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Haike Hausdorf 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Haike Hausdorf
Facebook: HaikeHausdorfAutorin
Instagram: haikehausdorf
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Haike Hausdorf vom 24.08.2019
  Leserkanone.de-Interview mit Haike Hausdorf vom 17.12.2020
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 17.12.2020
In ihrem aktuellen Buch schickt Autorin Haike Hausdorf die Geister der Weihnacht in die Rente. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über Charles Dickens und über das Schreiben von weihnachtlichen Büchern.

– Frau Hausdorf, mehr als ein Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorinnenleben der Haike Hausdorf getan?

Im November 2019 fragte meine Literatur-Agentin an, ob ich eine Idee für eine neue Buchreihe des Ashera Verlags hätte. Sie sollte skurrile Fantasy-Geschichten beinhalten und unter dem Genre Funtasy laufen. Von diesem Genre hatte ich vorher noch nie gehört.
Innerhalb von zwei Tagen habe ich meine schon etwas ältere Idee einer Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens grob umrissen und vorgestellt. Allerdings dachte ich zunächst, die Handlung sei möglicherweise zu schräg, doch meine Agentin war begeistert und so legte ich wenige Tage später mit dem Manuskript los.
Ende März war es fertig und ging an den Verlag. Im restlichen Jahr hat das Homeschooling viel Zeit verschlungen. Ab Sommer 2020 habe ich mich um Lektorat und Marketing für »Die Geister der Weihnacht gehen in Rente« gekümmert und ein paar weitere Manuskript-Ideen gesammelt, aber nichts Neues geschrieben.

– Hat sich die Corona-Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autorin bemerkbar gemacht?

Auf jeden Fall. Da ich selbst mehrfache Risikopatientin bin, ist mein Jüngster seit März im Homeschooling, da uns die wenigen Vorgaben für die Grundschulen nicht ausreichend erschienen. Deshalb habe ich tagsüber wenig Gelegenheit zu arbeiten und das macht sich natürlich bemerkbar. Eigentlich wollte ich bereits im Sommer mit einem Sherlock-Holmes-Projekt beginnen, aber es hat nur zur Lektüre von Arthur Canon Doyles Original gereicht. Während der Weihnachtsferien möchte ich aber unbedingt an neue Projekte gehen, um der Agentur im neuen Jahr verschiedene Exposés zur Verfügung stellen zu können.

– Nun ist mit »Die Geister der Weihnacht gehen in Rente« ein neues Werk aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Und was hat es mit der Reihe »Funtasy« auf sich?

Der Begriff Funtasy setzt sich aus dem englischen Begriff »fun« für Spaß und Fantasy oder Phantastik zusammen. Es geht um ungewöhnliche, skurrile Geschichten, die zwar fantastisch aber auch humorvoll sind.
In meinem Roman geht es um die drei Geister der vergangenen, diesjährigen und zukünftigen Weihnacht, die Charles Dickens der Welt in seiner Geschichte »A Christmas Carol« (zu Deutsch »Eine Weihnachtsgeschichte«) präsentiert hat. Dickens prangert in diesem Buch, genau wie in vielen anderen Werken, die Schere zwischen Arm und Reich im England des 19. Jahrhunderts an. Das Original ist sehr gesellschaftskritisch und ich hatte mich schon länger gefragt, wie es den Geistern der Weihnacht wohl heute - mehr als 170 Jahre später - ergehen würde.
Den Leser erwartet eine in erste Linie humorvolle bis skurrile Geschichte, die aber auch Tiefgang besitzt und dem aufmerksamen Leser ebenfalls gesellschaftskritische Aspekte aufzeigt.
In meinem neuen Roman setze ich voraus, dass die drei Geister der Weihnacht nach vielen hundert Jahren im aktiven Dienst ihrer Arbeit müde werden und genug von den immer mehr werdenden fehlgeleiteten Menschen haben. Deshalb haben sie ihre Stellen ausgeschrieben und suchen kurz vor Weihnachten Nachfolger. Im Sinne hatten sie drei qualifizierte männliche Geister, denen sie innerhalb kürzester Zeit diese wichtige Aufgabe übergeben können. Stattdessen tauchen beim Bewerbungsgespräch zehn mehr oder weniger chaotische Junggeister auf. Vier von ihnen sind weiblich, was dem etwas konservativen Geist der vergangenen Weihnachten überhaupt nicht gefällt und sie alle weisen unterschiedliche Defizite auf. Keiner scheint auf den ersten Blick geeignet.
Das hatten sich die drei Alten ganz anders vorgestellt ...

– In den letzten Monaten eines jeden Jahres erscheinen immer sehr viele Weihnachtsbücher. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Werks, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Wie meine ersten Leser und Leserinnen bzw. Rezensenten mir bescheinigen, liegt dem Roman »Die Geister der Weihnacht gehen in Rente« eine sehr ungewöhnliche Buch-Idee zugrunde, die sehr lustig und liebevoll umgesetzt ist, aber auch Tiefgang besitzt. Vordergründig lädt sie zum Schmunzeln und Lachen ein, beim genaueren Hinsehen aber auch zum Nachdenken, denn jeder der jungen Geister hat seine eigenen Probleme und Defizite und die meisten sind zu Beginn weder besonders menschenfreundlich noch teamfähig. Nun stehen sie vor der großen Aufgabe sich innerhalb von nur zwei Wochen zu beweisen und zusammenzuarbeiten, was zunächst überhaupt nicht gelingt. Doch im Laufe der Geschichte wachsen sie immer mehr zusammen, lernen voneinander und werden so auch bei der Arbeit mit den Sterblichen langsam erfolgreicher.
Es geht um kleine, überaus menschliche Macken, um Teamgeist, Integration und Inklusion, um das Zusammentreffen unterschiedlicher Nationalitäten und Generationen und über all dem schwebt der Wunsch, den Menschen den wahren Geist der Weihnacht nahezubringen.
Das größte Alleinstellungsmerkmal ist aber sicher die Weiterführung der Geschichte von Charles Dickens in moderner Form mit einer größeren Zahl an Protagonisten als im Original und viel Humor. Wobei ich die drei Alten optisch komplett von Dickens übernommen habe - auch ihre Eigenarten. Der Geist der zukünftigen Weihnacht zum Beispiel spricht im Original nicht, was mir zunächst inmitten dieser quirligen und dialogfreudigen Truppe sehr schwierig umzusetzen erschien. Dann aber habe ich entdeckt, welche Möglichkeiten ein Charakter bietet, der sich ausschließlich durch Gesten und die von ihm ausgehende Temperatur bemerkbar macht.

– Wie kamen Sie auf die Idee, sich gerade von der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens inspirieren zu lassen? Was bedeutet Ihnen diese persönlich?

Ich kenne die Weihnachtsgeschichte, solange ich denken kann. In erster Linie natürlich verschiedenen Verfilmungen – angefangen von der Muppets-Version über eine mit menschlichen Darstellern bis zu Dagobert Duck als geizigem Ebenezer Scrooge oder einer Variante mit den Schlümpfen. Aber auch das Buch und sehr schöne Theateraufführungen sind mir in Erinnerung geblieben. Die Botschaft von Charles Dickens hat mich schon immer fasziniert und ich habe jedes Mal mit dem armen Buchhalter mitgelitten, der so schlecht bezahlt und behandelt wird und trotzdem immer freundlich zu seinem geizigen, verbitterten Arbeitgeber ist.
Wann genau ich die Idee zu meinem Buch hatte, weiß ich gar nicht mehr. Sie entstand ganz grob, weil ich mich immer wieder gefragt habe, wie es wohl heute bei uns mit den Geistern zugehen würde. Dass es genug Menschen gibt, die die Geister besuchen könnten, steht außer Frage. Egoisten wie Scrooge gibt es noch immer genug und die Schere zwischen Arm und Reich ist auch nicht kleiner geworden.

