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Sonja Roos 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Sonja Roos
Facebook: sonjaroosautorin
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sonja Roos vom 05.08.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 05.08.2019
In ihrem aktuellen Roman »Für immer und ein Vierteljahr« stellt Sonja Roos zwei Eheleute vor eine außergewöhnliche Aufgabe. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über dessen Protagonisten und über das Autorenleben.

– Frau Roos, vor einiger Zeit erschien Ihr Roman »Für immer und ein Vierteljahr«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Mein Roman »Für immer und ein Virteljahr« beginnt da, wo andere Bücher aufhören - bei der Scheidung. Marc Karmann und seine Frau Jana von Gödlitz haben sich in den 15 Jahren ihrer Ehe weit voneinander entfernt, zwischen den beiden scheint es keine guten Gefühle mehr zu geben, nur noch Kälte und Abneigung, weshalb Marc auch beschließt, seine Frau um die Scheidung zu bitten, um für seine Geliebte Lydia frei zu sein. Seine Frau willigt ein, allerdings unter der Bedingung, dass Marc für ein Vierteljahr zu ihr zurückkkehrt, sich um seinne 13-jährigen Sohn kümmert und Jana auf Händen trägt - wörtlich. Marc findet Janas Bedingungen zwar absurd, willigt aber ein, da seine Frau die Hand auf dem gesamten Vermögen hält. Doch sobald er mit Jana wieder unter einem Dach ist, stellt er fest, dass nicht alles Schwarz und Weiß ist und dass er noch immer Gefühle für Jana hat. Doch gerade, als sich wieder zarte Bande zwischen den beiden etnwickeln, findet Marc den wahren Grund für Janas Ultimatum heraus und nun läuft ihm die Zeit davon.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Leserinnen von Jojo Moyes (Ein ganzes halbes Jahr) oder auch von Dani Atkins (Die Achse meiner Welt) werden meinen Roman sicher mögen. Die beiden Autorinnen lese ich auch selbst sehr gerne, die beiden genannten Bücher gehören zu meinen Lieblingsromanen. Außerdem liebe ich »Zusammen ist man weniger allein« von Anna Galvada und die Romane von Luca Di Fulvio (vor allem »Der Junge, der Träume schenkte«). Ich mag Bücher, die ein Kopfkino lostreten und versuche auch selbst so zu schreiben.

– Die meisten Romane, die sich mit Beziehungen beschäftigen, setzen vor dem Kennenlernen der Protagonisten an, Sie hingegen bei deren Trennung. Wie kamen Sie gerade auf diese Idee?

Ich fand es schon immer spannender zu fragen, wohin die Liebe geht, wenn wir sie nicht mehr so spüren wie zu Beginn. Am Anfang ist ja meistens noch alles rosarot, leicht und schön und Schmetterlinge fliegen. Doch was, wenn die ersten Probleme auftauchen, wenn das dazwischen kommt, was wir Leben nennen? Gehen die Gefühle einfach weg oder braucht es bestimmte Situationen, Momente oder einfach auch nur den Willen und die Geduld, um sie neu zu entfachen? Das war der Ausgangspunkt.

– Was macht Marc Karmann und Jana von Gödlitz zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Marc ist zu Beginn sehr mit sich selbst beschäftigt, er hat sowohl seine Ehe aufgegeben, als auch die Beziehung zu seinem Sohn schleifen lassen. Doch mit jedem Tag, den er wieder bei den beiden ist, lernt er, genauer hinzusehen und hinzuhören, er bemüht sich und beginnt um die beiden zu kämpfen. Das mag ich an ihm. Er lernt aus seinen Fehlern und versucht, sie wieder gut zu machen. Vor allem an den Punkten, an denen er sich dem ganzen Zorn seines Sohnes stellt, ihn aushält und ihm am Ende beweist, dass er ein guter Vater ist, gehört ihm mein Herz. Jana ist in der ersten Hälft des Romans sehr beherrscht und unterkühlt, doch man merkt schnell, dass es unter ihrer Oberfläche brodelt, dass da tiefe Wunden sind und viele Probleme, mit denen sie sich bislang allein herumschlagen musste. Sie ist sehr stark, erlaubt sich aber irgendwann, auch mal Schwäche zuzulassen. Vor allem ist sie eine Löwenmutter, die alles für ihr Kind tun würde, weshalb ich ihren Charakter von Anfang an ins Herz geschlossen habe.

– Wie schafft man den richtigen Balanceakt, einerseits schwierige Themen in einer Beziehungsgeschichte zu verarbeiten, ihr gleichzeitig aber auch den nötigen Schwung und die passende Leichtigkeit zu geben, damit sie sich mit Freude und großem Unterhaltungswert lesen lässt?

Da kommt wieder das Kopfkino ins Spiel: Bei mit ist es so, dass ich eine Idee habe und mich dann irgendwann einfach hinsetzen muss, weil es mir so unter den Nägeln brennt; die Geschichte will raus. Ich plane und plotte aber nicht im Voraus - sobald ich am PC sitze, erwachen meine Figuren zum Leben, bekommen ein Eigenleben, einen eigenen Kopf. Die machen auch manchmal, was sie wollen. Ich sitze dann nur da und schreibe den Film auf, den ich vor meinem inneren Auge sehe. Soviel zum Schwung und dem Unterhaltungswert. Ich denke, dass meine LeserInnen das merken, denn ich höre immer wieder, dass sie das Buch nicht weglegen konnten und dass es beim Lesen ein bisschen so wäre, als würde man im Kino sitzen.

Was den Balanceakt angeht - das hat wohl auch mit meinen eigenen Präferenzen zu tun. Ich lese selbst nicht gerne Geschichten, in denen alles immer nur heiter und freundlich ist. So ist das Leben nun mal nicht. Allerdings mag ich Happy Ends, die bekommt man in der Realtität zwar leider auch nicht immer, aber als Autor kann man doch zumindest die Hoffnung darauf befeuern.

– »Für immer und ein Vierteljahr« ist Ihr erster Roman. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Es ist unglaublich, wenn ein Traum wahr wird. So war es bei mir, weil ich schon immer Bücher schreiben wollte. Nur leider gab es immer zu viele Gründe, die mich abgehalten haben. Der Job, Hochzeit, Kinder, Hauskauf. Da kann so ein Traum schnell auf der langen Bank sitzen bleiben, auf die man ihn geschoben hat. Ich habe aber irgendwann, auch durch einen privaten Schicksalsschlag im engen Umfeld, gemerkt, dass man das seinen Träumen nicht antun darf. Man sollte zumindest versuchen, seine Träume zu leben. Insofern fühlt es sich unglaublich gut an, am Ende nicht nur für mich alleine geschrieben zu haben, sondern jetzt unzählige Menschen damit zu erreichen und, so lassen es die Reaktionen vermuten, zu berühren und zu begeistern. Natürlich ist es erst einmal schwer, Fuß zu fassen, sich auf dem neuen Feld umzusehen und zu entscheiden, was Sinn macht und wo man sich reinhängen sollte. Vor allem in den sozialen Netzwerken ist das eine Menge Arbeit, was man so vielleicht gar nicht vermutet. Und da ich leider noch nicht den Luxus habe, Vollzeitautorin zu sein, geschieht das alles nach dem Job, der Familie, dem Alltag. Das ist nicht immer leicht, aber wenn man für etwas brennt und ein Ziel hat (nämlich, dass ich irgendwann nur noch das tun kann, was ich so liebe), dann schafft man es auch nach dem härtesten Tag, noch Kraftreserven zu aktivieren.

Beim Thema deutscher Buchmarkt sehe ich eine sehr positive Entwicklung, was das Vertrauen in starke, deutsche Stimmen angeht. Das war vor einigen Jahren, denke ich, noch nicht so. Da wurde lieber der zehnte dröger Nachklapp von einem amerikanischen Bestsellerautor gedruckt, als neuen, heimischen Autoren eine Chance zu geben. Doch da sehe ich eindeutig eine Trendwende. Was meine Leserschaft angeht, so würde ich mir noch viel öfter ein Feedback wünschen. Ich bin über Facebook und Instagram erreichbar und freue mich über jeden persönlichen Kontakt. Und natürlich auch über jeden Leser, der sich die Zeit nimmt und eine Rezension, zum Beispiel bei Amazon, hinterlässt. Denn das wiederum hilft anderen Lesern, sich in dem Wust an Angeboten zurechtzufinden und einen Anhaltspunkt zu bekommen, ob es sich lohnt, dem Autor eine Chance zu geben.

– Was können wir von der Autorin Sonja Roos in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Im kommenden Jahr erscheint mein zweiter Roman. Dieses Mal bei Goldmann. Darauf freue ich mich schon sehr, vor allem, weil mir die Geschichte sehr am Herzen liegt. Es geht um die junge Mel, die ihren Mann, ihre große Liebe, bei einem tragischen Unfall verliert und sich danach in ihrer Trauer verliert. Erst als ihre Eltern sie bitten, sich um die Großmutter zu kümmern, die nach einem Oberschenkelhalsbruch ans Bett gefesselt ist, kommt Mel aus ihrem Schneckenhaus. Bei ihrer Oma Lene im Westerwald findet Mel Stück für Stück wieder ins Leben, nicht zuletzt durch die bewegende lebensgeschichte ihrer Großmutter. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und vor allem die historische Komponente, die vielen Recherchen, haben mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist auch viel Perösnliches mit eingeflossen, etwa bei der Beschreibung von Oma Lenes Haus. Zudem ist ein dritter Roman beendet, ein Vierter in Planung. Es läuft also ganz gut an. In Frankfurt werde ich vermutlich mit »Für immer und ein Vierteljahr« bei einem »Meet & Greet« für meinen jetzigen Verlag, den Acabusverlag aus Hamburg, anwesend sein. Darauf freue ich mich sehr. Am 9. Oktober lese ich zudem in Koblenz auf Einladung der Rheinischen Landesbibliothek im Forum Confluentes. Für weitere Lesungen bin ich übrigens jederzeit zu haben.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sonja Roos für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sonja Roos
Sonja Roos bei Facebook
»Für immer und ein Vierteljahr« bei Leserkanone.de
»Für immer und ein Vierteljahr« bei Amazon
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