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Elke Rossmann 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Pseudonyme: Elke Nansen und E.M. Ross
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Elke Nansen vom 13.03.2019
  Leserkanone.de-Interview mit Elke Nansen vom 08.04.2020
Tags: Fünf Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 08.04.2020
In ihrem neuen Roman »Tödliches Fehnland« berichtet Elke Nansen von Mädchenleichen, die in einem Moor gefunden werden. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Corona-Krise und über das Reisen durch Ostfriesland.

Frau Nansen, ein ganzes Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Elke Nansen getan?

Wenn ich mich recht erinnere, dann war vor einem Jahr gerade der Roman »Tödliches Rysum« erschienen. Innerhalb dieses vergangenen Jahrs sind drei weitere Bücher der Serie Waatstedt/Faber erschienen: Tödliches Campen, Tödliches Wangerooge und gerade jetzt Tödliches Fehnland.

Macht sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar?

Aber natürlich macht sich die Krise auch bei mir bemerkbar. Das ist doch nur menschlich. Die letzten vier Wochen habe ich zum Beispiel nicht ein einziges Wort geschrieben. Für mich war es erst einmal wichtig, mir darüber klar zu werden, was Corona für mein Leben bedeutet und für die Welt in der Zukunft. Jetzt da ich meine Gedanken und Gefühle gesammelt habe, werde ich langsam wieder meine Arbeit aufnehmen können. Denn jetzt habe ich wieder die innere Ruhe zu schreiben.
Auch was meine Geschichten angeht, dachte ich, ob das Thema Corona verarbeitet werden sollte, doch ich habe mich dagegen entschieden. Momentan ist die Situation für jeden schwierig genug, da muss man nicht auch noch in Romanen darüber lesen. Ich denke sogar, dass mein neuer Roman ganz bewusst mehr unterhaltsame und lustige Stellen haben wird und weniger kopflastig sein wird.
Dem Leser ist in diesen Zeiten daran gelegen in ein Buch einzutauchen, für ein paar Stunden die Sorgen beiseitezuschieben und Spaß zu haben. Das wird mein Bemühen sein, beim neunten Krimi der Serie.

Inzwischen ist mit »Tödliches Fehnland« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Tödliches Fehnland ist ein Krimi mit viel Atmosphäre. Szenen im nebelschwangeren Moor, alte Legenden von Wiedergängern und dann findet man dort die Leichen junger Mädchen. Stellen Sie sich die alten Schwarzweiß-Filme von Edgar Wallace vor, mit der musikalischen Untermalung von Kate Bushs Wuthering Heights vor, dann haben sie die Stimmung von »Tödliches Fehnland« erfasst. Der Rest ist eigentlich ein sehr komplexer Fall, von dem ich nicht zu viel verraten möchte.

Vor einem Jahr erwähnten Sie, dass Sie in jedes Buch der Reihe ein aktuelles oder brisantes Thema einbauen. Wofür haben Sie sich dieses Mal entschieden, und wie kamen Sie darauf?

Das Hauptthema beleuchtet die Eltern-Kinder-Beziehungen der Generationen, die jetzt in der Pubertät sind. Die neue furchtlose, vernetzte Generation, die vor augenscheinlich nichts Angst hat und sich damit selbst gefährden kann. Sei es Alkoholmissbrauch oder der sorglose Umgang mit der heutigen Freiheit. Dabei ist gerade die Zukunft für diese Kinder und Jugendlichen schwer, schwerer als sie für uns war.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis momentan viele Eltern, die Fünfzehnjährige Töchter und Söhne haben. Im Vergleich zu meiner eigenen pubertären Revolte haben die jungen Menschen von heute unglaubliche Freiheiten, die sie meiner Meinung nach, manchmal gar nicht richtig handhaben können. Daher suchen die Teenager permanent nach Grenzen und überziehen ihre Handlungen, weil die derzeitige Erziehung ihnen oft keine Grenzen setzt. Damit schweben sie im freien Raum und fühlen sich meiner Meinung nach verloren. Dabei wird gerade von dieser Generation in der Zukunft viel verlangt werden. Sei es der Klimawandel, Pandemien oder auch die schon lange ausstehende Veränderung des Arbeitsmarkts durch Roboter.

Ihre Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt waren nun schon zum achten Mal im Einsatz. Wie schafft man es, eine Buchreihe auch nach so vielen Bänden immer noch frisch und abwechslungsreich zu gestalten, ohne in Muster zu verfallen oder sich zu wiederholen?

Ich denke, ich habe da Glück mit meinen Protagonisten. Sowohl Rike als auch Faber sind interessante Menschen und haben als Paar noch einmal eine ganz andere Dynamik. Außerdem gibt es noch Knut und Schorlau. Die beiden Sorgen für ein Schmunzeln und manchmal auch Gelächter. Eigentlich sind alle Kollegen des KED Emden sehr starke Charaktere. Mit solch einem Team könnte man sogar einen eher faden Wirtschaftskrimi interessant machen. Aber keine Angst, ich komme ursprünglich aus der Wirtschaft und habe keinerlei Intentionen über so etwas zu schreiben. Wir bleiben bei Waatstedt/Faber dann doch lieber beim handfesten Verbrechen.

Kann man nach so vielen Bänden überhaupt noch unbeschwert durch Ostfriesland reisen, wenn man immer wieder an Orten vorbeikommt, die man literarisch schon mit Verbrechen überzogen hat? Und hält man dann automatisch nach neuen Orten Ausschau, die man in einem der nächsten Fälle unsicher machen kann?

Das verrückte ist, dass ich die meisten Orte meiner Schauplätze erst später besuche und immer erleichtert bin, wie gut man im Internet recherchieren kann. Manchmal beschäftige ich mich später mit einem Ort und dann fallen mir plötzlich wieder Einzelheiten ein, die ich gesehen habe. Die kommen dann einem anderen Roman zugute.
Ich schreibe Ostfrieslandkrimis und darum muss ich mich dort oben schon auskennen. Die Menschen und die Landschaften lieben, um sie richtig würdigen zu können. Und das tue ich wirklich, so oft, wie ich schon dort war.
Wer noch nie mit einem Boot vom Festland nach Wangerooge gefahren ist, der weiß auch nicht, wie der Wind an Deck in den Haaren reißt. Oder wie es sich anfühlt, urplötzlich seekrank zu werden und über der Reling zu hängen.

Was können wir von der Autorin Elke Nansen in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Vor der Krise hatte ich bereits mit dem zehnten Band angefangen. Jetzt, nachdem ich die Krise für mich endlich richtig einordnen konnte, werde ich daran weiter schreiben, und zwar so, als hätte es Corona nie gegeben.
Diese Geschichte ist Philipp Schorlau gewidmet. Die treuen Leser kennen natürlich Schorlau, seine elitäre und nervige Art. Doch sie wissen auch, dass er ein feiner Kerl ist, ein guter Freund und Experte auf seinem Gebiet.
Doch abgesehen davon, wer ist Schorlau eigentlich? Warum hat er keine Familie? Wie wurde er groß? Wie landete er irgendwann in Frankfurt und dann wieder zurück im hohen Norden?
Dieses Geheimnis möchte ich lüften und ganz nebenbei einen ziemlich raffinierten Mordfall lösen. Tja, und was Philipp angeht, habe ich da für die Leser noch eine große Überraschung, die nicht nur sie, sondern besonders Schorlau umhauen wird!

Das Team von Leserkanone.de dankt E.M. Ross für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
»Faber und Waatstedt ermitteln 8 - Tödliches Fehnland« bei Leserkanone.de
»Faber und Waatstedt ermitteln 8 - Tödliches Fehnland« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz