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Angelika Hesse

1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Angelika Hesse
Twitter: @angelikahesse
Facebook: AngelikaHesseAutor
Instagram: _angelikahesse_
Interview: Leserkanonen-Mini-Interview mit Angelika Hesse vom 11.08.2022

Kolumnen, Frauenromane, Kinder- und Jugendliteratur: Angelika Hesse hat ihre Fühler in den vergangenen Jahren in viele Bereiche ausgestreckt. Am 15. August 2022 stellte sie sich unseren Fragen zu ihrem Autorenleben:

– Frau Hesse, seit wann sind Sie inzwischen in der Buchwelt unterwegs? Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich habe bereits als Kind leidenschaftlich gelesen und geschrieben. Ich wollte unbedingt Schriftstellerin werden. Im Alter von 14 Jahren erschien meine erste Minigeschichte in einer kostenlosen Bäckereizeitschrift. Ich erhielt 20 DM 😊 Das hat mich so beflügelt, dass ich dachte: Jetzt schickst du deine Geschichten an einen großen Jugendbuchverlag und kommst dann ganz groß raus! Funktionierte aber nicht – meine Kurzgeschichte wurde vom Schneiderverlag abgelehnt – und ich war schwer beleidigt. Dann kam meine Sturm- und Drangphase, andere Dinge in meinem Leben wurden wichtiger. Nach dem Fachabi schlug ich eine ganz klassische kaufmännische Berufslaufbahn ein.

Als ich Mutter wurde, keimte meine alte Leidenschaft neu auf. Ich fing wieder an, mir Geschichten auszudenken und über meinen Alltag als Mutter zu schreiben. Ich schrieb fiktive Kolumnen und einen Frauenroman (erschienen bei Forever by Ullstein), Beiträge für Print- und Onlinemedien und versuchte auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt Fuß zu fassen.

– In welchem Genre oder welchen Genres haben Sie Ihr schriftstellerisches Zuhause gefunden? Fans welcher Autoren sollten am besten schnellstmöglich einen Blick auf Ihre Bücher werfen?

An allererster Stelle gehört dem Genre Kinder- und Jugendbuch mein Herz. Ich kann mich nicht gut kurzhalten, daher sind Kinder ab etwa 9 oder 10 Jahren meine Zielgruppe, die schon umfangreichere Romane lesen mögen. Aber ich schreibe auch nach wie vor gerne über Alltags- und Familienthemen.

– Wie wird ein Buch Ihrer Meinung nach zu einem guten Buch, was macht Figuren zu gelungenen Figuren?

Ein gutes Buch braucht natürlich eine gute Geschichte und starke Protagonisten, zu denen man einen Zugang findet. Meist habe ich bei der Entwicklung einer Figur eine reale Person als Schablone vor meinem inneren Auge. Oft bin ich das selbst. Ich erinnere mich, wie ich als Kind oder Jugendliche agiert und gefühlt habe. Manchmal habe ich jemanden vor Augen, den ich gut oder aber auch nur flüchtig kenne. Ich bediene mich an den kleinen Eigenarten oder optischen Merkmalen, die jeder Mensch besitzt, mische alles einmal kräftig durch und erhalte eine neue Figur. Im Laufe des Schreibprozesses entwickeln meine Figuren alle ein Eigenleben. Sie agieren von selbst, ohne, dass ich großartig darüber nachdenken muss.

– Wie können sich Ihre Leser einen Tag im Autorenleben der Angelika Hesse vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie dabei spezielle Rituale?

Ich versuche eine gewisse Wortzahl pro Tag bzw. Woche zu schaffen. Das gelingt mir nicht immer. Am besten funktioniere ich unter Termindruck. Dann fällt es mir leichter, Nein zu meinem Umfeld sagen und mich selbst zu disziplinieren. Besonders schwer fällt es mir, zu meinen Töchtern Nein zu sagen, weil ich die Zeit, die ich mit ihnen verbringen darf, als etwas sehr Kostbares empfinde.

– Woher stammen die Ideen für Ihre Geschichten? Wer oder was inspiriert Sie?

Meine Familie und das, was sie erzählen (Recherche findet sehr oft am Küchentisch statt), Dinge, die ich erlebe oder erlebt habe oder im Alltag mitbekomme.

– Planen Sie Ihre Geschichten vorab »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum halten Sie Ihren Weg für den Richtigen?

Am Anfang steht der Plot. Ich schreibe immer als Erstes einen schmissigen Klappentext und frage mich, ob mich ein Buch mit genau diesem Klappentext ansprechen würde. Dann fertige ich ein Exposé mit einem groben Ablauf der Geschichte an. Danach teile ich den groben Ablauf in Kapitel und gehe in die Details. Diese Methode funktioniert inzwischen bei mir am besten. Anfangs habe ich ganz klassisch »einfach drauf losgeschrieben«. Aber dadurch verfranzt man sich zu schnell.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie es vor Ihrer ersten Veröffentlichung vermutet haben? Haben Sie Wünsche an den deutschsprachigen Buchmarkt und speziell an Ihre Leserschaft?

Ich bin ein realistisch denkender Mensch, daher gab es keine rosaroten Träume, in denen ich gutgelaunt mit dem Laptop im Garten sitze und einen Roman nach dem anderen schreibe, während die Kinder fröhlich um mich herumtoben.

Als ich anfing (wieder) zu schreiben, waren meine Kinder klein, ich schrieb nachts und wenn irgendwie Zeit war. Nach und nach habe ich mich und mein Tun ernster genommen, mir mehr Zeit fürs Schreiben geblockt. Im Laufe der Jahre musste ich einige Niederlagen einstecken, zeitintensive und liebgewordene Projekte einstampfen. Das tat oft weh. Aber der Weg, den ich stur weiterging, und immer noch gehe, fühlt sich auf jeden Fall sehr richtig an.

Was mich am Buchmarkt unglaublich nervt, ist der Einheitsbrei, der in den letzten Jahren von den großen Verlagen gebraut wird. Das spiegelt sich vor allem in den Buchcovern und Titeln wieder: Da steht man z.B. vor einem Young oder New Adult Buchtisch in der Buchhandlung und die Cover sehen alle ähnlich aus, obwohl sie nicht nur von verschiedenen Autoren/Autorinnen, sondern auch von verschiedenen Verlagen stammen. Da würde ich mir wieder mehr Vielfalt wünschen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Angelika Hesse für die Zeit, die sie sich genommen hat!
 
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