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Michael Kothe 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Michael Kothe
Instagram: autor.michaelkothe
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Michael Kothe vom 17.08.2020
  Leserkanonen-Interview mit Michael Kothe vom 04.02.2021
  Leserkanonen-Interview mit Michael Kothe vom 30.03.2022
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 30.03.2022
In der letzten Zeit sind mit »Just a Minute« und »Familienbande« mehrere neue Arbeiten von Michael Kothe erschienen, ein Krimi steht gerade in den Startlöchern. Wir unterhielten uns mit ihm über seine neuesten Projekte.

– Herr Kothe, dieses Mal ist mehr als ein Jahr vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorenleben des Michael Kothe getan?

Vielen Dank dafür, dass Sie mir die Gelegenheit für die Darstellung geben! Der größte Erfolg seit dem Interview sind zwei Verlagsverträge und drei Vertragsangebote für dieselben zwei Werke. Eine Sammlung düsterer Geschichten für den Legionarion-Verlag mit dem Arbeitstitel »Trostlos« sieht ihrer Vollendung entgegen, die Veröffentlichung ist für Anfang 2023 vorgesehen. Mein Debüt-Krimi »Roman mit Todesfolge« erscheint beim telegonos-Verlag gedruckt und als eBook im Mai oder Juni 2022, jedenfalls pünktlich als Ferienlektüre. Kurzgeschichten »querbeet« traten ab September letzten Jahres in den Hintergrund, da ich mich auf den Roman konzentrieren wollte. Kurz vorher schrieb ich »Familienbande«, und trotzdem möchte ich seit letztem Dezember mit »Just a Minute« unterhalten, einem 99-Cent-eBook bei Amazon, dessen Kürzestgeschichten je zwischen einer und drei Minuten Lesezeit beanspruchen - also etwas für die S-Bahnfahrt oder fürs Wartezimmer beim Zahnarzt.

– Unter anderem ist seit unserem letzten Interview ein Kurzkrimi namens »Familienbande« aus Ihrer Feder erschienen. Dieser ist Teil der »Authors Challenge«. Was hat es damit auf sich?

Selfpublisher haben es schwer, sich und ihre Werke von der Masse der Neuerscheinungen abzuheben. Im Oktober 2020 rief Lima Strysa das Projekt ins Leben, indem sie ihre eigene Kurzgeschichte als eBook vorstellte und nach und nach Autorinnen und Autoren einlud, im Sinne einer Challenge ihre Erzählungen bei Amazon zu veröffentlichen und den »literarischen Staffelstab« weiterzureichen. Die Herausforderung besteht darin, dass dem Nachfolger nur vier Wochen zugestanden werden, seine Geschichte zu schreiben und hochzuladen. Und zwar zu einem Stichwort, das der Einladende vorgibt. Dem Leser bietet sich so die Gelegenheit, etwa einmal im Monat für 99 Eurocent unter dem Stichwort »Authors‘ Challenge« mit einem 30 bis 40 Seiten starken Kurzroman einen neuen Autor kennenzulernen, für dessen schriftstellerische Qualität der Vorgänger bürgt, denn der hat ja in Kenntnis von Stil und Story eingeladen. Meine Einladung erhielt ich von Sabine Reifenstahl mit dem Stichwort »Intrigen«, denn, so erklärte sie mir, mit dem Stichwort ‚Mord‘ täte ich mich ja zu leicht. Der besseren Auffindbarkeit der Challenge zuliebe habe ich die Website https://authors-challenge.jimdofree.com eingerichtet, über die der Leser mittlerweile sieben Autorinnen und Autoren erreicht.

– Weshalb ist man gut beraten, den Kurzkrimi so schnell wie möglich zu lesen? Für welche Zielgruppe ist er gedacht?

