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Peter Segmüller 0 Fans
Herkunft: Schweiz
Webseite: Offizielle Homepage von Peter Segmüller
Twitter: @PeterSegmueller
Facebook: stahl.und.feder
Instagram: irdarian28
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Peter Segmüller vom 29.11.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 29.11.2019
Mit »Ernte des Blutes« veröffentlichte Peter Segmüller dieser Tage den zweiten Band einer Reihe innerhalb seiner »Chronik von Stahl und Feder«, die mit »Die Saat der Freiheit« ihren Anfang genommen hatte. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über die Bücher, über das Fantasygenre und über das Erschaffen von Welten.

– Herr Segmüller, vor Kurzem erschienen Ihre neuen Romane »Die Saat der Freiheit« und »Ernte des Blutes«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von den Büchern genommen, könnten Sie sie und die zugehörige »Chronik von Stahl und Feder« unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Die Chronik von Stahl und Feder ist eine raue Fantasy-Reihe, in der es hauptsächlich um die Themen Macht und Freiheit geht. Ich erzähle die Geschichten nicht als Kampf Gut gegen Böse, sondern als Grauschattierungen. Ich habe mal den Spruch gehört Der Böse ist nur der Held der anderen Seite. Genau nach diesem Motto handhabe ich meine Geschichten. Ich möchte zeigen, dass es in jedem Konflikt zwei Seiten zu betrachten gibt. Der Leser kann dadurch selbst entscheiden, wem er seine Sympathien schenkt und es würde mich freuen, wenn sich nach dem Lesen meiner Bücher Nachdenk- oder sogar Gesprächsstoff ergibt.

– Es handelt sich nicht um die ersten Bücher der »Chronik von Stahl und Feder«. In welchem Verhältnis stehen die Bücher zu den übrigen? Sollte man beim Lesen einer bestimmten Reihenfolge nachgehen?

»Die Saat der Freiheit« und »Ernte des Blutes« sind die beiden ersten Bücher einer längeren zusammenhängenden Geschichte. Vorwissen aus den anderen Büchern ist nicht vonnöten.

Bei sämtlichen Büchern, die davor erschienen sind, handelt es sich um in sich abgeschlossene Geschichten. Sie spielen alle in derselben Welt, in denselben beiden Ländern, aber jeweils zu einem anderen Zeitpunkt und immer mit neuen Figuren. Ihr könnt es euch so vorstellen, dass jedes Buch ein Schlaglicht auf diese Welt ist und ein bestimmtes Ereignis in der Geschichte der beiden Länder beleuchtet. Zwar gibt es eine chronologische Abfolge, in der die Bücher gelesen werden können, aber weil sie unabhängig voneinander sind, kann jeder Leser mit dem Buch beginnen, das ihn am meisten anspricht.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie die Reihe ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Als Kind und Jugendlicher habe ich die meiste Zeit in den Büchern von Wolfgang Hohlbein und in J. R. R. Tolkiens Welt verbracht. Inzwischen glaube ich, dass ich aus der klassischen Fantasy mit Magie und Fabelwesen herausgewachsen bin, auch wenn ich Der Herr der Ringe und die gesamte Welt dahinter enorm schätze. Ja, was Weltenbau betrifft, ist Tolkien absolut ein Vorbild, wenngleich ich andere Schwerpunkte als Sprachen setze.

In den letzten Jahren haben mich vor allem zwei Fantasy-Reihen begeistert und inspiriert. Zum einen Brandon Sandersons Sturmlicht-Zyklus. Zum anderen, wie könnte es anders sein, »Das Lied von Eis und Feuer«. Dieses Werk ist das beste Beispiel, was ich zuvor mit aus der klassischen Fantasy mit Magie und Fabelwesen herausgewachsen meinte. Ja okay, es gibt Drachen, etwas Magie und Eiszombies, aber der Tenor ist ein völlig anderer als etwa in Herr der Ringe.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Fatasyromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihrer Reihe, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Ich sage es sehr gerne so: Mit der Chronik von Stahl und Feder begehe ich unausgetretene Pfade. Es gibt keinen glorifizierten Kampf gegen das Böse, kein Weiß gegen Schwarz, sondern hauptsächlich unterschiedliche Facetten eines Konflikts. Somit bringe ich einen gewissen Realismus hinein, obwohl das etwas seltsam klingt, wenn man über Fantasy spricht. Ausgerechnet bei mir zuschlagen sollte man, weil meine Bücher zwar Unterhaltungsliteratur sind, aber zum Nachdenken anregen können. Somit sind sie auch für Leser geeignet, die sonst mit Fantasy wenig anfangen können.

– Was macht Fürst Stenvulf zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Er hat den Mut, bisher undenkbare Dinge anzupacken und sie trotz Widerstand auch durchzuziehen. Er eckt immer wieder an und geht auch mal mit dem Kopf durch die Wand. Das macht ihn nicht frei von Fehlern, dafür sehr menschlich.

– Sie haben für Ihre Chronik ein ganzes »Buchuniversum« erschaffen. Ist das Konstruieren einer solchen Fantasywelt bei Ihnen ein Prozess, der nach und nach während des Schreibens von statten geht, oder ging dem Verfassen zunächst erst umfangreiche Reißbrettarbeit voraus? Welcher Aufwand steckt generell in Büchern wie denen der »Chronik von Stahl und Feder«? Und nach welchen Maßstäben und mit Hilfe welcher Inspirationen haben Sie Ihre Welt gestaltet?

Ich arbeite bereits seit 2004 an dieser Welt und den Büchern (bis vor zwei Jahren zusammen mit Tädeus M. Fivaz). Obwohl ich von Anfang an in dieser Welt geschrieben habe, waren besonders die ersten Jahre von Weltenbau geprägt. Ich wollte eine möglichst schlüssige, nachvollziehbare, nicht unbedingt eine möglichst fantastische Welt.

Inspiration für die Welt und die Bücher an sich hole ich einerseits aus der menschlichen Geschichte, andererseits aber auch aus dem aktuellen Tagesgeschehen. Vieles davon lässt sich gerade in meine Fantasy-Welt übersetzen. Das kennt man ja auch aus Märchen, die oftmals nicht frei erfunden sind, sondern einen wahren Kern haben oder moralisch etwas vermitteln wollen. Ich denke da gerade an »Des Kaisers neue Kleider«.

– Über viele Jahre haben Sie gemeinsam mit Tädeus M. Fivaz an Ihrer Reihe gearbeitet, inzwischen kümmern Sie sich allein um das Projekt. Wie kamen Sie einst auf die Idee, das Ganze als Gemeinschaftsprojekt anzugehen, und wie macht es sich in den neuen Büchern bemerkbar, dass Sie nun im Vergleich zu früher die alleinige »kreative Kontrolle« haben?

Die Idee für dieses Gemeinschaftsprojekt entstanden daraus, dass Tädeus und ich gerne Fantasy schreiben. Die ersten gemeinsamen Versuche für eine Geschichte scheiterten aber daran, dass jeder einen anderen Fokus auf die Geschichten legte. Ich war von Anfang an eher an Intrigen und Gesprächen interessiert, Tädeus wollte etwas mehr Action und Geradlinigkeit. Weil es uns aber grundsätzlich Spass machte, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, haben wir eine Welt entworfen, in der jeder Autor sein Land hat. Das konnte er nach seinen Interessen gestalten, sei es kulturell oder was das Regieren betrifft. Die beiden Länder sind quasi miteinander verbrüdert und stehen einander immer wieder bei, obwohl sie sehr unterschiedlich sind.

Diese Dualität war und ist noch immer sehr wichtig und an verschiedenen Stellen zu sehen. Alleine schon der Titel »Die Chronik von Stahl und Feder«: der Stahl steht für die kriegerischen Auseinandersetzungen, für die Action, wenn es richtig zur Sache geht, die Feder steht für die Intrigen und die Diplomatie.

An dieser Dualität hat sich auch nach Tädeus‘ Ausstieg nichts geändert. Zwar habe ich nun die kreative Freiheit, aber ich führe die Geschichte in ihrem ursprünglichen Sinn weiter. Insofern denke ich, dass sich für den Leser wenig verändern wird im Gegensatz zu früher, als Tädeus und ich noch gemeinsam an dieser Welt gearbeitet haben. Ganz klar ist aber, dass die Welt anders herausgekommen wäre, wenn nur jemand von uns daran gearbeitet hätte.

– Was können wir von dem Autor Peter Segmüller in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit der »Chronik von Stahl und Feder« weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Es ist mir ganz besonders wichtig, die nun begonnene Buchreihe zügig voranzutreiben. Wir wissen doch alle, wie mühsam es ist, zwei, drei oder noch mehr Jahre zu warten, bis der Nachfolgeband einer Buchreihe erscheint. Darum werden die Fortsetzungen von »Die Saat der Freiheit« und »Ernte des Blutes« jeweils nur 9-12 Monate auf sich warten lassen. Vor zwei Jahren habe ich mich an einem kleinen Steampunk-Nebenprojekt versucht. Obwohl ich enorm Lust darauf hätte, nimmt Stahl und Feder meine gesamte Zeit in Anspruch.

Ein fixer Termin ist jeweils im Mai die Fantasy Basel, wo ich an einem Stand meine Bücher anbiete und man natürlich mit mir ins Gespräch kommen kann. Ich freue mich über jeden Leser, den ich kennenlernen darf! Daneben bin ich hier in der Schweiz an der einen oder anderen Veranstaltung anzutreffen oder auch mal an einem Mittelaltermarkt. Überaus gerne würde ich auch mal eine deutsche Convention besuchen. Wegen meiner körperlichen Behinderung ist der logistische Aufwand dafür aber bisher zu groß gewesen.

Aber Basel ist im Mai einen Besuch wert ...

Das Team von Leserkanone.de dankt Peter Segmüller für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Peter Segmüller
Peter Segmüller bei Twitter
Peter Segmüller bei Facebook
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