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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Marc Freund vom 12.10.2020
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 12.10.2020
In seinem aktuellen Kriminalroman »Langeooger Schampus« macht Marc Freund Ostfriesland unsicher. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über sein Ermittlerduo und über die Insel Langeoog.

– Herr Freund, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Langeooger Schampus«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige Reihe unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Das mache ich natürlich sehr gerne. In meinem Krimi »Langeooger Schampus« werden die beiden neuen Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss Hals über Kopf in ihren ersten Fall hineinkatapultiert. Zunächst beginnt es mit zwei vermissten Personen, von denen eine wenig später als Leiche wieder auftaucht. Kolbe und Voss geraten bei ihren Ermittlungen zu einem Haus am Waldrand, das häufiger Schauplatz ausschweifender Partys geworden ist. Die Spur führt zu einem gewissen Dr. Sartorius und seinen Gästen. Die Schlinge zieht sich immer enger um den Hals des Mörders, der schließlich zu einem unberechenbaren Risiko wird. Und dann ist da noch das Haus selbst, das Kommissar Kolbe Rätsel aufgibt. Er erinnert sich plötzlich daran, als Kind schon einmal hier gewesen zu sein. Doch was er damals Grässliches zu sehen bekam, war ganz und gar nicht für seine Augen bestimmt.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihre geplante Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Der Klarant Verlag hat sich inzwischen ein breites und spannendes Spektrum an Ostfrieslandkrimis aufgebaut. Ich hoffe nicht nur, dass sich meine Ermittler Kolbe & Voss dort bestens eingliedern, sondern auch die Leser der bereits etablierten Reihen einen interessierten Blick in meine Romane werfen.
Literarische Vorbilder habe ich einige. So liebe ich z. B. die klassischen Krimis von Agatha Christie und John Dickson Carr, mag es aber gerne auch mal etwas gruseliger und greife dann gerne zu Edgar Allan Poe oder zu meinem literarischen Idol Stephen King. Meine Lieblingsromane: Dracula (Bram Stoker), Malpertuis (Jean Ray), Der verschlossene Raum (John Dickson Carr).

– Ihr Buch markiert den ersten Auftritt der Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss. Warum haben die beiden gleich eine ganze Serien von Büchern verdient? Was hebt sie von anderen Ermittlern ab, was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Ein Ermittlerduo einzusetzen gehört zu den Dingen, die ich immer schon einmal umsetzen wollte. Kolbe & Voss stehen absolut gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Gegensätze und unterschiedlichen Auffassungen sorgen bei ihren Ermittlungen oftmals für Zündstoff. Neben den in sich geschlossenen Fällen erfährt der Leser auch einiges über das Privatleben der beiden Ermittler. Zunächst liegt der Schwerpunkt bei Kolbe, in dessen Vergangenheit ein entsetzliches Verbrechen geschehen ist. Er macht sich außerhalb seiner Dienstzeiten auf, mehr darüber zu erfahren und seinen ganz persönlichen Fall zu lösen. Auch Rieke Voss wird dabei noch eine große Rolle spielen, was beide jetzt zum Erscheinen des ersten Romans noch nicht ahnen. Ich habe also mit den beiden Figuren noch einiges vor, und dazu braucht es einfach ein bisschen mehr Raum. Anders formuliert: Meine Leser dürfen sich nicht nur auf spannende Einzelfälle freuen, sondern auch auf eine weiterführende Rahmenhandlung, an deren Ende die Auflösung eines großen Geheimnisses steht.
Ich bin gerade selbst noch dabei, Rieke Voss und Gerret Kolbe kennenzulernen. Aber schon jetzt schätze ich an ihnen, dass sie beide kein Blatt vor den Mund nehmen, sich nichts gefallen lassen und allen Widrigkeiten trotzen. Sie sind sich längst nicht immer freundlich gesonnen, aber auch das empfinde ich zwischen den beiden als das gewisse »Salz in der Suppe.« Letztlich halten sie allerdings doch zusammen, wenn es darauf ankommt. Diese Mischung finde ich persönlich sehr interessant.

– Was ist der besondere Reiz daran, gleich zwei Spürnasen statt eines einzelnen Kommissars gegen das Verbrechen antreten zu lassen?

Ich denke, dass jeder Sherlock Holmes seinen Doktor Watson braucht. Wobei die Rollen bei Kolbe & Voss anders verteilt sind. Die beiden haben die gleichen Befugnisse und sollen als Team ermitteln. Dabei ist es nur natürlich, dass mal der eine dem anderen zuvorkommt. Die Interaktion zwischen diesen beiden ist das, was der eigentlichen Geschichte jeweils noch einen zusätzlichen Reiz verleiht. Dabei ist es mir auch wichtig, dass die beiden menschlich rüberkommen, mit all ihren Stärken und natürlich auch Schwächen.