Da die Authors‘ Challenge im Monatsrhythmus ein neues Werk präsentieren möchte, will mein Kurzkrimi »Familienbande« den neuen Geschichten nicht im Wege stehen - natürlich darf er weiterhin bei Amazon heruntergeladen und gelesen werden. Besonderes Vergnügen dürfte er Liebhabern englischer Kriminalgeschichten bereiten. Nicht nur des schottischen Ambientes wegen, sondern vor allem wegen der düsteren Geheimnisse, die wir bei den schwarzweiß verfilmten Romanen von Agatha Christie und Edgar Wallace lieben gelernt haben. Rezensionen betonen neben dieser Atmosphäre den finsteren britischen Humor, der aus der Kombination aus düsterer Handlung und leichtfüßigem Schreibstil besteht, und das unerwartete Ende.

– Sie schreiben Kurzgeschichten nicht nur selbst, sondern erledigen auch das Lektorat und Korrektorat für die Kurzgeschichten anderer Autoren. Wie kam es dazu? Kann man bereits Geschichten lesen, an denen Sie auf diese Weise beteiligt waren?

Ursprünglich wollte ich nur bei einer Ausschreibung eine lebensbejahende Geschichte beisteuern, doch lud mich eine der beiden Herausgeberinnen ein, mit ihnen aus über 140 Einsendungen die rund 30 aufzunehmenden Erzählungen auszuwählen. Irgendwann fragte sie mich, ob ich beim Korrektorat unterstützen könne. Kommapflege war mir zu wenig, und so wurde daraus ein vollständiges Lektorat. Zusammen mit Sabine Reifenstahl und Maria Donner bin ich nun Mitherausgeber der »Geschichten-Bowle« (https://www.geschichten-bowle.de), einem Vorlesebuch für Menschen in besonderen Lebenslagen. Da Maria im Pflegeberuf arbeitet, freue ich mich über meine Beteiligung an einer Sammlung, aus der Betreuerinnen und Betreuer ab April oder Mai den ihnen anvertrauten Menschen vortragen können. Zum Lektorat an der Anthologie »Nacht« des Schreiblust-Verlags wurde ich eingeladen, weil ich dort durch meine eigenen Geschichten bekannt bin. Die gut 30 Erzählungen, von denen ich fünf lektorierte, werden nach meiner Erwartung im Mai herausgegeben. Auch für die Authors‘ Challenge habe ich ein paar der dort veröffentlichten Kurzgeschichten lektoriert, wenn ich meine »Durchsicht« der Manuskripte so nennen darf.

– Wird man in absehbarer Zeit auch mal etwas »Längeres« von Ihnen lesen können?

Für dieses Jahr stehen zwei Projekte auf meiner To-Do-Liste. Den »Roman mit Todesfolge« erwähnte ich schon zu Beginn. Mit gut 260 Buchseiten bereitet er seinen Lesern in den Sommerferien vergnügliche Kurzweil. »Leberechts erster Mord«, so der Untertitel, soll natürlich nicht allein bleiben. Das Manuskript für den zweiten Band um den Detektiv Gotthilf Leberecht mit einer zwielichtigen Vergangenheit, der zusammen mit seiner Vermieterin Uschi Haberkorn und seiner Putzfrau Yvonne Blaschke ermittelt, habe ich angefangen, und für Leberechts dritten Mord gibt es einen Pitch. Einen ersten Einblick erhält Ihr Leser auf meiner Autorenseite beim telegonos-Verlag und auf meiner Homepage. Ob und wann die weiteren jeweils in sich abgeschlossenen Romane folgen, muss der Verlag festlegen. Für eine Überarbeitung und die Fortführung meiner Fantasy-Romane in der Parallelwelt »Siebenreich« habe ich zwar die Absicht, aber noch keinen zeitlichen Horizont. Neben dem Schreiben für Verlage möchte ich mich weiterhin als Selfpublisher betätigen. Weil es mir großes Vergnügen bereitet, bis hin zur Covergestaltung und dem Buchsatz alles selbst machen zu dürfen, möchte ich zum Jahresende mit »Schmunzelmord 2« wieder eine locker geschriebene Sammlung »krimineller Kurzgeschichten« veröffentlichen. Derzeit bin ich etwa bei der Hälfte der Geschichten angelangt.

