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Carmen Schneider 0 Fans
Herkunft: unbekanntes Herkunftsland
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Instagram: carmenschneider_gezeitenwald
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Carmen Schneider vom 20.09.2020
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 20.09.2020
In ihrem aktuellen Werk »Du und ich und ganz viel Wunder« erzählt Autorin Carmen Schneider von einer außergewöhnlichen Begegnung zweier außergewöhnlichen Menschen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über den Roman, über schwierige Buchthemen und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Schneider, vor Kurzem erschien Ihr neuer Roman »Du und ich und ganz viel Wunder«. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von dem Buch genommen, könnten Sie es unseren Lesern daher kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Du und ich und ganz viel Wunder« erzählt die Geschichte von Mia und Cedric, die zu einem Zeitpunkt in Mias Leben aufeinandertreffen, wie er ungünstiger gar nicht sein kann... Mia hat gerade erst eine tödliche Diagnose erhalten, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf gestellt hat. Ein Leben zwischen Alltag, Tod, Ängsten, Verzweiflung, Hoffnung und Wunder, denn Mukoviszidose ist eine der häufigsten und meist tödlich verlaufende, angeborene Stoffwechselkrankheit.
Nichts ist mehr wie es war und sie versucht, sich selbst in den Fragmenten ihres Daseins wieder zu finden und ihr verbleibendes Leben neu zu ordnen. Trotzdem schafft es Cedric, sich ihrem verstörten Herzen zu nähern und mit ihr, trotz der aussichtslosen Situation, ein gemeinsames Leben zu beginnen.
Eine meiner Leserinnen, die auch hier auf der Webseite »Leserkanone« eine Rezension veröffentlicht hat, fasste es so gekonnt in einem Zitat zusammen.
«Wer in ausweglosen Krisenzeiten nicht an Wunder glaubt, der kann nicht überleben.« (Gjergj Perluca)
Wer hier einfach eine Liebesgeschichte vermutet, findet die zum kleineren Teil in diesem Werk. Aber es ist doch so viel mehr...
Ich wünsche dem Leser dieses Buches, dass er über sein eigenes Leben nachdenkt, wie er sein Leben gestaltet, dass er es vielleicht sogar wieder mehr wertschätzen kann. Das Leben ist einfach zu wertvoll und kurz, als sich viel um weniger wichtige Dinge zu kümmern. Alle, die eine oberflächliche und nur romantische Liebesgeschichte mit einem typischen Happy-End erwarten, sind hier vermutlich falsch. Aber genau das macht dieses Buch hoffentlich so interessant und faszinierend und lässt den Leser vielleicht am Ende wieder an Wunder glauben.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Zunächst ist mir bei jeder Geschichte (egal ob ich sie lese oder schreibe) wichtig, dass sie den Lesern etwas gibt. Ich selbst erzähle nicht nur, um für einige Augenblicke die Zeit zu vertreiben. Die Geschichten sollen nach Möglichkeit berühren und bleibende Eindrücke, vielleicht sogar Anstöße zu Veränderung hinterlassen. So entstand mein erstes Buch »Das Lebkuchenhaus«.
Diese Anforderung erfüllen für mich die unterschiedlichsten Bücher. Biographien, fantastische Geschichten oder Kinder- und Jugendbücher unterschiedlicher Art. Ich bin da weder auf spezielle Autoren noch Genre festgelegt.

– Mukoviszidose, Depression, Panik - Es sind keine leichten Themen, denen Sie sich in Ihrem Werk gewidmet haben. Wie kam es dazu, dass Sie sich ausgerechnet damit auseinandergesetzt haben?

Das hat eigentlich einen ganz einfachen und doch so komplexen Grund, denn ich habe all diese Themen selbst erlebt. Im Klappentext weise ich ja schon darauf hin, dass es sich um eine Erzählung nach wahren Begebenheiten handelt. »Du und ich und ganz viel Wunder« erzählt meine eigene Geschichte, natürlich auch in kleinen Teilen die meines Mannes, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig auf »Mia«.
Mein Ziel ist es, anderen Menschen, die noch mitten in der Hölle ihrer Depression und Angst stecken, einen Ausweg aufzuzeigen und Mut zu machen. Und natürlich auch den Angehörigen. Mit »Du und ich und ganz viel Wunder« und seinem Vorgänger »Wie das Leben so spielt« habe ich mich aus diesem Grund an diese schwierigen Themen herangewagt. Von Depressionen und Panikattacken sind immer mehr Menschen betroffen. Dieses Buch soll dafür sensibilisieren und Mut machen, nicht aufzugeben und sich Hilfe zu holen. Bei Angehörigen und Außenstehenden erhoffe ich mir, dass es Verständnis wecken wird. Natürlich soll es auch dazu beitragen, diese Erkrankungen aus den dunklen Ecken der Gesellschaft herauszuführen und mehr in den Fokus zu stellen. Sie müssen unbedingt enttabuisiert werden. Niemand sollte sich schämen müssen, unter diesen Erkrankungen zu leiden.

– Wie schafft man es, sich schwierigen Lebensthemen mit der gebotenen Sensibilität und Ernsthaftigkeit zu nähern, dabei trotzdem aber noch so unterhaltsam zu klingen, dass das Lesen des Buches Spaß macht?

Die gebotene Sensibilität und Ernsthaftigkeit ist bei eigenem Erleben einfach gegeben. Näher kann man an einem Thema nicht sein, egal um welches es geht.
In Mias Leben kommen Ironie und schwarzer Humor nicht zu kurz. Sie kann es sich nicht leisten, in tiefes Selbstmitleid zu verfallen. Der Erzählstil passt sich in den einzelnen Situationen an Mias Empfinden an. An manchen Stellen erscheint er fast distanziert und an anderen gewährt er tiefe Einblicke in die Seele und die Gefühle. Auf diese Weise wird der Leser, wenn ich den vielen positiven Rezensionen glauben darf, gut durch die Geschichte geführt und niemals hilflos allein gelassen. Der Leser kann sich schlussendlich gut mit dem Buch fühlen.

– Was macht Mia und Cedric zu solch »besonderen« Romanfiguren, dass man sie unbedingt kennenlernen sollte? Was schätzen Sie an ihnen persönlich?

Ihre Authentizität ist sicher etwas ganz besonderes.
Außerdem entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte zu starken Persönlichkeiten und geben niemals die Hoffnung auf. Das schätze ich ganz besonders an ihnen.

– Sie haben Ihr Buch (und auch die vorausgegangenen Werke) ohne einen Verlag in Eigenregie veröffentlicht. Was hat Sie dazu bewogen, es auf diesem Wege zu versuchen? Und halten Sie in der heutigen Zeit Verlage überhaupt noch für nötig?

Als Autor hat man heutzutage ja quasi fast keine andere Wahl mehr. Bei einem der größeren Verlage in Deutschland eine Heimat für sein Buch zu finden, ist beinahe unmöglich geworden. Ich habe es natürlich auch versucht, aber irgendwann aufgegeben. Es reicht einfach nicht aus, ein gutes Buch zu schreiben. Zum Glück hat man heutzutage auch andere Möglichkeiten und Unterstützung durch freischaffende Coverdesigner und Lektoren.
Natürlich ist es schwierig, sich aus der Masse der unzählbaren veröffentlichten Werke hervorzuheben, aber ich bin davon überzeugt, dass gute Autorinnen und Autoren es mit Ausdauer schaffen, irgendwann mit ihren Werken sichtbar zu werden.

– Was können wir von der Autorin Carmen Schneider in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Ich war dieses Jahr Teil der Onlinebuchmesse Saar. Da wird man mich auf alle Fälle auch nächstes Jahr sehen. Eigentlich sollte es mein erster »echter« Kontakt zu meinen Lesern auf der Buchmesse Saar werden, aber Corona hat ein Schnippchen geschlagen und »Online« daraus gemacht...
Ich habe schon viele Gedanken für einen vierten Band in meiner Gezeitenwald-Reihe gesammelt. Diese märchenhaften Fantasy Werke setzen sich mit den großen Gefühlen der Menschen auseinander.
In Dunkelherz geht es darum, in schweren Situationen nicht den Mut und den Glauben an das Gute im Leben zu verlieren. In »Frühlingsseele« muss sich Desmond (einer der Protagonisten) mit der Frage auseinandersetzen, was für ihn Liebe bedeutet und ob er bereit ist, sich trotz seiner Ängste darauf einzulassen. »Geist der Meere« setzt sich mit der Zufriedenheit des Menschen auseinander. Was braucht man eigentlich, um Zufriedenheit zu empfinden? Was ist wichtig im Leben?
Der vierte Band wird uns weit in den Norden führen. Worum es genau geht, wird noch nicht verraten, aber zweifelsfrei ist es wieder eine Märchenadaption, in der es diesmal kalt und ungemütlich wird...

Das Team von Leserkanone.de dankt Carmen Schneider für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
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Carmen Schneider bei Instagram
»Du und ich und ganz viel Wunder« bei Leserkanone.de
»Du und ich und ganz viel Wunder« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz