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Achim Kaul 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Achim Kaul vom 28.08.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 28.08.2019
Im aktuellen Werk von Achim Kaul geschieht ein »Mord aus heiterem Himmel«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über seinen Kommissar Zweifel und über das Krimigenre.

– Herr Kaul, vor Kurzem erschien Ihr Roman »Mord aus heiterem Himmel«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Der anerkannte Kunstprofessor Mindelburg beendet sein wichtigstes Manuskript. Kurz darauf stürzt er bei Sonnenaufgang mitten über dem wunderschönen Kurpark von Bad Wörishofen aus großer Höhe in den Tod. Handelt es sich um einen rätselhaften Selbstmord? Oder um eine luftige Art des Mordens? Kommissar Adam Zweifel und seine junge Kollegin Zick stehen vor einem Labyrinth aus Fragen. Hat etwa der skurrile Baumhausbewohner Ferdinand Alba, den man bewusstlos neben der Leiche des Professors fand, seine Finger im Spiel? Wo verbirgt sich das mysteriöse Manuskript? Warum verhält sich die Schwester des Opfers so merkwürdig? Bei Ihren bisweilen schmerzhaften Ermittlungen stoßen Sie auf die Spur eines milliardenschweren Kunstsammlers. Sie verfolgen einen gewalttätigen Ballonfahrer, der vor nichts zurückschreckt. Sie graben tief in der Familiengeschichte des Professors, in der es mehrere tragische Todesfälle gab. Am Ende wartet ein dickes Überraschungsei auf die Leser, und Kommissar Zweifel kann den Täter (oder die Täterin – ich will ja nicht zuviel verraten) nur durch einen gewagten Bluff überführen.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Wer die Kluftinger-Krimis von Klüpfel und Kobr gelesen hat, oder die Inspektor-Jury-Reihe von Martha Grimes, dem wird mein Krimi ganz sicher gefallen. Ich lege es darüber hinaus jedem Leser ans Herz, der auf hohem Niveau unterhalten werden möchte mit schlagfertigen Dialogen, skurrilen Figuren, humorvollen und scharfsinnigen Protagonisten und einer originellen Handlung, die auch ohne großes Blutvergießen und Gemetzel zu fesseln versteht.

Es gibt Autoren, deren Stil mir besonders gefällt. Dennoch würde ich sie nicht als Vorbilder bezeichnen. Sie haben mir allerdings geholfen, meinen eigenen Stil zu finden. Die wichtigsten sind Raymond Chandler, Mark Twain, Jack London, Hemingway und Martha Grimes. Von ihr stammt auch einer meiner Favoriten, was Kriminalromane angeht: »Inspektor Jury schläft außer Haus«.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

»Mord aus heiterem Himmel« verführt den Leser (und natürlich auch die Leserin) auf raffinierte Weise dazu, noch eine Seite umzublättern und noch eine und noch eine. Das höre ich immer wieder. Die Dialoge funkeln vor Wortwitz. Sie zu schreiben hat mir ganz besonderen Spaß gemacht und das merkt man ihnen auch an. Ganz abgesehen davon, dass es literarisch in Bad Wörishofen noch nie einen Mord gab. Jemanden auf derart perfide Weise umzubringen, das war noch nie zu lesen.

– Was macht Ihren Kommissar Zweifel zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm und an seiner junge Kollegin Zick persönlich?

Adam Zweifel ist ein äußerst erfahrener, vielseitig gebildeter und scharfsinniger Kommissar. Er schert sich nicht um Konventionen und nervt seinen Chef mit ungewöhnlichen, nicht immer erlaubten Aktionen. Er macht Fehler und liegt mit seinen Theorien mal genauso falsch wie seine kongeniale Kollegin Zick. Aber sie halten sich nicht lange mit Ärgern, Hadern und Schuldzuweisungen auf, sondern schlagen gedanklich einfach ein paar neue Haken, bis sie wieder auf der richtigen Fährte sind. Wie sie sich dabei gegenseitig mit humorigen Wortspielereien anstacheln, das hat sie mir ans Herz wachsen lassen.