– Was unterscheidet die Herangehensweise an ein Buch wie Ihren »Roman mit Todesfolge« von der Erschaffung von Kurzgeschichten? Welcher Aufwand steckt in einem Werk wie Ihrem anstehenden Debütkrimi?

Die Ideen für mein Schreiben entstehen regelmäßig spontan. Aus einem Bild, einem Wort oder einer Assoziation. Die ersten Sätze oder gar Seiten schreibe ich aus dem Stegreif, die Unterschiede ergeben sich danach. Während ich auch heute noch Kurzgeschichten »aus dem Bauch heraus« schreibe und anschließend gründlich überarbeite, bis sie mir gefallen, ist beim Roman der erste und wichtigste Schritt nach dem knappen Anfang die Erstellung eines ausführlichen Plots. Das ist vor dem Weiterschreiben nicht nur eine erweiterte Inhaltsangabe, sondern eine beinah minutiös getaktete Abfolge der Handlungen. Natürlich ergeben sich im Verlauf des Schreibens Verschiebungen, Ergänzungen und Streichungen, denn meinen Figuren erlaube ich in engen Grenzen eine Mitsprache, und ab und zu überraschen sie mich mit originellen Einfällen. Der Hintergrund ist meine Philosophie, dass in einem virtuellen Rollenspiel Selbstgespräche dem Unterbewusstsein Gesicht und Stimme geben. An der Struktur des Plots mit Ort und Tag der Handlung einschließlich der Tageszeit halte ich dabei fest. Beim Roman ist das wichtig, um den Überblick zu behalten. Die Logik von Handlung und Charakteren zieht sich ja nicht nur über fünf oder zehn Seiten mit überschaubarer Zeitdauer, sondern über 260 Buchseiten, die etwa einen Monat Handlung abdecken. An »Roman mit Todesfolge« habe ich bis zur ersten Vorstellung bei Verlagen gut ein Vierteljahr lang gearbeitet. Dafür war dann die Abstimmung mit meinem Lektor erfrischend kurz. Rechtzeitig zum Erscheinungstermin wird Gotthilf Leberecht auch seine eigene Website erhalten, was ihn ebenfalls von einzelnen Kurzgeschichten unterscheidet.

– In unserem letzten Interview sprachen wir über die Schwierigkeiten, die es damals mit dem Anbieten von Autorenlesungen gab. Hat sich dies inzwischen entspannt? Stehen Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich hoffe, in diesem Jahr Leser und Zuhörer persönlich zu erleben. Nicht, weil Verlage ihre Autoren in Marketingveranstaltungen einbeziehen, sondern weil ich selbst dieses »Feeling« kennenlernen möchte. Autorenlesungen auf YouTube sind unbefriedigend, weil sie ohne Rückmeldung bleiben. Und hier in Spanien aus deutschsprachigen Büchern vorzulesen, träfe auf geringe Resonanz. Mein Handicap war die durch Corona bedingte Einschränkung von Reisen und öffentlichen Veranstaltungen. Dadurch kamen geplante Lesungen nicht zustande. Zurzeit bin ich dabei, mich bei Veranstaltern wieder in Erinnerung zu bringen, denn zum Einen hat sich mein Repertoire deutlich erweitert, zum Anderen werde ich wohl ab Mai wieder für längere Zeit in Deutschland sein.

Das Team von Leserkanone.de dankt Michael Kothe für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Michael Kothe
Michael Kothe bei Instagram
»Just a Minute« bei Leserkanone.de
»Just a Minute« bei Amazon
»Familienbande« bei Leserkanone.de
»Familienbande« bei Amazon
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