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Katja Kleiber 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Katja Kleiber
Facebook: Krimis-von-Katja-Kleiber
Instagram: katja.kleiber
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Katja Kleiber vom 29.01.2021
  Leserkanonen-Interview mit Katja Kleiber vom 05.08.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 05.08.2021
In ihrem neuen Roman »Der Banker mit dem Stöckelschuh« führt Katja Kleiber ihre Leser nach Frankfurt. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über Geschichten im großstädischen Milieu und über die Vor- und Nachteile von Verlagsromanen und Eigenproduktionen.

Frau Kleiber, mehr als ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Katja Kleiber getan?

Zunächst mal danke für die Einladung zur Leserkanone. Wie wir alle steckte auch ich in einer Folge von Lockdowns fest, die meine Aktivitäten außerhalb des Hauses weitgehend reduzierten. Die Zeit habe ich genutzt, um an meinen Manuskripten zu arbeiten. Das Schreiben lenkt mich ab, ich flüchte in meine Fantasiewelten.

Inzwischen ist mit »Der Banker mit dem Stöckelschuh« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

»Der Banker mit dem Stöckelschuh« setzt die Frankfurt-Reihe um Privatermittlerin Sandy fort, die »Der Prof mit dem Sarg« eröffnete. Mit Sandy, die nach dem Ausstieg aus der Punkerszene eine Detektei eröffnet hat, taucht der Leser tief in die dunklen Seiten der Bankenmetropole ein. Im aktuellen Band geht es um einen Banker, der ermordet aufgefunden wird. Der Verdacht fällt auf Sandys Schwester, eine brave Bankangestellte. Bei ihren Nachforschungen entdeckt Sandy, dass ihre Schwester sie belogen hat. Und auch der Banker hatte wohl gehütete Geheimnisse.

Zuletzt hatten wir Sie zu einem Roman befragt, der in der Eifel spielte, nun sind Sie literarisch in Frankfurt angekommen. Wie kam es dazu? Warum eignet sich Frankfurt perfekt als Schauplatz einer Krimireihe?

Ich lebe in Frankfurt, von daher ist es nur natürlich, dass sich auch hier meine kriminelle Fantasie austobt. Die Krimis der Sandy-Reihe spielen in einer Subkultur, die im Gegensatz zur Finanzwelt der Bankenmetropole steht. In Frankfurt leben Menschen aus aller Welt, Arme und Reiche. Es prallen Gegensätze aufeinander, die für gesellschaftliche Spannung sorgen. Gleichzeitig ist in Frankfurt die Toleranz groß, hier ist vieles möglich, was in anderen Städten verpönt wäre. Das bildet einen idealen Nährboden für außergewöhnliche Kriminalromane.

Was sind aus Autorensicht die größten Unterschiede an einem Provinz- und einem Großstadtroman? Unterscheiden sich beispielsweise die Recherchearbeiten, gestaltet man Figuren anders?

Für meine Frankfurt-Krimis habe ich ausführlich recherchiert, etwa im Rotlichtmilieu des Bahnhofsviertels und bei ehemaligen Drogenkonsumenten. Meine Kontaktpersonen waren sehr offenherzig und haben bereitwillig Einblick in ihre Welt gegeben, was in den Roman »Der Banker mit dem Stöckelschuh« eingeflossen ist. Bei den Eifelkrimis schöpfe ich eher aus meinen eigenen Erfahrungen, dort bezieht sich die Recherche häufig auf die Erkundung passender Schauplätze und historische Vorkommnisse.
Auch die Figuren sind anders angelegt, und das mit voller Absicht. Bei meinen Eifelkrimis rund um die Burnout-geplagte Ella Dorn geht es um den Rückzug aufs Land und den Aufbau einer tiefen Verbindung zur Natur. Bei den Frankfurt-Krimis steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen im Mittelpunkt, daher sind die Hauptfiguren in größtmöglichem Gegensatz zur Mehrheitsgesellschaft gestaltet.

Ihre Privatdetektivin und Ex-Punkerin Sandy tritt in dem neuen Roman bereits zum zweiten Mal in Aktion. Warum sollte jeder Krimifan Sandy kennenlernen?

Sandy ist nicht unbedingt etwas für jeden Krimifan, sondern eher für diejenigen, die zur Abwechslung mal etwas Außergewöhnliches lesen wollen. Mit Sandy lernt der Leser verborgene Seiten Frankfurts kennen, lacht über ihre manchmal recht naiven Aktionen und das Draufgängertum ihres Punkerkumpels.

Im Gegensatz zu den »Eifelhexe«-Romanen haben Sie Ihr neues Buch ohne Verlagsunterstützung herausgegeben. Wie kam es dazu? Was sind die größten Vor- und Nachteile des Weges der Eigenregie im Vergleich zum Schreiben eines Verlagsromans?

Mit der Digitalisierung eröffnen sich Autoren neue Möglichkeiten, ihre Romane zu veröffentlichen, die ich einmal ausprobieren, wollte. Dafür sind die Krimis rund um Sandy, ihren Punkerfreund und die feministische Anwältin Freya gut geeignet, da sie nicht so recht in eine der gängigen Verlagsschubladen passen. Kein traditioneller Ermittler, wenig Polizeiprocedere. Eher cozy, da wenig Blut fließt, aber nicht beschaulich. Die Nachteile dieser Art der Veröffentlichung liegen darin, dass viele Buchhandlungen die Werke der unabhängigen Autoren noch nicht auf dem Schirm haben. Es ist schwierig, in ihren Regalen zu landen. Hier können die Leser helfen, indem sie ihren Buchhändler auf unabhängig publizierte Romane hinweisen. Die Vorzüge liegen darin, dass ich alles selbst bestimmen kann, vom Cover über die Gestaltung der Innenseiten bis zum Preis. Ein Vorteil für die LeserInnen: Ich kann in einem schnelleren Rhythmus veröffentlichen, als dies mit einem Verlag möglich wäre.

Was können wir von der Autorin Katja Kleiber in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Sandy weitergehen?

Auf Sandy wartet bereits der nächste Fall, sie soll einen vermissten afghanischen Jungen suchen, der nach einem Brandanschlag auf ein Wohnheim verschwunden ist. Bei dem Anschlag starb sein kleiner Bruder. Was wird der erbitterte Jugendliche in seiner Trauer tun?
Der Krimi »Das Kind mit der Knarre« erscheint Ende September und kann jetzt schon bei amazon vorbestellt werden.

Sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Ich schreibe an einem weiteren Eifelkrimi, der die Reihe bei emons fortsetzen soll. Die Hochwasserkatastrophe hat mich schockiert. Ich habe viele Bekannte in der Region, die zum Glück alle mit dem Leben davongekommen sind. Ich bin noch nicht sicher, ob oder wie diese Ereignisse in meine Krimis einfließen sollten.

Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Im Herbst sind einige Lesungen geplant und ich hoffe, sie können auch stattfinden. Gerne würde ich wieder mit den LeserInnen diskutieren und ihre Reaktion auf meine Texte unmittelbar erleben. Hier sind die Termine: https://katja-kleiber.de/lesungen/

Das Team von Leserkanone.de dankt Katja Kleiber für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Katja Kleiber
Katja Kleiber bei Facebook
Katja Kleiber bei Instagram
»Sandy ermittelt in Frankfurt 2 - Der Banker mit dem Stöckelschuh« bei Leserkanone.de
»Sandy ermittelt in Frankfurt 2 - Der Banker mit dem Stöckelschuh« bei Amazon
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