murmele ich die Idee vor mich hin, bis ich ein Notizzettel und einen Stift finde. Bis dahin werde ich aber von meinen Mitmenschen bestenfalls als Sonderling wahrgenommen.

Entstehen Ihre Werke vorab »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum ist Ihr Weg in Ihren Augen der Richtige?

Sobald ein brauchbarer Einfall vorliegt, schreibe ich darauf los und alles andere ergibt sich daraus. Dabei entsteht erst eine Rohfassung, die zigmal überarbeitet und ergänzt wird. Eigentlich finde ich ständig etwas verbesserungswürdiges in meinen Texten. Deshalb lasse ich nach der achten Runde lieber die Finger von ihnen.

Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben?

Ich hatte keine vorgefassten Meinungen darüber, wie sich (m)ein Autorenleben gestalten wird. Ich lasse mich da gerne überraschend. Was sich geändert hat, ist, dass ich viele neue Leute kennengelernt habe, die irgendwie, irgendwas mit meiner Schreiberei zu tun haben. Und das ist sehr interessant und inspirierend.

Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt im Allgemeinen und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Im Allgemeinen hoffe ich, dass das Bücherlesen weiterhin ein breiter Volkssport bleibt und der Literaturbetrieb floriert. Für mich selber wünsche ich, dass durch das Schreiben reich und berühmt werde. Mit einem von diesen beiden Errungenschaften könnte ich mich auch zufriedengeben, und wenn beides nicht eintritt, dann suche ich mir ein neues Hobby. Aus naheliegenden Gründen der Wahrscheinlichkeit liebäugele ich bereits mit der Zucht von Zierspargel.

Das Team von Leserkanone.de dankt Peter Biro für die Zeit, die er sich genommen hat!
 
Bücher nach Bewertung Bücher chronologisch Bücher alphabetisch
Anästhesie bei seltenen Erkrankungen
Genre: Sachbuch (Springer, 16. November 2004)
Wie entsteht Wortkonfekt?
Genre: Ratgeber (CarpeGusta, 15. November 2020)
Zwerchfell unter Virenangriff
Genre: Sachbuch und Humoristisches Buch (CarpeGusta, 14. Januar 2021)
Vom Taumeln zwischen den Kulturen
Genre: Biografie (Weber, 25. Oktober 2021)
Phantastische Storys 20 - Auf zum fröhlichen Weltuntergang
Genre: Humoristisches Buch (Blitz, 1. Mai 2022)
Falls ein Buch des Autors in der hier aufgeführten Liste fehlen sollte, dann könnt ihr uns dies nach einem Klick hier mitteilen.
 
Ein Interview von: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz