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Harri Aßmann-Vaahsen 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Harri Assmann
Facebook: harri.assmannvaahsen
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Harri Aßmann-Vaahsen vom 31.01.2021
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 31.01.2021
Mit dem Roman »Morgengrauen - Verborgene Zeichen« hat sich Harri Aßmann-Vaahsen zurückgemeldet. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über seine Schreibpause, über sein neues Werk und über die Buchwelt.

– Herr Aßmann-Vaahsen, zwei Jahrzehnte hat man Sie in der Buchwelt nicht mehr mit neuen Veröffentlichungen zu Gesicht bekommen. Wie kam es zu der langen Schreibpause? Was hat dazu geführt, dass Sie nun wieder zurückgekehrt sind? Und haben Sie das Gefühl, die Buchwelt von heute ist eine andere als die damalige?

Die lange Schreibpause war zum einen bedingt durch persönliche Verpflichtungen. Die Arbeit als Grafiker hat mich doch sehr in Anspruch genommen - das macht sie auch immer noch - und die Geburt meiner Tochter, die damit einhergehenden Veränderungen im Leben nahmen ebenfalls viel Raum ein. Zum anderen hat die Entwicklung der Story, der Charaktere und die Recherche zu »Verborgene Zeichen« sehr viel Zeit benötigt. Nur mit der Idee alleine bin ich ungefähr zehn Jahre »schwanger« gegangen und habe dann lange mit mir gehadert, ob die Geschichte spannend genug ist, sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Nach der Fertigstellung hatte ich dann zwischenzeitlich sogar einen Agenten beauftragt, einen geeigneten Verlag zu finden, was sich als äußerst schwierig und letzten Endes als erfolglos entpuppte.

Was mich auf Ihre Frage bezüglich der Buchwelt bringt: Ja, sie hat sich in meinen Augen sehr verändert. Vieles ist schnelllebiger geworden und der Markt, die Leserschaft und die Erwartungshaltung haben sich doch arg gewandelt - was positive, aber auch negative Aspekte mit sich gebracht hat. Die Auflagenzahlen der gedruckten Bücher sind bei Neuerscheinungen teils drastisch gesunken und die deutschen Verlage scheuen sich, ein Risiko einzugehen, weil es nun einmal günstiger ist, erfolgreiche ausländische Titel zu kaufen und zu übersetzen, als sich auf Wagnisse mit jungen und unbekannten deutschen Autoren einzulassen.
Die Leser und auch Verlage wollen teils gute Literatur zu niedrigen Preisen haben und sind oft auch nicht bereit, lange auf eine Fortsetzung zu warten. Dafür ist es mittlerweile möglich, vieles im Eigenverlag, sei es nun über Amazon oder eine der vielen anderen »Book-on-Demand-Plattformen«, zu veröffentlichen, was wieder ganz viele neue Möglichkeiten und Märkte bietet, wobei man das E-Book mittlerweile nicht vergessen darf.

– Im Laufe des letzten Jahres erschien schlussendlich Ihr Roman »Morgengrauen - Verborgene Zeichen«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Das mit dem Kurz ist schwierig. *lach*
»Morgengrauen« bildet den Auftakt einer mehrteiligen Erzählung. Es stellt die unterschiedlichen Charaktere vor und nimmt den/die Leser*innen mit auf eine Reise, die außerhalb der normalen Wahrnehmung stattfindet. Ein Computerspiel und eine Welt, die neben der unseren existiert, lassen nur im Ansatz erahnen, was hinter den ganzen Verflechtungen steht, die die Protagonisten in unterschiedlichen Städten und Ebenen durchleben. Alltägliche Orte und auch profane Gegenstände entpuppen sich als magische Lokalitäten und/oder mystische Artefakte, die Portale in eine andere Welt öffnen können, um nicht zu viel zu verraten - denn die verborgenen Zeichen sind allgegenwärtig.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Das zu beantworten, ist äußerst schwierig, weil ich persönlich weitgefächert aufgestellt bin, was mein Leseverhalten angeht. Ich mag sowohl einen guten Krimi als auch historische Erzählungen oder einen blutrünstigen Horror-Roman, der im Weltall spielt - sogar das ein oder andere Fachbuch wird von mir mit Hingabe gelesen, wenn nicht sogar »verschlungen«.

»Morgengrauen« ist doch sehr komplex und passt eigentlich so gar nicht in eine gewöhnliche Sparte der Belletristik. Persönlich würde ich die Reihe »Verborgene Zeichen« als fantastische Literatur bezeichnen, die sich sowohl an Leser der klassischen Fantasy wie auch an mittelalterlich Interessierte als auch an Liebhaber von Computerspielen richtet.

Zu meinen Lieblingsbüchern und -autoren zählen Ken Folletts »Die Säulen der Erde«, Neil Gaimans »Niemalsland« als auch von David Eddings die Belgariad-Saga oder Stephen Kings »The Stand - das letzte Gefecht«, um nur einige zu nennen.

– Auf wie viele Bände ist die Saga »Verborgene Zeichen« angelegt? Wird darin eine durchgehende Story erzählt werden, oder wird es sich um abgeschlossene Einzelromane handeln? Und ist es nicht riskant, gleich eine ganze Buchreihe zu planen, wenn man im Vorhinein noch gar nicht einschätzen kann, wie der erste Band bei der Leserschaft ankommt?

Wie viele Teile »Verborgene Zeichen« haben wird, kann ich noch nicht absehen. Die Geschichte und die Charaktere entwickeln sich fortlaufend weiter. Eines kann ich aber jetzt schon sagen, es wird mindestens eine Trilogie werden, weil ich mir viel Zeit und Raum lassen möchte. Darüber hinaus sollte man alle Romane chronologisch lesen, weil die Story und Charaktere eine fortwährende Entwicklung durchmachen, sodass ein Roman einzeln betrachtet sich dem Leser nicht erschließen wird oder dies das Lesevergnügen doch arg trüben würde.

Auf die Frage nach der Einschätzung kann ich nur antworten, dass ich die Romane letzten Endes nur für mich schreibe. Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich über jede einzelne Reaktion oder Rezension - sei sie nun positiv oder negativ. Letzten Endes zeigt sie doch, dass sich jemand die Zeit genommen hat, mein Buch zu lesen, und dies wird in ihm auch etwas bewirkt haben. Auch die ausgesprochen negative Erfahrung, dass es einem Leser nicht gefällt, führt dazu, dass er, der Konsument, jedoch eine Veränderung durchgemacht hat und für sich eine wichtige Erkenntnis daraus gewinnen konnte. Auch zu wissen, was man nicht mag, kann im Leben schon sehr hilfreich sein. Den/die Leser*innen, die jedoch Gefallen an dem Werk finden konnten, hoffe ich, letzten Endes nur gut unterhalten zu haben, und wir können gemeinsam gespannt sein, wie sich die Geschichte noch weiterentwickeln wird. Ich habe da noch einige Überraschungen in der Hinterhand ??

– Liest man sich die ersten Rezensionen Ihres Buchs durch, dann klingt es so, als hätten Sie einen wilden Mix geschaffen: Hier virtuelle Realitäten, dort das Mittelalter, hier Angestellte von Zeitarbeitsfirmen, dort vorlaute Kobolde, und so weiter. Wie bekommt man solch scheinbar vollkommen unterschiedliche Dinge unter einen Hut, und wie sorgt man dafür, dass alles »wie aus einem Guss« klingt? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie »Morgengrauen - Verborgene Zeichen«?

Ihre Aussage mit dem »wilden Mix« trifft es ganz gut. Ich bediene mich fantastischer, mythologischer wie auch realer Elemente, um in meinen Romanen beim Leser etwas zu bewirken. Dies kann wiederum zur Ablehnung bei dem ein oder anderen Charakter als auch zu Gefallen bei dem ein oder anderen Handlungsstrang führen. Wichtig ist jedoch, dass das Geschriebene etwas bewirkt hat. Das kann an der ein oder anderen Stelle schon sehr polarisierend sein.
Dadurch, dass ich mich unterschiedlicher Handlungsebenen bedient habe, habe ich auch versucht, diese in der Wortwahl sprachlich voneinander abzugrenzen. Das macht es dem Leser nicht immer einfach.

Eingangs habe ich bereits erwähnt, dass der Aufwand zum Teil recht hoch ist. Teilweise wurde recherchiert, um stellenweise historisch korrekt zu sein bzw. die jeweilige Szene oder Handlung glaubwürdig erscheinen zu lassen. Weil es sich aber um einen fantastischen Roman handelt, bin ich mit der Authentizität etwas freizügiger umgegangen. Wichtig ist jedoch, dass die Charaktere glaubwürdig bleiben, dass man als Leser die jeweilige Handlung nachvollziehen kann.

Vieles von der Arbeit weiß der Leser auch noch nicht bzw. kommt erst in den Folge-Romanen zum Tragen. Und es gibt auch noch unveröffentlichtes Material, das ich zum Nachlesen auf einer Homepage zur Verfügung stellen werde, wenn ich es schaffe, diese fertigzustellen. Neben dem eigentlichen Schreiben habe ich auch noch die Artwork für das Cover bzw. den Satz gemacht, was auch einiges an Zeit verschlungen hat.

