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Sandra Toth 0 Fans
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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sandra Toth vom 26.06.2020
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 26.06.2020
Mit ihrem Roman »Das Dorf« entführt Autorin Sandra Toth ihre Leser zum ersten Mal in die »Finsterzeit«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch und die zugehörige Reihe, über das Genre der Dystopien und über einen Zusammenbruch des Stromnetzes.

– Frau Toth, dieser Tage erschien Ihr Roman »Finsterzeit - Das Dorf«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige Buchreihe unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

In Finsterzeit geht es um unsere Welt nach dem unwiderruflichen Zusammenbruch des Stromnetzes durch einen Anschlag. Innerhalb weniger Wochen stehen Leid, Hunger und Gewalt an der Tagesordnung. Doch gibt es einen vermeintlich sicheren Ort, eine Festung, die schon vor dem Zusammenbruch erbaut worden war und sich unabhängig von Land und Staat betreiben lässt. Diesen Ort zu erreichen ist das Ziel von Lara und Thomas. Doch auf dem Weg dorthin erwartet das junge Paar viele Gefahren und letztlich stranden sie in einem entlegenen Dorf. Diese Siedlung unter der Leitung des freundlichen Viktor ist entstanden, als er seine Familie aus der Stadt hinausführen wollte, in der Hoffnung hier Sicherheit zu finden. Auf ihrem Weg hatten sich ihnen immer mehr Menschen angeschlossen. Diese Gemeinschaft nimmt Lara und Thomas auf, denn durch einen unerwarteten Zufall erfahren sie, dass in der Festung nicht alles ist, wie es scheint.
Wir begleiten die Protagonisten in der Trilogie dabei, wie sie sich den Herausforderungen des neuen Lebens stellen und Wege suchen um zu überleben.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich denke, dass Fans spannender Dystopien wie »Die Bestimmung«, »Maze Runners« oder »Tribute von Panem« an der Finsterzeit-Trilogie Gefallen finden können. Also Leser, die romantische Dystopien mit Spannung und ohne Fantasy-Elemente oder Zombie-ähnlichen Geschöpfen schätzen. Auch Anhängern der Selection-Serie könnten meine Bücher zusagen. Ein literarisches Vorbild kann ich leider nicht nennen, da ich zwar sehr viele Autoren bewundere, beim Schreiben aber versucht bin, mich durch sie nicht beeinflussen zu lassen. Persönlich liebe ich Dystopien und finde die oben genannten Bücher großartig. Aber auch andere Genres stehen in meinem Bücherregal. So finde ich zum Beispiel die Werke von Hohlbein sehr gut und hier ganz besonders Midgard. Aber auch »Ein ganzes halbes Jahr« von Jojo Moyes gehört zu meinen absoluten Favoriten. Sie merken also, ich kann mich nicht wirklich festlegen. Dazu gibt es viel zu viele wundervolle Romane, die ich allesamt liebe.

– Wie kam es dazu, dass Sie ausgerechnet im Bereich der dystopischen Romane gelandet sind? Was ist aus Autorinnensicht der Reiz an der Erschaffung eines Zukunftsszenarios, in dem alles bergab geht? Und was führte zu der Idee, als Ausgangspunkt Ihrer düsteren neuen Weltordnung das Stromnetz zusammenbrechen zu lassen?

Ich empfinde eine sehr große Leidenschaft für Dystopien. Sie können mich richtig fesseln und nicht selten stelle ich mir die Frage, was ich in einem solchen Szenario tun würde. Was mich allerdings immer ein wenig stört ist, dass wir in diesem Genre häufig auf Charaktere treffen, die beinahe gelassen in diese Welten hinausziehen, einen kühlen Kopf bewahren und den vollen Durchblick haben. Sind diese Protagonisten dann auch noch sehr jung, dann empfinde ich das als unrealistisch. Und so reizte mich die Vorstellung, ganz normale Menschen in eine solche Welt zu schicken. Es zog mich völlig in den Bann, sie mit all ihren Fehlern, Ängsten und Schwächen durch diese Zeit zu begleiten und dabei zuzusehen, wie sie sich dem allen stellen und lernen, über sich hinaus zu wachsen.
Wie es dazu kam für diese Welt die unwiderrufliche Zerstörung des Stromnetzes als Ausgangspunkt zu nehmen kann ich leider nicht sagen. Diese Idee ist beim Schreiben gekommen. Tatsächlich wusste ich auf den ersten Seiten selber nicht was geschehen war. Ich wusste nur: Wir haben diese Protagonisten. Und eine zerbrochene Welt. Alles was dann geschah war für mich genauso überraschend, wie es hoffentlich auch für die Leser ist.

