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Sibyl Quinke 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Sibyl Quinke
Facebook: sibyl.quinke
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Sibyl Quinke vom 19.12.2018
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 19.12.2018
In Sibyl Quinkes aktuellem Roman kommt es zum »Tod in der Klingenfabrik«. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über das Buch, über ihr Ermittlerduo und über das kriminelle Wuppertal.

– Frau Quinke, im Sommer erschien Ihr aktueller Roman »Tod in der Klingenfabrik«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne.
Nach der Einweihungsfeier des neuen Firmengebäudes wird Thorsten Cielzik, ein Anteilseigner, tot zwischen den Utensilien des Caterers aufgefunden. Es gibt kaum einen Zeitgenossen, der sein Ableben bedauert, außer der Chefsekretärin Antonia, die ihn liebt und sehr um seine Reputation bemüht ist. Obwohl nicht unerheblich am Unternehmen beteiligt, hatte Thorsten ständig heftige Geldsorgen, die er mit heimlichen Extraaktivitäten in der Firma für sich lösen wollte.
Seine Schwester, ebenfalls Geschäftsführerin, ist jedenfalls froh, dass sie nun nicht mehr die Brände löschen muss, die ihr Bruder ständig legte.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Viele Fragen auf einmal. Meine Romane sind keine knallharten Krimis, es handelt sich eher um Familienromane mit Leiche. Insofern sind meine Geschichten etwas für Leser, die es gerne weniger blutig und die auch zwischenmenschliches Geplänkel mögen. Manch einer muss während des Lesens auch schmunzeln und das ist durchaus gewollt.
Literarische Vorbilder habe ich nicht.
Ich mag historische Romane. Der Plot darf auch gerne von kriminalistischem Spürsinn vorangetrieben werden. Ich habe großen Respekt vor deren Autoren, denn die Recherchen im historischen Bereich sind nicht unerheblich. Das macht zum Beispiel die Düsseldorfer Schriftstellerin Sabine Klewe sehr gut, und ihre Bücher lese ich besonders gerne.

– Tagtäglich erscheinen unzählige neue Kriminalromane, und es ist schwer, aus der breiten Masse herauszustechen. Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Buchs und der zugehörigen Reihe, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zuschlagen sollte?

Alleinstellungsmerkmal: Welches Buch hat das schon. Ich bin Wahlwuppertalerin, insofern spielt auch meine Stadt immer eine Rolle in meinen Geschichten. Ihre Besonderheiten, die sie zu bieten hat, werden oft unterschätzt. Ja, und dann sind da meine Tötungsmethoden: Ich vergifte gerne und ich weiß auch ziemlich genau wie das geht. Nach der Giftaufnahme fällt das Opfer nämlich nie sofort tot um, sondern die Vergiftungssymptome zeigen sich manchmal zunächst recht subtil.

– Das Buch markiert bereits den fünften Einsatz Ihrer Kommissare Dick und Bresniak. Was macht die beiden zu solch »besonderen« Protagonisten, dass sie sich wiederholte Auftritte verdient haben? Was schätzen Sie an Ihnen persönlich?

Beide Protagonisten sind normal und doch besonders. Sie haben beide ein normales Leben: Dick ist glücklich verheiratet und Bresniak glücklich mit Lilli liiert. Da darf der Leser verschnaufen und muss sich nicht mit kaputten Typen herumschlagen, wie zum Beispiel einem ständig alkoholisierten Kommissar.
Vergessen sollten Sie nicht Louisa, die pfiffige Praktikantin, deren Beiträge immer wieder erfrischend sind und Dr. Mortes, der intelligente, vielwissende, liebe und doch nervige Rechtsmediziner. Jede Person bringt einen Teil seiner Persönlichkeit in das Alltagsleben, so wird ein lebendiges Zusammenspiel gewährleistet.

– Wie kam es, dass Sie sich gerade für Wuppertal als Schauplatz Ihrer Reihe entschieden haben? Was macht Wuppertal zu einem perfekten kriminellen Pflaster? Und richtet sich die Reihe vornehmlich an Personen aus der Gegend von Wuppertal und Leute mit Wuppertal-Bezug, oder kann man die Bücher auch problemlos anderen Krimifans ans Herz legen?

