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Jana Jürß 6 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Jette Janssen und Linda Roos
Webseite: Offizielle Homepage von Jana Jürß
Facebook: PetersLaubeJanaJuerss
Instagram: janajurss
Interviews: Leserkanonen-Interview mit Jette Janssen vom 26.09.2018
  Leserkanonen-Interview mit Jette Janssen vom 13.11.2019
  Leserkanonen-Interview mit Jana Jürß vom 01.06.2021
 
Leserkanonen-Exklusivinterview vom 26.09.2018
In ihrem aktuellen Roman führt Jette Janssen ihre Leser in die »Schwarze Stille«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman, über ihren Protagonisten Maxim Henndorf und über die Erschaffung von Verbrechen.

Frau Janssen, vor Kurzem erschien Ihr Roman »Schwarze Stille«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Schwarze Stille« ist der Auftakt einer Reihe, die im südlichen Ostfriesland spielt und den Psychologen Maxim Henndorf als Protagonisten einführt. Er lebt im südlichen Ostfriesland, ist ein noch immer trauernder Wittwer und joggt ausdauernd. Bei einem seiner Läufe durch das nächtliche Leer wird er im Evenburgpark überfallen. Bald stellt sich heraus, jemand hat es auf sein Leben abgesehen. Viel mehr möchte ich noch nicht verraten.

Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich denke, für viele Menschen, die Spannungsromane an sich mögen, die Krimis lieben, deren Protagonisten zumeist Menschen wie wir sind und die wie die meisten von uns durch Höhen und Tiefen gehen, ist das Buch interessant. Und natürlich für alle, die Norddeutschland, die den Charme Ostfrieslands lieben, die Sehnsucht nach der See haben.
Literarische Vorbilder habe ich nicht, genauso wenig wie Lieblingsromane. Ich lese sehr viel, was neben dem Schreiben meine Hauptbeschäftigung ist. Ich liebe Geschichten, ich liebe SchriftstellerInnen, die etwas zu erzählen haben.

Man hat den Eindruck, das literarische Ostfriesland sei mit Verbrechern und Ermittlern überbevölkert. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, die es aus der Menge der Ostfrieslandkrimis herausstechen lassen?

Haben Sie den Eindruck? Ich leben in Ostfriesland und weiß, dass es hier im Grunde meist friedlich zugeht. In der literarischen Landschaft sieht es anders aus, da stimme ich Ihnen zu. Allerdings kann Ostfriesland anscheinend gar nicht genug von Geschichten haben, in denen es selbst die größte Rolle spielt. Menschen lieben spannungsgeladene Geschichten, sie fiebern mit, sie leiden mit.
In meinem Roman um Maxim Henndorf kann sofort mitgelitten werden. Der Psychologe schlägt sich nicht sehr tapfer mit der Einsamkeit herum und kann hierbei jede Hilfe gebrauchen. Er selbst hat erst durch seine inzwischen verstorbene Frau Ostfriesland lieben gelernt. Die Mischung aus Kriminalfall, Familie und Freunde mitsamt der verschiedenen Gefühlswelten macht meinen Krimi aus.

Was macht Maxim Henndorf zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Das habe ich vorab bereits ein wenig angedeutet. Maxim ist ein feinfühliger Mann, dessen Beruf und Berufung ist, für andere da zu sein. Nach dem Tod seiner Frau bricht er innerlich zusammen und kommt aus seiner Trauer nicht heraus. Er lässt sich nicht helfen, er lässt niemanden wirklich an sich heran. Durch den Überfall und die weiteren Anschläge auf seine Person erst bemerkt er, dass er Freunde hat. Und auch Familie. Und dass er sie braucht. Ich mag Maxim. Er ist menschlich, voller Sehnsüchte (die er gut versteckt), er ist klug und er ist jemand, der Ostfriesland lieben gelernt hat und dies als seine Heimat betrachtet.

Wie passen ein beschaulicher Ort wie Leer und eine brutale Anschlagsserie zusammen?

Leer ist im Laufe der Jahre ein äußerst attraktiver, lebendiger Ort geworden. Trotzdem gibt es viele Ecken, die scheinen, als wäre sie in einer anderen Zeit stehen geblieben. Was ihnen, diesen Ecken, gut tut. Die Mischung aus Altem und Modernem macht die Stadt mehr als interessant. Für mich und meine Fantasie ist es dadurch leicht gewesen, solche Verbrechen hier anzusiedeln. Der alte und der neue Hafen, die Brücken, die Kapitänshäuser, Schloss Evenburg, all das hat mich geradezu eingeladen.

A propos Anschlagsserie: Wie schafft man es, sich als ansonsten friedlicher Mensch brutale Verbrechen auszudenken? Ist es nötig, sich dafür vor dem Schreiben in eine spezielle Stimmung zu versetzen? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie »Schwarze Stille«?

Nein, eine spezielle vermeintlich brutale Stimmung brauche ich dazu nicht. Lediglich die Stimmung des Romans muss in mir sein. Ich muss wissen, wo ich hin will. Was ich mit diesem Verbrechen bezwecke. Was das Verbrechen mit den Menschen macht. Ich selbst bin ziemlich friedfertig und verabscheue Gewalt. Krimischreiben ist für mich auch dafür da, aufzuzeigen, dass die meisten Verbrechen absolut verabscheuungswürdig sind, ganz gleichgültig, welches Motiv dahintersteckt.
Ich brauche eine Weile, um die Stimmung der Geschichte zu erfassen, bis ich ins Schreiben komme. Was dann einige Wochen dauert, danach noch Korrekturen und Lektoratsdurchgänge.

Ihr Buch wird als der erste Band einer ganzen Reihe angekündigt. Ist es nicht riskant, gleich eine ganze Reihe zu planen, wenn man im Vorfeld noch gar nicht weiß, wie die Leser auf Maxim Henndorfs ersten Auftritt reagieren werden? Wird es sich um unabhängig voneinander zu lesende Einzelbände handeln, oder um eine inhaltlich aufeinander aufbauende Abfolge von Büchern? Steht schon fest, wie viele Bände sie umfassen wird?

Der Klarant-Verlag und ich haben diese Reihe zusammen auf den Weg gebracht. Der Verlag hat große Erfahrung mit Ostfrieslandkrimireihen und aus dem Grunde denke ich, dass das Gespür des Verlages das Risiko um einiges mindert.
Die Romane aus der Maxim-Henndorf-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings ist es sicher empfehlenswert, mit dem ersten Band zu beginnen, da sich ja auch die Personen entwickeln und es für den Leser wahrscheinlich nicht unwichtig ist, zu erfahren, warum jemand ist wie er ist.

Was können wir von der Autorin Jette Janssen in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann geht es mit Maxim Henndorf weiter? Und sind womöglich auch darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung?

Den zweiten Band um Maxim wird es wahrscheinlich noch in diesem Jahr geben ein Krimi für die dunkle Jahreszeit. Aktuell arbeite ich daran. Ein weiterer Band ist für das kommende Frühjahr geplant. Damit bin ich vorerst sehr gut ausgelastet und ich freue mich sehr, diese Krimireihe schreiben zu können.

Das Team von Leserkanone.de dankt Jette Janssen für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Jette Janssen bei Facebook
»Schwarze Stille« bei Leserkanone.de
»Schwarze Stille« bei Amazon
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