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Peter Biro 1 Fan
Herkunft: Schweiz
Interview: Leserkanonen-Interview mit Peter Biro vom 10.06.2022
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 10.06.2022
In seinem aktuellen Werk erzählt Peter Biro »Vom Taumeln zwischen den Kulturen«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über die osteuropäische Nachkriegsgeneration und über seine zukünftigen Projekte.

Herr Biro, vor Kurzem erschien Ihr Werk »Vom Taumeln zwischen den Kulturen«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

In dieser moderat satirisch ausgelegten Autobiographie erzähle ich über meine Kindheit in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts in Grosswardein (Transsylvanien). Der nachdenklich stimmende Tenor des Werkes ist von den Umständen geprägt, denen ich als Kind von Holocaustüberlebenden im repressiven System des sich «sozialistisch» bezeichnenden Rumäniens ausgesetzt war. Das geschieht mit den unvoreingenommenen Augen eines sowohl naiven als auch altklugen Kindes, das hier unverkrampft über alles berichtet, was ihm einfällt bzw. ihm seinerzeit zu denken gab. Dabei werden bemerkenswerte historische Begebenheiten, prägnante Persönlichkeiten und schicksalhafte Ereignisse der Zeit beleuchtet. Daraus resultiert unter anderem auch ein farbiges Genrebild der osteuropäischen Nachkriegsgeneration, die sich in der Emigration ein besseres Leben in Freiheit und Würde erkämpfen musste.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Werke würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Meine Lieblingsautoren sind Mark Twain, Douglas Adams und Friedrich Torberg. Insbesondere Letzterer spricht mich sprachlich und stilistisch am meisten an. Inhaltlich tendiere ich zu humoristisch-skurrilen Texten, die ein wenig an Douglas Adams oder an Eugene Ionesco erinnern.

Warum sind Ihre Kindheitserinnerungen auch - oder gerade - für diejenigen Leser interessant, die Sie bisher gar nicht kannten?

Ich schreibe unter anderem über Dinge, die von individuellen Erlebnissen in einer speziellen Zeit, an ungewöhnlichen Orten passierten und den jüngeren Zeitgenossen vielfach unbekannt sind.

Weshalb hat es die osteuropäische Nachkriegsgeneration verdient, stärker im Rampenlicht zu stehen?

Die osteuropäische Nachkriegsgeneration hat noch einiges von den Nachwirkungen des zweiten Weltkrieges und der Teilung Europas durch den eisernen Vorhang erlebt. Diese Erfahrungen fehlen den Nachgeborenen, und der Mangel an Kenntnis über die Erscheinungsformen von Tyrannei und die fehlende Einsicht in deren Mechanismen, machen unsensibel gegenüber aktuellen Entwicklungen in dieser Richtung. Nur so ist bei vielen Zeitgenossen das grassierende Unverständnis gegenüber den aktuellen Entwicklungen im Osten Europas zu erklären.

Sie haben in Ihrem Buch historische Begebenheiten, Persönlichkeiten & Co. thematisiert. Waren für das Buch viele Recherchen notwendig? Welcher Aufwand steckt generell in einem Werk wie »Vom Taumeln zwischen den Kulturen«?

Ich musste erstaunlich wenig recherchieren, da das Werk überwiegend auf eigenen Erinnerungen und Erfahrungen fusst. Also war es mehr ein Kramen in eigenen Erinnerungen. Dennoch musste ich hie und da die geschichtlichen Hintergründe nachsehen, wobei vieles davon mit einfachen Rückfragen bei Wikipedia geklärt werden konnte.

Ihr Buch ist ausschließlich als Printversion zu bekommen. Wie kam es dazu? Fürchten Sie nicht, dass Literatur im Jahr 2022 nicht mehr ohne digitale Ausgaben funktioniert?

Ich habe keine Berührungsängste gegenüber den elektronischen Medien. Aber der Verlag hat sich für eine Printausgabe allein entschieden, und ich akzeptiere das. Allerdings gebe ich gerne zu, dass ich ein real existierendes Buch aus Papier und mit Kartondeckel gegenüber einer Darstellung auf einem Bildschirm bevorzuge. Allein schon die Mitnahme eines Buches aufs Lesesofa oder ins Bett gestaltet sich wesentlich angenehmer.

Was können wir von dem Autor Peter Biro in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Abgesehen von einer Lesungstournee mit 4 Buchvorstellungen in meiner Urheimat Transilvanien, habe ich bereits eine Lesung in Zürich meinem aktuellen Domizil eingeheimst. Es ist alles noch im Embryonalstadium, aber hat das Potenzial zu einem grösseren Fetus auszuwachsen. Will damit sagen, dass mein Bekanntheitsgrat bei der Leserschaft aus dem recht gut überschaubaren, zweistelligen, in den dreistelligen Bereich wachsen wird. Ich rechne fest damit, dass das hundertste Buchexemplar noch vor Ostern 2032 verkauft wird. Nichts geht über eine ordentliche, posthume Ehrung. Aber im Ernst: ich produziere weiterhin humoristische Kurzgeschichten, die zwar kein Verlag nehmen will, aber die sich sehr gut auf meiner Harddisk machen. Ausserdem liebäugle ich mit einem lustig-absurden Roman mit einem Protagonisten, der sich langsam in ein Möbelstück verwandelt. Dabei hoffe ich auf den Sponsorenvertrag eines bekannten, schwedischen Möbelhauses.

Das Team von Leserkanone.de dankt Peter Biro für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Vom Taumeln zwischen den Kulturen« bei Leserkanone.de
»Vom Taumeln zwischen den Kulturen« bei Amazon
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