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Ursula Michels 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Pseudonym: Ulla Michels
Facebook: Ulla-Michels-schreibt
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Ulla Michels vom 19.02.2019
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 19.02.2019
In Ulla Michels' aktuellem Werk »Frau M. und das Milchkännchen« wird der Leser mit vielen Geschichten aus dem scheinbar »normalen« Leben konfrontiert. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über die Strahlkraft des Alltags und über einen besonderen Dackel.

– Frau Michels, vor Kurzem erschien Ihr Buch »Frau M und das Milchkännchen«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Werk genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Ich schreibe in meinem Buch über die ganz alltäglichen Dinge im Leben - meine Kinder, meine Freunde, mein Gewicht, das Älterwerden, Kinobesuche, Lieblingsbücher, Badewannen oder kaputte Autos.
Alles ist so passiert, wie ich es aufgeschrieben habe. Mit einem Hauch künstlerischer Freiheit an der ein oder anderen Ecke - sonst wäre es vielleicht nicht so leicht und auch nicht so komisch. Und das ist es, was ich erreichen möchte: das Leben nicht immer so ernst zu nehmen und mich nicht von ihm zu Tode erschrecken zu lassen.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Geschichten würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingswerke?

Das ist ein schwierige Frage. Was ich schreibe, ist sicher in gewisser Weise klassische Frauenliteratur. Klassisch im Sinne von typisch ...
Liest jemand gern die Bücher von Susanne Fröhlich oder Christine Westermann oder (um etwas weiter zurück zu gehen) Erma Bombeck, findet er (eher sie) vielleicht auch Spaß an meinen Geschichten. Wobei ich mich hier nicht nahtlos einreihen möchte mit »meinem einen Buch«! Besonders liebe ich auch Gerburg Jahnke. Sie lebt und schreibt und bringt, in beste Worte gefasst, auf die Bühne, was auch mich umtreibt.
Ich stelle mir vor, mein typischer Leser ist weiblich, nicht mehr ganz jung, nicht Millionärin und auch nicht perfekt geformt, aber mit Familie, Freunden und Bügelwäsche gesegnet.
Ich selber lese sehr gerne richtig spannende Kriminalromane mit viel Geheimnis und viel Action. Aber auch Agatha Christie und Joan K. Rowling's Harry Potter finden sich bei mir, genauso wie Gedichte von Christian Morgenstern und Erich Kästner. Und, ich gebe es zu, ich bin ein absoluter Fan von Donald Duck.

– Wie kam es dazu, dass Sie sich in ihrem Buch mit dem alltäglichen Leben auseinandersetzen, statt sich eine fiktive Story auszudenken? Sollten Bücher nicht gerade dazu dienen, vom Alltag abschalten zu können?

Ich bin absolut der Meinung, dass gerade diese, ich sage mal, Allerwelts-Geschichten dazu beitragen, den eigenen Alltag bunter zu machen oder leichter zu nehmen. Weil ich glaube, sich in einer meiner Erzählungen wiederzufinden und plötzlich einfach mal laut lachen zu können, das ist, wie meine Oma sagte, Gold wert.
Jeder (auch ich) träumt von der perfekten Liebe, dem Lotteriegewinn oder der Erbschaft, dem großen Abenteuer oder einer virtuosen Fähigkeit - aber, meiner Meinung nach, ist das Lachen und sich selber in einer Situation wiederzufinden, zu sehen, dass man im Chaos des Lebens nicht allein dasteht, unbezahlbar und die beste Ablenkung.

– In der Beschreibung Ihres Buchs wird erwähnt, dass die enthaltenen Geschichten über viele Jahre hinweg niedergeschrieben wurden. War es von Anfang an geplant, sie in Buchform zu veröffentlichen? Wie haben Sie entschieden, welche Situation es wert war, festgehalten zu werden und welche nicht? Welcher Aufwand steckt generell in einem Buch wie »Frau M und das Milchkännchen«?

Ich habe nicht vor dem Hintergrund, ein Buch zu veröffentlichen, angefangen Geschichten zu erzählen. Das Schreiben war und ist einfach ein Teil von mir, der sich auf diese Weise mit Ereignissen oder Wünschen auseinandersetzt. Schon als Kind habe ich auf einer alten Schreibmaschine irgendwelche Geschichten nacherzählt oder erfunden, mich so in eine ganz eigene Welt versetzt, in der ich immer glücklich war.
Eigentlich habe ich in all den Jahren »nur« Tagebuch geführt, habe Anekdoten oder Geschichten aus meinem Alltag festgehalten. Was ich aufgeschrieben habe, waren jene Momente und Erlebnisse, an dich ich mich auf jeden Fall erinnern wollte oder die mich besonders amüsiert haben. Aber manchmal habe ich auch erst beim Schreiben gemerkt, dass es mir darum ging, einen speziellen Augenblick zu bewahren.
Jeder, der schreibt, möchte sicher auch irgendwann sein eigenes Buch in Händen halten, und dieser Gedanke wuchs in mir auch im Laufe der Zeit. Und als eine befreundete Lektorin mir anbot, mit mir gemeinsam dieses Projekt anzugehen, war ich begeistert. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon über 50 Kurzgeschichten geschrieben und habe diese dann im Laufe eines Jahres miteinander zu diesem Buch verbunden.

– Eine besondere Rolle kommt in Ihrem Buch einem Dackel namens Urmel zu. Was macht Urmel zu einem solch »besonderen« Zeitgenossen, dass man ihn unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihm persönlich? Und warum ist er melancholisch?

Urmel ist der Dackel einer Freundin, die als Berufs-Fotografin arbeitet. Und wir wollten gerne zusammen ein Buchprojekt gestalten. Zunächst hatte ich geplant, persönlichere Bilder zu nehmen - von meinen Kindern, Reisezielen, Freunden - aber ziemlich schnell habe ich gemerkt, das gestaltet sich sehr schwierig. Und da Urmel immer dabei ist, wenn Steffi Atze Fotos macht, er dabei auch öfter eine Fliege um den Hals trägt und immer sehr interessiert gucken kann, sich alles gefallen lässt für eine Scheibe Geflügelwurst, ist er dann der Fotostar des Buches geworden.
Melancholisch ist er nicht wirklich, er ist ein ganz normaler, glücklicher Dackel.

– Sie haben Ihr Buch ohne einen Verlag in Eigenregie via »Books on Demand« veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Mich für Books on demand zu entscheiden, war eigentlich keine wirkliche Entscheidung. Es war die einzige Möglichkeit, mein Buch zu veröffentlichen.
Denn es ist unfassbar schwierig, ein Erstlingswerk, das nicht von jemandem geschrieben wurde, der schon durch andere Aktivitäten bekannt ist, auf »normalem Weg« zu veröffentlichen. Ich habe Verlage angeschrieben, ihnen Leseproben geschickt - die Reaktionen waren überschaubar, nämlich nicht vorhanden.
Ganz sicher haben sich Verlage nicht überholt, denn es gibt zum Glück noch immer sehr viele lesebegeisterte Menschen, die ein richtiges Buch in Händen halten möchten. Das geht mir genauso.

– Was können wir von der Autorin Ulla Michels in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Ich möchte auf jeden Fall weiterschreiben und bin auch schon dabei. Es gibt noch genug Dinge, über die ich erzählen kann oder zu denen ich etwas zu sagen habe.

Das Team von Leserkanone.de dankt Ulla Michels für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Ulla Michels bei Facebook
»Frau M. und das Milchkännchen« bei Leserkanone.de
»Frau M. und das Milchkännchen« bei Amazon
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