Jede Geschichte spielt irgendwo. Die Handlungsorte sollten in jedem Roman konkret beschrieben werden, denn welcher Leser lässt sich gerne durch einen luftleeren Raum schieben? Ich jedenfalls möchte wissen, wo zum Beispiel ein besonderes Event stattfindet. Da kann ich unsere schöne Stadthalle beschreiben. Oder wie im Tod in der Klingenfabrik geht meine Protagonistin in ein bestimmtes Autohaus. Dieses Gebäude beschreibe ich. Ortsansässige erkennen sie wieder, andere können sie sich vor seinem geistigen Auge die Bühne skizzieren.
Warum Wuppertal? Ich lebe hier. Ich bin überzeugte Wahlwuppertalerin. Die Stadt kenne ich gut, das macht die Recherche einfach. Abgesehen davon bietet Wuppertal schöne Schauplätze, nicht umsonst wurden diverse Quartiere für so manche Filmkulisse ausgesucht.
Wuppertal spielt eine wichtige Rolle in meinen Romanen, hält sich aber soweit zurück, dass auch jeder Ortsfremde sein Vergnügen mit meinen Figuren haben wird, vielleicht fühlt sich der Leser sogar animiert, auch einmal einen Originalschauplatz anzuschauen.

– A propos Krimifans: Wie kam es dazu, dass Sie ausgerechnet im Krimibereich gelandet sind? Was bedeutet Ihnen das Genre persönlich?

Gift ist meine Leidenschaft! Das habe ich einmal gelernt, und das muss ich doch auch einmal anwenden! – Spaß beiseite, das mit dem Vergiften ermöglicht eine schöne und subtile Vorgehensweise. Wenn man mag, kann man den schrägen Nachbarn oder den doofen Chef als Figur einbringen – überzeichnet natürlich – und ihm oder ihr die Leviten dabei lesen.
Bei meinen Romanen kommt auch sehr viel Zwischenmenschliches zum Tragen, was zur Spannung beiträgt. Wie oben bereits erwähnt: Es ist selten blutrünstig.

– Welcher Aufwand steckt in einem Krimi wie »Tod in der Klingenfabrik«? Sind beispielsweise viele Recherchearbeiten nötig? Und gehören Sie zu den Krimiautoren, die sich zunächst eine Auflösung des Falles überlegen und erst im Nachhinein den Weg, den die Ermittler beschreiten, um zum Ziel zu kommen? Wie gehen Sie ans Schreiben eines solchen Romans heran?

Diese Frage möchte ich rückwärts beantworten: Als erstes brauche ich natürlich eine Idee; mit der gehe ich eine Weile schwanger. Im Fall von Tod in der Klingenfabrik hatte ich die Möglichkeit in ein solches Unternehmen hineinzuschnuppern und den Handlungsort mir genau anzuschauen. Da hat man mich bei der Recherche unterstützt ... und wie und warum das Opfer zu Tode kam, das entsprang dann meiner Phantasie.
Die Auflösung eines Falles kann bei mir nicht am Anfang stehen, dazu müsste ich erst einmal wissen, was passiert ist, wie soll ich sonst die Auflösung entwickeln?

– Was können wir von der Autorin Sibyl Quinke in der nächsten Zukunft erwarten? Wie und wann wird es mit Dick und Bresniak weitergehen? Und sind womöglich darüber hinaus bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Klar geht es weiter. Der nächste Roman spielt auf der Insel Juist, wo Bresniak und seine Lilli zusammen Urlaub machen wollen ... und Lilli findet in der Salzwiese einen Arm ... aber alle Bewohner und Gäste der Nordseeinsel laufen mit zwei Armen herum ...
Tod in der Salzwiese, so der Titel, erscheint im Frühjahr und wird eine wunderbare Urlaubslektüre. Dieser Roman wird auch im Mittelpunkt des Krimifestivals auf Juist im Oktober 2019 stehen, dazu bin ich als Krimiautorin eingeladen. Ein weiterer Höhepunkt des Krimijahres ist natürlich der Krimitag am 6. Dezember in Landgericht Düsseldorf.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sibyl Quinke für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Sibyl Quinke
Sibyl Quinke bei Facebook
»Tod in der Klingenfabrik« bei Leserkanone.de
»Tod in der Klingenfabrik« bei Amazon
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