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Elja Janus 18 Fans
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Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Elja Janus vom 07.04.2019
  Leserkanone.de-Interview mit Elja Janus vom 21.12.2020
Tags: Sieben Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 21.12.2020
Mit »Zwei Nächte und drei Leben lang« hat Elja Janus ein aktuelles Buch für Last-Minute-Geschenkebesteller und für Bücherfans, die sich durch den Lockdown schmökern wollen, parat. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die lange Entstehungsgeschichte und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Janus, anderthalb Jahre sind vergangen, seit wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Elja Janus getan?

Eine ganze Menge. Ich habe in der Zwischenzeit drei weitere Bücher veröffentlicht, zwei im Verlag und auch eines im Selfpublishing. Ich habe unzählige Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft, und tatsächlich ist wohl die größte Veränderung, dass ich ein Selbstverständnis in dem Beruf entwickelt habe. Ich kann sagen: »Ich bin Autorin.« Und seit dem dritten Buch glaube ich mir das auch selbst.

– Hat sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar gemacht?

Da ich als Autorin und Lektorin von zu Hause aus arbeite, habe ich monatelang sehr viel Zeit mit meiner Tochter statt am Schreibtisch verbracht. Um zu schreiben, muss ich richtig in eine Geschichte hineinkrabbeln können – das ist für mich nicht möglich mit zehn Minuten hier und zwanzig da.
Also habe ich mich verkrochen, um noch zu schreiben, sobald ihr Vater zu Hause war. Ich bin so dankbar, dass mir das Wetter in dieser ersten Lockdown-Phase erlaubt hat, mir zum Arbeiten draußen einen ruhigen Ort zu suchen.
Rückblickend glaube ich, dass diese Zeit auch einiges an Kreativität hervorgebracht hat. All die Sorgen und auch die Sehnsucht nach Stille haben sich gebündelt und ein Buch geformt, das bereits im Herbst erscheinen konnte. Dafür bin ich unendlich dankbar.

– Nun ist mit »Zwei Nächte und drei Leben lang« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel verraten. Es geht um Jess und Cem – mittlerweile lediglich zwei Freunde, die einst ein Paar waren und nicht aufhören können, Geliebte zu sein. Doch es gab zwei tragische Nächte im Leben der Beiden, die ihre gemeinsame Zeit in drei Leben unterteilt haben. Nun, in Leben Nummer drei, stehen sie vor den Scherben ihres Lebens und versuchen, sie wieder zusammenzukehren.
Es ist ein Buch, das sich sehr viel mit den Themen Mut und Identität auseinandersetzt und die Leserinnen dabei auf eine emotionale Berg- und Talfahrt schickt.

– Laut einem Mini-Interview Ihres Verlags haben Sie an dem Buch länger und intensiver gearbeitet als an all Ihren vorherigen Werken. Wie kam es dazu?

Ich saß mit meiner Familie beim Mittagessen in einem Restaurant, als mich die Geschichte beinahe brutal überfiel, und ich weiß noch, dass es eines der wenigen Male war, dass ich keinen Block dabei hatte. Also habe ich die erste Idee auf einem Bierdeckel festgehalten und mich dann zu Hause sofort an den Laptop gesetzt und drauflos geschrieben. Tatsächlich hat mich die Geschichte von da an ein halbes Jahr lang tagtäglich vor ungeahnte emotionale und handwerkliche Herausforderungen gestellt. Als dann die erste Rückmeldung vom Verlag kam, lag noch eine ganze Menge Arbeit vor mir – es brauchte sehr viel Kürzen, viele Überarbeitungsrunden und eine Reihe fehlgeschlagener Versuche, um alles wirklich rund zu bekommen.
Doch ich habe gelernt, dass sich der Kampf lohnt, wenn ich an eine Geschichte glaube. Schließlich ist sie aus einem Grund entstanden: Ich wollte meine Stimme erheben für die, die keine Worte haben für das, was ihnen wiederfahren ist. Und den Rückmeldungen einiger Betroffener zufolge, ist es mir glücklicherweise gelungen. Dafür bin ich unendlich dankbar.

– Während die meisten Romane vom ersten Entstehen einer Beziehung handeln, existierte die Beziehung Ihrer Protagonisten Jess und Cem bereits in der Vergangenheit. Erforderte dies während des Schreibprozesses eine ganz andere Herangehensweise an Charakterentwicklung & Co., als Sie es bisher gewohnt waren?

Auf gewisse Weise schreibe ich in dem Buch über zwei Menschen, die sich seit Jahren gut kennen. Es gibt also nicht dieses vollkommen neue Entdecken von Grübchen, Nuancen der Stimme oder seltsamen Vorlieben, was den liebsten Pizzabelag betrifft. Eigenarten müssen eher nebenher kommuniziert oder von den Leserinnen allein statt mit den Protagonisten gemeinsam entdeckt werden.
Auf der anderen Seite jedoch schreibe ich nicht nur über ein Ex-Paar, sondern auch über zwei Menschen, die sich aufgrund von Schicksalsschlägen zweimal vollkommen verändert haben und die weder sich selbst noch ihr Gegenüber wiedererkennen. Und doch blitzt immer wieder das einstige Ich der Beiden hindurch. Das bedeutet, dass ich zwei Protagonisten in drei vollkommen unterschiedlichen Stadien ihres Lebens nicht nur kreieren, sondern auch die gesamte Zeit über mitdenken musste. Das war zwar arbeitsintensiv, aber auch unheimlich spannend.

– Weshalb sind Jess und Cem zwei Menschen, die man als Bücherfan unbedingt kennenlernen sollte?

Weil eben genau das, tatsächlich Menschen, entstanden sind und nicht nur Protagonisten. Meine Bücher zeichnet aus, dass die Charaktere sehr detailliert ausgearbeitet sind, sie und ihre Entwicklung stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
Ich finde zudem, dass Jess und Cem Mut machen, sie geben Hoffnung. Sie sind bereit, für das zu kämpfen, was aus ihren Scherben wieder Menschen formen könnte. Und das tun sie unheimlich loyal, Seite an Seite.

– Was können wir von der Autorin Elja Janus in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Tatsächlich befinde ich mich nach zwei Veröffentlichungen innerhalb von drei Monaten in einer Phase, die ich von mir kenne, die mich aber dennoch viele Nerven kostet. Ich bin so gerne produktiv und liebe das Schreiben wahnsinnig, doch gerade bin ich noch unschlüssig, in welche Richtung ich als nächstes laufen soll. Wie hungrige Wölfe reißen gleich vier recht unterschiedliche Ideen an mir herum, damit ich an ihnen arbeite. Aber wenn ich schreibe, stecke ich mit Kopf und Herz so tief in der Geschichte, dass ich mich nicht gleichzeitig auf zwei Ideen einlassen kann. Also bin auch ich gespannt, auf welche Geschichte die Entscheidung fällt. Doch eines kann ich schon verraten: Nachdem ich mich 2020 auf zwei sehr unterschiedliche Weise den Themen Mut und Identität gewidmet habe, scheint sich für 2021 ein anderes Thema in den Vordergrund zu drängen.
Freiheit.

Das Team von Leserkanone.de dankt Elja Janus für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
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»Zwei Nächte und drei Leben lang« bei Leserkanone.de
»Zwei Nächte und drei Leben lang« bei Amazon
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