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Elja Janus 2 Fans
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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Elja Janus vom 07.04.2019
Tags: Zwei Verlinkungen in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 07.04.2019
Dank ihres Buchs »Immer noch wir« gelang Elja Janus der Sprung in die Bücherwelt mit dem Gewinn eines Wettbewerbs. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über dessen Protagonisten und über ihre ersten Schritte als Autorin.

– Frau Janus, vor Kurzem erschien Ihr Roman »Immer noch wir«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. »Immer noch wir« handelt von zwei ehemalige Kindergartenfreunden, Lina und Joe, beide mit ihren in meinen Augen wundervollen Eigenarten gesegnet. Nach vielen Jahren der Trennung begegnen sie sich wieder und sind sich gleich wieder sehr nah. Womöglich noch näher. Doch auch ihre Eigenarten und Ängste sind im Laufe der Jahre durch teils traumatische Erlebnisse größer geworden, und das macht es den beiden nicht leicht, sich wirklich aufeinander einzulassen.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich finde es immer sehr schwierig, ein Buch mit einem anderen zu vergleichen – bei meinen eigenen fällt mir das noch schwerer. Ich kann eher sagen, dass ich sehr viel durch das Lesen der Bücher von Brittainy C. Cherry gelernt habe, deren Art zu schreiben ich sehr liebe. Was am Ende dabei herausgekommen ist, habe ich selbst so noch nicht gelesen. Das heißt nicht, dass es besser ist, es ist einfach anders, weil es meiner eigenen Art zu fühlen und zu denken entspringt. Und die ist bei den Menschen ja glücklicherweise auch von Person zu Person anders.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Liebesromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Was mir immer wieder durch Rezensionen und ganz tolle Nachrichten von Leserinnen bestätigt wird, ist, dass es mir gelingt, sehr tiefe Charaktere und dadurch eine ebenso tiefe Geschichte zu erschaffen. Dabei geht es weniger um ein dramatisches Drumherum, sondern mehr um die Gefühlswelten der ProtagonistInnen.
Ich selbst bin ein Mensch, der alles sehr stark empfindet und sehr genau beobachtet und andere Menschen und ihre Gefühle wahrnimmt. Das hat mir bei meiner Arbeit als Paarberaterin immer sehr geholfen, und jetzt beim Schreiben tut es das auch.

– Glauben Sie, dass Sie als Paarberaterin durch Ihre Erfahrungen aus der Praxis einen anderen Blick auf fiktive Liebesgeschichten haben als andere Autorinnen? Und bietet das, was man als Beraterin erlebt, womöglich sogar Vorlagen für Liebesromane ... oder eher für Bücher ganz anderer Genres?

Ich habe schon einige Romane geschrieben und kann reinen Gewissens behaupten, niemals die Geschichte eines Paares dafür auch nur im Ansatz verwendet zu haben. Es ist mehr, dass ich die gleichen Fähigkeiten für die Beratung und das Schreiben nutzen kann. Ich bin sehr empathisch – und das gilt sowohl für ein reales Gegenüber in der Beratung als auch für ein von mir Erschaffenes, dem ich mich widme. Ich will es wirklich verstehen und mit ihm fühlen.
Was ich jedoch aus dem Leben und der Beratung gelernt habe und nun in meinen Büchern zu vermitteln versuche, ist eines: Die großen Dramen finden in den Menschen selbst statt.

– Was macht Lina und Joe zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Ich schätze so vieles an den beiden. Sie sind clever und witzig, sie sind mitfühlend und authentisch. Am meisten aber bewundere ich an ihnen, dass sie eine solche Tiefe besitzen und sich selbst zulassen. Sie hüpfen nicht einfach über ihre Schatten, nur weil da ein anderer besonderer Mensch auftaucht, und dann soll alles gut sein, sondern sie leiden, um zu heilen. Ich durfte echte Menschen bei Prozessen wie diesen begleiten, und das ist eine Art von Mut, vor dem ich mich innerlich verneige.
Was sie in meinen Augen so besonders macht, ist zum einen ihr Miteinander, zum anderen ihre jeweils eigene Art, mit den Gefühlen füreinander umzugehen und sich ihnen früher oder später zu stellen.

– »Immer noch wir« ist nicht nur der Gewinnertitel einer Literaturausschreibung der Leselupe-Literaturagentur und des FeuerWerke Verlags, sondern gleichzeitig auch Ihr Erstlingswerk. Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen?

Ich glaube, so genau kann man sich vorher gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt. Ich hatte zum Beispiel ehrlich gesagt vollkommen unterschätzt, wie viel Zeit das ganze Drumherum benötigt. Dadurch blieb vorübergehend keine Schreibzeit mehr, gleichzeitig habe ich dadurch viel gelernt und ganz wundervolle neue Menschen kennengelernt.
Vom Buchmarkt wünsche ich mir, dass SelfpublisherInnen und die, die in einem kleinen Verlag veröffentlichen, zunächst einmal ähnliche Chancen erhalten wie die AutorInnen, die in den großen Print-Verlagen veröffentlichen. Es gibt so wundervolle Bücher, die in keinem Verlag Zu Hause sind – wieso auch immer. Glücklicherweise bin ich auch als Debütantin bei vielen Bloggerinnen auf große Offenheit gestoßen. Das war toll!
Von meiner Leserschaft wünsche ich mir natürlich, dass sie auch anderen Büchern von mir eine Chance gibt und sie mit so viel Feingefühl liest und behandelt wie »Immer noch wir« – das war eine wirklich schöne Erfahrung, dass so viele Menschen den eher ruhigen und tiefen Schreibstil zu schätzen wissen in einer Welt, in der so viel Lautes und Schnelles den Alltag bestimmt. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön.

– Was können wir von der Autorin Elja Janus in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Mein zweiter Roman wird am 25. Juni ebenfalls im FeuerWerke Verlag erscheinen. Er heißt »Zwei in Solo« und ist auch eine Geschichte großer Gefühle, natürlich in meinem Stil, wenn auch auf gewisse Weise sehr anders als »Immer noch wir«.
Es ist die Geschichte der jungen Lehrerin Sophie, die ihr Leben lang gelernt hat, ihre Gefühle zu unterdrücken, und ihres ehemaligen Schülers Milo, dessen Leben von Anfang an ein Waten durch Dreck war. Jahre nach seinem Abschluss treffen sie wieder aufeinander und damit auch zwei Welten – manchmal lautstark, manchmal leise, immer heilend.
An einer neuen Geschichte sitze ich natürlich auch schon wieder, einige angefangene Ideen ruhen in der virtuellen Schublade und warten auf mich und meine Zeit, die gerade zum größten Teil meiner kleinen Tochter gehört.

Das Team von Leserkanone.de dankt Elja Janus für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Elja Janus bei Facebook
»Immer noch wir« bei Leserkanone.de
»Immer noch wir« bei Amazon
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