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Achim Kaul

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Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Achim Kaul
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Achim Kaul vom 28.08.2019
  Leserkanonen-Interview mit Achim Kaul vom 01.06.2020
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 01.06.2020
In seinem Krimi »Mord aus kühlem Grund« lässt Achim Kaul seine Ermittler Zweifel und Tick erneut mit Scharfsinn und Wortwitz ermitteln. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über die Therme in Bad Wörishofen und über seine zukünftigen Projekte.

– Herr Kaul, ein Dreivierteljahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorenleben des Achim Kaul getan?

Im letzten Herbst schrieb ich die Rohfassung meines zweiten Krimis »Mord aus kühlem Grund« zu Ende. Danach wollten 540 Seiten korrigiert, redigiert und kritisch überprüft werden. Nach dem Lektorat habe ich das Manuskript für die Veröffentlichung als eBook und als Taschenbuch formatiert bzw. gesetzt. Parallel dazu war das Cover zu entwerfen. Während all dieser Arbeitsschritte klopften immer wieder Ideen für meine nächsten Buchprojekte an mein Notizbuch und fanden Einlass. Nebenbei segelte die »Canneloni« mit einer neuen Geschichte um die Ecke. »Käpt’n Sansibo und die Abenteuer der Canneloni«, meine Romanreihe für abenteuerlustige Kinder, ist mittlerweile beim dritten Band angelangt. Schließlich ist dank professioneller Hilfe auch meine neue website seit kurzem fertig.

– Macht sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autor bemerkbar?

Da ich ohnehin ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben führe, hat die Corona-Krise keinerlei Einfluss auf meine Schreibarbeit.

– Nun ist mit »Mord aus kühlem Grund« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

In der »Therme« von Bad Wörishofen sorgen markerschütternde Schreie für Unruhe. Rauchgas, verschlossene Türen und verstörende Durchsagen kochen die nervöse Stimmung zur Panik hoch. Hunderte Saunagäste kämpfen um ihr nacktes Überleben. Ein Mann bleibt zurück, ermordet.

Der Fall verspricht besonders knifflig zu werden. Wer lügt? Wer heuchelt? Wer manipuliert wen? Und vor allem: Wer ist der Tote? Um die Rolle des Mörders bewerben sich mehrere stark motivierte Personen. Zweifel begibt sich auf Holzwege, während Melzick in Sackgassen stürmt. Sie hauen sich ebenso kühne wie falsche Theorien um die Ohren, bis sie eine Reihe von merkwürdigen Kleinigkeiten auf die richtige Fährte bringt. Sie haben zwar jede Menge Indizien gesammelt, doch keine echten Beweise. Es bleibt am Ende nur eine lebensgefährliche List.

Funkensprühende Dialoge, Scharfsinn und Wortwitz zeichnen Zweifel und Zick, das kongeniale Ermittlerduo aus. Dieser Allgäukrimi ist ihr zweiter Fall nach »Mord aus heiterem Himmel«.

– Wie kamen Sie darauf, ausgerechnet die Therme in Bad Wörishofen in eine Todesfalle zu verwandeln? Und können Sie sich nun dort noch blicken lassen, nachdem Sie das Thermalbad mit dem literarischen Verbrechen überzogen haben? Was macht einen solchen Ort zum perfekten Schauplatz für einen Kriminalfall?

An einem besonders schönen Sommermorgen radelte ich an der Therme vorbei. Die riesigen Glasscheiben funkelten in der Morgensonne. Da traf mich wie ein Blitz die Vorstellung, dass genau in diesem scheinbar so friedlichen Moment ein Chaos hinter der spiegelnden Fassade toben könnte. Ich dachte mir: Warum nicht ein Mordopfer inmitten einer entfesselten, panischen Menschenmenge platzieren, sozusagen als i-Tüpfelchen. Nachmittags faszinierte mich die Idee immer noch und ich schrieb die ersten Seiten zu »Mord aus kühlem Grund«. Zu schildern, wie eine Atmosphäre sorgloser Erholung und wohltemperierten Relaxens in den blanken Horror einer Massenpanik umschlägt, war für mich als Autor besonders reizvoll. Keiner vermutet in einem Erlebnisbad voller gutgelaunter Menschen einen Mord. Aus genau diesem Grund war die Therme der perfekte Schauplatz für dieses Verbrechen. Falls ich mich dort noch jemals blicken lassen werde, komme ich garantiert ins Schwitzen.