– Steht schon jetzt fest, wie häufig man die beiden Inselkommissare im Einsatz erleben kann, oder ist dies ein sich fortentwickelnder Prozess?

Mit dem Klarant Verlag habe ich zum Start eine Reihe von mindestens fünf Bänden abgestimmt. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es danach noch weitergeht. Ideen sind auf jeden Fall vorhanden und meine Lust am Schreiben ist ungebrochen.

– Wie kam es dazu, dass Sie sich gerade für Langeoog als Schauplatz Ihrer Reihe entschieden haben? Haben Sie einen persönlichen Bezug zu der Insel? Was macht Langeoog zu einem idealen Schauplatz für literarische Kriminalfälle?

Ich habe ein bisschen recherchiert, wo und wie ich mich in das Programm des Verlages mit einbringen kann, speziell was die Ostfrieslandkrimi-Reihe angeht. So kam ich ziemlich schnell auf Langeoog. Die Insel ist für mich eine Art Mikrokosmos, in dem wir alle Zutaten vorfinden, aus denen spannende Geschichten entstehen können. Wir haben Hotels, Ferienhäuser, Geschäfte, die Inselbahn, das Inselwäldchen, die Dünenlandschaft und natürlich jede Menge Strand. Nicht zu vergessen die Urlauber und die Insulaner. Ich fühle mich da als Autor überhaupt nicht eingeengt und freue mich schon darauf, Langeoog durch alle Jahreszeiten hinweg zu beleuchten. Dazu habe ich inzwischen viel recherchiert, Dokumentationen gesehen und Bücher gelesen. Ich freue mich darauf, die Insel sobald wie möglich auch persönlich und direkt vor Ort zu erkunden.

– Sie haben Bücher und Hörspieler zahlreicher Genres ersonnen. Was unterscheidet das Schreiben eines Ostfrieslandkrimis vom Verfassen aller anderen Geschichten?

Die Unterschiede zwischen einem Ostfrieslandkrimi und beispielsweise einem Hörspiel mit Horrorelementen sind beim Schreiben gar nicht so gravierend, wie es vielleicht auf den ersten Blick aussehen mag. Am Anfang steht bekanntlich immer die Idee. Die sollte nicht nur in sich schlüssig, sondern nach Möglichkeit auch spannend sein, um den Leser/Hörer bei Laune zu halten. Der Plot muss in beiden Fällen durchdacht sein. Auch in meinen Langeoog-Krimis werden immer wieder mal düstere Elemente vorkommen. Als Beispiel sei hier Kommissar Kolbes Kindheits-Trauma genannt, dem er sich im Verlauf der ersten Romane stellen muss. Natürlich kommt bei einem Regionalkrimi dann noch das Lokalkolorit dazu. Die Beschreibung von Land und Leuten muss stimmig sein. Ein Leser, der schon einmal auf der Insel war, muss sich auch in meinem Roman dort wiederfinden können. Diese wiederkehrenden »Aha-Erlebnisse« sind das Besondere bei dieser Art von Geschichten.

– Was können wir von dem Autor Marc Freund in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Gerret Kolbe und Rieke Voss weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich gerade dabei, den zweiten Kolbe & Voss-Fall zu verfassen. Der Roman wächst stetig und wird im Oktober 2020 noch fertig werden. Darüber hinaus sammle ich bereits Ideen für die nächsten Fälle. Hier darf man also noch Einiges erwarten. Darüber hinaus bin ich auch weiterhin als Hörspielautor tätig, wo immer wieder viele neue und spannende Projekte anstehen. Messe- und Lesungstermine plane ich im Augenblick vorsichtig, wobei wir da ja bekanntlich aktuell vor einigen Herausforderungen stehen. Ich hoffe einfach, dass sich die Zeiten bald wieder normalisieren und öffentliche Veranstaltungen und Lesungen so schnell wie möglich wieder zur Normalität gehören. Bis dahin wünsche ich allen Lesern der Leserkanone alles Gute, Gesundheit und natürlich immer ein spannendes Buch in Griffweite. Ich bedanke mich für das Interview. Es hat mir großen Spaß gemacht!

Das Team von Leserkanone.de dankt Marc Freund für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Marc Freund bei Facebook
Marc Freund bei Instagram
»Langeooger Schampus« bei Leserkanone.de
»Langeooger Schampus« bei Amazon
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