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Konrad Krumbachner 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Interview: Leserkanonen-Interview mit Konrad Krumbachner vom 10.06.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 10.06.2021
Im aktuellen Kriminalroman von Konrad Krumbachner geht es »Höher, schneller, weiter«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über die Olympischen Spiele des Jahres 1972 und über die ungewöhnliche Krimireihe »Deutschland im Schatten«.

Herr Krumbachner, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Höher, schneller, weiter«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Kurz vor den Olympischen Spielen 1972 wird eine große Medaillenkandidaten ermordet. Das Mordopfer lebte in einer unglücklichen Partnerschaft, hatte Streit mit ihren ärgsten Konkurrentinnen und ein schwieriges Verhältnis zu dem Bundestrainer. Schnell eröffnen sich so dem ermittelnden Kommissar Simon Trepper etliche Verdächtige.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Dieses Buch ist etwas für Krimifans und geschichtsinteressierte Leser. Damit bin ich wohl ein gutes Stück von meinem persönlichen Vorbild, Carl Zuckmayer entfernt. Ich bin großer Verehrer von Zuckmayer und seinem menschlichen, humorvollen, einfühlsamen Blick auf die Menschen. Ich hoffe - zumindest ein bisschen - seinen Ton zu treffen.

Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Der Roman »Höher, schneller, weiter« ist Teil der Reihe »Deutschland im Schatten«. Dabei handelt es sich nicht um eine »gewöhnliche« Krimireihe. Die Krimis spiegeln einen langen Zeitraum wider, vom Kriegsende 1945 bis zur Deutschen Einheit 1990. Die Romane befassen sich also nicht nur mit einem Krimi, sondern immer auch mit der Geschichte des Landes in dieser Zeit. Der Leser durchwandert so Stück für Stück die Wandlung der Gesellschaft und die Konflikte jener Tage - Kriegsende, Wiederbewaffnung, Emanzipation von Frauen und Homosexuellen, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, 68er-Bewegung, Spannungen im Kalten Krieg. Zudem sind die Krimis relativ kurz gehalten. Der Leser soll so dynamisch durch diese Epoche geführt werden.

Wie kamen Sie darauf, einen Fall rund um die Olympischen Spiele des Jahres 1972 zu konstruieren? Was macht das Sportereignis für Sie zu einem besonders interessanten Punkt der Geschichte?

Da die Krimis ja zum Großteil in München und Umgebung angesiedelt sind, hat es angeboten auch die Olympiade 1972 in diese Reihe einzubinden. Dass dieses Jahr auch Olympische Spiele anstehen, war dabei wirklich ein Zufall. Ich möchte außerdem viele unterschiedliche Lebenswelten präsentieren, da war ein Blick in den Profisport als Kulisse für einen Krimi durchaus interessant.

Weshalb ist Ihr Kriminalkommissar Trepper eine solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

In der Figur des Simon Trepper finden sich viele Erzählstränge wider: Er war Soldat im untergehenden Dritten Reich, dann Kriegsgefangener, er wurde nach dem Krieg - zufällig - Kriminalkommissar und entwickelte sich - mit veilen persönlichen Erlebnissen - zu einem besonderen Ermittler in der Mordkommission.

War es von Anfang an geplant, ihn zum Helden einer ganzen Reihe an Büchern werden zu lassen, oder ist dies der Resonanz auf den ersten Band zu verdanken? Wie entwickelt man eine Figur wie ihn von Buch zu Buch weiter, um das Interesse an ihm zu erhalten?

Ich hatte immer diese Vision, die Geschichte des geteilten Deutschlands in einer Krimireihe darzustellen. Die Figur des Simon Trepper soll dabei viele Brückhe in unserer Geschichte in sich aufgreifen: Er durchlebt den Wandel der Zeit, er lernt dazu, lehnt auch ab, aber empfindet eben auch Verständnis und entwickelt sich so weiter. Er wächst in die Rolle und ist somit keine statische Person.

Sie haben Ihre Bücher ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Das Internet bietet tatsächlich unglaubliche Möglichkeiten, auch ohne einen Verlag voranzukommen. Man sieht das ja gerade auch an Ihrer Seite »Lesekanone« als Beispiel. Mir kam dieser Weg der Veröffentlichung entgegen, da das Bücher schreiben - leider - nur eine Tätigkeit unter vielen bei mir ist. Dennoch haben Verlage mit ihren Werbemöglichkeiten, der Infrastruktur und den Verbindungen zu anderen Bereichen des öffentlichen Lebens sicher noch etliche Jahre eine prägende Rolle für unsere Medienlandschaft inne.

Was können wir von dem Autor Konrad Krumbachner in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Simon Trepper weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Die Krimireihe mit Simon Trepper wird noch bis 1990 fortgesetzt. Es wird noch sieben weitere Teile geben, bis Trepper 1990 mit einem gesamtdeutschen Fall in Rente geht. Der nächste Fall spielt im Jahr 1974 und wird die verzweifelte Jagd nach einem Serienmörder beinhalten. Der Roman wird zum Jahresende hin erscheinen. Anschließend plane ich die eigene - teils sehr bewegte - Familiengeschichte in Form eines historischen Romans aufzuarbeiten. Ich danke Ihnen sehr für das Interview.

Das Team von Leserkanone.de dankt Konrad Krumbachner für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Höher, schneller, weiter« bei Leserkanone.de
»Höher, schneller, weiter« bei Amazon
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