– Hat es aus Autorensicht nicht problematische Aspekte, ein Buch für einen speziellen Anlass wie Weihnachten zu schreiben, das im Rest des Jahres womöglich weit weniger Leser anzieht? Und was bewegt einen als Autorin dazu, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen?

Natürlich ist es ein sehr spezielles Buch, obwohl die angeschnittenen Themen nicht auf die Weihnachtszeit beschränkt sind. Man kann das Buch jederzeit lesen und sich dabei amüsieren oder über die Botschaft nachdenken. Mir persönlich geht es in erster Linie darum, Leser gut zu unterhalten und allein für den Einfall, eine Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens zu schreiben, habe ich sehr viele positive Rückmeldungen erhalten, was mich sehr freut.
Gereizt hat mich die Umsetzung dieser Idee schon lange. Als ich die Gelegenheit bekam, habe ich nicht gezögert oder darüber nachgedacht, ob sich das Buch vielleicht nur wenige Monate im Jahr verkaufen lässt. Ich wollte einfach genau DIESE Geschichte erzählen und bin der Agentur Ashera und dem Ashera Verlag sehr dankbar für die Veröffentlichung meines Romans.
Besonders passend ist es auch, dass sich 2020 der Todestag von Charles Dickens zum 150. Mal jährte.

– Was können wir von der Autorin Haike Hausdorf in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit »Funtasy« weitergehen? Und sind womöglich bereits darüber hinaus neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Die Funtasy-Reihe des Ashera Verlags wird 2021 zunächst von Agentur- und Verlagskollegen oder -kolleginnen mit anderen Themen weitergeführt. Allerdings hatte ich kürzlich eine Idee, die ich meiner Agentin demnächst gerne vorstellen möchte. Ich kann noch nichts darüber sagen, außer dass ich viel Spaß hätte, sie umzusetzen und gerne einen weiteren Band zur Funtasy-Reihe beisteuern würde.
Als Erstes steht aber der oben angesprochene Sherlock-Holmes an, für den ich mich zunächst in die klassische Schreibweise von Arthur Canon Doyle hineindenken muss. Außerdem habe ich eine Anfrage zu zwei Anthologie-Projekten erhalten, die mich thematisch reizen würden. Wenn meine Zeit es erlaubt, werde ich also 2021 einen erneuten Abstecher in die Welt der Kurzgeschichten machen.
Neben diesen geplanten Projekten wartet ein bisher unvermitteltes Romance-Manuskript bei meiner Agentin auf einen interessierten Verlag und in meiner Schublade gibt es außerdem drei Kinder- bzw. Erstlesebuch-Manuskripte, die ein zu Hause suchen.
Ich bin gespannt, was sich 2021 umsetzen lassen wird.
Was Lesungen und Messen betrifft, bin ich – wie die ganze Branche – von der Pandemieentwicklung abhängig. Schon im Mai 2020 wollte ich in Solingen an der Fabula Est teilnehmen. Ob es im Mai 2021 möglich sein wird, steht in den Sternen. Wenn es gut läuft, kann man mich im Mai möglicherweise dort sowie in Limburg auf der Limbuch und Ende August 2021 eventuell beim Fantasie- und Rollenspiel-Konvent FaRK im Saarland antreffen. Aber wie wir alle wissen, ist das aus heutiger Sicht unmöglich zu planen.
Aktuelles über meine Veröffentlichungen sowie Messe- oder Lesungs-Termine erfahren Sie jederzeit auf meiner Website www.haikehausdorf.de.

Das Team von Leserkanone.de dankt Haike Hausdorf für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Haike Hausdorf
Haike Hausdorf bei Facebook
Haike Hausdorf bei Instagram
»Die Geister der Weihnacht gehen in Rente« bei Leserkanone.de
»Die Geister der Weihnacht gehen in Rente« bei Amazon
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