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Judith Anton 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Facebook: judith.anton.9480
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Judith Anton vom 16.04.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 16.04.2019
In Judith Antons aktuellem Werk »Brennende Federn« aus dem Thriller Verlag kommt es im Leben eines Mannes zu drastischen Veränderungen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Psychothriller, über das Autorenleben und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Anton, vor Kurzem erschien Ihr Thriller »Brennende Federn«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Brennende Federn« erzählt die Geschichte von Workaholic Jakob, der seine Gefühle hinter einer Fassade aus Regeln und Vorsätzen verbirgt, bis er sich in die Künstlerin Helena verliebt. Sein strukturiertes Leben gerät völlig aus den Fugen. Nach einem Selbstmordversuch in der geschlossenen Psychiatrie gestrandet, muss Jakob feststellen, dass seine Vergangenheit dunkle Geheimnisse birgt. Während Wahn und Realität verwischen, enthüllt sich ein perfides Spiel, das alles, woran Jakob bislang glaubte, in Frage stellt.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Als Vielleserin, überwiegend im Thriller-Genre verankert, sind meine literarischen Vorbilder zahlreich. Ich liebe die Kate Burkholder-Reihe von Linda Castillo, die Smoky Barrett-Reihe von Cody McFadyen und die Grant County-Romane von Karin Slaughter. Sabine Thiesler, Lars Kepler, Michael Robotham, Sebastian Fitzek und Wulf Dorn schreiben ebenfalls großartige Bücher. Daneben mag ich auch die Romane von Petra Hammesfahr oder Jeannette Walls. Wer solche oder ähnliche Bücher mag, Nervenkitzel und Tiefgründigkeit vermischt, für den dürfte »Brennende Federn« eine gute Wahl sein.

– Heutzutage gehen viele Autoren und Verlage großzügig mit dem Begriff des »Thrillers« um und bezeichnen auch einfachste Krimis bereits als Thriller, da die Schublade vermutlich mehr Zugkraft beim Leser hat. Was macht Ihren Thriller zu einem »richtigen« Thriller, und wie verdient er sich das Zusatzprädikat des »Psycho«-Thrillers?

In »Brennende Federn« geht es um menschliche Abgründe. Um das, was bedrohlich, und oft klammheimlich, in Köpfen und Herzen heranwachsen kann. Jakobs Schicksal, das Geheimnis, das sein komplettes Leben zu vergiften droht, steht im Mittelpunkt der Handlung. Sein Kampf um die Wahrheit, seine innere Zerrissenheit, entwickelt sich zu einem allumfassenden Kampf um Leben und Tod. Die Charaktere sind sehr detailliert und mit Augenmerk auf ihre Vorgeschichte und persönliche Entwicklung gezeichnet.

– Wie kam es dazu, dass Sie - als mutmaßlich friedfertiger Mensch - ausgerechnet in einem Genre gelandet sind, in dem die Nerven aller Beteiligten so weit wie möglich strapaziert werden sollen? Wie schafft man es, sich beim Schreiben in die richtige Stimmung zu versetzen, um besonders perfide Momente zu Papier zu bringen?

Die Psyche hat mich schon immer fasziniert. Mein Beruf als Diplom-Heilpädagogin führt mich tagtäglich mit Menschen zusammen, deren Seele »brennt«. Ängste, Zwänge, Verdrängtes, traumatische Verlusterfahrungen. Nicht immer gibt es ein Happy End, auch wenn ich mit bestem Wissen und Gewissen an die Arbeit gehe. Als Autorin kann ich selbst bestimmen, wie eine Geschichte ausgeht. Kann selbst entscheiden, wer den Sieg davonträgt. Zugleich ist das Schreiben ein Ventil für eigene Gefühle. Wer hat nicht selbst schon schmerzhaft geliebt, sich bodenlos geängstigt oder etwas Geschehenes zutiefst bereut? Das Leben selbst bringt mich in die richtige Stimmung zum Schreiben. Der Wunsch, Unverständliches zu verstehen, die Facetten und Geheimisse der Psyche zu ergründen. Dazu brauche ich dann letztendlich nur noch meinen Laptop und eine Menge Koffein.

– Was macht Ihren Protagonisten Jakob zu einer solch »besonderen« Romanfigur, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich?

Jakob steht stellvertretend für so viele Menschen, die ihr Leben der Arbeit verschreiben, die nicht auf ihre »innere Stimme« hören und sich dabei selbst verlieren. Ich bewundere die Bereitschaft zum Kampf, die er trotz seiner Lage entwickelt. Die Kraft, die er letztendlich auch für andere aufbringt, weil er selbstlos lieben kann. Ein Kind im Körper eines Mannes, das doch noch erwachsen werden muss. Jakob ist voller Gegensätze, voller Ängste und Zweifel, und doch so unendlich mutig.

– »Brennende Federn« ist Ihr Erstlingswerk. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Ich habe schon als Kind und Jugendliche Geschichten geschrieben. Damals noch auf der Schreibmaschine meiner Eltern oder auf losen Zetteln, mittlerweile auf dem Laptop. Ich hatte keine speziellen Erwartungen an das Autorenleben, aber das erste eigene Buch in Händen zu halten war ein wundervolles Gefühl und macht Lust auf mehr. Es ist toll, dass die Figuren, die seit drei Jahren in meinem Hirn herumspuken, nun auch in anderen Köpfen Einzug halten. Ich erhoffe mir konstruktive Rückmeldungen und Impulse zum Text – man lernt nie aus – und dass sich die Leser etwas für sich selbst aus der Geschichte mitnehmen können. Wir alle sollten uns gegenseitig öfter fragen, wie es uns geht, genauer aufeinander schauen und mehr miteinander, anstatt gegeneinander leben. Die Worte dürfen uns niemals ausgehen. Insofern wünsche ich mir einen vielseitigen, einen »lebensbunten« Buchmarkt, auf dem auch neue Autorenstimmen eine Chance finden, angehört zu werden.

– Was können wir von der Autorin Judith Anton in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Während der letzten zwei Jahre habe ich parallel an einem zweiten Psychothriller gearbeitet, der meinem Verlag bereits vorliegt und der, mit etwas Glück, noch in diesem Jahr nachrückt. Die Handlung spielt im Obdachlosenmilieu, es wird ein Wiedersehen mit ein paar Charakteren aus »Brennende Federn« geben und dieses Mal habe ich eine Mordserie in petto. Aktuell arbeite ich fleißig an Band Drei. Es bleibt also, im wahrsten Sinne des Wortes, spannend. ;)

Das Team von Leserkanone.de dankt Judith Anton für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Judith Anton bei Facebook
»Brennende Federn« bei Leserkanone.de
»Brennende Federn« bei Amazon
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