– Ihre Spürnasen Zweifel und Zick zeichnen sich unter anderem durch »funkensprühende Dialoge und Wortwitz« aus. Wie schaffen Sie es, beim Schreiben auf Knopfdruck leicht und locker zu klingen? Wie erhalten Sie während eines wochen- oder monatelangen Schreibprozesses die dafür notwendige Stimmung? Und wie findet man den richtigen Mittelweg zwischen humorvollen Dialogen auf der einen, dem handfesten Verbrechen auf der anderen Seite?

Bei all dem Vergnügen, das es macht, einen Kriminalroman zu erfinden - am liebsten schreibe ich Dialoge. Sobald ich die Szene und die beteiligten Figuren vor Augen habe, genügt ein kurzer, gerne auch provokanter Satz. Dann gibt ein Wort das andere, ich höre die Figuren reden, als stünden sie direkt vor mir und ich komme fast nicht mit dem Schreiben nach. Mein Faible für Wortspielereien geht bisweilen mit mir durch, dann muss ich kürzen, um nicht zu übertreiben.

Da ich beim Schreiben keinen festen »Drehplan« habe, entsteht die Szenenfolge aus dem Bauch heraus. Die Balance zwischen Humor und Horror finde ich dabei zumeist intuitiv. Was nicht stimmig ist, findet beim Überarbeiten den Weg in den Sondermüll.

Raymond Chandler hat gesagt: »Ich schreibe nur, wenn mir danach zumute ist …« Mir geht es sehr ähnlich. Daher brauche ich auch keinen festen Arbeitsplatz. Wenn mich ein Text ans Papier fesselt, dann schreibe ich auch im Stehen auf dem Bahnsteig; am Tisch, während andere sich unterhalten; am einsamen Seeufer - einfach überall. Dabei habe ich stets ein Bild vor Augen, dass mich während des monatelangen Schreibprozesses antreibt: Ich halte mein fertiges Buch in Händen und schlage die Seite auf, an der ich gerade arbeite.

– Wie schon »Mord aus heiterem Himmel« haben Sie auch »Mord aus kühlem Grund« ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Na ja - um ehrlich zu sein, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Die interessanten Verlage werden mit Manuskripten überflutet. Da braucht es schon unwahrscheinliches Glück, um herausgefischt zu werden. Darauf wollte ich nicht warten. Zudem finde ich es sehr reizvoll, alle Fäden selbst in der Hand zu halten. Dabei habe ich sehr viel gelernt, vom orthotypografischen Lektorat, über den korrekten Buchsatz bis hin zum Entwurf des optimalen Covers. Da keine Deadline drohte, konnte ich mir für die Qualität ausreichend Zeit nehmen.

Wenn es so sein soll, werden sich meine Bücher so gut verkaufen, dass auch der eine oder andere Verlag den Finger hebt. Bei allem Zwang zur Ökonomie - gute Verlage bringen gute Bücher unter die Leute. Wer wollte darauf verzichten

– Was können wir von dem Autor Achim Kaul in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Die Grundidee für meinen dritten Bad Wörishofen-Krimi hat sich bereits in meinem Notizbuch eingenistet. Darüber wird zu brüten sein. Im nächsten Jahr ist mit der Veröffentlichung zu rechnen. Weitere Buchprojekte finden Sie auf meiner Website.

Das Team von Leserkanone.de dankt Achim Kaul für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Mord aus kühlem Grund« bei Leserkanone.de
»Mord aus kühlem Grund« bei Amazon
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