– Sollte man aus dem Allgäu stammen oder einen persönlichen Bezug zur Region haben, um größtmögliche Lesefreude an Ihrem Roman zu empfinden, oder ist Ihr Buch auch nord-, ost- und westdeutschen Krimifans zu empfehlen?

Ich empfehle das Buch jedem Krimifan, der aus dem Allgäu kommt, aber auch jedem aus Ostfriesland, aus dem Ruhrgebiet oder aus dem Schwarzwald. Mit anderen Worten jedem, der der deutschen Sprache mächtig ist. Es kommt nur sehr wenig Allgäuer Dialekt darin vor, hinter dessen Sinn man aber mit ein bisschen Knobelei leicht kommen kann.

– Wie kam es generell dazu, dass Sie ausgerechnet im Bereich des Kriminalromans gelandet sind? Was bedeutet Ihnen das Genre persönlich?

Als geborene Leseratte kam ich schon sehr früh mit großer Literatur in Berührung. Dostojewski, Hemingway, Stefan Zweig, Böll, Thomas Mann, Kästner, Poe, Jack London waren die ersten Namen auf meiner Leseliste. Im Englisch-Leistungskurs lasen wir damals eine Kurzgeschichte von Ambrose Bierce »Der Vorfall an der Eulenflussbrücke«. Es ist zwar kein Krimi, aber eine fantastische Story, bei der der Leser perfekt hinters Licht geführt wird. Das ist es, was mich von Anfang an faszinierte: Mit einer glaubwürdigen Geschichte auf raffinierte Art und Weise in die Irre geführt zu werden. So wurde ich zum begeisterten Krimileser und lernte das Genre in allen Facetten kennen. Bis irgendwann die Idee aufkeimte, selbst einen Kriminalroman zu schreiben.

– Haben Sie Ihr Buch vom Reißbrett geplant, vom Ende aus erdacht oder einfach drauflos geschrieben? Welcher Aufwand steckt in einem Buch wie »Mord aus heiterem Himmel«, waren beispielsweise viele Recherchen notwendig?

Es widerstrebt mir, einen Krimi komplett durchzuplanen. Da kommen keine Ideen. Die kommen erst beim Schreiben. Daher habe ich zu Beginn einfach losgelegt und den Krimi geschrieben, den ich schon immer mal lesen wollte. Ich habe mir als Leser meines eigenen Manuskriptes immer vorgestellt: Was würdest du gerne als nächstes erfahren, welche Szene sollte jetzt folgen, welche Figur müsste jetzt auftreten, um die Spannung aufrechtzuerhalten? Bis ca. 60 Seiten vor Schluss wusste ich tatsächlich nicht, wer der Mörder ist. In diesem Stadium wurde mir klar, dass ich die Fäden, die ich so munter gesponnen hatte, möglichst plausibel, aber auch kunstvoll verknüpfen musste und notierte auf einem Blatt die Abfolge der restlichen Szenen. Die allerletzte Szene jedoch stand mir schon ziemlich am Anfang klar vor Augen und ich habe sie in einem Zug notiert. Sie hat es auch praktisch unverändert ins Buch geschafft.

Meine Recherchen erstreckten sich in erster Linie auf die technischen Hirngespinste, die mir vorschwebten. Bei den Szenen im Allgäuer Dialekt holte ich mir den Rat eines Eingeborenen. Da ich selbst vier Jahre in Bad Wörishofen lebte, waren mir die örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut.

– Was können wir von dem Autor Achim Kaul in der nächsten Zukunft erwarten? Wird man Zweifel und Zick nochmals erleben, sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Der zweite Krimi mit Zweifel und Zick wird in diesem Herbst in der Rohfassung vorliegen und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 erscheinen. Die Idee für eine dritte Folge ist bereits notiert. Daneben habe ich zwei Abenteuerromane für Kinder geschrieben, eine wunderbare Abwechslung zur kniffligen Tüftelei, die ein guter Krimi erfordert. Die Geschichten von »Käpt’n Sansibo und der Canneloni«, einem alten Piratenschiff und seiner verrückten Mannschaft, wollten zu mir kommen und haben sich von selbst geschrieben.

Das Team von Leserkanone.de dankt Achim Kaul für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Mord aus heiterem Himmel« bei Leserkanone.de
»Mord aus heiterem Himmel« bei Amazon
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