– In der Vergangenheit erschienen Ihre Werke im Heyne Verlag, nun haben Sie Ihr neues Werk ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Ich schilderte es bereits, dass sich kein Verlag finden ließ, dieses Genre-untypische Werk zu veröffentlichen - zumindest wenn ich den Aussagen meines Agenten von damals trauen darf. Auch ist der Inhalt sehr komplex und richtet sich mehr an eine ältere Leserschaft, die zu erreichen nicht immer einfach ist. Dabei möchte ich jedoch betonen, dass sich auch Jugendliche davon angesprochen fühlen können, wenn sie über eine gewisse Reife und Vorstellungskraft verfügen.
Vergleicht man »Morgengrauen« jedoch mit moderner Jugendliteratur, hebt es sich davon ab und somit ist es schwierig, eine genaue Publikumsgruppe zu definieren. Ein Wagnis, das für einen Verlag ein nicht kalkulierbares Risiko darstellen mag. Auch ist die Sprache teilweise sehr direkt, was mich dazu veranlasste, das Werk erst ab einem Alter von 16 Jahren zu kennzeichnen.

Und ich wollte es einfach einmal selbst versuchen. Dank - in meinem Falle - Amazon hat man als Autor unzählige Möglichkeiten, selbst ein Werk der Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Eines sollte einem jedoch immer bewusst sein: Leben kann man, ich zumindest, von den Einnahmen anfangs nicht. Auch muss man sich um viele Arbeitsschritte kümmern, die einem ein Verlag sonst abnimmt. Das Coverdesign, ein Lektorat und Korrektorat wollen auch gemacht werden, und das muss auch irgendwie finanziert werden, was keine kleinen Posten auf der Liste sind. Und das Marketing darf man auch nicht vergessen, wobei ich an dieser Stelle bemerken möchte, dass ich den Service von Euch sehr zu schätzen weiß und dankbar dafür bin, dass Ihr Eure Plattform zur Verfügung stellt.

Verlage sind nötig. Davon bin ich überzeugt, nur manchmal passt es einfach nicht, wie in meinem Fall. Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass die Verlage wieder etwas mutiger werden und unbekannte bzw. junge Autoren in ihr Programm aufnehmen und fördern. Natürlich muss dann mehr Budget in die Werbung, vor allem auch im Internet, investiert werden, denn auch dort müssen die Verlage expandieren und ihre Serviceangebote ausbauen. Wenn die großen Verlage dahin gehend nicht handeln und auch ihre Autoren nicht besser bezahlen, werden sie sich leider selbst abschaffen oder es wird nur noch Einheitsbrei von den Global Players veröffentlicht, der jedem gefällt. Das ist so meine Befürchtung, vor allem, wenn man die Entwicklung auf dem Markt betrachtet.

– Was können wir von dem Autor Harri Aßmann-Vaahsen in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit den »Verborgenen Zeichen« weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits weitere neue Buchprojekte in Planung?

Gegenwärtig sitze ich an dem zweiten Teil »Abenddämmerung« aus der Reihe »Verborgene Zeichen« und habe das Werk zu circa fünfzig Prozent in der ersten Fassung abgeschlossen. Wir tauchen tiefer ein in die Zwischenwelt und lernen mehr über die Geschlechter, über die Kreaturen der Dunkelheit und werden Zeuge, wie der Kampf von Gut gegen Böse anfängt, in seinem Ausmaß alle Geschehnisse zu beeinflussen.

Wegen Corona ist es mir nur zurzeit leider nicht möglich, einige Bauwerke bzw. Museen zu besuchen, weswegen ich fürchte, dass ich den zweiten Teil erst zum Ende des Jahres fertigstellen kann, obwohl ich eigentlich geplant hatte, im Herbst dieses Jahres mit allem fertig zu werden. Und das Buch wird länger werden, so viel kann ich jetzt schon einmal verraten. Weitere Buchprojekte sind derzeit nicht geplant. Wie bereits erwähnt, arbeite ich an einer Homepage, auf der es auch den Zugang zu einem Forum geben soll, wo sich dann Interessierte untereinander und mit mir austauschen können.

Das Team von Leserkanone.de dankt Harri Aßmann-Vaahsen für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Harri Aßmann-Vaahsen bei Facebook
»Morgengrauen - Verborgene Zeichen« bei Leserkanone.de
»Morgengrauen - Verborgene Zeichen« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz