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Rainer Keip 0 Fans
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Interview: Leserkanone.de-Interview mit Rainer Keip vom 02.02.2021
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 02.02.2021
Mit »Weinreichs trügerisches Glück« und »Anschlag aus dem Dunkeln« hat Rainer Keip zuletzt zwei neue Werke relativ zeitnah hintereinander veröffentlicht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über die Bücher, über Abwechslung beim Schreiben und über seine zukünftigen Projekte.

– Herr Keip, Sie haben derzeit gleich zwei heiße Eisen im Feuer. So erschien vor Kurzem Ihr Roman »Weinreichs trügerisches Glück«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es und die zugehörige neue Reihe unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Zunächst einmal guten Tag und ein herzliches Dankeschön an die Moderatoren, dass ich mich hier auf der Seite der Leserkanone vorstellen darf.
Der Roman Weinreichs trügerisches Glück bildet den Beginn einer etwas ungewöhnlichen Art von Familien-Saga. Im Grunde ist der Auftaktroman eher eine Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten, wobei sie schon am Anfang ihrer Beziehung in einen Kriminalfall verwickelt werden, der sich aus der Vergangenheit einer der beiden Protagonisten ergibt.
Die Vita der beiden Familien könnten unterschiedlich nicht sein. Auf der einen Seite stehen Dirk Weinreich und sein Sohn Mark, Spross einer schwerreichen Industriellenfamilie und auf der anderen Seite Dorota Dabrovska, einer Hochschullehrerin aus Polen und deren Tochter Laura, welche die beiden während ihres Aufenthaltes an der polnischen Ostseeküste kennen und lieben gelernt haben. Sie merken schon, dass ich eine besondere Affinität zu Polen habe und meine Küstenkrimis ja zum großen Teil ebenfalls dort spielen.

– Was macht die Weinreich zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Gerade diese Konstellation machen die Romanfiguren interessant, wobei ich hier nicht das Klischee des Aschenputtels bediene möchte.
Dorota Dabrowskas Gefühle gelten ausschließlich ihrer persönlichen Beziehung zu Dirk. Sein Vermögen spielt eigentlich keine Rolle für sie und sie bleibt der bescheidene Mensch, der nie ihre Herkunft vergisst.
Auch Dirk Weinreich gehört nicht zu den Menschen, der seinen Reichtum öffentlich zur Schau stellt und damit protzt, wobei auch Dorotas Einfluss darauf zu spüren ist.
Eine weitere Protagonistin, die bereits in der Handlung der ersten Geschichte auftaucht ist die Mutter von Dorota, Maria Jakubowska, die in dieser Saga eine immer tragendere Rolle spielen wird und um die sich ein Geheimnis rankt, was ihr früheres Leben betrifft und wesentlichen Einfluss auf die weiteren Teile der Geschichten um die Weinreichs haben wird.

– Ist es nicht riskant, gleich eine ganze Buchreihe zu planen, wenn man im Vorhinein noch gar nicht einschätzen kann, wie der erste Band bei der Leserschaft ankommt?

Zu ihrer dritten Frage. Meine Autorentätigkeit ist ja noch recht jung, trotz meines doch gesetzteren Alters, da ich recht spät mit dem Schreiben angefangen habe. Insofern freue ich mich darüber, dass ich eine, wenn auch recht kleine Fanbase habe, auf der man aufbauen kann.
Riskant würde ich es nicht nennen. Man weiß ja nie im Voraus, wie eine Story bei der Leserschaft ankommt. Eine neue Serie muss sich ja erst entwickeln aber ich denke schon, dass das Thema interessant genug sein wird, um ein weitergehendes Interesse an der Story zu wecken, da es sich hier um eine Familien-Saga handelt, welche etwas aus dem Rahmen fällt. Meine Absicht ist es, die Geschichten gerade nicht auf Querelen und Streitigkeiten innerhalb einer Familie zu richten. Vielmehr geht es hier um das Zusammengehörigkeitsgefühl, den Schutz der Familie vor Gefahren, die von außen an sie herangetragen werden und die sie zusammen meistern.
Der zweite Teil der Saga liegt bereits fertig bei mir in der Schublade und dieser ist wesentlich actionlastiger angelegt, wie auch die weiteren in Planung befindlichen Teile der Serie, deren Inhalte sich grobe skizziert in meinem Notizblock befinden. Eine seichte und auf Intrigen ausgelegte Story ist nicht mein Ding, war es auch nie.

– Zum zweiten ist mit »Anschlag aus dem Dunkeln« ein neuer Küstenkrimi aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch? Und warum sollten sie sofort mit dem Buch weitermachen, sobald sie »Weinreichs trügerisches Glück« fertiggelesen haben?

An der Geschichte Anschlag aus dem Dunkeln ist das Besondere, dass mein Ermittlerduo diesmal selbst im Mittelpunkt der Ereignisse steht. Ansonsten ermitteln sie ja länderübergreifend in Mordfällen, an denen Deutsche und Polnische Staatsbürger beteiligt sind. Hier allerdings wird versucht, den beiden Straftaten anzuhängen, deren Ursache aus ihrer Vergangenheit herrühren und sie sich gegen die Anschuldigungen wehren müssen.
Zum zweiten Teil ihrer Frage. Nun ja, die Geschichten sind ja in sich geschlossen, aber wie es eben bei einer Serie so ist, baut natürlich das Eine auf das Andere auf. Allerdings ist es der Spannung nicht abträglich, wenn man diesen Band der Küstenkrimis als erstes liest. Aus dem Verlauf der Geschichte ergibt sich so manches, was der Leser über den Hauptstrang der Storyline erfährt, ohne das über die Handlung der vorangegangenen Geschichten zu viel verraten wird.

– Die Spürnasen Ewa Stepinska und Falk Möller absolvieren in dem Buch bereits ihren fünften Einsatz. War es von Anfang an geplant, die beiden so oft in gegen das Verbrechen zu Felde ziehen zu lassen, oder ist dies der Resonanz auf die ersten Bände geschuldet? Was unterscheidet die beiden von anderen literarischen Ermittlerduos?

Die Idee ein Deutsch-Polnisches Ermittlerduo zu schaffen kam von meinem Verleger Jörg Martin Munsonius, als wir uns einmal über ein neues Themengebiet unterhielten und da er wusste, dass ich mich in der Region, in der die Küstenkrimis spielen, recht gut auskenne, lag es nahe, die Geschichten dort anzusiedeln.
Wir wollten bewusst ein länderübergreifendes Duo schaffen, da es, trotz der unmittelbaren Nachbarschaft der beiden Länder, doch einige Unterschiede zwischen der polnischen und deutschen Bevölkerung gibt, was ja auch auf andere Länder zutrifft. Und hier liegt der Reiz des Neuen, da beide Protagonisten sich aufeinander einstellen, die Gepflogenheiten des Anderen kennenzulernen und diese auch akzeptieren zu müssen.

– Was ist aus Autorensicht der Reiz daran, ein Ermittlerteam statt eines einzelnen Kommissars herumschnüffeln zu lassen?

Einen deutschen Kommissar in Polen ermitteln zu lassen und ihm dabei eine weibliche gleichrangige Partnerin zur Seite zu stellen. So kann man neben der kriminalistischen Story auch einen persönlichen Hintergrund und zusätzliche Gefühle wunderbar hineinweben, was meines Erachtens nach das Salz in der Suppe ergibt und auch teilweise eine zusätzliche Dramatik schafft.

– Eine Familiensaga und Küstenkrimis, und das auch noch nahezu gleichzeitig - wie kam es zu einer solch ungewöhnlichen Generekombination?

Wenn man Weinreichs trügerisches Glück aufmerksam gelesen hat wird man feststellen, dass eine Person, die allerdings im ersten Teil der Saga nur am Rande erscheint, in den Küstenkrimis eine tragendere Rolle spielt. Das ist von mir auch so gewollt und ich habe vor, die beiden Reihen nicht gerade zu verweben, sodass deren Eigenständigkeit gewahrt wird, aber dennoch ein paar Charaktere übergreifend zu platzieren wo es gerade passt. Beide Serien haben einen intensiven Bezug zu Polen und da die Weinreich-Saga sich in die Richtung von Abenteuer und Kriminalfällen begeben wird, erschien mir das Zusammentreffen der Protagonisten einfach nur logisch.
Die Küstenkrimireihe wird natürlich fortgesetzt, allerdings wird sie sich etwas verändern, was das Ermittlerduo Ewa Stepinska und Falk Möller betrifft. Die Charaktere entwickeln sich weiter und dass soll ja auch so sein.

– Erfordert das Wechseln des Genres auch eine ganz individuelle Herangehensweise ans Schreiben? Mussten Sie die Arbeit an »Anschlag aus dem Dunkeln« ganz anders angehen als das Verfassen von »Weinreichs trügerisches Glück«? Welcher Aufwand steckt generell in Büchern wie Ihren aktuellen Romanen?

Das Wechseln zwischen beiden Storylines fällt mir nicht weiter schwer, da sie im Grunde ja fast im selben Genre spielen, wenngleich es bei den zukünftigen Weinreich Geschichten etwas härter zugehen wird. Außerdem brauche ich persönlich manchmal etwas Abwechslung, um mich von beiden Serien zu distanzieren um dann wieder frisch an einen neuen Stoff heranzugehen.

– Was können wir von dem Autor Rainer Keip in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit den Weinreichs sowie mit Ewa Stepinska und Falk Möller weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits weitere neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Neben der Küstenkrimireihe und den folgenden Teilen der Weinreich-Saga habe ich noch eine Historische Fantasy Trilogie geplant, deren erster Teil »Die Rückführung« bereits im letzten Jahr erschienen ist und der zweite Teil wohl in Bälde erscheinen wird. Es geht dabei um die ungewöhnliche Zeitreise meiner Protagonistin Diana Lenz in die Zeit Konstantin des Großen und diese Romane sind, von der Seitenzahl her, wesentlich umfangreicher gestaltet. Die römische Geschichte ist mein Steckenpferd und da lag es für mich persönlich nahe, die epochalen geschichtlichen Ereignisse gerade zu dieser Zeit mit einem Schuss Fantasy schriftstellerisch zu verarbeiten.
Als neuestes Projekt steht, als Hommage für meine Heimatstadt, eine Düsseldorf-Krimi-Reihe mit Lokalkolorit an.
Und natürlich werde ich die Küstenkrimi und die Weinreich-Saga weiter fortsetzen. Bin ja selbst gespannt darauf, wie es mit den Protagonisten weitergeht und welche Abenteuer sie noch bestehen müssen »lach«.

Lesungen stehen leider im Moment nicht an. Meine Erste wollte ich im Frühjahr letzten Jahres halten, aber da kam mir das Corona Virus dazwischen und daher sind solche Veranstaltungen, wie ja auch Messen, vorläufig auf Eis gelegt. Aber ich hoffe wie wir alle auf bessere Tage.

Das Team von Leserkanone.de dankt Rainer Keip für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
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»Die Weinreichs 1 - Weinreichs trügerisches Glück« bei Leserkanone.de
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»Anschlag aus dem Dunkeln« bei Leserkanone.de
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