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Ursula Schmid-Spreer 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Ursula Schmid
Webseite: Offizielle Homepage von Ursula Schmid-Spreer
Facebook: ursula.schmidspreer
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Ursula Schmid-Spreer vom 03.04.2020
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 03.04.2020
In ihrem aktuellen Buch »Cork, noch mehr Mord«, das man an dieser Stelle direkt beim Verlag bekommen kann, führt Ursula Schmid-Spreer ihre Leser nach Irland. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über Cork und über das geschriebene Verbrechen.

– Frau Schmid-Spreer, vor Kurzem erschien Ihr neues Buch »Cork - Noch mehr Mord«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz davon genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Cork - noch mehr Mord« ist die Fortsetzung des Romans »Mord in Cork«
Was machen pensionierte Kommissare, denen langweilig ist? Sie gründen einen Stammtisch mit Kollegen, die noch im aktiven Dienst sind, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Die drei irischen Kommissare Ian Mc Carthy, Kevin Mulligan und Daniel Cerigh treffen sich mit ihrem deutschen Kollegen Michael Tischer über ein Jahr lang im Pub und erzählen sich bei Guinness und gutem Essen Kriminalfälle aus der Vergangenheit. Auch im beschaulichen Irland wird gemordet, vertuscht und betrogen.
Ob beim Wurst-Mord in Mallow, einem mehrfach geplanten, aber doch nicht geglückten Mord an der eigenen Tante oder dem Lösen eines alten Falles – mit kriminalistischem Geschick und einer großen Portion Humor wurden die Fälle gelöst. Nebenbei führe ich die Lesenden durch die Grafschaft Cork, die Geschichte des Landes und tische unsagbare Leckereien aus einem Land auf, in dem nicht nur Guinness und Irish Stew köstlich schmecken.
Eine unterhaltsam-kulinarische Reise durch ein Land voller Überraschungen mit großer Historie und einer verzaubernden Gegenwart.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Werke würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Leser, die sich auf etwas Neues einlassen möchten? Die Geschichten sind in sich abgeschlossen, ein roter Faden zieht sich allerdings durch. Und natürlich möchte ich Leser gewinnen, die sich in Irland, in die grüne Insel, verlieben möchten.

Auch historische Bücher interessieren mich, ich lese aber natürlich überwiegend Krimis. Dabei mag ich besonders die schottische Schriftstellerin Val McDermid. Ich lese aber auch gerne die Bücher meiner geschätzten mörderischen Schwestern.
Ein literarisches Vorbild habe ich gar nicht. Jeder Autor/jede Autorin hat ihren eigenen einzigartigen Stil, alles andere wäre nur kopiert.

– »Cork - Noch mehr Mord« ist nicht das erste Buch, in dem Sie die südirische Grafschaft thematisiert haben. Wieso zieht es Sie immer wieder literarisch dorthin? Was macht Cork zu einem idealen Schauplatz für Geschichten wie die Ihren? Und sollte man selbst einen Bezug zu Irland allgemein und Cork im Speziellen haben, um größtmöglichen Unterhaltungswert aus Ihrem Buch zu ziehen?

Ich musste in der Schule mal ein Referat über Irland halten. Seitdem hat mich das Land nicht mehr losgelassen. Natürlich habe ich es besucht und mich sofort in Land und Leute verliebt. Da bleibt es nicht aus, sich mit irischen Schriftstellern, wie Samuel Beckett, James Joyce, Oscar Wilde oder George Bernard Shaw auseinanderzusetzen. Ich habe sogar in Glengarriff den Enkel von G.B. Shaw kennengelernt. Ein leicht verrückter Maler, der in einem Cottage nähe Glengarriff ohne Wasser und Strom lebt.

Nach dem Abitur ist meine Tochter nach Irland, nach Cork gegangen, um dort zu studieren. Und so entstand die Idee dem County Geschichten zu geben. Ich bin wochenlang in der Grafschaft herumgereist, habe alles fotografiert und mir Geschichten ausgedacht, die speziell in diesem Ort spielen könnten. Wie zum Beispiel Crosshaven, in der es im August immer den red-hair-day gibt. Prädestiniert eine Geschichte darüber zu schreiben.

Das Buch soll kein Reiseführer sein, sondern nur eine Anregung, was man alles anschauen könnte. In jedem Ort – mag er noch so klein sein – gibt es einen Friedhof, eine Kirche und natürlich Pubs.

Das Land hat so eine schöne, aber auch traurige Geschichte. Trotzdem sind die Menschen fröhlich, singen gerne und nehmen jeden freundlich auf. Literarisch gibt es da noch viel zu »beackern«.

Cork ist die zweitgrößte Stadt der Republik Irland. Der County hat eine rege Geschichte. Natürlich gibt es auch noch viele andere Countys, in denen »mords« was los ist und wo es sich lohnt Geschichten zu entwickeln.

Vielleicht bekommt der Leser ja Lust das Land, die Menschen, die Natur, die Pubs, das Mystische und die vielen Sehenswürdigkeiten Irlands kennenzulernen? Vielleicht begegnet ihm der Leprechaun oder eine Fee? Wer weiß? Irland ist magisch. Und was ist schöner, als magisch-mystische Geschichten zu schreiben und sie dem Leser zu präsentieren?

– In Ihrem Buch verknüpfen Sie Kriminelles, Kulinarisches und Sehenswürdigkeiten. Wie passen diese drei Dinge zusammen, und wie kamen Sie auf die Idee zu dieser Kombination?

Irland hat eine sehr schmackhafte Küche, bodenständig und klar. Mit Gemüse und wenig Fleisch kann man sehr gutschmeckende Eintöpfe kreieren. Die Köche in den Pubs haben mir bereitwillig Auskünfte gegeben. Denn – jedes Irish Stew schmeckt anders, weil eine Prise »Geheimnis« mit eingearbeitet wurde.

Jeder Besuch eines Ortes im County endet natürlich immer in einem Pub. Ein Guinness, ein Kilkenny oder auch ein Bulmers (Cidre) sind Pflicht. Und vielleicht gerät man auch in eine Session? Einer zückt die Fidel, eine Bodhran (Trommel) kommt hinzu, eine Gitarre stimmt mit ein, die Flöte hält einen Ton und schon hat man eine Session. Mitsingen erlaubt sogar gewünscht. Mag es auch noch so schräg sein, die »Traute« wird mit lautem Klatschen belohnt. Und dann ist da noch das »story telling«. Man erzählt sich Geschichten, der Pub ist das Wohnzimmer der Iren. Die after-work-partys sind legendär. Hier erfährt man Neues. Und hier habe ich Geschichten gehört, die ich im Roman verarbeitet habe. Ich bin gespannt, ob der Leser/die Leserin erkennt, welche Geschichten tatsächlich wahr sind.

– Worin liegt für Sie der besondere Reiz im Schreiben von Kurzgeschichten? Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Kurzgeschichte aus? Und wie schaffen Sie es, einem Text auf wenigen Seiten eine so individualistische Note zu geben, dass man eine »Schmid-Spreer-Geschichte« sofort als eine solche erkennt?

Bei Kurzgeschichten muss man auf den Punkt kommen; eine spannende Handlung auf wenige Seiten konzipieren. Das macht Spaß, weil man sich nicht so in Details verlieren braucht. Eine gute Kurzgeschichte ist für mich, wenn es am Ende noch eine galante und logische Umkehr gibt, die dem Leser ein »wow« entlockt.
Ich habe in meinen regionalen Romanen zwei Ermittlerfiguren (Belu Nürnberger und Klaus Hofmockel) entwickelt. Ich lasse die beiden auch einzeln in meinen Kurzgeschichten auftauchen. Jeder Autor hat ja seinen eigenen Stil. Wenn man den mag, erkennt man die Handschrift des jeweiligen Autors.

– Sie schreiben Kurzkrimis, Kriminalromane, geben Krimi-Anthologien heraus und sind Mitglied der Mörderischen Schwestern - wie gerät man als mutmaßlich friedliebende Lehrerin, die sich dem Gesundheitsbereich gewidmet hatte, ausgerechnet in die Welt des geschriebenen Verbrechens? Was bedeutet das Krimigenre für Sie persönlich?

Ich war über 35 Jahre im Schuldienst. Und da fragen Sie mich, warum ich gerne Krimis schreibe? Manch Anekdote wurde da ins Buch aufgenommen. Und einmal mussten wir sogar den Tod einer Schülerin beklagen, die von ihrem Chef umgebracht worden ist. Also: Stoff genug! Am Schönsten war es, wenn mich meine Kollegen auf neue Mordmethoden aufmerksam gemacht haben. »Du könntest mal mit einer Akupunkturnadel jemanden umbringen« - oder unsere Biologielehrerin klärte mich über Schierling und andere Gifte auf.

Im Krimi darf man morden, ohne dafür belangt zu werden. Mir macht es besonders Freude, dem Leser/der Leserin falsche Fährten aufzuzeigen und am Ende einen ganz anderen Mörder aus dem (literarischen) Hut zu zaubern.

»Denken Sie dran, ich bin Krimiautorin. Meine nächste Leiche trägt Ihren Namen.«

– Was können wir von der Autorin Ursula Schmid-Spreer in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich bleibe Irland treu. Zur Zeit arbeite ich an einem Roman über Molly Malone, die Fischverkäuferin aus Dublin aus dem 17. Jahrhundert. Jeder kennt das Lied von den Dubliners: Cockles and mussels, hidaeio ... (Herzmuscheln und Miesmuscheln, das ist ein bekanntes irisches Volkslied) Es wird ein Krimi, der diesmal auch historische Fakten aufgreift.

Ich bin auf der Buchmesse in Frankfurt am BVjA-Stand (Bundesverband der jungen Autoren) zu finden. Natürlich gibt es auch immer wieder Lesungen mit mir – teilweise kulinarisch in irischen Pubs, immer mit Bildern oder meinem irischen Musiker, der mich auf der Gitarre begleitet. Termine gibt es auf meiner Webseite www.schmid-spreer.de

Und noch etwas: In Irland regnet es NIE – es gibt nur »liquid sunshine!«

Das Team von Leserkanone.de dankt Ursula Schmid-Spreer für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Ursula Schmid-Spreer
Ursula Schmid-Spreer bei Facebook
»Cork, noch mehr Mord« bei Leserkanone.de
»Cork, noch mehr Mord« im Shop des adakia Verlags
»Cork, noch mehr Mord« bei Lehmanns Media
»Cork, noch mehr Mord« bei Amazon
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