– Was macht Lara und Thomas zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Wie ich bereits in der vorherigen Frage erwähnt habe, war es mir sehr wichtig, möglichst normale Menschen durch die Finsterzeit ziehen zu lassen. Mit allen Schwächen und Unzulänglichkeiten. Aber auch ihren Stärken. Ich habe sie bewusst unsicher gelassen und Raum gegeben, um sich zu entwickeln und um in diesem Szenario über sich hinaus wachsen zu können. Besonders Laras Entwicklung liebe ich sehr. Sie lernt ihre Naivität und ihre Unsicherheit hinter sich zu lassen und schafft es, eine starke und widerstandsfähige Frau zu werden, ohne jedoch ihre eigene Natur zu verlieren. Thomas kämpft sehr mit seiner Vergangenheit und ist nur schwer einzuschätzen. Seine Wechsel zwischen starken und teils sehr unterschiedlichen Gefühlen und Handlungen finde ich sehr menschlich in so einer Extremsituation. Zudem finde ich sie als Paar wunderbar. Wie Zahnräder greifen sie mit ihren unterschiedlichen Charakteren ineinander und ergänzen sich auf eine wundervolle Weise. Sie können stark sein, wenn der andere es braucht. Aber auch zurückhaltend, um dem anderen den Raum zu geben, den er gerade braucht.

– Ist es nicht riskant, gleich eine ganze Trilogie zu planen, wenn man im Vorhinein noch gar nicht einschätzen kann, wie der erste Band bei der Leserschaft ankommt? Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Geschichte, die Ihnen das Vertrauen gibt, dass die Leser gleich drei Bücher lang am Ball bleiben werden?

Als ich angefangen habe zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass es ein komplettes Buch wird. Als es dann ein Buch war, dachte ich nie es würde eine Trilogie werden. Es war zunächst nur eine Leidenschaft, ein reiner Zeitvertreib und ich nahm an, es würde eine Kurzgeschichte werden, die zusammen mit den vielen anderen in der Schublade verschwinden würde. Die Geschichte hat sich selbst zu einer Trilogie entwickelt. Mit dem Blick darauf war es nicht riskant, denn nichts von alldem war geplant. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass alle drei Teile noch in diesem Jahr veröffentlicht werden können und ich so keinen Druck habe, den nächsten Teil liefern zu müssen, denn sie liegen allesamt fertig vor. Ein Alleinstellungsmerkmal finde ich sehr schwierig festzulegen. Aber ich glaube, dass Finsterzeit die Leser dadurch in ihren Bann ziehen kann, dass das ganze Geschehen so greifbar ist und sich hauptsächlich mit der menschlichen Entwicklung befasst. Etwas, das in vielen anderen Büchern dieses Genres eher in den Hintergrund gerückt wird.

– »Das Dorf« ist Ihr Erstlingswerk. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Schon lange träume ich von der Idee, ein eigenes Buch zu schreiben. Es zu veröffentlichen war eine leise Hoffnung, von der ich nie glaubte, dass sie sich erfüllen würde. Entsprechend hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie es sich anfühlen würde. Aber das was da gerade geschieht überschreitet ohnehin alles, was ich mir je zu träumen gewagt hätte. Es ist überwältigend und ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung. Und ich hoffe sehr, dass alle Leser schöne und spannende Lesestunden verbringen.

– Was können wir von der Autorin Sandra Toth in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit »Finsterzeit« weitergehen, und sind womöglich sogar darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Der zweite Teil der Finsterzeit Trilogie erscheint bereits am 06.08. Und der dritte Teil kommt am 27.09. schnell hinterher. In der Zeit, die neben den Veröffentlichung bleibt, arbeite ich schon an einem neuen Buchprojekt. Alles was ich dazu bisher verraten möchte ist, dass es ebenfalls eine Dystopie sein wird, aber ohne Verbindung zur Finsterzeit. Und zudem haben die vielen schönen Rezensionen in mir die leise Idee aufkeimen lassen, vielleicht ein Prequel zur Finsterzeit zu schreiben.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sandra Toth für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Sandra Toth bei Facebook
Sandra Toth bei Instagram
»Finsterzeit 1 - Das Dorf« bei Leserkanone.de
»Finsterzeit 1 - Das Dorf« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz