Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.575 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Hans-Jürge...«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
BUCH @ AMAZON
 
Jana Jürß 6 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Jette Janssen und Linda Roos
Webseite: Offizielle Homepage von Jana Jürß
Facebook: PetersLaubeJanaJuerss
Instagram: janajurss
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Jette Janssen vom 26.09.2018
  Leserkanonen-Interview mit Jette Janssen vom 13.11.2019
  Leserkanonen-Interview mit Jana Jürß vom 01.06.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 01.06.2021
In ihrem Roman »Marlene Torvett und das falsche Geld« macht Jana Jürß das Land der tausend Seen unsicher. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ihre außergewöhnlichen Ermittler und über die Mecklenburgische Seenplatte.

Frau Jürß, dieses Mal sind fast zwei Jahre vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Jana Jürß getan?

Ich habe im Herbst 2019 mit MadeByJuerss gestartet und veröffentliche unter dem Label Bücher verschiedener Genres... - alle aus dem Hause Jürß. Momentan sind es Krimis und Thriller, demnächst ein Fantasieroman und wahrscheinlich wird es auch Sachbücher geben.

Hat sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar gemacht?

In mehreren Bereichen war und ist die Corona-Krise auch für mich mehr als bemerkbar:

Alle haben zuhause gearbeitet, studiert, gelernt. Die Familie war immer da. Was die Abläufe ändert und Absprachen bedarf und gegenseitige Rücksichtnahme erfordert. Gleichzeitig haben wir als Eltern viel mehr vom Schulleben oder Hochschulleben der Kinder mitbekommen und waren irgendwie ständig »dabei«, was allerdings den Schreibprozess nicht unbedingt voranbringt. Es gab keine Lesungen, ich mache derzeit keine Workshops, Recherchereisen habe ich nur eine gemacht, was in anderen Jahren viel öfter vorkommt. Auf der anderen Seite habe ich viel Zeit zum Nachdenken gehabt, beziehungsweise sie mir genommen, neue Pläne sind entstanden und alte Pläne habe ich zum wiederbelebt.

Kürzlich ist mit »Marlene Torvett und das falsche Geld« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch und der zugehörigen Reihe?

Marlene Torvett ist wie ich eine Schriftstellerin, allerdings schreibt sie Erotik- und Liebesromane, das unterscheidet uns beruflich. Sie lebt in Neustrelitz und landet wegen ihrer Neugier und auch wegen ihrer Bekanntschaft zu Hauptkommissar Tony Babuske immer wieder inmitten von Kriminalfällen. »Ermittlungsbüro« ist ein alteingesessenes Hotel der Stadt, Mitstreiter sind der Hotelbesitzer und ein Arzt. Dieses Setting mit diesen doch meist sympathischen Personen, von denen jede ihre eigenen Besonderheiten hat, habe ich gewählt, um dem Leser/der Leserin eine Möglichkeit zu geben, die harten Kriminalfälle ertragen zu können. Die bisherigen beiden Bände haben das starke Sozialgefälle zum Inhalt. Im ersten Band geht es darum: Was tut ein Mensch, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können? In »Marlene Torvett und das falsche Geld« spielt wie der Titel bereits schon sagt, wieder Geld und Einkommen eine Rolle; dieses Mal aus der Sicht von Kindern.

Die Mecklenburgische Seenplatte ist in der deutschen Krimilandschaft eine recht unbeachtete Region. Wie kam es dazu, dass Sie Ihre Reihe dorthin platziert haben? Was macht das »Land der tausend Seen« zum idealen Krimischauplatz? Und sollte man selbst in der Region wohnen oder zumindest einen Bezug zur Mecklenburgischen Seenplatte haben, um von Ihren Romanen bestmöglich unterhalten zu werden?

Das verstehe ich bis heute nicht und darüber haben Verlage und ich bereits mehr als einmal gesprochen. Es ist eine weitläufige Landschaft mit allem, was ein guter Kriminalfall benötigt wie Wälder, Seen, Gutshäuser und Menschen, die etwas zu erzählen haben. Mehrere meiner Romane habe ich dort angesiedelt. Ich selbst bin in Neustrelitz, also in der Mecklenburgischen Seenplatte, aufgewachsen. Bereits meine ersten Geschichten spielen dort oder nehmen da ihren Anfang. Ich kenne mich gut aus, noch immer, da ich regelmäßig vor Ort bin, was beim Schreiben ungemein hilft. Meine eigene Geschichte hat dort begonnen und ich will sie an Ort und Stelle weiterschreiben. Man muss keinen Bezug zum »Land der tausend Seen« haben, um meine Romane lesen zu können. Manche meiner LeserInnen sind nach dem Lesen als Urlauber hingefahren und haben die Gegend lieben gelernt. Mir geht es um den Inhalt, um das, was ich erzählen möchte und ich denke, den meisten geht es genauso.

Was macht Marlene Torvett zu einer solch außergewöhnlichen Ermittlerin, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihr und an Tony Babuske persönlich?

Marlene ist einflussreich, weil sie Geld hat. Sie hat bestimmte Gewohnheiten, die sie nur selten unterbricht. Sie macht kein Geheimnis um ihre Wohlhabenheit und sie nutzt das manchmal, um etwas zu erreichen. Sie ist sehr menschlich, freundlich, aber bestimmt. Sie hat ein Herz für Menschen, denen es nicht so gut geht. Sie liebt Tango und sie ist zumeist gern ungebunden. Tony ist etwas brummig, kann nicht sehr gut mit Frauen umgehen, ist ein sehr sehr guter Ermittler und fühlt sich am wohlsten an der Hotelbar inmitten seiner Freunde, was er nie zugeben würde.

Was ich an meinen Protagonisten am meisten schätze? Sie sind nicht festgefahren, auch wenn es manchmal so scheint. Sie können reflektieren, sie haben gegenseitigen Respekt, auch wenn es manchmal nicht danach aussieht.

War es von Anfang an geplant, die beiden zu den Helden einer ganzen Reihe zu machen, oder ist dies der Resonanz auf ihren ersten Auftritt in »Marlene Torvett und das Märchen vom Glück« zu verdanken? Ist es ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, oder funktionieren sie unabhängig voneinander?

Die Reihe war tatsächlich von Anfang an als Reihe geplant. Was von den nächsten zwei Bänden schon steht, sind die Titel und die Ideen, also es wird weitergehen. Man kann die Bände durchaus einzeln lesen, unabhängig von der Reihenfolge, die Fälle sind abgeschlossen. Wer aber gern Reihen auch wegen der Figurenentwicklung liest, sollte mit dem ersten Band beginnen.

Sie haben die beiden Bücher dieses Mal ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Bücher in Eigenregie herauszubringen ist eine Entscheidung für mich gewesen, die überfällig war. Mit Verlagen zusammenzuarbeiten, kann wunderbar sein, doch manchmal begrenzt man sich dadurch und auf diese Weise habe ich die Möglichkeit gefunden, »mein Ding« zu machen. Natürlich mache ich nicht alles allein, ich habe Menschen, die mich unterstützen, schließlich müssen Cover gemacht werden, Buchsatz und viele Dinge mehr. Meine Aufgaben sind die Ideen, das Schreiben, die Organisation, das Marketing und der Vertrieb und ich habe alles in der Hand. Sämtliche Rechte bleiben bei mir, in welcher Form (ebook/print/hardcover usw..) und zu welchem Preis ich veröffentliche, bleibt mir überlassen.

Ob Verlage heute noch notwendig sind? Ich denke schon, die Vielfalt ist wichtig, wenn sie die denn bieten. Aber die Verlage müssen sich unter Umständen anders aufstellen, andere Verkaufswege sehen, vor allem endlich ihre Autorenschaft (nicht nur die wenigen SpitzentitelschreiberInnen) wertschätzen und sie anständig bezahlen. Mindestlöhne in unserem Beruf gibt es nicht. Mindestvorauszahlung, was machbar wäre, ist ein Fremdwort. Alle, die sonst am Buch mitarbeiten, verdienen in der Regel ihr festes Geld in einem Verlag. Wir, die ihnen das erst ermöglichen, haben oftmals nur sehr sehr wenige Einnahmen.

Was können wir von der Autorin Jana Jürß in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Marlene Torvett und Tony Babuske weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Momentan schreibe ich an einer neuen Geschichte, wieder ein Krimi, der hoffentlich im Sommer druckreif sein wird, mehr möchte ich darüber nicht verraten. Im Herbst soll ein weiterer Thriller erscheinen, auch der spielt an der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit Marlene Torvett wird es im nächsten Frühling weitergehen. Und ich hoffe irgendwann meine LeserInnen wieder live bei der einen oder anderen Lesung zu erleben.

Den LeserInnen, Ihnen und dem Team von Leserkanone ganz herzliche Grüße aus Ostfriesland, Ihre Jana Jürß

Das Team von Leserkanone.de dankt Jana Jürß für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Jana Jürß
Jana Jürß bei Facebook
Jana Jürß bei Instagram
»Mord im Land der tausend Seen 2 - Marlene Torvett und das falsche Geld« bei Leserkanone.de
»Mord im Land der tausend Seen 2 - Marlene Torvett und das falsche Geld« bei Amazon
Interview aus- und Bücherliste einblenden
 
Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz