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Frank W. Haubold 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Frank W. Haubold
Facebook: FrankWHaubold
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Frank W. Haubold vom 02.01.2020
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 02.01.2020
In seinem aktuellen Thriller lädt Frank W. Haubold seine Leser in die »Dämonenstadt« ein. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über das Wandeln zwischen den Genres und über dreißig Jahre Autorenleben.

– Herr Haubold, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Dämonenstadt«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Dämonenstadt« ist ein Mystery-Thriller mit Krimi-, Horror- und Erotikelementen. Protagonist ist der Schriftsteller Markus Blau, der sich durch verschiedene Ereignisse veranlasst sieht, in seine Heimatstadt Raunberg zurückzukehren, um dort einer mysteriösen Bedrohung entgegenzutreten. Dort ereignen sich weitere Morde und bald wird klar, dass es sich um einen Rachefeldzug auf Grund eines Verbrechens aus den 80er-Jahren handelt. Doch nicht nur die Täter, sondern auch eine geheimnisvolle Verbündete sind nicht von dieser Welt...

– Den Lesern welcher anderen Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie auch nach so vielen Jahren des Erschaffens von eigenen Buchuniversen literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Da wäre natürlich Stephen King zu nennen, dessen Einfluss wohl kein Autor verleugnen kann, der im Genre Mystery/Horror tätig ist. Dessen eindringliche Personen- und Ortsbeschreibungen wie beispielsweise in »Es« sind nach wie vor wegweisend. Auch »Dead Zone« und »Shining« sind herausragend in Aufbau, Struktur und psychologischer Durchdringung. Im Bereich Science Fiction, den ich aber inzwischen hinter mir gelassen habe, war Ray Bradbury mein großes Vorbild, insbesondere durch seine legendären »Mars-Chroniken«.

– In Ihrer Buchvorstellung ordneten Sie Ihr Werk als »Mystery-Thriller« ein. Heutzutage gehen viele Autoren und Verlage großzügig mit dem Begriff des »Thrillers« um und bezeichnen auch einfachste Krimis bereits als Thriller, da die Schublade vermutlich mehr Zugkraft beim Leser hat. Was macht Ihren Thriller zu einem »richtigen« Thriller?

Die Grenzen sind sicherlich fließend, aber ein »gewöhnlicher« Kriminalfall, an dessen Ende die mehr oder weniger überraschende Aufklärung steht, ist für mich kein Thriller. Dazu müssen schon mehrere dramatische Ereignisse zusammenkommen und die handelnden Personen müssen unter ständiger Anspannung auf Grund einer Bedrohung stehen. Zum Mystery-Thriller wird ein Roman erst dann, wenn ein übernatürliches/phantastisches Element mit im Spiel ist.

– Was macht den Schriftsteller Markus Blau zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Wenn ein Roman in der (Fast-) Gegenwart spielt und der Protagonist ein Schriftsteller ist, dann liegt es nahe, dass der Autor auch eigene Erlebnisse und Sichtweisen mit eingebracht hat. So auch hier. Natürlich ist die Handlung der »Dämonenstadt« reine Fiktion, aber die zum Teil detaillierten Ortsbeschreibungen wären ohne die Inanspruchnahme eigener Erinnerungen an reale Orte kaum möglich gewesen.

– Sie lassen sich seit jeher nicht in eine Schublade stecken und sind in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy, Horror & Co. gleichermaßen aktiv, ebenso gibt es aus Ihrer Feder alles von kurzen Storys bis hin zu langen Romanen. Wie kam es dazu, dass Sie Ihre Arbeiten so bunt über Genregrenzen hinweg gestreut haben? Anhand welcher Maßstäbe entscheiden Sie, in welche Richtung das jeweils nächste Projekt gehen soll? Und gibt es große Unterschiede an das Erschaffen eines Buchs wie »Dämonenstadt« im Vergleich etwa zu Ihren Arbeiten im Bereich der Science Fiction?

Eigentlich ist das verbindende Element die Phantastik, auch wenn ich im Lauf der Jahre eine Handvoll Gegenwartsgeschichten geschrieben habe. So enthält die Trilogie »Götterdämmerung« durchaus Horror- und übernatürliche Elemente und der Mystery-Thriller »Die Kinder der Schattenstadt« ist zum Teil auch Science Fiction. Ende dieses Jahres habe ich allerdings beschlossen, dem Genre Science Fiction den Rücken zu kehren. Der Hauptgrund ist, dass es für SF-Texte, wie ich sie schreibe, hierzulande kaum noch ein Publikum gibt. Ob das im Bereich Mystery/Thriller anders ist, muss sich erst noch herausstellen. Die Herangehensweise beim Schreiben ist so unterschiedlich nicht, aber je näher die Handlung an der Gegenwart ist, um so mehr muss man natürlich recherchieren. Gerade in Bezug auf die Strukturen von Polizei und Staatssicherheit war das bei der »Dämonenstadt« recht aufwändig.

– Sie sind nun schon seit rund drei Jahrzehnten in der Buchwelt aktiv. Fühlt sich das Autorenleben im Jahr 2020 immer noch so an wie zu Beginn Ihrer Schriftstellerkarriere? Haben das Internet, das Aufkommen von E-Books, die Schwemme von Self-Publishern und andere Entwicklungen Ihre persönliche Herangehensweise ans Recherchieren, ans eigentliche Schreiben, an das anschließende Buchmarketing und an den Umgang mit Ihren Lesern verändert? Und würden Sie Ihre Bücher und Erzählungen aus den neunziger Jahren auch heute noch genauso schreiben wie damals?

Natürlich hat sich das Umfeld drastisch geändert. In den 90ern war es fast unmöglich, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, wenn man keine Verbindungen hatte. Ich hatte das Glück, mit dem EDFC Passau (eigentlich ein Fantasyclub) einen Partner zu finden, der einige meiner Geschichten und später auch Bücher veröffentlichte. Auf der anderen Seite wurde der Buchmarkt damals noch nicht mit der heutigen Fülle an unredigierten Büchern und E-Books überschwemmt, die es dem Leser unmöglich macht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Für renommierte Autoren ist das kein Problem, weil sie ihre feste Leserschaft haben. Für andere, die nur in der entsprechenden Szene bekannt sind, ist diese Entwicklung von Nachteil. Was meine älteren Texte betrifft, würde ich inhaltlich kaum etwas ändern, wohl aber auf einige Adjektive und Schachtelsätze verzichten. Hier haben sich doch inzwischen die Lesegewohnheiten in Richtung einer weniger blumigen Sprache verändert. Marketing ist ein schwieriges Thema. Erst gestern hat mir ein Experte erklärt, was wir (der Verlag und ich) alles falschmachen...

– Was können wir von dem Autor Frank W. Haubold in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Momentan arbeite ich an zwei Projekten, wobei ich das erste erst einmal zurückgestellt habe, weil es der »Dämonenstadt« vom Aufbau her zu ähnlich war. Das andere ist ein konventioneller Horror-Roman unter dem Arbeitstitel »Felsenstein«, der in einem vermeintlichen Sanatorium hoch in den Bergen spielt, das sich im Lauf der Handlung als etwas völlig anderes erweist.

Das Team von Leserkanone.de dankt Frank W. Haubold für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Frank W. Haubold
Frank W. Haubold bei Facebook
»Dämonenstadt« bei Leserkanone.de
»Dämonenstadt« bei Amazon
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